Offener Regionalfonds SOE - Modernisierung kommunaler Dienste
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2096.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo
Zusammenfassung
- Ziele:
Die regionale Kooperation zur Verbesserung der kommunalen Dienste im Einklang mit den Anforderungen an einen EU-Beitritt ist gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Sekretariat des Regionalen Kooperationsrats
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:11 476 281 Euro
Kombifinanzierung
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): 3 500 000Euro
Vorgänger-Projekt
2012.2465.8
ORF Modernisierung kommunaler Dienste SOE
Nachfolger-Projekt
2021.2061.6
Offener Regionalfonds SOE - Modernisierung kommunaler Dienste
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 12.10.2006 - 31.03.2028 - Aktuelles Projekt:01.07.2016 - 30.04.2021
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Länder Südosteuropas bemühen sich um den Beitritt zur Europäischen Union. Dieser Transformationsprozess erfordert eine transparente und effiziente Verwaltung für die Bürger*innen.
Den Behörden dieser Länder fehlen jedoch die Kapazitäten und geeignete Lösungen, um die EU-Standards zu erfüllen. Hinzu kommt, dass positive Erfahrungen nicht an andere weitergegeben werden. Ohne die Intensivierung der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustauschs besteht die Gefahr, dass die Entwicklung ins Stocken gerät und die Verbesserung der kommunalen Dienste nicht vorankommt.
Hier setzt das Projekt an, um die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen zu stärken und eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
Ziel
Die regionale Zusammenarbeit zur Verbesserung der kommunalen Dienste ist in Übereinstimmung mit den Anforderungen, die für den EU-Beitritt zu erfüllen sind, gestärkt.
Vorgehensweise
Das Projekt unterstützt Gemeinden und öffentliche Versorgungsbetriebe in der gesamten Region. Das entscheidende Bindeglied sind Verbände, die die Kommunen grenzüberschreitend mit Fachwissen und anderen Leistungen dabei unterstützen, ihre Dienste so zu organisieren, dass sie den Zielen für nachhaltige Entwicklung entsprechen.
Das Projekt umfasst klassische kommunale Dienstleistungen wie die Wasser- und Sanitärversorgung und das Abfallmanagement.
Gleichzeitig stärkt das Projekt die Effizienz der Kommunalverwaltung, um gefährdeten Gruppen in der Gemeinde bessere Beschäftigungsperspektiven zu bieten.
Dazu fördert das Projekt die Kapazitäten der relevanten Akteure und zeigt Wege zu Lösungen auf, mit denen sich die kommunalen Dienste verbessern lassen.
Gleichzeitig fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Entscheider*innen auf nationaler und regionaler Ebene, um zu gewährleisten, dass die Reformen auf rechtsverbindlichen Vereinbarungen beruhen.
Wirkungen
Mit Unterstützung (Kofinanzierung) durch das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft wurde ein regionales Netzwerk für das Capacity Building im Bereich der Wasser- und Sanitärversorgung aufgebaut. Bis Mitte 2019 wurden 224 Organisationen bei Maßnahmen unterstützt, die beispielsweise auf eine Verringerung der Wasserverluste oder auf die Vorbereitung von Sanierungs- und Investitionsprojekten abzielten.
Zur Verbesserung des kommunalen Abfallmanagements hat das Projekt in 13 Gemeinden neue Verfahren eingeführt, darunter eine optimierte Routenführung, die Abfallkompostierung sowie Tarifsysteme. Darüber hinaus hat das Vorhaben als Best-Practice-Modell für alle Kommunen in der Region eine Methodik zur Überwachung der finanziellen und ökologischen Auswirkungen entwickelt.
Ein regionales Netzwerk aus Handelskammern und Investitionsagenturen unterstützt die Kommunen durch ein unternehmensfreundliches Zertifizierungssystem bei der Einführung von konkreten Verbesserungen zur Verbesserung des lokalen Geschäftsumfelds. Mehr als 100 Gemeinden haben ihre Dienste bereits angepasst.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2016 liegt die Wirtschaftsfreundlichkeit der zertifizierten Kommunen 76 Prozent über dem Durchschnitt. Die zertifizierten Kommunen haben in den letzten drei Jahren Investitionen aus dem Ausland im Volumen von rund einer Milliarde Euro akquiriert – drei Mal so viel wie andere Gemeinden.
Gleichzeitig wurden bewährte Praktiken zwischen den Partnerländern weitergegeben, darunter ein System für die elektronische Beantragung und Erteilung von Baugenehmigungen; dadurch lernen die Partnerländer voneinander und wachsen zusammen.
