Deutscher TZ-Beitrag zur Umsetzung der InsuResilience Globalen Partnerschaft (Klimarisikoversicherung)

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2021.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G320 Klima und Klimapolitik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Indien, Marshall Inseln, Sambia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Verbreitung marktorientierter, armuts- und gendersensibler Lösungen zu Klima-Risiko-Versicherungen in Entwicklungsländern durch die Akteure der InsuResilience-Initiative ist katalysiert und international sichtbar.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 003 832 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2014.9

    Deutscher TZ-Beitrag zur Umsetzung der InsuResilience Globalen Partnerschaft (Klimarisikoversicherung)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    09.03.2016 - 31.03.2027
  • Aktuelles Projekt:01.04.2016 - 30.10.2019

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Signifikantes Nebenziel

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    41010 Umweltpolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

InsuResilience: Versicherungen zum Schutz gegen die Folgen des Klimawandels

Klima, Umwelt, Management natürlicher Ressourcen

Beschreibung
Das Vorhaben unterstützt den Aufbau von Klimarisikoversicherungen und deren Finanzierung in Ländern, die vom Klimawandel bedroht sind.

Keywords
Klimarisikoversicherung, Klimaanpassung, Katastrophenrisikomanagement, Klimarisikomanagement, InsuResilience

Bezeichnung
Deutscher TZ-Beitrag zur Umsetzung der G7 Initiative Klimarisikoversicherung 'InsuResilience'

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Land
Global

2016 bis 2019

Ausgangssituation
Extremwetterereignisse und andere Klimarisiken bedrohen die Lebensgrundlage vieler Menschen. Besonders arme Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern sind häufig schutzbedürftig. Sie sind einem höheren Risiko ausgesetzt, ihre Existenzgrundlagen zu verlieren.
Klimarisikoversicherungen bieten finanziellen Schutz gegen die negativen Folgen von Extremwetterereignissen, die durch den Klimawandel immer häufiger und intensiver werden. Die InsuResilience Initiative wurde dafür 2015 im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft ins Leben gerufen. Wichtige Impulse ergeben sich durch die Unterzeichnung des internationalen Klimaabkommens im Dezember 2015 sowie durch die Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) im September 2015. Bei der Weltklimakonferenz im November 2017 in Bonn wurde die G7-Initiative zu einer Globalen Partnerschaft ausgebaut (InsuResilience Global Partnership). Diese bringt Vertreter der G20 und der V20 (The Vulnerable Twenty Group: die 20 Länder, die am stärksten von der Erderwärmung betroffen sind) mit Vertretern internationaler Organisationen, der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft an einen Tisch.

Ziel
Besonders arme und verwundbare Menschen in Entwicklungsländern sind durch verschiedene innovative versicherungsbasierte Instrumente besser gegen die negativen Folgen des Klimawandels abgesichert. Das Sekretariat der InsuResilience-Globalen Partnerschaft nutzt dazu marktorientierte Lösungen, die Armuts- und Genderaspekte berücksichtigen. Bis zu 400 Millionen Menschen erhalten Versicherungsschutz.

Vorgehensweise
Das Vorhaben fördert die internationale Verbreitung von marktorientierten und armuts- sowie gendersensiblen Lösungen für Klimarisikoversicherung in Entwicklungsländern durch die Akteure der InsuResilience-Initiative. Es arbeitet national und international mit öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren, um entsprechende Kompetenzen aufzubauen. Das Vorhaben unterstützt beim Aufbau und der Koordination des Sekretariates und der Steuerungs- und Fachgremien der InsuResilience-Initiative. Darüber hinaus fördert es das Wissensmanagement. Es berät fachlich und stärkt die Zusammenarbeit sowie den Austausch zwischen den Akteuren der Initiative.
Weiterhin arbeitet das Projekt im Bereich von direkten Versicherungslösungen. Dabei sichern sich Privatpersonen oder Unternehmen gegen Risiken ab und erhalten im Schadensfall direkt Hilfe, also zum Beispiel gegen Ernteausfälle. Das Vorhaben analysiert, entwickelt und verbreitet Ansätze und Fachwissen zu derartigen Instrumenten.

