Rehabilitation of Technical and Vocational Education and Training (TVET) in Somalia
Project details
- Project number:2016.2104.4
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Somalia
Summary
- Objectives:
The supply of Somali skilled labour in a better position to satsfy the deman of labour market in selected regions of Somalia.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Ministry of Planning, Investment and Economic Development (Ministerium für Planung, Investment und wirtschaftl. Entwickl
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:25 600 000 Euro
Cofinancing
Europäische Union (EU): 8 000 000Euro
Previous project
not available
Follow-on project
2023.2069.5
Wiederaufbau der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Somalia (TVET)
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 20.12.2017 - 31.03.2027 - Actual project implementation phase:01.02.2018 - 30.04.2024
other participants
- ARGE GOPA Worldwide-GOPA-BJJ
- BBJ Consult AG
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Democratic and inclusive governance
Significant (secondary) policy objective
CRS code
11330 Vocational training
Project description (DE)
Ausgangssituation
Das Berufsbildungssystem in Somalia war bis zum Zerfall des staatlichen Systems 1991 gut entwickelt. Der anschließende Bürgerkrieg hat die politischen und gesellschaftlichen Strukturen geschwächt, darunter auch das Bildungssystem. Das Bildungsniveau einer ganzen Generation ist niedrig. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 67 Prozent. Das Berufsbildungssystem ist stark zersplittert, die Rahmenbedingungen für ein arbeitsmarktorientiertes Berufsbildungssystem sind unzureichend vorhanden. Außerdem fehlt es an qualifiziertem Lehrpersonal. Die Lehrpläne vorhandener Berufsausbildungen sind oft veraltet und wenig nachfrageorientiert. Zudem ist die Beteiligung der Unternehmen unzureichend. Die Privatwirtschaft wird von kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) dominiert, die kaum Interesse an der Berufsausbildung zeigen. Folglich kann die Nachfrage des Arbeitsmarkts nach qualifizierten Arbeitskräften nicht erfüllt werden.
Ziel
Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach qualifizierten Arbeitskräften konnte in ausgewählten Gebieten Somalias erfüllt werden.
Vorgehensweise
Das Vorhaben wird zunächst in Hargeisa (Somaliland), Garowe (Puntland), Kismayo (Jubbaland) und in der Hauptstadt Mogadishu umgesetzt. Die Maßnahme beinhaltet verschiedene arbeitsmarktorientierte Qualifizierungsangebote.
Dies erfolgt über drei Handlungsfelder:
Kompetenzen ausgewählter Berufsbildungszentren werden verbessert und somit arbeitsmarktorientierte Ausbildungsprogramme durchgeführt. Bestimmte Berufsbildungszentren in den Projektregionen werden dabei unterstützt Aus- und Weiterbildungsangebote umzusetzen.
Die Qualität der Ausbildungsprogramme für ausgewählte Berufsprofile wird durch die Umsetzung modularer Ausbildungsprogramme erhöht.
Inhaltliche Voraussetzungen werden für eine arbeitsmarktorientierte Berufsausbildung geschaffen. Hierzu werden strukturbildende Einheiten für den Aufbau eines einheitlichen Berufsbildungssystems in Somalia entwickelt.
Der Internationaler Bund (IB) realisiert in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH das erste Handlungsfeld. Es umfasst die Bereiche der Bewusstseinsbildung, Berufsberatung, des Schulmanagements und der Schulentwicklung.
Ausgangssituation
Das Berufsbildungssystem in Somalia war bis zum Zerfall des staatlichen Systems 1991 gut entwickelt. Der anschließende Bürgerkrieg hat die politischen und gesellschaftlichen Strukturen geschwächt, darunter auch das Bildungssystem. Das Bildungsniveau einer ganzen Generation ist niedrig. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 67 Prozent. Das Berufsbildungssystem ist stark zersplittert, die Rahmenbedingungen für ein arbeitsmarktorientiertes Berufsbildungssystem sind unzureichend vorhanden. Außerdem fehlt es an qualifiziertem Lehrpersonal. Die Lehrpläne vorhandener Berufsausbildungen sind oft veraltet und wenig nachfrageorientiert. Zudem ist die Beteiligung der Unternehmen unzureichend. Die Privatwirtschaft wird von kleinsten, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) dominiert, die kaum Interesse an der Berufsausbildung zeigen. Folglich kann die Nachfrage des Arbeitsmarkts nach qualifizierten Arbeitskräften nicht erfüllt werden.
Ziel
Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach qualifizierten Arbeitskräften konnte in ausgewählten Gebieten Somalias erfüllt werden.
Vorgehensweise
Das Vorhaben wird zunächst in Hargeisa (Somaliland), Garowe (Puntland), Kismayo (Jubbaland) und in der Hauptstadt Mogadishu umgesetzt. Die Maßnahme beinhaltet verschiedene arbeitsmarktorientierte Qualifizierungsangebote.
Dies erfolgt über drei Handlungsfelder:
Kompetenzen ausgewählter Berufsbildungszentren werden verbessert und somit arbeitsmarktorientierte Ausbildungsprogramme durchgeführt. Bestimmte Berufsbildungszentren in den Projektregionen werden dabei unterstützt Aus- und Weiterbildungsangebote umzusetzen.
