Beschäftigungsförderung in der Entwicklungszusammenarbeit
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2041.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Überreg. Welt
Zusammenfassung
- Ziele:
Strategische und praxisorientierte Ansätze der Beschäftigungsförderung, die den durch demografischen Wandel, Flucht und Migration veränderten Rahmenbedingungen, vor allem im Balkan, Nordafrika, Nahost sowie Subsahara-Afrika, Rechnung tragen, sind in der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit verankert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 911 425 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2013.2094.4
Beschäftigungsorientierte Entwicklungsstrategien und Vorhaben
Nachfolger-Projekt
2019.2004.0
Beschäftigungsförderung in der Entwicklungszusammenarbeit
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 30.12.1999 - 31.08.2028 - Aktuelles Projekt:13.06.2016 - 30.11.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
16020 Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Beschäftigungsförderung in der Entwicklungszusammenarbeit
Ausgangssituation
Als globales Ziel 8 ist in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung die produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle formuliert. In den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind derzeit viele Menschen arbeitslos, unterbeschäftigt oder unter schwierigen Arbeitsbedingungen tätig. Dabei sind vor allem die Regionen Nordafrika/Nahost, Subsahara-Afrika und auf dem Balkan durch ein hohes Bevölkerungswachstum sowie Konflikte, Instabilität und Gewalt geprägt. Diese Aspekte verursachen Flucht, Vertreibung und Migration. Oft reichen Beschäftigungsmöglichkeiten und die Höhe des Einkommens nicht für ein menschwürdiges Leben aus. Speziell jungen Menschen fehlt es dadurch in ihren Heimatländern an einer Perspektive für ihre Zukunft.
Mit wachsender Bedeutung wird Beschäftigungsförderung seit Jahren von den Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit nachgefragt. Auch für die deutsche internationale Zusammenarbeit ist sie ein wichtiges Handlungsfeld. Entsprechend dem integrierten Ansatz der Beschäftigungsförderung wurden dabei die folgenden Bereiche als zentrale Schwerpunkte festgelegt:
1. Gestaltung der Wirtschaftspolitik, die Beschäftigungsziele berücksichtigt
2. Schaffung von mehr und besseren, menschenwürdigen und (zumindest) die Existenz sichernden Arbeitsmöglichkeiten
3. Förderung einer an den Bedarfen des Arbeitsmarktes besser orientierten Bildung, Berufs- und Hochschulbildung und lebenslangem Lernen
4. Förderung von Vorbereitung, Orientierung und Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt in den Kooperationsländern
Ziel
Strategien und praxiserprobte Ansätze der Beschäftigungsförderung sind in der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit verankert. Sie tragen den durch demografischen Wandel, Flucht und Migration veränderten Rahmenbedingungen auf dem Balkan, in der Region Nordafrika/Nahost und in Subsahara-Afrika Rechnung.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) dabei, Positionen und Orientierungen zum Thema Beschäftigungsförderung zu entwickeln und diese in internationalen Prozessen zu vertreten.
Neue oder verbesserte Strategien und Ansätze zur Beschäftigungsförderung werden (weiter-) entwickelt, erprobt und verbreitet, zum Beispiel über Fachgespräche, Studien, Fortbildungen und direkte Projektberatungen. Dafür nutzt das Vorhaben Forschungskooperationen, wertet Erfahrungen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit aus und unterstützt Pilotmaßnahmen.
Die Ansätze sollen dazu beitragen, durch produktivere Arbeit und höhere Einkommen in den Kooperationsländern die Chancen und Perspektiven für ein menschenwürdiges Leben, vor allem der armen Bevölkerung, zu erhöhen und unfreiwillige Migration zu mindern. Das Projekt stellt seine Erfahrungen den Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie anderen Gebern zur Verfügung.
Wirkungen
- Durch die Unterstützung des Vorhabens kann sich das BMZ zu Themen und Prozessen positionieren und an verschiedenen Projekten beteiligen, so zum Beispiel am Finanzierungsmechanismus der Weltbank für Beschäftigungsförderung, dem Jobs Umbrella Trust Fund.
