Dürreresilienz im Norden Kenias
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2109.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kenia
Zusammenfassung
- Ziele:
County-Regierungen haben in Konsultation mit anderen relevanten Akteuren die Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Dürreresilienz verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Agriculture, Livestock, Fisheries and Irrigation
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 380 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2013.2475.5
Dürreresilienz im Norden Kenias
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.07.2013 - 13.01.2021 - Aktuelles Projekt:01.01.2017 - 13.01.2021
Sonstige Beteiligte
- ARGE GFA Consulting Group GmbH-
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Hauptziel
CRS-Schlüssel
31120 Landwirtschaftsentwicklung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Dürreresilienz im Norden Kenias
Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Dürreresilienz im Norden Kenias
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kenia
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft, Viehwirtschaft, Fischerei und Bewässerung
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020
Ausgangssituation
Etwa ein Drittel der kenianischen Bevölkerung lebt in den ariden und semiariden Gebieten des Landes, die 80 Prozent der Landfläche umfassen. Die Mehrheit der Bewohner des Nordens sind Pastoralisten, die Viehwirtschaft auf kargen Naturweiden betreiben. Damit hängt ihre Existenz stark von der Verfügbarkeit von Weideland und Wasser ab. Durch nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken und die Auswirkungen des Klimawandels geraten lokale Ökosysteme jedoch zunehmend unter Druck. Jugendliche wandern auf der Suche nach Beschäftigung in urbane Gegenden ab. Dürren treten in immer kürzeren Abständen auf.
Staatliche Dienstleistungen erreichen die Gemeinschaften im Norden aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte und der institutionellen Handlungsfähigkeit nur schlecht. Dürrekatastrophen wurden bislang vor allem mit Ad-hoc-Nothilfemaßnahmen bekämpft. Ziel der kenianischen Regierung ist es, das bestehende Nothilfesystem durch ein System nachhaltiger, langfristiger Vorbeugung der negativen Auswirkungen von Dürren zu ersetzen.
Wichtige Institutionen und Behörden, die für die landwirtschaftliche Entwicklung Kenias zuständig sind, sind erst 2013, im Zuge der Dezentralisierung des Landes, entstanden. Sie sind deshalb bislang nur unzureichend in der Lage, eine nachhaltige Agrarwirtschaft und ländliche Entwicklung zu fördern, die den Dürren im Norden Kenias trotzen kann.
Ziel
Die Bezirksregierungen haben, in Konsultation mit anderen maßgeblichen Akteuren, die Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Dürreresilienz verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die Bezirke Marsabit und Turkana im Norden Kenias dabei, angestoßene Reformen und Strategien zur Dürreresilienz auszuarbeiten und umzusetzen.
Gemeinsam werden Strukturen für einen verbesserten Wissensaustausch zwischen den Bezirken, der nationalen Regierung und anderen Entscheidungsträgern aufgebaut und begleitet. Das Projektteam unterstützt die Bezirksregierungen bei der wissensbasierten und wirkungsorientierten Planung, Steuerung und Finanzierung von vorbeugenden Maßnahmen.
Das Projektteam begleitet Verantwortliche der landwirtschaftlichen Institutionen dabei, ganzheitliche Ansätze zur Steigerung der Resilienz, guten Regierungsführung und Jugendbeschäftigung zu entwickeln. Die Bezirksregierungen erarbeiten, gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen, dem Privatsektor und Basisorganisationen, wirksame Dienstleistungssysteme, die in ausgewählten agrarökologischen Gebieten mit Kooperativen und anderen Nutzergemeinschaften lokal umgesetzt werden.
Das Projekt unterstützt anknüpfend an das Vorgängervorhaben die Weiterentwicklung von Landwirtschaftssektorplänen und stärkt Kapazitäten zu geografischen Informationssystemen (GIS), um die Regionalplanung nachhaltig zu stärken.
Wirkungen
In der neuen nationalen Landwirtschaftsstrategie hat das Vorhaben insbesondere zur Stärkung der Entwicklung der ASAL-Gebiete und der Ernährungssicherheit beigetragen. Weitere nationale Politiken zu Bewässerung, Ernährungssicherheit, Beratungs- und Veterinärdiensten befinden sich dank der engen Zusammenarbeit zwischen den Bezirksregierungen und dem Projektteam auf verschiedenen Stufen der Legalisierung.
