Support to Pandemic Preparedness in the East African Community (EAC) Region

Project details

  • Project number:2016.2102.8
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: EAC EAST AFRICA, Burundi, Kenya, Rwanda, South Sudan, Tanzania, Uganda

Summary

  • Objectives:

    The East African Community's (EAC) support to Partner States in pandemic preparedness is improved.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Secretariat of the East African Community (EAC)

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:3 000 000 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • not available

Follow-on project

  • 2018.2127.1

    Unterstützung der Pandemievorsorge in der Ostafrikanischen Gemeinschaft

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    21.11.2016 - 31.08.2025
  • Actual project implementation phase:01.03.2017 - 31.08.2019

other participants

  • Arge GOPA Worldwide Consultants GmbH-

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Democratic and inclusive governance

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    12110 Health policy and administrative management

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Das Sekretariat der ostafrikanischen Gemeinschaft hat eine beratende und koordinierende Rolle in der Seuchenvorsorge und -bekämpfung für die Partnerstaaten Burundi, Kenia, Rwanda, Südsudan, Tansania und Uganda. Obwohl die Region von der großen Ebola-Epidemie in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016 verschont blieb, fordert die Krankheit immer wieder Menschenleben. Auch die Erreger von Krim-Kongo, Marburg und Rifttal-Fieber, Polio oder Cholera kommen in der Region natürlich vor. Die Krankheiten können jederzeit ausbrechen und die öffentliche Gesundheit, Menschenleben und Existenzen gefährden. Die Verbreitung der Erreger wird durch Migration, grenzüberschreitenden Handel, Tourismus und klimatisch Faktoren begünstigt.

Die Ebola-Epidemie hat Mängel in der Seuchenbekämpfung offenbart, die zur schnellen Verbreitung der Krankheit beigetragen haben. Es gab keine schnelle und effektive Krisenkommunikation, die sich an den kulturellen Bedürfnissen und sozialen Bedingungen der Menschen in der Region orientierte. Es mangelte auch an einer engen Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Diese ist wichtig, da rund zwei Drittel der Infektionskrankheiten mit Pandemiepotenzial Zoonosen sind, also Krankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden. Ihre Verhütung und Bekämpfung kann nur interdisziplinär erfolgreich sein.

Die ostafrikanische Gemeinschaft und die Partnerstaaten räumen dem One Health-Ansatz deshalb einen hohen Stellenwert ein. Er bindet Sektoren in die Bekämpfung von Seuchen ein, die von Ausbrüchen betroffen sind oder dazu beitragen können, sie zu vermeiden. Der Ansatz ist in regionalen politischen Rahmendokumenten für die Pandemievorsorge festgeschrieben, aber nur ansatzweise in die Praxis umgesetzt. Obwohl Risiko- und Krisenkommunikation für die Eindämmung von Krankheitsausbrüchen wichtig sind, ist die Disziplin in der Region bislang nicht verankert.

Ziel
Das Sekretariat der Ostafrikanischen Gemeinschaft unterstützt die Partnerstaaten besser in der Pandemievorsorge.

Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die ostafrikanische Gemeinschaft dabei, ihre regionale Krisenreaktionsfähigkeit zu verbessern. Es trägt dazu bei, den regionalen Seuchenplan in die Praxis umzusetzen und eine regionale Risiko- und Krisenkommunikationsstrategie zu erarbeiten und umzusetzen. Die GIZ berät das EAC-Sekretariat bei der Integration des One-Health-Ansatzes. Gemeinsam mit dem Sekretariat und den Partnerstaaten entwickelt das Vorhaben ein One-Health-Curriculum in Pandemievorsorge für Postgraduierte aus allen Ländern der ostafrikanischen Gemeinschaft, um dringend benötigte Experten auszubilden.

Das Vorhaben bringt Expertenwissen ein und nutzt Projektaktivitäten zur Weiterbildung der Teilnehmer. Es ist praxisorientiert und bezieht die Partnerstaaten ein. Damit trägt es dazu bei, dass auf nationaler und regionaler Ebene bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten mit Seuchenpotenzial ein einheitlicher und wirksamer Ansatz zugrunde gelegt wird.

Das Vorhaben wird von EPOS Health Management und Evaplan unterstützt. Es arbeitet eng mit deutschen und internationalen Instituten und Organisationen zusammen.

Wirkungen
Ostafrikanische Experten, die während der Ebola-Epidemie in Westafrika eingesetzt wurden, haben anhand ihrer praktischen Erfahrungen Lessons Learned und Empfehlungen für die Politik erarbeitet. Diese sind in Politik- und Strategiepapiere eingeflossen und haben Entscheidungen auf nationaler und regionaler Ebene beeinflusst. Für die Beteiligten war der Prozess ein wichtiger Schritt zur Traumabewältigung.

Der One-Health-Ansatz ist im regionalen Seuchenplan verankert. Risiko- und Krisenkommunikation sind in die regionale Krisenstruktur integriert.
Standardarbeitsanleitungen erleichtern Gesundheitsfachkräften die praktische Umsetzung des Seuchenplans.

Die ständige Technische Arbeitsgruppe für übertragbare und nicht-übertragbare Infektionskrankheiten der ostafrikanischen Gemeinschaft wurde erweitert. Mediziner und Vertreter aus Landwirtschaft, Umwelt, Handel, Tourismus und Risikokommunikatoren wurden in die Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten mit Seuchenpotenzial eingebunden.