- Das Vorhaben hat die Methodik zur Analyse von Arbeitsmärken weiterentwickelt (Employment and Labour Market Analysis, ELMA) und Pilotprojekte zum Nachweis von Beschäftigungswirkungen der Vorhaben in den Kooperationsländern durchgeführt.
- Wichtige Themen, die das Vorhaben begleitet hat, waren unter anderem regionale Beschäftigungsstrategien, die Förderung von Frauenbeschäftigung und Beschäftigungsförderung im Kontext von Konflikt, Fragilität und Gewalt.
- Die Bandbreite der Ansätze zur Beschäftigungsförderung in der Entwicklungszusammenarbeit wurde im Handbuch „Produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle" aufgearbeitet und in thematischen Studien veröffentlicht.
- Praktiker*innen erhalten wertvolle Tipps und Hilfe durch Handreichungen, Fachberatung und Fortbildungen.
Links
- Handbuch - Produktive Vollbeschäftigung und menschwürdige Arbeit für alle (https://mia.giz.de/qlink/ID=49322000)
- Handbook – Full and Productive Employment and Decent Work for All (https://mia.giz.de/qlink/ID=49323000)
- GIZ Fachexpertiseportal zu Beschäftigung: https://www.giz.de/fachexpertise/html/4458.html
- Website: World Development Report 2019 (Englisch) (http://www.worldbank.org/en/publication/wdr2019)
- Website: World Employment and Social Outlook – Trends 2018 (Englisch) (https://www.ilo.org/global/research/global-reports/weso/2018/lang--en/index.htm)
Projektbeschreibung (EN)
Employment promotion in development cooperation
Context
Global Goal 8 of the 2030 Agenda for Sustainable Development relates to full and productive employment and decent work for all. In Germany’s development cooperation partner countries, many people are currently unemployed, underemployed or work under demanding conditions. High population growth, conflicts, instability and violence are especially prevalent in North Africa and the Middle East region, Sub-Saharan Africa and the Balkans. The upshot is flight, displacement and migration. In many cases, employment opportunities and levels of income are not sufficient for people to live a decent life. Young people in particular do not have any future prospects in their home countries.
With increasing urgency, our partner countries have been seeking assistance with employment promotion for many years now. Since this is also a field of activity that is important to German international cooperation, the following areas have been identified as key priority areas in keeping with the our integrated approach to employment promotion:
—Design economic policies that take employment goals into account
—Create more and improved opportunities for decent work that (at least) provide a living wage
—Promote opportunities for education, vocational training and tertiary level tuition, as well as life-long learning, that are better oriented to job market needs
—Enable our partner countries to provide their citizens with labour market preparation, orientation and placement services.
Objective
Strategies and proven approaches to employment promotion that take account of the changes brought about by demographic change, displacement and migration in the Balkans, North Africa, the Middle East region and in Sub-Saharan Africa are anchored in German and international development cooperation.
Approach
The project assists the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) with developing its positions and strategies on the topic of employment promotion and with representing these in international processes.
New or improved employment promotion strategies and approaches are developed (further), tested and disseminated through technical discussions, studies, training courses and direct project advice. To this end, the project leverages research cooperation, evaluates German and international development cooperation, and supports pilot measures.
By making work more productive and raising incomes in our partner countries, these approaches aim to broaden people’s opportunities and prospects for a life in dignity while reducing involuntary migration, especially with respect to poorer population groups. This project shares its experience with German development cooperation projects and other donors.
Results
—By supporting the project, BMZ can articulate its position on topics and processes and participate in various projects, such as the World Bank’s financing mechanism for employment promotion, the Jobs Umbrella Trust Fund.
—The project has upgraded the methodological tool used for employment and labour market analysis (ELMA) and piloted measures that demonstrate the project’s employment effects in our partner countries.
—Important project-backed issues include regional employment strategies, support for women’s employment and employment promotion in the context of conflict, fragility and violence.
—The range of employment promotion approaches in development cooperation is presented in the handbook ‘Full and Productive Employment and Decent Work for All’ as well as in various thematic studies.
—Practitioners get valuable tips and help through handouts, specialist advice and training courses.