Kommunaler Wissenstransfer Maghreb-Deutschland

Coopération décentralisée entre villes maghrébines et allemandes

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2067.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3600 Nordafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Afrika NA, Algerien, Marokko, Tunesien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Städte und Gemeinden in Marokko, Algerien und Tunesien nutzen Fachwissen deutscher Städte und Gemeinden für bürgerorientierte kommunale Dienstleistungen und städtische Infrastruktur.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ausgewählte Ministerien in den jeweiligen Partnerländern

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2230.1

    Kommunale Zusammenarbeit

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    04.04.2016 - 28.02.2027
  • Aktuelles Projekt:01.02.2016 - 30.03.2020

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    43030 Stadtentwicklung und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die südlichen Mittelmeerländer weisen eine der höchsten Urbanisierungsraten weltweit auf. Die politische Situation hat sich seit dem Arabischen Frühling 2011 verändert. Mehr denn je hofft die Bevölkerung auf verbesserte Lebensbedingungen, zusätzliche Arbeitsplätze und neue Strukturen, die eine Beteiligung der Zivilbevölkerung ermöglichen.

Im Zuge aktueller Reformprozesse stehen insbesondere die Kommunen vor immer komplexer werdenden Aufgaben, um die Forderungen von Bürgerinnen und Bürgern nach effizienten Dienstleistungen, bezahlbarem Wohnraum, Sicherheit, Mobilität, politischer Teilhabe und einer besonderen Förderung bislang benachteiligter Gruppen wie junger Bürger und Frauen zu erfüllen.

Bislang haben nur große Städte, die im Fokus staatlicher Förderung stehen und international vernetzt sind, die nötigen Ressourcen und geeignetes Personal für ein effizientes, partizipatives und bürgerorientiertes Management. Sie haben Kooperationen mit deutschen Städten aufgebaut, die aufgrund der langen Tradition kommunaler Selbstverwaltung in Deutschland ihre Erfahrungen weitergeben können. Die kleinen und mittleren Städte des Maghreb sind bislang von internationalen Netzwerken und dem daraus entstehenden Wissenstransfer weitgehend ausgeschlossen.

Ziel
Kleine und mittlere Städte aus dem Maghreb und Deutschland tauschen Wissen und Erfahrungen zu Themen der Kommunalentwicklung aus.

Vorgehensweise
Bis zu 25 Städte in Tunesien, Marokko und Algerien werden in Projektpartnerschaften mit deutschen Kommunen, aber auch Landkreisen, Kommunalverbänden, Zweckverbänden und anderen Organisationsformen kommunaler Selbstverwaltung zusammengebracht. Verschiedene Themen der Zusammenarbeit – wie beispielsweise Mobilität, Energieeffizienz, Abfallwirtschaft und gute Regierungsführung – ermöglichen die Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Organisationen im Maghreb und in Deutschland, die sich für das Dienstleistungsangebot der Kommunen einsetzen. Im Unterschied zu traditionellen Städtepartnerschaften und kommunalen Entwicklungspartnerschaften sollen vielfältige Formen der Zusammenarbeit erreicht werden. Gemeinsam planen die kommunalen Partner Kleinprojekte, die sie im Maghreb umsetzen. Der dadurch initiierte Wissenstransfer und der Aufbau kommunaler Kooperationsbeziehungen unterstützen die Dezentralisierungsreformen in Marokko und Tunesien und die politische Öffnung Algeriens. Langfristig kann das Vorhaben Radikalisierungstendenzen entgegenwirken.

Da das Vorhaben eine enge Zusammenarbeit mit deutschen Kommunen und ihren Spitzenverbänden sowie Aktivitäten in Deutschland vorsieht, wird es gemeinsam mit der Servicestelle der Kommunen für die Eine Welt (SKEW) der Engagement Global gGmbH durchgeführt.

