Umsetzungsorientiertes Umwelt- und Forstmanagement (ProAmbiente)
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2044.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Peru
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Umsetzung politischer Ziele in den Bereichen Umweltmanagement, Schutz und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt sowie nachhaltige Waldbewirtschaftung ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerio del Ambiente
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:22 100 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2012.2216.5
Beitrag zu den Umweltzielen Perus (ProAmbiente)
Nachfolger-Projekt
2020.2175.6
Umsetzungsorientiertes Umwelt- und Forstmanagement (ProAmbiente)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 27.08.2013 - 31.08.2028 - Aktuelles Projekt:01.04.2017 - 30.03.2022
Sonstige Beteiligte
- ARGE GITEC-IGIP GmbH-
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
41030 Biodiversität
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Peru erlebt seit mehr als zwanzig Jahren einen bedeutsamen Wirtschaftsaufschwung, der jedoch Umweltkriterien zu wenig berücksichtigt und zu Lasten der biologischen Vielfalt geht. Dies führt an vielen Orten zum Verlust von Ökosystemen und damit zur Zerstörung der Lebensgrundlage der peruanischen Bevölkerung.
Die tropischen Regenwälder leiden besonders unter dieser Entwicklung. Erschwert wird die Situation durch die Auswirkungen des Klimawandels und eine damit verbundene Zunahme von Extremwetterereignissen, wodurch Umweltprobleme sowie sozio-ökologische Konflikte verschärft werden. Das Land hat sich daher ehrgeizige Ziele in den Bereichen Klima und Biodiversität gesetzt, darunter die nationalen Klimaziele (Nationally Determined Contributions, NDC), die Aichi-Ziele der Biodiversitätskonvention sowie das Erreichen von Umweltstandards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Die Leistungsfähigkeit der staatlichen Institutionen zur Steuerung und Umsetzung der fortschrittlichen Forst- und Umweltpolitik sind aber trotz aller Fortschritte nach wie vor nicht ausreichend, um den Erhalt von Wäldern und Biodiversität nachhaltig zu sichern.
Ziel
Umweltpolitik, Schutz und nachhaltige Nutzung der Biodiversität sowie die nachhaltige Waldbewirtschaftung haben sich verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben stärkt nationale und regionale Kompetenzen, um den Schutz der Umwelt und die Verwaltung von Forstbeständen zu verbessern. Die Aktivitäten verknüpfen Umweltpolitik mit relevanten wirtschaftspolitischen Maßnahmen.
Das Vorhaben berät folgende Partner sowohl in technischer Hinsicht als auch bei der Organisationsentwicklung: das Umweltministerium (MINAM) und seine nachgeordneten Behörden für Umweltgenehmigung (SENACE), Umweltüberwachung (OEFA) und Schutzgebietsmanagement (SERNANP), das Landwirtschaftsministerium (MINAGRI) und seine nachgeordnete Behörde für Forstverwaltung (SERFOR), das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF), das Produktionsministerium (PRODUCE) sowie die Forstüberwachung (OSINFOR).
Die Maßnahmen werden hauptsächlich in den Regionen Ucayali, San Martín und Arequipa unter Beteiligung der Zivilgesellschaft, indigener Völker und der Privatwirtschaft durchgeführt. Das Vorhaben wird mit Unterstützung der Consultingfirma GITEC Consult GmbH implementiert.
Wirkungen
Die Zusammenarbeit mit SENACE und OEFA führte zu wichtigen Fortschritten beim Umweltmanagement. Seit der Gründung im Jahr 2015 hat SENACE insgesamt 16 Umweltverträglichkeitsprüfungen für Großprojekte mit einem Investitionsvolumen von fast drei Milliarden Euro begleitet. Um eine nachhaltige Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Projekte sicherzustellen, wendet SENACE bei den Prüfungen internationale Standards an. Dabei werden betroffene gesellschaftliche Gruppen wie indigene Völker beteiligt. Im Zeitraum von 2016 bis 2019 registrierte die peruanischen Ombudsstelle dadurch keine Beschwerden über die Arbeit von SENACE.
Die Zusammenarbeit mit OEFA ermöglichte eine erhebliche Effizienzsteigerung der Umweltüberwachung: Die Durchführungszeit konnte um 80 Prozent reduziert werden. Durch die verringerten Kosten kann die Behörde nun jährlich mehr als doppelt so viele Überwachungen bei gleichem Budget durchführen.
Im Bereich Schutz und nachhaltige Nutzung von Biodiversität konnten ebenfalls Fortschritte erzielt werden. Dazu zählt eine neue Richtlinie von MINAM zur Berücksichtigung von natürlicher Infrastruktur beim Wiederaufbau nach dem Wetterereignis „El Niño" im Jahr 2017. Dadurch erhöht sich die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber zukünftigen Extremwetterereignissen.
Effizientere Verfahren zur Vergabe von Rechten für nachhaltige Nutzung und Tourismus in Schutzgebieten wurden auf einer Fläche von mehr als 95.000 Quadratkilometern umgesetzt. Zudem konnten die jährlichen Einnahmen von SERNANP zwischen 2013 und 2019 um 260 Prozent gesteigert werden, was die langfristige Finanzierung des Schutzgebietsmanagements sicherstellt.
