Ernährungssicherheit durch verbesserte landwirtschaftliche Produktivität im Westen Kenias
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2106.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kenia
Zusammenfassung
- Ziele:
Schlüsselinstitutionen der landwirtschaftlichen Entwicklung auf nationaler und County Ebene fördern eine nachhaltige, zur Ernährungssicherung beitragende Landwirtschaft.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Agriculture, Livestock, Fisheries and Irrigation
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 621 340 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 0Euro
Vorgänger-Projekt
2013.2146.2
Ernährungssicherheit durch verbesserte landwirtschaftliche Produktivität im Westen Kenias
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.07.2013 - 30.04.2020 - Aktuelles Projekt:01.01.2017 - 30.04.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
31120 Landwirtschaftsentwicklung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Die Ernährung im Westen Kenias sichern
Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Ernährungssicherheit durch verbesserte landwirtschaftliche Produktivität im Westen Kenias
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Kenia
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft, Viehwirtschaft, Fischerei und Bewässerung
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2019
Ausgangssituation
Kenias Landwirtschaft ist durch kleinbäuerliche Produktionssysteme geprägt. Sie erzeugen etwa 75 Prozent der nationalen Nahrungsmittelproduktion – überwiegend für den Eigenbedarf. Die schnell wachsende Bevölkerung, besonders in den Städten, die Auswirkungen des Klimawandels sowie Boden- und Wasserknappheit gefährden die natürlichen Ressourcen und sind große Herausforderungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit und mangelnde Dienstleistungen im ländlichen Raum führen zur Stadtflucht der zukunftsorientierten Jugend.
Die politische Institutionenlandschaft hat sich im Zuge der seit 2013 umgesetzten Dezentralisierung stark verändert. Zuständig für landwirtschaftliche Dienstleistungen sind neu geschaffene Bezirksregierungen. Dies betrifft vor allem landwirtschaftliche Beratung sowie Aus- und Fortbildung. Die Zusammenarbeit zwischen den Behörden auf nationaler und Bezirksebene ist noch ausbaufähig. Auch die neue Rolle der nationalen Ebene, die Weiterentwicklung von Ressourcen und Kompetenzen der Landwirtschaftsdienste in den Bezirken sicherzustellen, ist noch nicht gefestigt.
Ziel
Schlüsselinstitutionen für landwirtschaftliche Entwicklung, vor allem auf der nationalen Ebene und in den Bezirken Westkenias, fördern eine nachhaltige Landwirtschaft, die zur Ernährungssicherheit beiträgt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet in den Bezirken Bungoma, Kakamega und Siaya im Westen Kenias. Das Projektteam berät das nationale Landwirtschaftsministerium dabei, die neuen dezentralisierten technischen Strukturen in die Praxis umzusetzen. Das Ministerium wird besonders dabei unterstützt, die Bezirke für landwirtschaftliche Beratungen zu stärken und weiterzuentwickeln sowie andere Dienstleistungsmodelle, mit Beteiligung der Privatwirtschaft und von Nichtregierungsorganisationen, zu erproben. Des Weiteren werden die Landwirtschaftsministerien in den Bezirken zur Anpassung nationaler Strategien an die Dezentralisierung und ihre Umsetzung beraten. Außerdem unterstützt das Projekt die Formierung und den Aufbau von Jugend-Dachverbänden.
Das Projektteam unterstützt Entscheidungsträger*innen in den ausgewählten Bezirken dabei, eine nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung, unter Berücksichtigung von Ernährungsfragen, zu planen und umzusetzen, indem landwirtschaftliche Beratungsdienste und Lehrpläne eine ernährungssensible Landwirtschaft fördern.
Wirkungen
Die Politikberatung hat zur Gestaltung der neuen nationalen Landwirtschaftsstrategie (Agricultural Sector Transformation and Growth Strategy) sowie Validierung von neun nationalen Subsektor-Strategiepapieren zur Förderung von Ernährungssicherheit und landwirtschaftlicher Produktivität kleinbäuerlicher Haushalte beigetragen. Während einer regionalen Jugendkonferenz tauschten sich rund 800 Jugendliche aus Westkenia mit Vertreter*innen von Land und Kommunen zur ländlichen Transformation aus und verabschiedeten eine Jugenddeklaration. Repräsentative Agrobusiness-Assoziationen bieten den Jugendlichen eine Plattform, um ihre Interessen zu bündeln und gegenüber den Bezirken in partizipativen Foren besser zu vertreten und einzufordern.