Wirkungen
- Seit dem Auftakt des Vorhabens hat sich die Initiative zu einer größeren Partnerschaft entwickelt. Sie ist stark gewachsen und hat mittlerweile über 70 Mitglieder. In der InsuResilience Global Partnership arbeiten Vertreter*innen der G20, der 20 einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer, zusammen mit Vertreter*innen der V20sowie Vertreter*innen internationaler Organisationen, der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Forschung an einem Tisch.
- Die Globale Partnerschaft wird mittlerweile als Forum zum Austausch und zur Verknüpfung sowie der Entwicklung von Lösungen wahrgenommen. Das höchste Steuerungsgremium ist mit hochrangingen Persönlichkeiten besetzt, die in ihrer politischen Botschafterfunktion die Mission der Partnerschaft entsprechend weitertragen und in die globale Anpassungsarchitektur einbetten sollen.
- Die Bedarfe von Frauen werden im Vorhaben besonders berücksichtigt, da es genderspezifische Unterschiede der Anfälligkeit gegenüber Klimarisiken gibt. Durch zwei Studien und eine Arbeitsgruppe, die Gender Working Group, kann die Partnerschaft nun konkrete Ansätze entwickeln. Dadurch werden Barrieren beim Zugang zu Versicherungsschutz für Frauen abgebaut.
- Die Tagung InsuResilience Global Partnership Forum versammelt mittweile eine aktive Gemeinschaft zum Erfahrungsaustausch und zur Präsentation von guten Beispielen aus der Praxis. Auf der Tagung entstehen neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit sowie neue Allianzen. Seit 2017 findet sie jährlich statt.
- Die Program Alliance wurde neu gegründet. Sie vereint die Aktivitäten des Centre for Disaster Protection, der Global Risk Financing Facility und des InsuResilience Solutions Fund. Das Programm wird vom britischen Department for International Development (DFID), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Weltbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Auch ein Sekretariat ist Teil der Program Alliance. Die Partner verfügen über eine breite Palette von Fachlösungen oder entwickeln diese.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

German contribution to implementing the G7 climate risk insurance initiative InsuResilience

German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)

Global

Extreme weather events and other climate risks pose a threat to the livelihoods of many people. Poor population groups in developing countries are often particularly in need of protection, as they face a higher risk of losing their livelihoods.
Climate risk insurance policies offer financial protection against the negative repercussions of extreme weather events, which are becoming increasingly more frequent and intensive as a result of climate change. The InsuResilience Initiative was established for this purpose in 2015 under Germany’s G7 Presidency. The international climate agreement signed in December 2015 and the Sustainable Development Goals (SDGs) adopted in September 2015 provide an important impetus here. At the global Climate Change Conference held in Bonn in November 2017, the G7 Initiative was extended to form the InsuResilience Global Partnership. This brings representatives of the G20 and V20 (the Vulnerable Twenty Group: the 20 countries most severely affected by global warming) together with representatives of international organisations, the private sector, civil society and academia.

Various innovative, insurance-based instruments improve protection against the negative consequences of climate change, especially for poor and vulnerable people in developing countries. To this end, the Secretariat of the InsuResilience Global Partnership uses market-oriented solutions that take poverty and gender aspects into account. They provide insurance cover for up to 400 million people.

The project assists InsuResilience Initiative stakeholders in the international dissemination of market-oriented, poverty-sensitive and gender-inclusive solutions for climate risk insurance in developing countries. It works at national and international level with public sector, private sector and civil society stakeholders to build up corresponding expertise. The project is providing support in setting up and coordinating the InsuResilience Initiative’s Secretariat, steering bodies and specialist committees. It also promotes knowledge management. It provides specialist advice, strengthens cooperation between the initiative’s stakeholders and encourages them to share ideas and experience.
In addition, the project works in the area of direct insurance solutions, which insure private individuals or companies against risks and provide them with direct assistance in the event of a loss (for example insuring them against crop failures). The project analyses, develops and disseminates approaches and knowledge regarding such instruments.

- Since the beginning of the project, the initiative has developed into a major partnership. It has grown rapidly and now has over 70 members. In the InsuResilience Global Partnership, representatives of the G20, the 20 most influential industrialised and emerging economies, work together with representatives of the V20 as well as representatives of international organisations, the private sector, civil society and research.
- People now perceive the Global Partnership as a forum for sharing ideas, networking and developing solutions. The highest steering body is staffed with high-ranking individuals whose political ambassador function entails communicating the partnership’s mission and incorporating it into the global adaptation architecture.
- The project pays particular attention to the needs of women, as there are gender-specific differences in vulnerability to climate risks. Having performed two studies and established a corresponding working group, the Gender Working Group, the partnership can now develop concrete approaches to break down barriers in access to insurance cover for women.
- The InsuResilience Global Partnership Forum conference now gathers together an active community to exchange experience and present good practice examples. The conference provides new opportunities for cooperation and leads to new alliances. It has been held on an annual basis since 2017.
- A newly established Program Alliance unites the activities of the Centre for Disaster Protection, the Global Risk Financing Facility and the InsuResilience Solutions Fund. It is supported by the British Department for International Development (DFID), the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the World Bank and KfW Group (KfW). The Program Alliance also includes a secretary’s office. The partners have, or are developing, a wide range of specialist solutions.