Mit der Schaffung der Marke „Gemeinsam für den Naturschutz" fördert SERNANP die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen in Schutzgebieten und Pufferzonen durch die lokale Bevölkerung. Bisher haben 15 Unternehmen eine Lizenz zur Nutzung der Marke erhalten und können ihre Produkte dadurch besser auf dem Markt positionieren.
Die Fläche nachhaltig bewirtschafteter Wälder hat sich in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt und erreichte 2019 knapp 3,5 Millionen Hektar. Gemeinsam mit SERFOR wurde eine Software entwickelt, mit der die Herkunft von Holz nachverfolgt werden kann, das Forstbetriebe und indigene Gemeinschaften produzieren. Aktuell wird die Software DATABosque von etwa 50 Forstunternehmen genutzt, um die Einhaltung der Forst- wirtschaftsrichtlinien nachzuweisen.
OSINFOR konnte die internen Prozesse verbessern und dadurch den Zeitaufwand und die Kosten für die Durchführung von Forstüberwachungen halbieren. Zudem konnte die Forst- überwachung erfolgreich die Einhaltung von internationalen Standards im Rahmen einer ISO-Zertifizierung nachweisen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Peru has been experiencing strong economic growth for more than two decades. However, environmental standards and biodiversity conservation have not been considered sufficiently in this context. In many areas, this is leading to the degradation of ecosystems and destruction of the natural resources on which Peruvian livelihoods depend. The impact on tropical rainforests is particularly severe. The problem is exacerbated by climate change and an increase in the frequency of extreme weather events, which add to the country’s environmental challenges and aggravate socio-economic conflict.
Peru has therefore set itself ambitious goals in the areas of climate change and biodiversity conservation, including the Nationally Determined Contributions (NDCs), the Aichi Targets adopted within the framework of the Convention on Biological Diversity (CBD), and committed itself to implementing the environmental standards of the Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD). However, despite all the progress that has been made, government institutions still lack the capacity required to manage and implement the progressive forestry and environmental policy aimed at ensuring the long-term conservation of forests and biodiversity.
Objective
Environmental governance and management, the conservation and sustainable use of biodiversity, and sustainable forest mana-gement have improved.
Approach
The programme strengthens Peru’s steering and implementation capacities for effective environmental and forest governance at national and regional level and promotes linkage between environmental policy and other relevant policy fields.
Within the programme framework, advisory services – focusing on the technical level and on organisational development – are provided to the following partners: the Ministry of Environment (MINAM) and its subordinate authorities, i.e. the National Service of Environmental Certification for Sustainable Investments (SENACE), the Agency for Environmental Assessment and Enforcement (OEFA) and the National Service for Protected Areas (SERNANP); the Ministry of Agriculture (MINAGRI) and its National Forestry and Wildlife Service (SERFOR); the Ministry of Economy and Finance (MEF), the Ministry of Production (PRODUCE), and the Agency for the Supervision of Forest Resources and Wildlife (OSINFOR).
The measures are implemented mainly in the regions of Ucayali, San Martin and Arequipa and involve civil society, indigenous peoples and the private sector.
The programme is being implemented with the support of GITEC Consult GmbH.
Results
Cooperation with SENACE and OEFA has led to significant progress in environmental management. Since its founding in 2015, SENACE has supported a total of 16 environmental impact assessments for large-scale projects with an investment volume of almost three billion euros. To ensure that the proposed projects are environmentally and socially sustainable, SENACE applies international standards for the assessments. Affected social groups such as indigenous peoples are involved in this process. As a result, between 2016 and 2019, Peru’s ombudsman did not register any complaints regarding SENACE’s work.
Cooperation with OEFA has boosted efficiency in environmental enforcement significantly, with an 80 per cent reduction in implementation time. The resulting reduction in costs means the authority can now perform twice as many assessments per year with the same budget.
Progress has also been made in the area of conservation and sustainable use of biodiversity. A new MINAM directive prompts the inclusion of natural infrastructure in the rehabilitation process following the El Niño event in 2017. This strengthens the population’s resilience to future extreme weather events.
More efficient procedures for granting rights for sustainable use and tourism in protected areas have been implemented for an area of more than 95,000 square kilometres. What’s more, be-tween 2013 and 2019 the annual income of SERNANP was increased by 260 per cent, thus securing the long-term financing of protected area management.
By creating the brand ‘Allies for conservation’, SERNANP promotes the sustainable use of natural resources in protected areas and buffer zones by the local population. To date, 15 companies have received a licence to use the brand and can now position their products better on the market.
The area of forests under sustainable management has almost doubled over the past two years, reaching close to 3.5 million hectares in 2019. Together with SERFOR, a software solution has been developed that can be used to trace the origin of wood produced by forest enterprises and indigenous communities. The DataBOSQUE software is currently in use at around 50 forest enterprises to provide evidence of compliance with the forestry management guidelines.
OSINFOR has improved internal processes and as a result halved the time and costs required for forest monitoring. Moreover, OSINFOR successfully demonstrated its compliance with international standards within the framework of the ISO certification process.
