Anpassung an den Klimawandel durch grenzüberschreitendes Hochwasserrisikomanagement im westlichen Balkan

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2019.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Montenegro, Nordmazedonien, Kosovo

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das grenzüberschreitende Hochwasserrisikomanagement ist im Hinblick auf den Klimawandel im westlichen Balkan gestärkt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Umwelt, Ministerium für Umwelt und Raumplanung, Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Tourismus

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 323 109 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2111.5

    Anpassung an den Klimawandel durch gernzüberschreitendes Hochwasserrisikomanagement im westlichen Balkan

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    29.03.2016 - 30.08.2022
  • Aktuelles Projekt:01.04.2016 - 31.12.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Anpassung an den Klimawandel

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Das Drin-Flussgebiet in den westlichen Balkanländern beheimatet 1,6 Millionen Menschen. Ihr Leben ist eng mit dem Flusssystem verbunden, das ihnen die Ressourcen liefern, die sie für Stromerzeugung, Bewässerung, Fischerei und Freizeitaktivitäten benötigen. Die Zunahme von Hochwasser- und Dürreperioden in der Mittelmeerregion und insbesondere in den Ländern des westlichen Balkans führt zu immer größeren Risiken für Wirtschaft, Flora, Fauna und die menschliche Gesundheit.
In den vergangenen Jahren hat die Häufigkeit und Schwere von Naturkatastrophen (hauptsächlich Hochwasser- und Dürreperioden) in der westlichen Balkanregion erheblich zugenommen. Der Klimawandel führt dazu, dass intensive Hochwasser die Lebensbedingungen der Bevölkerung des Drin-Flussgebiets zunehmend beeinträchtigen. Simulationsmodelle für den Klimawandel zeigen, dass die Zahl der Hochwasserereignisse in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Die Folgen sind unter anderem Sachschäden sowie der Verlust von Ernten und Vieh mit erheblichen Auswirkungen für die Gemeinden. Alle Flussanliegerstaaten (Albanien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien) sind sich einig darin, dass im Hinblick auf Hochwasservorsorge und -abwehr sowie die Folgenbewältigung ein gemeinsames Vorgehen notwendig ist. Nur so wird es gelingen, die Folgen von Hochwasserereignissen beherrschbar zu machen und sich an die zu erwartenden Veränderungen anzupassen.
Die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel im Drin-Flussgebiet kann durch eine verstärkte grenzübergreifende Zusammenarbeit, effizientere Informationskanäle und eine verbesserte Vorsorge und Klimaanpassung gesteigert werden.

Ziel
Verbessertes Management des Hochwasserrisikos im Einzugsgebiet des Drin.

Vorgehensweise
Das Projekt konzentriert sich auf das Drin-Flussgebiet und unterstützt staatliche Einrichtungen in Albanien, Montenegro, Kosovo und Mazedonien. Ferner unterstützt das Projekt die Drin Core Group (DCG), die als regionale Struktur ein Vorläufer einer zukünftigen Flussgebietskommission für den Drin sein könnte. Die Unterstützung durch das Projekt umfasst Beratungsleistungen durch internationale, regionale und lokale Fachkräfte, Fortbildungen sowie die Beschaffung von Ausrüstung, Geräten und Materialien.

Das Projekt ist in drei Hauptbereichen tätig:
- Hochwasservorhersage und -warnungen: Zusätzlich zum Ausbau des Netzes aus hydro-meteorologischen Messstationen unterstützt das Projekt die Einrichtung eines regionalen Hochwasservorhersagesystems.
- Grenzübergreifende Zusammenarbeit: Das Projekt unterstützt gemäß der EU-Hochwasserrichtlinie die systematische Identifizierung und Kartierung der Bereiche des Drin-Flussgebietes mit dem höchsten Hochwasserrisiko. Auf dieser Grundlage werden Vorsorgemaßnahmen zum Hochwasserschutz geplant. Die Zusammenarbeit im Hochwasserrisikomanagement wird im Rahmen der DCG ausgebaut.
- Widerstandsfähigkeit und Verringerung von Hochwasserrisken auf lokaler Ebene: Das Projekt unterstützt lokale Behörden in Albanien und Montenegro dabei, Anpassungsmaßnahmen als Teil ihrer Hochwasserrisikomanagementpläne (deren Entwicklung in der vorangegangenen Projektphase gefördert wurde) umzusetzen. Zu den
Zielen des Projekts zählen die Sensibilisierung der betroffenen Bevölkerung sowie die Stärkung der Katastrophenvorsorge und der Kapazitäten der lokalen Akteure im Hinblick auf besseres Hochwasserrisikomanagement.

