Anpassung an den Klimawandel in der Landwirtschaftsförderung in Afrika (CAADP Klima)
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2149.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1740 Afrikanische Union
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Afrikanische Union
Zusammenfassung
- Ziele:
Durch kohärente und breiter aufgestellte Politiken sind afrikanische Institutionen besser in der Lage, Anpassung an den Klimawandel vorzuneh
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Afrikanische Union
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 08.09.2016 - 30.07.2020 - Aktuelles Projekt:08.09.2016 - 30.07.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Hauptziel
CRS-Schlüssel
43040 Ländliche Entwicklung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Klimawandel und daraus resultierende Extremwetterereignisse mindern schon heute landwirtschaftliche Produktivität und Ernährungssicherung in vielen afrikanischen Ländern. Nach neueren Prognosen des Weltklimarates der Vereinten Nationen werden die landwirtschaftlichen Erträge in Subsahara-Afrika bis 2050 um 15 Prozent zurückgehen. Gleichzeitig wird der Kontinent dann etwa 9 Milliarden Menschen ernähren müssen. Angesichts des zunehmenden Bevölkerungswachstums und des steigenden Lebensstandards müsste die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 schätzungsweise um 60 Prozent steigen. Klimaanpassung muss deshalb in den Fokus der landwirtschaftlichen Entwicklung Afrikas gerückt werden.
Das Comprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP) ist seit 2003 afrikaweit der Handlungsrahmen für landwirtschaftlichen Wandel. Als Initiative der Afrikanischen Union unterstützt CAADP die Mitgliedsländer bei der Steigerung von Investitionen und Produktivität im Landwirtschaftssektor. So werden agrarwirtschaftliche Wachstumsraten von über 6 Prozent angestrebt, um Ernährungssicherung und wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.
Im Zentrum der CAADP-Umsetzung in den Ländern steht die Entwicklung nationaler Agrarinvestitionspläne. Klimaanpassung wurde darin bisher zu wenig aufgenommen und umgesetzt.
Ziel
Die Agenda zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel des Comprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP) wird erfolgreich umgesetzt. Die Planungs- und Koordinierungsagentur (NPCA) der Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD) und die Abteilung für ländliche Entwicklung der Kommission der Afrikanischen Union (AUC-DREA) haben die notwendigen Rahmenbedingungen dafür geschaffen.
Vorgehensweise
Der technische Arm der Kommission der Afrikanischen Union (AUK), die NEPAD Planungs- und Koordinierungsagentur (NPCA), koordiniert die CAADP-Umsetzung in den afrikanischen Ländern. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ die AUK und NPCA bei ihrem Mandat.
Das Vorhaben arbeitet in vier Modulen:
Politikberatung
Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel
Landwirtschaftliche Berufs- und Weiterbildung
Landwirtschaftliche Berufs- und Weiterbildung für Frauen
Das Klimamodul fördert die Anpassung an den Klimawandel, um zukünftig einen produktiven, klimaresilienten Landwirtschaftssektor in Afrika sicherzustellen. AUK und NPCA werden darin gestärkt, Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union bei der Entwicklung klimafreundlicher nationaler Agrarinvestitionspläne und der Anwendung klimaschonender landwirtschaftlicher Maßnahmen (climate smart agriculture) zu unterstützen. Das Projekt will darüber hinaus CAADP-Institutionen für den Klimawandel sensibilisieren sowie Erfahrungen und Wissen auf dem Kontinent verbreiten.
Im Pariser Klimaabkommen der Vereinten Nationen (2015) haben sich Länder zu national festgelegten Klimaschutzbeiträgen verpflichtet. Sie legen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen verbindlich fest. Gemeinsam mit der NPCA unterstützt das Vorhaben AU-Mitgliedsstaaten dabei, Finanzierungs- und Umsetzungsstrategien zu entwickeln, die zur Erreichung der Klimaziele in der Landwirtschaft beitragen.
Wirkungen
Mehr als 15 afrikanische Länder haben die Anpassung an den Klimawandel in ihre nationalen Agrarinvestitionspläne aufgenommen und setzen erste klimaschonende Maßnahmen um, beispielsweise Boden- und Wassermanagement, Agroforstwirtschaft und verbessertes Weidemanagement.