Projektbeschreibung (ES)
Situación de partida
El Perú presenta un importante crecimiento económico desde hace más de veinte años. Sin embargo, en el desarrollo de las actividades productivas y extractivas, a menudo no se consideran adecuadamente los criterios ambientales. En muchos lugares del país, esto conlleva la pérdida de biodiversidad, el deterioro de los ecosistemas y, como consecuencia, la destrucción de los medios de vida de la población peruana.
Los bosques tropicales son uno de los ecosistemas más afectados, a lo que se suman los efectos del cambio climático y el consiguiente aumento de los desastres asociados a fenómenos naturales. Como resultado, aumentan los problemas ambientales, así como los conflictos socioambientales.
Por este motivo, el país se ha comprometido con metas ambiciosas en temas de cambio climático y biodiversidad, tales como las Contribuciones Nacionalmente Determinadas (NDC, por sus siglas en inglés), las metas Aichi del Convenio sobre la Diversidad Biológica (CDB) y el cumplimiento de los estándares ambientales de la Organización para la Cooperación y el Desarrollo Económicos (OCDE). Sin embargo, a pesar de los avances logrados, las capacidades de las instituciones públicas para implementar la política forestal y ambiental aún no son suficientes para asegurar la conservación de los bosques y la biodiversidad.
Objetivo
La gestión ambiental, la conservación y el uso sostenible de la biodiversidad, así como el manejo sostenible de los bosques han mejorado.
Procedimiento
El programa fortalece las capacidades de las instituciones del nivel nacional y regional para mejorar la protección del ambiente y el manejo sostenible de los bosques. Las actividades articulan la política ambiental y forestal con las políticas sectoriales pertinentes. El programa brinda asesoría técnica y organizacional a las siguientes contrapartes: el Ministerio del Ambiente (MINAM) y sus entidades adscritas de certificación ambiental (SENACE), fiscalización ambiental (OEFA) y gestión de áreas naturales protegidas (SERNANP), el Ministerio de Agricultura y Riego (MINAGRI) y su entidad adscrita de gestión forestal (SERFOR), el Ministerio de Economía y Finanzas (MEF), el Ministerio de la Producción (PRODUCE) y la entidad de supervisión forestal (OSINFOR). Las medidas se implementan, principalmente, en las regiones de San Martín, Ucayali y Arequipa, con la participación de la sociedad civil, los pueblos indígenas y el sector privado. El programa cuenta con el apoyo de la consultora GITEC Consult GmbH.
Resultados
La cooperación con el SENACE y el OEFA ha generado importantes avances en la gestión ambiental. Desde el inicio de sus funciones en el año 2015, el SENACE ha aprobado 16 estudios de impacto ambiental de proyectos de gran envergadura con un volumen de inversión de más de tres mil millones de dólares. Para garantizar la sostenibilidad ambiental y social de los proyectos, el SENACE aplica estándares internacionales en las evaluaciones de impacto ambiental e involucra a la población afectada, como los pueblos indígenas. Por ello, en los procesos de evaluación realizados entre 2016 y 2019, no se registraron reclamos a la labor del SENACE, de acuerdo con información de la Defensoría del Pueblo. La cooperación con el OEFA permitió incrementar considerablemente la eficiencia en la supervisión ambiental, al reducirse en un 80 % el tiempo del proceso. El OEFA puede realizar ahora más del doble de supervisiones al año con el mismo presupuesto.
También hay importantes avances en el ámbito de la conservación y el uso sostenible de la biodiversidad. Entre ellos figuran los nuevos lineamientos del MINAM para incorporar la infraestructura natural en la reconstrucción tras El Niño costero 2017, con la finalidad de aumentar la resiliencia de la población frente a futuros fenómenos climáticos extremos.
Por otro lado, se han implementado procedimientos más eficientes para el otorgamiento de derechos de aprovechamiento de recursos naturales y turismo en áreas naturales protegidas, sobre una superficie de más de 95 000 kilómetros cuadrados. Además, los ingresos anuales del SERNANP se incrementaron en 260 % entre 2013 y 2019, que contribuye a asegurar el financiamiento de la gestión de las áreas protegidas. Con la creación de la marca "Aliado por la Conservación", el SERNANP promueve el aprovechamiento sostenible de los recursos naturales en las áreas protegidas y zonas de amortiguamiento por parte de la población local. Hasta ahora, quince empresas han obtenido la licencia para utilizar la marca, lo cual les permite posicionar mejor sus productos en el mercado.
La superficie de bosques manejados de forma sostenible casi se ha duplicado en los dos últimos años, alcanzando casi 3,5 millones de hectáreas en 2019. Junto con el SERFOR, se ha desarrollado un software para rastrear el origen de la madera producida por empresas forestales y comunidades nativas. Actualmente, el software DataBOSQUE es utilizado por unas 50 empresas forestales para demostrar el cumplimiento de la normativa forestal.
El OSINFOR mejoró sus procesos internos, y pudo reducir a la mitad el tiempo y los costos de las supervisiones forestales. Además, por el cumplimiento de estándares internacionales ha obtenido una certificación ISO.