Darüber hinaus hat das Projekt Beschäftigungsmöglichkeiten für gefährdete Gruppen geschaffen. Mithilfe so genannter Kompetenzpässe können jetzt auch Personen ohne formale Ausbildung ihre Kompetenzen nachweisen, wodurch es ihnen leichter fällt, Arbeit zu finden. Inzwischen haben fast 500 Menschen einen Kompetenzpass erhalten. 22 Prozent der Begünstigten sind erwerbstätig und 15 Prozent wurden nur sechs Monate nach Erhalt der Unterstützung auf dem Arbeitsmarkt aktiv.
Durch die Einführung des Recyclings wurden zwischen 2017 und 2019 35 Arbeitsplätze geschaffen; 52 Personen wurden von öffentlichen Unternehmen angestellt, und über 120 informelle Abfallsammler*innen erzielen jetzt ein zusätzliches Einkommen.
In Serbien wurde ein elektronisches Meldewesen für Saisonarbeiter*innen in der Landwirtschaft eingeführt. Seit der Einführung des Systems im Januar 2019 wurden mehr als 27.500 Personen von 320 Arbeitgeber*innen registriert. Die registrierten Saisonarbeiter*innen haben zusammen bereits mehr als 900.000 Tage gearbeitet, und entsprechende Sozialversicherungsansprüche erworben. Im gleichen Zeitraum hat der serbische Staat zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 2,7 Mio. Euro aus der Saisonarbeit in der Landwirtschaft erzielt. Das Projekt unterstützt jetzt die Übertragung des Systems auf andere Partnerländer, wodurch die Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Westbalkans weiter gestärkt wird.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The countries of South East Europe are making efforts to join the European Union. This transformation process asks for transparent and efficient administration for citizens.
However, local authorities lack the capacities and appropriate solutions to fulfil EU standards. Existing good examples are not shared. Without cooperation and exchange of experiences, development will stall, and the improvement of municipal services will not progress.
This is where the project steps in, strengthening cooperation between municipalities in order to achieve sustainable development.
Objective
Regional cooperation for the improvement of municipal services in accordance with EU accession requirements is strengthened.
Approach
The project supports municipalities and public utilities in the entire region. The crucial link is associations which provide support and expertise to help local authorities across borders to organise their services in line with Sustainable Development Goals.
The project covers classic municipal services such as water supply, sanitation and waste management.
At the same time, the project strengthens the efficiency of local administration to offer better employment perspectives to vulnerable groups in the municipal community.
The project strengthens capacities of relevant stakeholders and offers access to effective solutions for the improvement of municipal services.
The project also promotes cooperation between decision-makers at national and regional levels, to assure that the reform processes are reinforced through legally binding agreements.
Results
With the support (co-funding) of the Swiss State Secretariat for Economic Affairs, a regional capacity development network for water and sanitation was established. By mid-2019, 224 organizations were supported to implement measures such as reducing water loss or preparing rehabilitation and investment projects.
To improve municipal waste management, new processes such as route optimization, composting and tariff systems were introduced in 13 municipalities. In addition, a methodology for monitoring of financial and environmental effects was developed which serves as a best practice model for all municipalities in the region.
To improve the local business environment, a regional network of chambers and investment agencies now helps municipalities through a Business Friendly Certification Scheme to introduce concrete improvements. More than 100 municipalities have adapted their services. According to research from 2016, the business friendliness of certified municipalities is 76 per cent above average. With around one billion Euros in a period of three years, these municipalities attracted three times as much foreign investments than other municipalities.
At the same time, good practices, like a system for electronic building permits, were transferred between the partner countries to help partners to learn from each other and grow together.
The project created employment opportunities for vulnerable groups. Competence Passports allow people without formal education to identify their skills, so they can find work more easily. Nearly 500 people have already benefited. As a result, 22 per cent of beneficiaries are employed and 15 per cent became active on the labour market only six months after receiving support.
By the introduction of recycling, from 2017 to 2019, 35 jobs are created and 52 workers were employed in public companies, and over 120 informal waste collectors have additional income.
E-registration of seasonal workers in agriculture was established in Serbia. Since its launch in January 2019, over 27,500 people were registered by 320 employers and already worked more than 900,000 days while getting access to social security system. In the same period, the Serbian government generated 2.7 million Euros of budget income through taxes. The project now supports the transfer of the system, which further strengthens cooperation among the countries in Western Balkans.