Gesundheitssystemstärkung - Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte
Projet de Renforcement du Système de Santé au Togo
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2143.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Togo
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ist verbessert, insbesondere mit Diensten der Sexuellen und Reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR).
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Planministerium (Ministère de la planification du développement et de la coopération)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:8 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2019.2343.2
Gesundheitssystemstärkung - Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte II
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 11.09.2017 - 31.12.2026 - Aktuelles Projekt:13.09.2017 - 30.01.2021
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Hauptziel
CRS-Schlüssel
13020 Förderung reproduktiver Gesundheit
Evaluierung
- Zentrale Projektevaluierung - Kurzfassung. Gesundheitssystemstärkung - sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte in Togo (ProSanté)
- Zentrale Projektevaluierung - Auf einen Blick. Gesundheitssystemstärkung - sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte in Togo (ProSanté)
- Évaluation centrale de projet. Renforcement du système sanitaire - Santé reproductive et droits sexuels (ProSanté), Togo. Rapport d'évaluation
- Évaluation centrale de projet - Synthèse. Renforcement du système sanitaire - Santé reproductive et droits sexuels au Togo (ProSanté)
- Évaluation centrale de projet - aperçu. Renforcement du système sanitaire - Santé reproductive et droits sexuels au Togo (ProSanté)
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Togos Gesundheitssystem ist unterfinanziert. Oft fehlt es an Infrastruktur oder sie ist veraltet. Ebenso herrscht ein Mangel an geeignetem Personal. Das führt zu einer geringen Qualität der Behandlung der Bevölkerung; dies wiederum zu sinkender Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen. Etwa ein Drittel der erkrankten Menschen sucht Dienste in Gesundheitszentren gar nicht erst auf. Im Bereich der reproduktiven und sexuellen Gesundheit sieht es nicht besser aus: Nur circa jede sechste verheiratete Frau nutzt Methoden der modernen Familienplanung und nur 57 Prozent der Schwangeren nehmen vier Termine zur Geburtenvorsorge wahr.
Durch den Klimawandel und durch veränderte Temperatur- und Niederschlagsmuster weiten sich besonders in Ländern wie Togo Krankheiten weiter aus. Starke Regenfälle verstärken zum Beispiel das Auftreten von Malaria. Ansteigende Temperaturen und Dürre vermindern die Nahrungsversorgung und damit die Anfälligkeit der Bevölkerung für Krankheiten.
Ziel
Der Zugang und die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, insbesondere im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben führt in 30 Gesundheitszentren der Region Kara ein Qualitätsmanagementsystem ein. Dazu arbeitet es eng mit der Regionalvertretung und den Distriktverwaltungen des Gesundheitsministeriums zusammen.
Das Personal der Zentren wird systematisch fortgebildet, zum Beispiel in Methoden der modernen Familienplanung und in Schwangeren- und Neugeborenen-Notfallversorgung. Gemeinsam mit seinen togoischen Partnern setzt sich das Projekt dafür ein, dass die Bevölkerung Gesundheitsangebote mehr nutzt. Dafür wird eine umfangreiche Kommunikationsstrategie umgesetzt. Ein Schwerpunkt hierbei sind Informationen zu sexuellen und reproduktiven Rechten.
Weiterhin unterstützt das Projekt das Gesundheitsministerium bei der Planung des Personalbedarfs im Bereich Gesundheit bis zum Jahr 2030. Durch Beratung, Organisationsanalysen sowie die Erarbeitung neuer landesweiter Dokumente und Strategien kann das Ministerium die Aktivitäten im Gesundheitsbereich besser steuern. Ein Fokus liegt dabei auf einer hohen Qualität.
Damit sich das Gesundheitssystem Togos besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten kann, fördert das Projekt die Erarbeitung einer Klimastrategie für den Gesundheitsbereich. Dafür wurden bereits Daten erhoben. Parallel unterstützt das Vorhaben beim Antrag auf Finanzierungsmittel aus Klimafonds.
In der Region Kara unterstützt die GFA Consulting Group bei der Umsetzung des Projektes.
Wirkungen
- Für Togo liegen nun erste Entwürfe für eine Qualitätspolitik und -strategie im Gesundheitsbereich vor.