Beide Bezirke, Turkana und Marsabit, bauen ihre zukünftige Entwicklung auf der Basis verbesserter landwirtschaftlicher Sektorpläne auf. Vertreter der Bezirksregierungen sind durch Trainingsmaßnahmen und Coaching besser vorbereitet, nationale Strategien auf den Kontext Nordkenias anzupassen und neue Vorschläge für Entwicklungsprojekte zu konzipieren. Die Bezirksregierungen profitieren von einer Kooperation mit dem Vorhaben zur Guten Regierungsführung zur Korruptionsvermeidung. Ein Dutzend Implementationspläne zur Stärkung der Dürreresilienz und Anpassung an den Klimawandel wurden mit Farmergruppen erarbeitet und Finanzierungen mit lokalen Gemeinden oder Dienstleistern eingeleitet.
In Turkana wurde ein IKT-basiertes System zur Überwachung und besseren Management von Krankheiten des Nutzvieh eingeführt. Potenzielle Flächen zum Skalieren von Auffangstrukturen für Regenwasser sind identifiziert und kartiert; die Kompetenzen der Bezirke in Bewässerungsbaumethoden gestärkt.
Projektbeschreibung (EN)
Drought resilience in northern Kenya
Project description
Project title: Drought resilience in northern Kenya
Commissioned by: German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)
Country: Republic of Kenya
Lead executing agency: Ministry of Agriculture, Livestock and Fisheries (MoALFI)
Overall term: 2017 to 2020
Context
Around one third of the Kenyan population lives in arid or semi-arid regions, which cover 80 per cent of the country. The majority of inhabitants in the north are pastoralists who keep their livestock on sparsely covered grassland. They therefore depend heavily on the availability of grazing land and water. However, unsustainable agricultural practices and the impacts of climate change have increased the pressure on local ecosystems. Young people migrate to urban regions in search of employment. Droughts occur at increasingly short intervals.
State-run services experience difficulties in reaching the communities in the north of the country owing to the low population density and limited institutional capacities. Until now, catastrophic droughts have mostly been combated with ad hoc emergency measures. The Kenyan Government’s objective is to replace the existing emergency aid system with a sustainable, long-term strategy to prevent the negative impacts of droughts.
The key institutions and authorities that are responsible for Kenya’s agricultural development were only created in 2013 as part of the country’s decentralisation process. They therefore do not yet have the capacity to promote the sustainable agriculture and rural development required for coping with the droughts in northern Kenya.
Objective
In consultation with other key players, county governments have improved the overall conditions for increasing resilience to drought.
Approach
The project supports the counties of Marsabit and Turkana in northern Kenya with developing and implementing the initiated drought-resilience reforms and strategies.
The stakeholders work together to create and support structures for a better exchange of knowledge between the counties, the national government and other decision-makers. The project team assists the county governments in knowledge-based and results-oriented planning, steering and financing of preventive measures.
The project team also supports those responsible in the agricultural institutions in developing holistic approaches for increasing resilience to drought, good governance and youth employment. The county governments cooperate with non-governmental organisations, the private sector and grassroots organisations to develop effective service systems to be implemented at local level in selected agro-ecological areas with cooperatives and other user communities.
The project is building on the predecessor project to continue developing plans for the agricultural sector and strengthen the capacities for using geographical information systems (GIS) with a view to sustainably strengthening regional planning.
Results
In the new national agricultural strategy, the project has contributed to strengthening the development of arid and semi-arid (ASAL) regions and food security, in particular. Thanks to the close cooperation between the county governments and the project team, further national policies on irrigated farming, food security and advisory and veterinary services are currently at various stages of legalisation.
The two counties, Turkana and Marsabit, are building their future development on the basis of improved plans for the agricultural sector. Thanks to training measures and coaching, the representatives of the county governments are better prepared to adapt national strategies to the context of northern Kenya and design new proposals for development projects. The county governments benefit from cooperation with the project on good governance for avoiding corruption. A dozen implementation plans have been developed with groups of farmers to strengthen drought resilience and adaptation to climate change, and financing arrangements have been initiated with local communities and service providers.
In Turkana, an ICT-based system was introduced for the monitoring and improved management of diseases in the productive livestock. Potential land for scaling structures to collect rainwater has been identified and mapped; the counties’ skills in methods for developing irrigation are strengthened.