IBAN Inclusive Business Action Network
Projektdetails
- Projektnummer:2015.6256.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Internat. Zusammenarbeit mit Regionen für Nachhalt, Kambodscha, Nigeria, Sambia
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen für die Skalierung und Replizierung von breitenwirksamen Geschäftsmodellen sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:8 391 631 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 2 796 159Euro
Vorgänger-Projekt
2013.6253.2
Inclusive Business Platform
Nachfolger-Projekt
2020.2164.0
Inclusive Business Action Network III (IBAN III)
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 04.11.2013 - 30.01.2023 - Aktuelles Projekt:01.01.2016 - 30.01.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
25010 Geschäftspolitik und -verwaltung
Evaluierung
- Zentrale Projektevaluierung - Kurzfassung. Inclusive Business Action Network (iBAN)
- Central project evaluation - executive summary. Inclusive Business Action Network (iBAN)
- Zentrale Projektevaluierung - Auf einen Blick. Inclusive Business Action Network (iBAN)
- Central project evaluation. Inclusive Business Action Network (iBAN). Evaluation Report
- Central project evaluation - at a glance. Inclusive Business Action Network (iBAN)
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern können sich Menschen aus einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen grundlegende Produkte wie Wasser, Nahrungsmittel, Gesundheitsleistungen oder Strom gar nicht oder nur in geringem Umfang leisten. Breitenwirksame Geschäftsmodelle, auch als Inclusive Business bekannt, bieten diesen Menschen entweder Einkommensmöglichkeiten oder Zugang zu relevanten und erschwingliche Produkte und Dienstleistungen. Auf diese Weise werden arme Bevölkerungsgruppen in Wertschöpfungsketten einbezogen. Gleichzeitig operieren breitenwirksame Geschäftsmodelle wirtschaftlich rentabel.
Trotz des ökonomischen Potenzials von Inclusive Business gibt es Hürden, die Unternehmen davon abhalten, ihre breitenwirksame Geschäftstätigkeit zu skalieren und ihre Wirkung voll zu entfalten. Zu diesen Hürden gehören:
• fehlende Marktinformationen
• ineffiziente Regularien
• fehlende Anreize und unzureichende rechtliche Strukturen
• ein unbefriedigender Zugang zu Finanzierung
• unzureichende Kapazitäten bei Unternehmern und deren
Zielgruppen
Das Globalprogramm iBAN treibt hier einen Wandel voran, indem es Akteure unterstützt, die etwas bewirken können. Etablierte Unternehmen und politische Entscheidungsträger*innen in Schwellen- und Entwicklungsmärkten werden dazu ermutigt, ihre Kenntnisse zu Inclusive Business zu erweitern. Weiterhin unterstützt iBAN sie dabei Maßnahmen und politische Rahmenbedingungen zu fördern, durch die Hürden bei der Skalierung und Replizierung breitenwirksamer Geschäftsmodelle bewältigt werden können.
Ziel
Die Voraussetzungen für die Verbreitung von breitenwirksamen Geschäftsmodelle sind verbessert.
Vorgehensweise
iBAN ist Teil der Strategie zur Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) ausgearbeitet hat. Das Vorhaben knüpft an die bisherigen Erfahrungen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit bei der Umsetzung von breitenwirksamen Geschäftsmodellen an.
iBAN liegt ein integrierter strategischer Ansatz zugrunde: Durch Online-Wissensaustausch und strategische Kommunikation zur Umsetzung breitenwirksamer Geschäftsmodelle erzielt das Projekt eine große Reichweite (iBAN blue). Gleichzeitig geht das Vorhaben mit einem gezielten Capacity-Building-Programm (iBAN weave) in die Tiefe, indem es sich an ausgewählte Unternehmen und politische Entscheidungsträger*innen in Entwicklungs- und Schwellenländern richtet.
iBAN blue
iBAN blue bietet Zugang zu sinnvoll gebündeltem Fachwissen und Praxisbeispielen. Ein zentraler Bestandteil von iBAN blue ist die innovative, globale Online-Wissensplattform inclusivebusiness.net. Die wesentlichen Inhalte der Plattform werden gemeinsam mit ausgewählten strategischen Partnern entwickelt. Alle zwei Monate erscheint ein Online-Magazin (CLUED-iN), in dem über Inclusive-Business-Trends berichtet wird. Ein Komitee, das sich aus hochrangigen Expert*innen zusammensetzt, legt die redaktionelle Agenda des Online-Magazins fest. Das Ergebnis ist eine lebendige Community, die anhand von realen Geschichten die positiven Auswirkungen zeigen, die breitenwirksame Geschäftsmodelle auf eine Welt haben, in der langfristige, nachhaltige Unternehmenslösungen dringend benötigt werden. Darüber hinaus arbeitet iBAN blue mit zentralen Stakeholdern und Wissenspartnern zusammen, um die gesellschaftliche Wirkung von breitenwirksamen Geschäftsmodellen strategisch zu kommunizieren.
iBAN weave
iBAN weave unterstützt einerseits ausgewählte Unternehmen bei der Ausweitung ihrer breitenwirksamen Geschäftsmodelle und andererseits politische Entscheidungsträger bei der Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für solche Geschäftsmodelle. Beide Aspekte führen dazu, dass mehr breitenwirksame Geschäftsmodelle in einem förderlichen Umfeld realisiert werden.