Wirkung
Das Projekt stärkt die Kapazitäten für die Anpassung an den Klimawandel und verbessert das grenzübergreifende Hochwasserrisikomanagement im Drin-Flussgebiet.
Die staatlichen hydro-meteorologischen Dienste der vier Flussanliegerstaaten verfügen nun über ein regionales Hochwasservorhersagesystem. So können rund 30.000 Menschen, die potenziell von Hochwasserereignissen betroffen sind, vorgewarnt werden. Den Flussanliegerstaaten stehen nun in größerem Umfang bessere hydrologische und meteorologische Echtzeit-Daten zu Verfügung; diese werden unter den Staaten ausgetauscht, was noch vor wenigen Jahren undenkbar war.
Ein langfristiges Ziel der grenzübergreifenden Zusammenarbeit unter den Drin-Anliegerstaaten besteht in der Umsetzung eines gemeinsamen Hochwasserrisikomanagements. Die Flussanliegerstaaten erhalten technisches Fachwissen, mit dem sie die Bereiche des Drin-Flussgebietes mit hohem Hochwasserrisiko systematisch identifizieren und kartieren können. Dies ist Teil der vorausschauenden Bewertung des Hochwasserrisikos gemäß der EU-Hochwasserrichtlinie. Der Entwicklung eines Katalogs mit gemeinsamen Maßnahmen für die gesamte Region kommt eine Schlüsselbedeutung für die Verbesserung der grenzübergreifenden Bekämpfung von Hochwasserereignissen zu.
Verschiedene lokale Behörden in besonders gefährdeten Gebieten in Albanien und Montenegro haben im Rahmen ihrer Hochwasserrisikomanagementpläne Anpassungsmaßnahmen umgesetzt.
Die jüngsten Hochwasserereignisse Anfang 2018 haben gezeigt, dass die vom Vorhaben unterstützten Maßnahmen bereits wirken und das Risiko von Schäden gemindert werden kann.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The Drin River Basin is home to 1.6 million people in the Western Balkans. Their lives depend on this system, which provides the resources they need for electricity generation, irrigation, fishing and recreational activities. Increasing floods and droughts in the Mediterranean region, and especially in the Western Balkans, will pose ever greater risks to the economy, flora, fauna and human health.
Over the past few years, the frequency and severity of natural disasters (mainly floods and droughts) in the Western Balkans region has increased substantially. Climate change is causing intensive flooding to affect the living conditions of the population along the Drin River Basin. Climate projection models predict flooding is likely to increase in the coming years. The consequences of flooding include damage to property, destruction of crops, and loss of livestock, with severe economic impacts for communities. All riparian countries (Albania, Montenegro, Kosovo and Macedonia) clearly see a need for joint action in terms of preparedness, response and recovery, to successfully face the consequences of these events and adapt to predicted changes.
Resilience towards climate change along the river basin can be increased through better transboundary cooperation, better information channels, and improved preparedness and adaptation.

Objective
Improved flood risk management in the countries of the Drin River Basin.

Approach
The project focuses on the Drin River Basin, and supports national institutions in Albania, Kosovo, Macedonia, Montenegro, and the Drin Core Group (DCG) as a regional structure that could be the precursor of a Drin River Basin Commission. Project support consists of advisory services by international, regional and local experts, in-service training measures, and procurement of equipment and materials.
The project acts in three key areas:
- Flood forecasting and warning: In addition to extending the hydro-meteorological measurement network, the project supports the establishment of a regional flood forecasting system which will include increased availability of real-time hydrological and meteorological data.
- Transboundary cooperation: The project supports the systematic identification and mapping of main flood risk areas in the Drin River Basin, in compliance with the EU Flood Directive. This will provide the basis for planning preventive measures for flood protection. Cooperation in the field of flood risk management will be extended in the framework of the Drin Core Group.

- Resilience and flood risk reduction at the local level: The project assists local authorities in Albania and Montenegro to implement adaptation measures as part of their flood risk management plans (supported during the previous phase of the project). One of the project’s aims is to increase awareness and preparedness of the affected population, strengthening the capacities of local players in terms of better flood risk management.


Results
The project strengthens capacities for climate change adaptation and improves transboundary flood risk management in the Drin River Basin.
The national hydro-meteorological services of the four riparian countries now have a regional flood forecasting system. As a result, around 30,000 people potentially affected by floods can be warned in advance. The riparian countries have now more and better real time hydrological and meteorological data exchanged across borders.
Local authorities in the risk-affected areas of Albania and Montenegro have implemented adaptation measures as part of their flood risk management plans. The recent flood events in early 2018 showed that the measures supported by the project are already taking effect and that the risk of damage can be reduced.