Die Kleinprojekte werden von den maghrebinischen Kommunen vorgeschlagen, um die Bedarfsorientierung sicherzustellen. Die Auswahl der Projekte erfolgt unter Berücksichtigung von Kriterien wie Gendergleichberechtigung und Bürgerbeteiligung gemeinsam mit den drei politischen Trägern des jeweiligen Maghreblandes. Die Kleinprojekte werden von deutschen und maghrebinischen Städten gemeinsam realisiert und umfassen beispielsweise Maßnahmen zur Verbesserung der Ausstattung von sozial-kulturellen Einrichtungen, Projekte zur Aufwertung von Stadtteilen wie Grünflächen, Parks und Spielplätze, aber auch Projekte im Bereich der Hausmüllentsorgung und der Stadtreinigung. Auch Modernisierungsmaßnahmen wie die Einführung von E-Government und Dokumentenmanagementsystemen können umgesetzt werden, um die Qualität kommunaler Dienstleistungen zu verbessern.

Durch die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen für die Herausforderungen, vor denen maghrebinische Kommunen stehen, eignen sich die deutschen Städte Wissen über Herausforderungen und Ressourcen maghrebinischer Städte an. Der Erfahrungsaustausch findet im Rahmen von Workshops zur Konzeption und Durchführung der Kleinprojekte, bei Fachveranstaltungen sowie bei Studienreisen und Hospitationen statt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Countries in the southern Mediterranean region have some of the highest urbanisation rates in the world. The political situation has changed since the Arab Spring of 2011: more than ever, the population is hoping for better living conditions, more jobs and new structures which enable citizen participation.

The current reform processes are confronting municipalities in particular with increasingly complex tasks in order to meet citizens’ demands for efficient services, affordable housing, security, mobility, political participation and special support for disadvantaged groups such as young people and women.

Up to now, only large towns and cities – which are the focus of state funding and benefit from international links – have had the necessary resources and appropriate personnel for efficient, participatory and citizen-centred management. Having established partnerships with German towns and cities, they are able to avail themselves of the experience accumulated in the course of the long tradition of local self-government in Germany. Thus far, small and medium-sized towns and cities in the Maghreb have been largely excluded from international networks and the resulting transfer of knowledge.

Objective
Small and medium-sized towns and cities in the Maghreb and Germany share knowledge and experience on issues relating to municipal development.

Approach
Up to 25 towns and cities in Tunisia, Morocco and Algeria are partnered with German municipalities, and also administrative districts, associations of municipalities, special purpose associations and other organisational forms of local self-government. Different areas of cooperation – such as mobility, energy efficiency, waste management and good governance – enable the participation of civil society organisations in the Maghreb and Germany which are committed to improving municipal services. Unlike traditional town twinning initiatives and local development partnerships, the aim is to promote a wide range of cooperation forms. Together, the municipal partners plan small-scale projects which they implement in the Maghreb. The resulting transfer of knowledge and establishment of cooperation arrangements at municipal level support decentralisation reforms in Morocco and Tunisia, and political liberalisation in Algeria. In the long term, the project can contribute to counteracting trends towards radicalisation.

Since the project calls for activities in Germany and close cooperation with German municipalities and their umbrella associations, it is being carried out in conjunction with the Service Agency Communities in One World (SKEW) of Engagement Global gGmbH.

The small-scale projects are proposed by communities in the Maghreb to ensure that they are geared to their needs. Projects are selected in collaboration with the three lead executing agencies in the respective countries on the basis of criteria such as gender equality and citizen participation. They are carried out jointly by the German and Maghreb towns and cities. Examples include activities to improve the equipping of socio-cultural facilities, to enhance urban areas such as green spaces, parks and playgrounds, and to upgrade household waste disposal and municipal sanitation services. Modernisation measures such as the introduction of e-government and document management systems can also be implemented to improve the quality of municipal services.
By working together to develop solutions, the German towns and cities acquire knowledge about the challenges facing Maghreb municipalities and the resources available to them. Knowledge is shared through workshops on designing and implementing small-scale projects, specialist events, study trips and temporary placements. 