Der NEPAD-Klimafonds, mit einem Volumen von 3,6 Millionen Euro, finanziert afrikaweit 22 Projekte mit diesen Schwerpunkten:
Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
Überprüfung von Landwirtschaftspolitiken und Förderung des Dialogs über Access and Benefits Sharing (ABS), das heißt die gerechte Verteilung von Vorteilen, die weltweit aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstehen
Die kontinentale Austauschplattform „African Climate Smart Agriculture Alliance" fördert regelmäßigen Erfahrungs- und Wissensaustausch über Klimawandel und Landwirtschaft.
Das Thema Landwirtschaft hat in den internationalen Klimaverhandlungen gewärtig einen großen Stellenwert. Das Vorhaben nutzt die herrschende Dynamik und unterstützt beispielsweise Landwirtschaftsministerien durch Fortbildungen, damit sie die national festgelegten Klimaschutzbeiträge in der Landwirtschaft umsetzen und so die Klimaziele erreichen können. Zudem werden die Ministerien bei der Entwicklung von Förderanträgen bei internationalen Fonds für klimarelevante Landwirtschaftsprojekte unterstützt und fortgebildet.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Climate change and resulting extreme weather events are already decreasing agricultural productivity and food security in many African countries. According to new forecasts by the United Nations Intergovernmental Panel on Climate Change, agricultural yields in sub-Saharan Africa are expected to decline by 15 per cent by 2050. At the same time, the continent will have to feed around 9 billion people. In the face of increasing population growth and the rising standard of living, food production would have to increase by an estimated 60 per cent by 2050. Adaptation to climate change must therefore be brought into the focus of Africa’s agricultural development.
The Comprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP) has served as the framework for action for agricultural transformation across Africa since 2003. As an African Union (AU) initiative, CAADP supports member states in increasing investment and productivity in the agricultural sector. The aim is to achieve annual agricultural growth rates of more than 6 per cent as a means of promoting food security and economic development.
The development of National Agricultural Investment Plans (NAIPs) is at the heart of CAADP implementation. These plans do not yet sufficiently consider or implement adaptation to climate change.Objective
The CAADP agenda for adaptation to climate change is successfully implemented. The New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) Planning and Coordinating Agency (NPCA) and the Department of Rural Economy and Agriculture of the African Union Commission (AUC-DREA) have established the necessary framework for this.
Objective
The CAADP agenda for adaptation to climate change is successfully implemented. The New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) Planning and Coordinating Agency (NPCA) and the Department of Rural Economy and Agriculture of the African Union Commission (AUC-DREA) have established the necessary framework for this.
Approach
The technical body of the African Union Commission (AUC), the NEPAD Planning and Coordinating Agency (NPCA), coordinates the implementation of CAADP in AU member countries. On behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ supports AUC and NPCA in fulfilling their mandate.
The project has four modules:
Policy Advice
Climate Change Adaptation in Agriculture
Agricultural Technical and Vocational Education and Training (ATVET)
Women in ATVET
The climate module promotes adaptation to climate change in order to secure a productive and climate-resilient agricultural sector in Africa. The project is building capacity at AUC and NPCA to support the African Union member states in developing climate-friendly NAIPs and applying climate-smart agricultural methods. In addition, the project will raise awareness among CAADP institutions on climate change and disseminate knowledge and lessons learned across the continent.
In the United Nations Paris Agreement (2015), countries committed themselves to Nationally Determined Contributions (NDCs). These lay down binding climate change mitigation and adaptation measures. Together with NPCA, the project supports AU member states in developing financing and implementation strategies that contribute to achieving climate targets in agriculture.
Results
More than 15 African countries have included adaptation to climate change in their National Agricultural Investment Plans and are implementing climate-smart measures, for example soil and water management, agroforestry and improved pasture management.
The NEPAD Climate Change Fund (volume: EUR 3.6 million) finances 22 projects across Africa with these priority areas:
implementation of climate change adaptation measures
assessment of agricultural policies and promotion of dialogue on access and benefit sharing (ABS), which is the fair sharing of benefits arising from the utilisation of genetic resources worldwide
The continent-wide exchange platform ‘Africa Climate Smart Agriculture Alliance’ promotes the regular exchange of lessons learned and knowledge on climate change and agriculture.
The topic of agriculture is currently accorded high priority in international climate negotiations. The project is harnessing the prevailing dynamic and supports entities such as agricultural ministries with training measures so that they can implement the NDCs in agriculture and thus achieve the climate objectives. In addition, the project supports and coaches ministries in the development of grant applications to international funds for climate-related agricultural projects.