Life Skills und Training für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2184.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Kenia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Fähigkeiten jugendlicher Flüchtlinge und einheimischer Jugendliche, Zukunftschancen zu ergreifen, sind durch Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-gestützte Ansätze gestärkt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Refugee Affairs Secretariat (RAS)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:3 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    24.07.2017 - 11.01.2022
  • Aktuelles Projekt:01.01.2019 - 11.01.2022

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    11230 Grundlegende Alltagsfähigkeiten für Erwachsene

 

Projektbeschreibung (DE)

Life Skills und Training für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Grundkompetenzen (Life Skills) und Training für Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden in Kenia
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kenia
Politischer Träger: Refugee Affairs Secretariat
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2021

Ausgangssituation

In Kakuma, im Norden Kenias, liegt das zweitgrößte Flüchtlingslager des Landes mit etwa 147.500 Flüchtlingen, vor allem aus dem Südsudan und Somalia. Es besteht bereits seit 25 Jahren, viele der Kinder und Jugendlichen im Lager sind hier aufgewachsen. Nahrungsmittel- und Wasserknappheit, Unterernährung sowie eine schlechte Gesundheits- und Bildungsversorgung prägen das Leben im Lager sowie in der aufnehmenden Gemeinde. Die Bevölkerung dort lebt zu mehr als 90 Prozent unterhalb der Armutsgrenze und empfindet die Flüchtlingshilfe oft als ungerecht. Angesichts knapper Ressourcen und Perspektivlosigkeit kommt es häufig zu Spannungen unter den Flüchtlingen und mit der lokalen Bevölkerung.

Im Unterbezirk Turkana West und im Flüchtlingslager Kakuma ist ein Großteil der Kinder und Jugendlichen im schulfähigen Alter nicht eingeschult, viele Jugendliche haben niemals eine Schule besucht. Ohne Schulabschluss haben Jugendliche keinen Zugang zu Bildungs- oder Qualifizierungsangeboten, die ihnen Chancen für den Erwerb des Lebensunterhaltes bieten würden. Dies gilt sowohl für die Jugendlichen in Turkana West als auch für die jugendlichen Flüchtlinge, die in ihre Herkunftsländer zurückkehren möchten. Die Möglichkeiten geflüchteter und einheimischer Jugendlicher, Fähigkeiten zu entwickeln, durch die sie Zukunftschancen ergreifen können, sind sehr begrenzt.

Ziel

Die Fähigkeiten geflüchteter und einheimischer Jugendlicher in Kakuma, Zukunftschancen zu ergreifen, sind gestärkt.

Vorgehensweise

Um die Möglichkeiten jugendlicher Flüchtlinge und einheimischer Jugendlicher zum Kompetenzerwerb zu verbessern, entwickelt das Vorhaben auf Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gestützte Ansätze, über die formale und vor allem nonformale Bildung angeboten werden kann. Das Vorhaben konzentriert sich auf die Entwicklung von Grundkompetenzen, sogenannten Life Skills, und IKT-Kompetenzen, als Basis für weitere Lebensperspektiven.

Das Vorhaben wendet sich an ältere Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 24 Jahren in Turkana West und im Flüchtlingslager Kakuma. Vulnerable Jugendliche ohne Bildungszugang, junge Mütter und Jugendliche mit Behinderungen werden besonders berücksichtigt. Um Diskriminierungen und Konflikten vorzubeugen, werden im Sinne des Do-No-Harm-Ansatzes, das heißt, alle Maßnahmen werden konfliktsensibel geplant und gestaltet, sowohl jugendliche Flüchtlinge als auch einheimische Jugendliche einbezogen.

Das Vorhaben arbeitet in drei Handlungsfeldern:
1.Mithilfe von IKT-Anwendungen werden die Grundkompetenzen jugendlicher Flüchtlingen und einheimischer Jugendlicher ohne Bildungszugang gestärkt.
2.Neben der Vermittlung von IKT-Grundwissen können besonders begabte Jugendliche IKT-Spezialkompetenzen erwerben.
3.Über interaktive Audioprogramme werden jugendliche Flüchtlinge informiert und befähigt, ihre Zukunftschancen sowie die Optionen für eine freiwillige Rückkehr adäquat einzuschätzen und auf dieser Grundlage Entscheidungen zu treffen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Life Skills and Training for Refugees and Host Communities

Project description

Title: Life Skills and Training for Refugees and Host Communities in Kenya
Commissioned by: German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)
Country: Kenya
Lead executing agency: Refugee Affairs Secretariat
Overall term: 2019 to 2021

Context

Kakuma in northern Kenya is the country’s second largest refugee camp, currently hosting around 147,500 refugees, mainly from South Sudan and Somalia. The camp has existed for 25 years; many of its child and teenage residents grew up here. In the refugee camp, food and water are in short supply, undernourishment is rife, and medical care and education facilities are inadequate. These problems affect the host communities as well: more than 90% of local people live in poverty and often perceive the assistance provided for the refugees as unfair. Due to the lack of resources and life chances, there are frequent tensions within the refugee community and with locals.

Many of the children and teenagers who live in Turkana West Sub-County and the Kakuma refugee camp are not enrolled in school; many have missed out on schooling altogether. Without a school-leaving certificate, young people have no access to further education and training as a basis for future employment. This problem affects young locals in Turkana West and young refugees wishing to return to their home country. Opportunities for young refugees and locals to gain life skills and thus improve their prospects are extremely limited.

Objective

The project aims to give young refugees and local youths in Kakuma life skills and improve their prospects for the future.

Approach

In order to improve the opportunities for young refugees and locals to gain life skills, the project develops ICT-based services that deliver formal and, above all, non-formal education. The project focuses on building life skills and ICT proficiency as a future livelihood basis.

The project is designed for 13-24-year-olds who live in the Kakuma camp and Turkana West, with a particular focus on vulnerable teenagers with no access to education, young mothers and disabled youths. In order to avoid discrimination and conflicts, the ‘do no harm’ principle applies: this means building conflict sensitivity into the planning and design of all the services and encouraging participation by young locals and young refugees in this process.

The project focuses on three areas:
1.Using ICT applications to improve the life skills of young refugees and local youths with no access to education.
2.Building basic ICT skills and providing more advanced training for young people who show a particular aptitude in this area.
3.Using interactive audio programmes to provide information for young refugees and assist them to assess their life chances. This enables them to explore options for voluntary return and make sound decisions about their future.