Kapazitätsentwicklung durch städtische Infrastrukturmaßnahmen

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2168.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3600 Nordafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Ägypten

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Lebensbedingungen in ausgewählten informellen Gebieten mit hoher Migrationsrelevanz sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Housing, Utilities and Urban Communities

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:22 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 17 000 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    03.08.2019 - 30.01.2025
  • Aktuelles Projekt:01.03.2020 - 30.01.2025

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    43030 Stadtentwicklung und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mit einer Bevölkerung von über 100 Millionen Menschen gehört Ägypten zu den bevölkerungsreichsten Ländern des afrikanischen Kontinents. Da etwa 95 Prozent der Bevölkerung auf weniger als 7 Prozent der gesamten Landfläche an den Ufern des Nils konzentriert ist, spielen Städte bei der Förderung einer inklusiven und nachhaltigen Entwicklung und bei der Schaffung besserer Lebensbedingungen für die Allgemeinheit eine wichtige Rolle.
Der wirtschaftliche Abschwung, den Ägypten im letzten Jahrzehnt erlebt hat, hatte erhebliche Auswir-kungen auf die Lebensbedingungen in den Städten. Die Stadtbevölkerung wird weiter zunehmen: Bis 2025 werden mindestens 70 Millionen Einwohner*innen in städtischen Gebieten erwartet. Der größte Teil dieses Wachstums entfällt auf informelle Siedlungen. Hinzu kommt, dass Städte ihren Bewoh-ner*innen meist wesentlich bessere wirtschaftliche Perspektiven bieten können.
Informelle Siedlungen beherbergen den Großteil der einkommensschwachen Stadtbevölkerung Ägyp-tens, darunter Migrant*innen und Geflüchtete. Da diese Siedlungen außerhalb der offiziellen Pla-nungsmechanismen entstehen, fehlt es ihnen meist an angemessenen Infrastrukturen und einer aus-reichenden Grundversorgung. Gleichzeitig sind die Bewohner*innen informeller Siedlungen tendenziell benachteiligt, was ihren Zugang zu regulären Beschäftigungsmöglichkeiten und ihre Integration in das formelle Wirtschaftssystem angeht.
Die Förderung der Stadtentwicklung durch inklusive und partizipatorische Ansätze, die die Gemeinden in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten stellen, wird daher in den kommenden Jahren von größter Bedeu-tung sein. Der Instandsetzung der Infrastruktur kommt weiterhin eine hohe Priorität zu. Doch die anhal-tend hohen Armutsraten zeigen, wie wichtig es ist, Verbesserungen der baulichen Umgebung mit der Schaffung langfristiger wirtschaftlicher Perspektiven für die wachsende ägyptische Stadtbevölkerung zu verbinden.

Ziel
Die Lebensbedingungen in ausgewählten informellen Gebieten mit hoher Migrationsrelevanz sind ver-bessert.

Vorgehensweise
Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen in informellen Siedlungen durch die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten in Verbindung mit Infrastrukturverbesserungen in den drei Zielgouverno-raten Asyut, Beheira und Alexandria zu verbessern. Diese Gebiete beherbergen entweder Mig-rant*innen bzw. Geflüchtete oder neigen zur Abwanderung.
Das Vorhaben strebt an, durch die Anwendung eines arbeitsintensiven Konzepts für den Ausbau und die Sanierung der Infrastruktur in Kombination mit der Bereitstellung von beruflichen und technischen Ausbildungsangeboten, Dienstleistungen zur Unternehmensentwicklung und die Förderung von klei-nen und mittleren Unternehmen (KMU) langfristige wirtschaftliche Perspektiven und nachhaltige Lebensgrundlagen für die Bewohner*innen von informellen Siedlungen zu schaffen. In enger Zusam-menarbeit mit den lokalen und regionalen Behörden verfolgt das Projekt eine explizit partizipatorische Vorgehensweise, die die Bedürfnisse der Gemeinden in den Mittelpunkt stellt und auf den Erfahrungen aus dem vorangegangenen Vorhaben „Beteiligungsorientiertes Entwicklungsprogramm in städtischen Armutsgebieten (PDP)" aufbaut. Die Beschäftigungsförderung und die Sanierung der Infrastruktur werden durch Maßnahmen zur Kapa-zitätsentwicklung der lokalen Behörden und den Aufbau von nutzeroptimierten Managementsystemen für die bestehende Infrastruktur und Grundversorgungsleistungen ergänzt, um die Nachhaltigkeit des Projekts zu sichern und die lokale Eigenverantwortung zu fördern. Folglich ist das Vorhaben in drei Arbeitsbereichen tätig:
- Öffentliches Infrastrukturmanagement
- Beschäftigungsförderung
- Ausbau und Sanierung der Infrastruktur
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Content
With more than 100 million inhabitants, Egypt is among the most populous countries on the African con-tinent. As about 95 per cent of the country’s population live on less than 7 per cent of the total land area along the banks of the Nile River, cities play a significant role in fostering inclusive and sustainable development and in creating better living conditions for all.
The economic downturns that Egypt has experienced during the past decade have had a major impact on living conditions in urban areas. While the country’s urban population continues to increase with at least 70 million inhabitants expected to live in urban areas by 2025, most of this growth is absorbed by informal settlements. In addition, it is often unmatched by the economic prospects that cities offer their residents.
Informal settlements accommodate most of the poor urban population in Egypt, among them migrants and refugees. Built outside of official planning mechanisms, they usually lack adequate infrastructure and basic service provision. At the same time, residents of informal settlements tend to be disadvan-taged in terms of access to regular employment opportunities and integration into the formal economic system.
Promoting urban development through integrated and participatory approaches that put communities at the centre of their activities will therefore be of the utmost importance in the years to come. While the rehabilitation of infrastructure continues to be a high priority, persistently high poverty rates underline the importance to couple improvements in the built environment with the provision of long-term econom-ic prospects for Egypt’s growing urban population.

Objective
The living conditions in selected informal areas with high migration relevance have improved.

Approach
CBUID aims to improve living conditions in informal settlements through the creation of employment opportunities in conjunction with infrastructure improvements in the three target governorates Asyut, Beheira and Alexandria, which constitute areas that either host migrants or refugees or are prone to emigration.
Applying a labour-intensive approach towards infrastructure construction and rehabilitation combined with the provision of vocational and technical training, business development services and promotion of small and medium-sized enterprises (SMEs), the project targets the creation of long-term economic prospects and sustainable livelihoods for the residents of informal settlements. Cooperating closely with local and regional authorities, the project’s approach is an explicitly participatory one that puts communities’ needs at the centre, based on the experience gained from the preceding "Participatory Development Programme" (PDP).
Employment promotion and infrastructure rehabilitation are further complemented through capacity development measures for local authorities and the development of user-optimised management systems for existing infrastructure and basic services with the aim to safeguard the sustainability of the project and promote local ownership. Consequently, CBUID runs along three work streams:

- Public Infrastructure Management
- Employment Promotion
- Infrastructure Construction and Rehabilitation