 

Projektbeschreibung (FR)

Description du projet

Situation initiale:
Les pays sud-méditerranéens présentent un des plus fort taux d’urbanisation au monde. La situation politique a changé depuis le Printemps Arabe en 2011. Plus que jamais, la population espère des conditions de vie meilleures, de nouveaux emplois et de nouvelles structures qui faciliteraient la participation de la population civile.

Dans le cadre des processus de réforme en cours, les municipalités en particulier doivent faire face à des tâches de plus en plus complexes, afin de répondre aux demandes des citoyens en matière de services municipaux efficaces, des logements abordables, de sécurité, de mobilité, de participation politique et de soutien envers des groupes jusqu’à présent défavorisés tels que les jeunes et les femmes.
À ce jour, seules les grandes villes qui font l’objet du financement du gouvernement et qui ont des réseaux internationaux, ont les ressources nécessaires et le personnel approprié pour une gestion efficace, participative et citoyenne. Elles ont construit des partenariats avec des villes allemandes, qui, grâce à leur longue tradition d’autonomie locale, peuvent transmettre leur expérience. Les petites et moyennes villes du Maghreb sont encore largement exclues des réseaux internationaux, et, de ce fait, du transfert de connaissances.

Objectif
Des villes maghrébines et allemandes de moyenne et petite taille échangent leurs connaissances et leurs expériences en matière de développement communal.

Procédure
Jusqu’à 25 villes en Tunisie, au Maroc et en Algérie sont en partenariat de projet avec les municipalités allemandes, mais sont également réunies des circonscriptions, des associations de collectivités locales, des associations à usage spécifique, et d’autres formes d’organisations de l’auto-administration locale.
Les différents domaines de coopération - tels que la mobilité, l’efficacité énergétique, la gestion des déchets et la bonne gouvernance – permettent la participation des organisations de la société civile, engagées envers les services offerts par les autorités locales, au Maghreb et en Allemagne.
Par contraste avec des partenariats traditionnels de jumelage de villes et de développement municipal, diverses formes de coopération doivent être atteintes.
Conjointement, les partenaires municipaux planifient de petits projets qui sont mis en œuvre au Maghreb.
Á travers cela, le transfert de connaissances et la mise en place de relations de coopérations locales favorisent les réformes de décentralisation au Maroc et en Tunisie, et l’ouverture politique en Algérie. Á long terme, le projet peut contrecarrer des tendances de radicalisation.

Étant donné que le projet implique une coopération étroite avec les municipalités allemandes et leurs organisations principales, ainsi que les activités en Allemagne, il est réalisé en collaboration avec le Service pour les Communes du Monde (SKEW) de l’Engagement Global gGmbH.

La sélection des projets s’effectue en tenant compte de facteurs tels que l’égalité des sexes et la participation des citoyens et citoyennes, ainsi que les 3 partis politiques de chaque pays. Les petits projets sont proposés par les communes maghrébines pour assurer l’orientation vers les besoins des citoyens. Ils sont mis en œuvre conjointement par les villes allemandes et maghrébines, et incluent des mesures telles que l’amélioration de l’équipement dans les établissements socio-culturels, des projets de revalorisation de quartiers à travers les espaces verts, les parcs et aires de jeux, ainsi que des projets dans le domaine de l’élimination des déchets ménagers et le nettoyage de la ville.
Des mesures de modernisation telles que l’introduction de systèmes e-gouvernement et de gestion de documents peuvent aussi être mis en œuvre pour améliorer la qualité des services municipaux.
Grâce à l’élaboration conjointe de solutions aux défis rencontrés par les communes maghrébines, les villes allemandes peuvent prendre connaissance de leurs défis et de leurs ressources.
L’échange d’expérience aura lieu dans le cadre d’ateliers pour la conception et la mise en œuvre de petits projets, lors d’évènements spéciaux, ainsi que lors de voyages d’étude et de stages.