Reproduktive und Familiengesundheit in Guinea

Santé de la reproduction et de la famille

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2166.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Guinea

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Der Gesundheitszustand der Bevölkerung, insbesondere von Müttern und Kindern unter fünf Jahren, ist in den Interventionsgebieten verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministère de la Santé

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:26 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 11 000 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2013.2459.9

    Reproduktive- und Familiengesundheit

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    16.09.2014 - 30.01.2024
  • Aktuelles Projekt:01.01.2019 - 30.01.2024

Sonstige Beteiligte

  • ARGE Health Focus GmbH-AEDES SCRL
  • ARGE Health Focus GmbH-Health Focus

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    13020 Förderung reproduktiver Gesundheit

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Durch lange Jahre politischer und wirtschaftlicher Instabilität und die Ebola-Epidemie 2014 bis 2016 hat Guinea ein mangelhaftes Gesundheitssystem. Vor allem die Gesundheit von Frauen und Mädchen ist durch soziokulturelle Faktoren wie frühe Eheschließung und weibliche Genitalverstümmelung beeinträchtigt. In ländlichen Gebieten wird kaum ein Drittel der Entbindungen von qualifiziertem Personal begleitet. Wegen der schlechten Qualität werden die Gesundheitsdienste, vor allem für die reproduktive Gesundheit, von der ländlichen Bevölkerung zu wenig genutzt.

Ziel
Die Bevölkerung nutzt vermehrt bedarfsgerechte Gesundheitsdienste, vor allem im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Vorgehensweise
Das Vorhaben fördert die reproduktive Gesundheit in den Regionen Labé, Mamou, Faranah und Kindia. Seit August 2019 sind durch eine Kofinanzierung von der Europäischen Union noch N’Zérékoré und die Distrikte Kérouané und Kissidougou hinzugekommen. Es arbeitet eng mit dem Gesundheitsministerium in Guinea zentral und dezentral zusammen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Gleichberechtigung der Geschlechter und die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen. Dabei arbeitet das Vorhaben in fünf Arbeitsfeldern:

Es macht das Gesundheitsministerium leistungsfähiger in den Bereichen Personalverwaltung, Wissensmanagement, Bereichskoordinierung und Digitalisierung des Nationalen Gesundheitsinformationssystems.
Die Gesundheitsverwaltungen in den Distrikten sollen gestärkt und ein optimiertes, wissenschaftlich begleitetes Monitoring der Gesundheitsindikatoren umgesetzt werden.
Die Qualität der Gesundheitsdienstleistungen wird durch Schulungen des Gesundheitspersonals und bereitgestelltes Verbrauchsmaterial wie medizinische Ausrüstung und Hygiene Kits verbessert.
Weiterhin erhöht das Vorhaben die Gemeindegesundheit und steigert die Nachfrage für einen universellen Zugang zu qualitativen Gesundheitsdiensten. Dafür nutzt es den Mitmachparcours, Medienkampagnen und interaktive Radiosendungen.
Der Verzicht auf die weibliche Genitalverstümmelung soll bereichsübergreifend durch Dialogforen und Aktionsforschung gefördert werden.
(Stand: August 2023) 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Years of political and economic instability followed by the Ebola epidemic of 2014 to 2016 have left the health system in Guinea in a weakened state. Women’s and girl’s health in particular is affected by socio-cultural factors such as early marriage and female genital mutilation. In rural areas, barely one third of births are attended by qualified personnel. Due to their poor quality, the rural population makes too little use of the health services provided, especially for reproductive health.

Objective
The population increasingly uses needs-based health services, especially in the area of sexual and reproductive health.

Approach
The project promotes reproductive health in the Labé, Mamou, Faranah and Kindia regions. Since August 2019, N’Zérékoré and the Kérouané and Kissidougou districts have been added thanks to cofinancing from the European Union. The project works closely with the Ministry of Health in Guinea, both at local and national level. Particular attention is paid to gender equality and the inclusion of people with disabilities. In this context, the programme operates in five fields of action:

It strengthens the Ministry of Health’s performance in the areas of personnel administration, knowledge management, sector coordination and digitalisation of the national health information system.
It aims to strengthen the district health administrations and implement optimised monitoring of the health indicators with scientific support.
The quality of health services is improved by training health care staff and providing consumables such as medical equipment and hygiene kits.
Furthermore, the project improves community health and increases the demand for universal access to high-quality health services. It does this with the help of the "Join-In Circuit", media campaigns and interactive radio shows.
Ending female genital mutilation is to be promoted across all areas through dialogue forums and action research.
(Last updated: August 2023)