Entwicklungsorientierte EU-Handelspolitik
Projektdetails
- Projektnummer:2016.2013.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.
Zusammenfassung
- Ziele:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bringt sich mit innovativen und strategischen Ansätzen proaktiv in die entwicklungsorientierte Ausgestaltung der Handelspolitik der Europäischen Union (EU) ein.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 29.02.2016 - 30.10.2019 - Aktuelles Projekt:01.04.2016 - 30.10.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
nicht verfügbar
CRS-Schlüssel
33110 Handelspolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Projektkurzbeschreibung: SV Entwicklungsorientierte EU-Handelspolitik
Ausgangssituation:
Der internationale Handel kann ein bedeutender Hebel für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Armutsbekämpfung in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sein. Gerade die afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP-Staaten) sowie viele andere Entwicklungsländer messen dem Handel mit der Europäischen Union (EU) eine wichtige Rolle für ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung bei. Die positiven Wirkungen von Handel auf Entwicklung sind jedoch von der Ausgestaltung der internationalen Handelspolitik, der Kohärenz mit anderen Politikbereichen sowie von strukturellen Voraussetzungen in den Entwicklungsländern abhängig. Deutschland unterstützt diese Länder deshalb sowohl bilateral als auch im Rahmen der EU darin, die positiven Effekte dieser Handelsbeziehungen besser zu nutzen. Dazu werden erhebliche Mittel an handelsbezogener Entwicklungszusammenarbeit (Aid for Trade, AfT) bereitgestellt.
Ziel:
Das BMZ positioniert sich proaktiv mit innovativen und strategischen Ansätzen in den nationalen und internationalen Prozessen der EU-Handelspolitik. Dadurch finden die Belange der Entwicklungsländer Eingang in die EU-Handelspolitik und die Kohärenz zwischen der europäischen Handels- und Entwicklungspolitik wird gestärkt.
Vorgehensweise:
Das SV arbeitet in zwei Handlungsfeldern: Zum einen unterstützt das SV das BMZ darin, Einfluss auf laufende Handelsverhandlungen und die Ausgestaltung von EU-Handelsabkommen sowie anderen handelspolitischen Instrumenten der EU zu nehmen. Zum anderen unterstützt das SV das BMZ in seiner handelspolitischen Positionierung, etwa durch klassische Fachberatung oder Konzeptionierung und Durchführung von Veranstaltungen, Dialogformaten und Pilotmaßnahmen. Das Vorhaben arbeitet dazu eng mit Kooperationspartnern aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft sowie mit internationalen Organisationen und Parlamenten zusammen, sowohl auf deutscher und europäischer Ebene, als auch direkt in Partnerländern.
Wirkungen:
Durch das Sektorvorhaben wurde das BMZ darin unterstützt, sich sowohl auf deutscher als auch auf europäischer Ebene effektiv zu handelspolitischen Fragestellungen zu positionieren. Seit Beginn des Vorhabens hat sich das BMZ so in verschiedene Prozesse der EU-Handelspolitik einbringen können. Dazu zählt die entwicklungsfreundliche Ausgestaltung und Umsetzung der Economic Partnership Agreements (EPAs) mit den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP) sowie anderer bilateraler EU-Freihandelsabkommen. Ein Ziel ist dabei nicht zuletzt die effektive Verankerung von sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsstandards und Menschenrechten in EU-Freihandelsabkommen, um faire Handelsbeziehungen zu fördern und den Welthandel sozial und umweltverträglich zu gestalten. So wurde u.a. ein fortschrittlicher Kompromiss hinsichtlich der Verknüpfung von Zollpräferenzen mit Nachhaltigkeitsstandards im Palmölsektor erzielt. Durch Pilotierungs- und Beratungsaktivitäten konnte das Sektorvorhaben darüber hinaus dazu beitragen, handelspolitische Expertise in Partnerländern zu stärken und Maßnahmen für eine entwicklungsfreundliche Umsetzung von Handelsabkommen einzuleiten. So hat das Vorhaben beispielsweise Myanmar in der Ausgestaltung internationaler Investitionsschutzabkommen unterstützt und im Rahmen des EU-Jordanien-Abkommens Umsetzungsvorschläge zur Nutzung flexibler Ursprungsregeln eingebracht.
Projektbeschreibung (EN)
Sector Project Development Oriented EU Trade Policy
Background
International trade can be an important lever for sustainable economic development and poverty reduction in the partner countries of German development cooperation. However, the positive developmental impact of trade depends on the design of international trade policy, coherence with other policies and structural conditions in developing countries. In general, most partner countries play an important role in EU trade with their economic and social development. The EU as well as German development cooperation support these countries in making better use of the positive effects of these trade relations and provide significant funds for trade-related development assistance (AfT).
Objective
The GIZ Sector Project (SV) "Development-Oriented EU Trade Policy" commissioned by the BMZ has been established in 2016. The aim of the project is to support the BMZ in proactively contributing to the development-oriented design of EU trade policy through innovative and strategic approaches. It thus contributes to sharpening the position of German development cooperation in the German and European debate on this topic. In doing so, it is helping to strengthen the coherence between European trade and development policies and to increasingly integrate the concerns of developing countries into EU trade policy.
The module objective of the current phase of the SV is: "The BMZ positions itself proactively and developmentally with innovative and strategic approaches in the national and international processes of EU trade policy."
Approach
For this purpose, the SV works in two fields of action: on the one hand, the SV supports the BMZ in influencing the design of EU trade agreements and ongoing negotiations as well as other trade policy instruments. On the other hand, the SV supports the Sectoral Unit in its trade policy positioning, for example through expert advice or conception and execution of events, dialogue formats and pilot measures. The project works closely together with cooperation partners from science, civil society and industry as well as with international organizations and parliaments both at German and European level, as well as directly in partner countries.