Im Rahmen des Capacity-Building-Programms für Unternehmen können die Teilnehmer*innen innovative Vorgehensweisen in Bezug auf die Entwicklung von Geschäftsmodellen kennenlernen, sich in spezielle Themenbereiche einarbeiten und Kompetenzen zum Aufbau von Partnerschaften erwerben. Mit dem Capacity-Building-Programm für politische Entscheidungsträger soll die Ausarbeitung von politischen Empfehlungen und nationalen Aktionsplänen für breitenwirksame Geschäftsmodelle gefördert werden. Die Aktionspläne werden anschließend auf internationalen Foren vorgestellt.
Weiterhin haben Unternehmen und Unternehmensverbände, die sich an den Initiativen von iBAN weave beteiligen, bei Dialogveranstaltungen mit Politikgestalter*innen die Gelegenheit, ihre privatwirtschaftliche Sichtweise darzulegen.
2018 und 2019 konzentriert iBAN weave sich auf die Durchführung von Capacity-Building-Programmen für Unternehmen und politische Entscheidungsträger*innen in Afrika, Südasien und Südostasien.
Wirkungen
• Durch iBAN wurden etablierte bestehende Websites zu einer innovativen Online-Wissensplattform zusammengeführt. Diese umfasst die derzeit einzige Datenbank mit Verweisen auf über 2000 Publikationen und 640 Organisationen, die finanzielle und fachliche Unterstützung für breitenwirksame Geschäftsmodelle bieten.
• Durch iBAN haben über 100 Unternehmen mit breitenwirksamen Geschäftsmodellen Capacity-Building- und Peer-Learning-Maßnahmen genutzt.
• iBAN hat die Entwicklung von fast 50 Best-Practice-Beispielen und Instrumenten unterstützt. 2017 wurde in Zusammenarbeit zwischen iBAN und der Partnerorganisation The „Centre of Partnerships for Development" ein Tool entwickelt und implementiert, mit dem fünf ägyptische Unternehmen aus dem Verbrauchsgütersektor ihre Geschäftsmodelle verbessern konnten.
• iBAN hat zehn Partnerschaften auf den Weg gebracht, an denen überwiegend Unternehmen mit breitenwirksamen Geschäftsmodellen beteiligt waren.
• Mithilfe von iBAN haben sich 10 ASEAN-Mitgliedstaaten verpflichtet, sich für die Umsetzung besserer politischer Rahmenbedingungen für Inclusive Business einzusetzen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
In many developing and emerging countries, people who belong to low-income groups cannot afford essential goods and services such as water, food, healthcare or electricity, or only in small quantities. Inclusive business ventures address these people and provide them with either income opportunities or relevant and affordable goods and services. As a result, the poor become part of economic value chains. At the same time, the inclusive businesses stay commercially viable.
Despite the economic potential of inclusive business models, barriers remain that prevent inclusive businesses from reaching scale and fully leveraging their impact. These barriers include:
• Lack of information about markets,
• Inefficient and restrictive regulations,
• Disincentives and insufficient legal structures,
• Inadequate access to finance, and
• Insufficient capacities among entrepreneurs and their target groups.
iBAN enables change by empowering those who can make a difference. The initiative engages established inclusive businesses and policymakers in emerging and developing markets to increase knowledge and facilitate models and policies that address shared constraints to scale and replicate inclusive business models.
Objective
The conditions for up-scaling and replicating inclusive business models are improved.
Approach
iBAN is part of the strategy of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) to promote cooperation with the private sector. It builds on experiences gained by German and international development cooperation actors in the application of inclusive business models.
iBAN pursues an integrated strategic approach going wide in reach with online knowledge sharing and strategic communications (iBAN blue) on inclusive business, and going deep with its focused Capacity Development Programme (iBAN weave) for selected companies and policymakers in developing and emerging countries.
iBAN blue
iBAN blue provides access to curated expert knowledge and inspiring practical examples. A core element of iBAN blue is the innovative global online knowledge platform inclusivebusiness.net. Its core content is being developed jointly with a group of selected strategic partner organizations. Every two months, an online magazine (CLUED-iN) is published that covers trends in inclusive business. A high-level editorial committee of inclusive business thought leaders sets the editorial agenda of the online magazine. The result is a thriving community that can demonstrate through ‘real life’ stories, the positive impact inclusive business has on a world greatly in need of long-term, sustainable business solutions. Beyond that, iBAN blue works with key stakeholders and knowledge partners in communicating the impact of inclusive business initiatives strategically.
iBAN weave
iBAN weave supports selected companies in scaling their inclusive business models and policymakers in establishing enabling framework conditions for inclusive business models. Both lead to scaled up inclusive business models and enabling environments for them.
The capacity development programme for businesses enables participants to develop skills on innovative business modelling practices, specific themes, and partnering for scale. The capacity development programme for policymakers aims to support the development of policy recommendations and national inclusive business action plans. These action plans are then presented at international fora.
Also, companies and business associations that participate in iBAN weave initiatives present their private sector perspectives in public private dialogues.
In 2018 and 2019, iBAN weave focuses on conducting capacity development programmes for companies and policymakers in Africa, South Asia, and South East Asia.
Results
• iBAN created an innovative online knowledge platform by integrating established existing inclusive business platforms; its online knowledge repository currently hosts the only available inclusive business database that lists about 2,000 publications and 640 organizations that offer financial and technical assistance to businesses
• iBAN provided capacity development and peer learning activities for 100 scalable inclusive business companies
• iBAN supported the development of almost 50 best practice examples and tools. In 2017, iBAN and its partner The Centre of Partnerships for Development developed and implemented a tool that helped five Egyptian companies from the consumer goods sector to reach scale
• iBAN ignited 10 partnerships, mainly between inclusive business companies
• With the help of iBAN, 10 ASEAN member states committed to develop programmes, rules and regulations that are conducive to inclusive business.