Jugend, Beschäftigung und Ausbildung
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2224.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kosovo
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Beschäftigungsfähigkeit kosovarischer Jugendlicher ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:14 200 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2020.2223.4
Ausbildung für den Arbeitsmarkt "Fit for Jobs"
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 31.01.2017 - 31.03.2028 - Aktuelles Projekt:31.01.2017 - 28.02.2022
Sonstige Beteiligte
- Arge Inbas GmbH-UBO Consulting
- Integration International
- PEM Consult GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
16020 Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten
Evaluierung
- Zentrale Projektevaluierung - Zusammenfassung. Jugend, Beschäftigung und Ausbildung (YES)
- Central Project Evaluation - executive summary. Youth, Employment and Skills (YES), Kosovo
- Zentrale Projektevaluierung - Auf einen Blick. Jugend, Beschäftigung und Ausbildung (YES)
- Central Project Evaluation. Youth, Employment and Skills, Kosovo. Evaluation Report
- Central Project Evaluation - at a glance. Youth, Employment and Skills (YES), Kosovo
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Trotz stetigen Wachstums ist die Wirtschaft Kosovos nach wie vor instabil und auf Überweisungen und Entwicklungshilfe aus dem Ausland angewiesen. Kosovos Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf ist eines der niedrigsten in Europa, und Armut ist vor allem unter jungen Menschen noch immer weit verbreitet. Folglich wandern viele Menschen aus, insbesondere Angehörige benachteiligter Bevölkerungsgruppen.
Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei über 50 Prozent – gleichzeitig können viele freie Stellen in der Privatwirtschaft nicht besetzt werden. Die Überbrückung der Kluft zwischen den Qualifikationen der Arbeitssuchenden und den Anforderungen des Arbeitsmarkts ist in Kosovo weiterhin eine große Herausforderung. Um diese Mängel zu beheben, hat die Regierung Kosovos als zentrale strategische Planungsdokumente das Wirtschaftsreformprogramm und den Aktionsplan zur Förderung der Jugendbeschäftigung (2018–2020) erstellt. Das Projekt „Jugend, Beschäftigung und Ausbildung in Kosovo" unterstützt diese Reforminitiativen öffentlicher und privater Akteure sowohl bei der Umsetzung als auch auf politischer Ebene.
Ziel
Die Beschäftigungsfähigkeit junger Kosovarinnen und Kosovaren im Alter zwischen 15 und 35 Jahren ist verbessert, wobei die spezifischen Bedürfnisse Rückkehrender sowie aller ethnischen Gruppen und Minderheiten berücksichtigt werden.
Vorgehensweise
Das Projekt „Jugend, Beschäftigung und Ausbildung in Kosovo" fördert die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen zum einen durch die Verbesserung der Qualität der Berufsbildung und zum anderen durch die Stärkung von Mechanismen, die einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt herbeiführen. Das Projekt verfolgt einen Bottom-up-Ansatz und arbeitet vor allem mit Institutionen auf lokaler Ebene, beispielsweise Berufsschulen, Arbeitsämtern und Jugendzentren. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, die Systeme und Umsetzungskompetenzen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Technologie und des Ministeriums für Arbeit und Soziales und ihrer Behörden zu stärken, so dass sie in der Lage sind, hochwertige Dienstleistungen für junge Menschen zu erbringen.
Wirkung
Bis Ende 2018 konnten rund 3.000 junge Menschen in Kosovo direkt von einem breiten Spektrum an Kompetenzentwicklungs- und aktiven Arbeitsmarktmaßnahmen profitieren.
• Ein inklusives Konzept ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg: 40 Prozent der Personen, die an den Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung teilnahmen, waren Frauen, mehr als 25 Prozent Rückkehrende und 10 Prozent Angehörige ethnischer Minderheiten. Zusätzlich wurden als Pilotmaßnahmen berufliche Qualifizierungen und Praktika für Menschen mit Behinderungen organisiert.
• Gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales und der Agentur für Arbeit der Republik Kosovo führte das Projekt Praktikumsprogramme für über 2.000 junge Arbeitssuchende in Kosovo durch. Außerdem wurden über 600 Geschäftsideen für Existenzgründungen mit finanzieller Unterstützung auf den Weg gebracht.
• Um Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt besser gegenzusteuern und die Wirksamkeit der Arbeitsmarktmaßnahmen in Kosovo zu erhöhen, wurden eine systematische Beschäftigungs- und Arbeitsmarktanalyse und eine Evaluierung aktiver Arbeitsmarktmaßnahmen durchgeführt.
• In Zusammenarbeit mit den Kommunen, der Agentur für Arbeit der Republik Kosovo und anderen lokalen Akteuren wurden in ganz Kosovo Jobmessen organisiert, an denen sich mehr als 500 Unternehmen beteiligten. Die Jobmessen boten Tausenden jungen Arbeitssuchenden die Chance, Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden.
• Bei den neu gestalteten Treffen auf lokaler Ebene können sich Vertreter aller Interessengruppen über Jugendbeschäftigung austauschen, besser über die jeweiligen Aufgabenbereiche der Institutionen informieren und untereinander vernetzen.