Die Qualität der Ausbildungsprogramme für ausgewählte Berufsprofile wird durch die Umsetzung modularer Ausbildungsprogramme erhöht.
Inhaltliche Voraussetzungen werden für eine arbeitsmarktorientierte Berufsausbildung geschaffen. Hierzu werden strukturbildende Einheiten für den Aufbau eines einheitlichen Berufsbildungssystems in Somalia entwickelt.
Der Internationaler Bund (IB) realisiert in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH das erste Handlungsfeld. Es umfasst die Bereiche der Bewusstseinsbildung, Berufsberatung, des Schulmanagements und der Schulentwicklung.
Wirkungen
Es wurde eine Steuerungsgruppe mit Vertreter*innen fast aller Teilstaaten Somalias eingerichtet. Somaliland versteht sich als unabhängiger Staat und hat eine eigene Beratungsgruppe gebildet. Allerdings ist Somaliland völkerrechtlich nicht als unabhängiger Staat anerkannt. Aufgabe der Steuerungsgruppe ist es, den Politikdialog zu fördern, dem Projekt gegenüber einen Input zu leisten, es zu beraten, sich über den Projektfortschritt auszutauschen, dem Projektmanagement Vorschläge zu machen, Evaluationsergebnisse zu erhalten und zu diskutieren. Die Steuerungsgruppe Somalia hat beschlossen, dass alle Ziele der EU-Einführungsphase des Projekts abgeschlossen sind. Weiterhin wurde eine Strategie für das weitere Vorgehen verabschiedet.
In Somaliland, Puntland und Jubaland wurde jeweils ein Berufsbildungszentrum ausgewählt, das im Laufe des Projekts wieder hergestellt wird.
Auf teilstaatlicher Ebene wurde jeweils eine Beratungsgruppe eingerichtet, die in regelmäßigen Abständen tagt. In den jeweiligen Teilstaaten wurden Beschäftigungs- und Arbeitsmarktanalysen durchgeführt. Sie geben auch Aufschluss über vorhandene und notwendige Berufsbilder. Insgesamt sechs Berufsbilder wurden für Kurz- und Langzeitausbildungen festgelegt.
Zwei Studienreisen nach Deutschland hatten zum Ziel, das duale Berufsbildungssystem mit seinen Akteuren kennenzulernen und basierend darauf eine Vision für Somalia zu entwickeln. Daran teilgenommen haben Mitglieder der Bundesregierung, die Mitglieder der Landesregierung der Benadirregion und Somalilands sowie Vertreter*innen der Privatwirtschaft.
Project description (EN)
Context
Prior to the collapse of the state in 1991, the technical and vocational education and training (TVET) system in Somalia was well developed. The subsequent civil war has weakened political and social structures, including the education system. An entire generation has low levels of education, and youth unemployment stands at 67 per cent. The TVET system is highly fragmented, the conditions required for a labour market oriented TVET system are not in place, and there is a lack of qualified teaching staff. Existing TVET curricula are often outdated and not demand-driven, and the business sector is not adequately involved. The private sector is dominated by micro, small and medium-sized enterprises (MSMEs) displaying little to no interest in TVET. As a result, the labour market demand for skilled workers cannot be met.
Objective
The labour market demand for skilled workers has been met is selected areas of Somalia.
Approach
The project will initially be implemented in Hargeisa (Somaliland), Garowe (Puntland), Kismayo (Jubbaland), and the capital, Mogadishu, and includes various qualification measures geared towards the labour market.
The project addresses three fields of action:
The capacity of selected vocational training centres will be increased, enabling them to provide labour market oriented training programmes. Certain vocational training centres in the project regions will receive support for implementing education and training offers.
The quality of the training programmes for selected job profiles will be enhanced through the implementation of modular training programmes.
Conditions will be created for labour market oriented TVET. To allow this, capacity-building units will be developed for establishing a standardised TVET system in Somalia.
The first field of action will be implemented by the Internationaler Bund (IB) in cooperation with the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, and covers awareness-building, career guidance, school management and school development.
Results
A steering group comprising representatives from practically all the federal states of Somalia has been set up. While Somaliland regards itself as an independent state and has formed its own advisory group, it is not internationally recognised as a sovereign state. The steering group is tasked with promoting political dialogue, providing input for and advising the project, exchanging information about project progress, making suggestions to the project management, and receiving and discussing evaluation results. The Somalia steering group has concluded that all the goals of the EU introductory phase of the project have been completed. A strategy for the next steps has also been approved.
A vocational training centre in each of the states of Somaliland, Puntland and Jubaland has been selected to be rehabilitated over the course of the project.
An advisory group for each federal state has been set up and will convene at regular intervals. Employment and labour market analyses have been conducted in the federal states, providing insights into existing and required occupations. In total, six occupations have been identified for short- and long-term training.
Two study trips to Germany were conducted with the aim of enabling the participants to learn about the dual vocational training system and its actors, and to develop a vision for Somalia based on this. The participants were members of the federal government, the members of the government of the Benadir administrative region and Somaliland, and representatives from the private sector.