Trainings und Coachings konnten sowohl die Koordination zwischen nationaler und Bezirksebene als auch die Entwicklungsplanung der drei Partnerbezirke entscheidend verbessern. Aufbauende Trainingseinheiten zur Korruptionsvermeidung sind durch eine Kooperation mit dem Vorhaben zur Guten Regierungsführung in den Bezirken verankert.
Landwirtschaftliche Beratungssysteme erreichen mehr als 45.000 Bäuerinnen und Bauern mit Informationen zur guten landwirtschaftlichen Praxis. Durch Finanzierungen mit Forschungs- und Schulungsinstitutionen wurden verbesserte Lerninhalte und ein effektiverer Austausch zwischen Forschung und Beratung geschaffen. Mehr als 20.000 Personen haben landwirtschaftliche Kurse sowie Pläne zur Umsetzung abgeschlossen. Innovative Informationsdienste verbessern die Praktiken von über 25.000 Bäuerinnen und Bauern, beispielsweise durch die IT-gestützte Diagnose von Pflanzenkrankheiten.
Projektbeschreibung (EN)
Improving food security in western Kenya
Project description
Title: Food security through improved agricultural productivity in western Kenya
Commissioned by: German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)
Country: Kenya
Lead executing agency: Ministry of Agriculture, Livestock, Fisheries and Irrigation
Overall term: 2017 to 2019
Context
Kenya’s agricultural sector is characterised by small-scale farms. Smallholders produce around 75 per cent of the country’s food – largely for their own use. The rapidly growing population, especially in towns and cities, coupled with the impacts of climate change and the scarcity of both land and water are threatening natural resources and present major challenges for Kenya’s agricultural and food sectors. The high level of youth unemployment and a lack of services in rural areas are causing young people mindful of their futures to migrate to towns and cities.
The political institutional landscape has changed radically in the wake of the decentralisation process launched in 2013. Responsibility for agricultural services rests with newly created county governments. This affects agricultural extension services and training in particular. Cooperation between the authorities at national and county level still has room for improvement. In addition, the role of the national level in ensuring the continuing development of resources and capacities of the agricultural services at county level needs to be consolidated.
Objective
Key institutions for agricultural development, above all at national level and in the counties of western Kenya, promote sustainable agriculture that contributes to food security.
Approach
The project operates in the counties of Bungoma, Kakamega and Siaya in western Kenya. The project team advises the national Ministry of Agriculture with respect to putting the new, decentralised technical structures in place. The Ministry receives support in particular for building up and developing the counties’ capacities for providing agricultural extension services, and trialling other service models involving the private sector and non-governmental organisations. In addition, the Ministry receives advice on adapting national strategies to the requirements of decentralisation and its implementation. The project also supports the formation and development of young people’s umbrella associations.
The project team assists decision-makers in the selected counties in planning and realising sustainable agricultural development, taking nutrition issues into account, as agricultural extension services and curricula promote nutrition-sensitive agriculture.
Results
The policy advice has contributed to shaping the new national Agricultural Sector Transformation and Growth Strategy as well as the validation of nine national sub-sector strategy papers to promote food security and agricultural productivity in smallholder households. During a regional youth conference, around 800 young people from western Kenya talked to national and municipal representatives about rural transformation and passed a youth declaration. Representative agribusiness associations provide the young people with a platform to pool their interests and represent and assert them more effectively to the counties by participating in forums.
Training and coaching sessions have led to a substantial improvement not only in coordination between national and county level but also in development planning for the three partner counties. Further training units on preventing corruption have been established in the counties through cooperation with the Good Governance project.
Agricultural extension systems provide more than 45,000 farmers with information on good agricultural practice. Thanks to financing arrangements with research and training institutions, learning content has been improved and communication between research and advisory services has become more effective. More than 20,000 individuals have completed agricultural courses and drawn up plans for turnover. Innovative information services are improving the practices of over 25,000 farmers, for example by using IT to help diagnose plant diseases.