• Um die Qualität der beruflichen Bildung zu verbessern, werden zehn berufsbildende Schulen mit den Schwerpunkten Technik und Wirtschaft bei der Umsetzung von Schulentwicklungsplänen, dem Ausbau praxisbezogener Ausbildungsmöglichkeiten und der Stärkung der Kompetenzen berufspraktischer Lehrkräfte im Einklang mit dem neuen Hauptlehrplan für die Berufsbildung unterstützt. Im Rahmen der Hilfe wurden die berufsbildenden Schulen in Kosovo einer umfassenden Bewertung unterzogen.
• Zur Vermittlung von Qualifikationen, die den Anforderungen der Wirtschaft besser entsprechen, wurden in den Bereichen IT, Grafikdesign, Fotografie, Gastronomie, Schneiderei, Kunsthandwerk, Metallbau und Schlüsselkompetenzen außerschulische Bildungsmaßnahmen durchgeführt.
• Ein Pilotprogramm für Metallverarbeitung wurde initiiert und soll in den Hauptlehrplan von Berufsbildungszentren übernommen werden.
• In der Baubranche wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Informationszentrum für Migration, Ausbildung und Karriere (DIMAK), dem Ministerium für Arbeit und Soziales und der Privatwirtschaft ein Pilotprogramm mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Berufsbildungswege und die Anerkennung von in Kosovo erworbenen Qualifikationen in Deutschland zu verbessern.
• Alle Aktivitäten richteten sich speziell auch an zurückkehrende Migrantinnen und Migranten, um ihre wirtschaftliche und soziale (Wieder-)Eingliederung zu fördern. Im Rahmen des Projekts wurden Schulungen zur Vermittlung von Schlüssel- und unternehmerischen Kompetenzen organisiert und Finanzhilfen für innovative Geschäftsideen gewährt. Das Innenministerium wurde bei entsprechenden Wiedereingliederungsbemühungen unterstützt.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Despite steady growth, the economy of Kosovo is still fragile and relies on remittances and foreign development assistance. Kosovo’s Gross Domestic Product (GDP) per capita is at one of the lowest levels in Europe and poverty, especially among young people, remains high. Consequently, migration is prevalent, particularly among disadvantaged population groups.
The level of youth unemployment is above 50 per cent and at the same time, many vacancies in the private sector cannot be filled. Bridging the gap between the job seekers’ skills and the labour market demands remains a major challenge in Kosovo. To address these deficiencies, the Government of Kosovo has drawn up the Economic Reform Program and the Action Plan for Increasing Youth Employment (2018-2020) as key strategic planning documents. The Youth, Employment and Skills Project supports these reform initiatives by public and private sector stakeholders at both the implementation and policy levels.
Objective
The employability of young Kosovars aged between 15 and 35 years is improved, taking into account the specific needs of returned migrants, all ethnic groups and minorities.
Approach
The Youth, Employment and Skills in Kosovo project enhances the employability of young people by improving the quality of Vocational Education and Training and also strengthening matching mechanisms between labour market supply and demand. The project applies a bottom-up approach, primarily working with institutions at the local level such as vocational schools, public employment offices and youth centres. Furthermore, the project seeks to strengthen the systems and implementation capacities of the Ministry of Education, Science and Technology (MEST) and Ministry of Labour and Social Welfare (MLSW) and their agencies in delivering quality services to young people.
Results
By the end of 2018, about 3,000 young people in Kosovo had benefited directly from a broad range of human capacity development and active labour market measures.
—Inclusiveness is a major key to success: of the participants in the employability measures, 40 per cent were women, over 25 per cent returnees, and 10 per cent from ethnic minorities. In addition, vocational training and internships for people with disabilities were piloted.
—Together with the Ministry of Labour and Social Welfare and the Employment Agency of the Republic Kosovo, the project offered internship schemes for over 2,000 young job seekers in Kosovo. Furthermore, over 600 start-up business ideas were kick-started with financial support.
—A systematic Employment and Labour Market Analysis and evaluation of Active Labour Market Measures have been conducted to better address mismatches in the labour market and to increase the effectiveness of labour market measures in Kosovo.
—In cooperation with Municipalities, the Employment Agency of the Republic of Kosovo, and other local stakeholders job fairs were organised throughout Kosovo with more than 500 enterprises participating. The job fairs provided the chance for thousands of young jobseekers to find employment opportunities.
—Local stakeholder meetings have been set in a new format that facilitates dialogue on youth employment, better information on respective mandates of the institutions and networking with each other.
—To improve the quality of vocational education, 10 technical and economic schools are being supported in implementing school development plans, increasing workplace-based training opportunities and strengthening the competencies of professional practice teachers in line with the new Core Curriculum for Vocational Education and Training. As part of the assistance, a full assessment of the Vocational Education and Training Schools in Kosovo has been undertaken.
—To better meet the requirements of the private sector for skilled labour non-formal training in IT, graphic design, photography, gastronomy, tailoring, handicrafts, metal construction, and soft skills were implemented.
—A pilot programme in metal processing was initiated and will we upscaled at Vocational Training Centers incorporating the course as part of their main curriculum.
—In the construction sector, a pilot programme was initiated in cooperation with the German Information Centre for Migration, Training and Career (DIMAK), the Ministry of Labour and Social Welfare and the private sector to improve the pathways for vocational training and the recognition of Kosovar qualifications in Germany.
—Across all activities, returning migrants were specifically addressed to support their economic and social (re-)integration. The project introduced soft skills training, entrepreneurship training, and issued grants for innovative business ideas. For this particular purpose, the project supported the Ministry of Internal Affairs in its reintegration efforts.