- Für die Region Kara ist eine regionale Qualitätsstrategie erarbeitet worden, die in den 30 vom Projekt unterstützten Gesundheitszentren umgesetzt wird. Dazu wurden 70 Mitarbeiter*innen der Regionalvertretung des Gesundheitsministeriums und der Gesundheitszentren fortgebildet. Die Zentren haben in diesem Rahmen Zusammenhang eine Selbstevaluierung durchgeführt, individuelle Arbeitspläne aufgestellt und wurden mit Materialien ausgestattet. Zudem wurden 210 Personen in den Verwaltungsausschüssen der Zentren fortgebildet. Die Ausschüsse werden weiter unterstützt.
- Das Projekt hat 19 Trainer*innen und über 100 Angestellte aus Gesundheitszentren der Region Kara zum Thema Familienplanung fortgebildet. Dadurch können die Teilnehmer*innen 242.000 Frauen im gebärfähigen Alter Beratung zu entsprechenden Methoden anbieten.
- Durch Informationskampagnen haben sich bereits knapp 450 Frauen für eine Familienplanungsmethode entschieden.
- Mehr als 1.000 junge Mütter in der Region Kara hat das Projekt als Multiplikatorinnen fortgebildet. Diese sollen Gespräche über Themen wie ungewollte Schwangerschaften anstoßen. Außerdem wurden knapp 300 Marktfrauen fortgebildet, um für die Bedeutung von reproduktiven Gesundheitsdiensten wie etwa pränatalen Voruntersuchungen zu werben.
Website: Gesundheitsministerium Togo
sante.gouv.tg/fr
Projektbeschreibung (EN)
Context
Togo’s health system is underfunded. The infrastructure is often inadequate or outdated, and there is also a shortage of suitable staff. This is leading to poor-quality treatment for the population, which in turn results in falling demand for health care services. About a third of people suffering from illnesses do not even visit health care services. The situation is no better when it comes to reproductive and sexual health: only about one in six married women uses modern family planning methods, and only 57 per cent of pregnant women attend four prenatal appointments.
Climate change and altered temperature and rainfall patterns are causing diseases to spread further, especially in countries such as Togo. Heavy rainfall is making malaria more prevalent, for instance. Food supply is reduced by droughts and rising temperatures, making the population more vulnerable to illness.
Objective
Access for the population to high-quality health care, especially sexual and reproductive health services, is improved, and demand has increased.
Approach
The project is introducing a quality management system in 30 health centres in the Kara region. This involves working closely with the regional office and the district authorities of the Ministry of Health.
The staff in these centres receive systematic in-service training, for example on modern family planning methods and emergency prenatal and newborn care. Working in tandem with its Togolese partners, the project is acting to ensure that the population makes more use of health services. To this effect, a comprehensive communication strategy is being implemented. One of the priorities is to inform people about their sexual and reproductive rights.
In addition, the project is supporting the Ministry of Health in planning staffing requirements in health care up to 2030. Advisory services, organisational analyses and the development of new countrywide documents and strategies enable the ministry to better manage activities in the health sector. One focus here is on ensuring high quality.
The project supports the development of a climate strategy for the health sector so that Togo’s health system can prepare better for the consequences of climate change. Data have already been collected for this purpose. In parallel with this, the project provides support in applying for finance from climate funds.
The GFA Consulting Group is helping to implement the project in the Kara region.
Results
— Initial drafts for a quality policy and strategy in the health sector in Togo are now available.
— A regional quality strategy has been developed for the Kara region, and this is being implemented in the 30 health centres supported by the project. As part of this, training has been provided to 70 employees of the regional office of the Ministry of Health and of the health centres. The centres have carried out a self-evaluation in this context and prepared individual work plans, and they have been equipped with the necessary materials. In addition, 210 members of the administrative committees of these centres have been trained. Ongoing support is being provided to the committees.
— The project has trained 19 instructors and over 100 employees of health centres in the Kara region on the topic of family planning. As a result, the participants can provide advice on suitable methods to 242,000 women of child-bearing age.
— Almost 450 women have already opted for a family planning method thanks to information campaigns.
— The project has trained over 1,000 young mothers in the Kara region as multipliers. They will in turn initiate conversations about issues such as unwanted pregnancies. Almost 300 female market traders have also been trained in raising awareness of the importance of reproductive health services such as prenatal checkups.