Global Partnership on Drug Policies and Development (GPDPD)

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.6254.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G530 Ernährungs- und Landnutzungssysteme
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Internat. Zusammenarbeit mit Regionen für Nachhalt, Kolumbien, Marokko, Myanmar, Thailand

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Interessierte Regierungen haben evidenzbasierte sowie entwicklungs- und gesundheitsorientierte Ansätze ihrer Drogenpolitik weiterentwickelt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 693 457 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2019.6252.1

    Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    30.06.2015 - 31.01.2028
  • Aktuelles Projekt:01.08.2015 - 31.05.2019

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitewww.gpdpd.org

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    31165 Landwirtschaftliche alternative Entwicklung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation:

Drogenanbau, -handel und -konsum sind ein globales Problem. Der massive illegale Anbau von Koka, Schlafmohn und Cannabis sowie die nachfolgende Produktion von Kokain, Crack, Heroin und Haschisch finden mehrheitlich in Entwicklungsländern statt. Der Drogenhandel betrifft vor allem jene Entwicklungsländer, die ihm aufgrund fragiler Staatlichkeit nur wenig entgegensetzen können. Organisiertes Verbrechen, Gewalt und Korruption sind eng mit der Expansion von Drogenökonomien verflochten, wodurch zusätzliche Entwicklungshemmnisse hervorgerufen werden. Neu ist, dass illegale Drogen nicht mehr überwiegend in Industrie-, sondern zunehmend auch in Entwicklungs- und Schwellenländern konsumiert werden.
Das globale Drogenproblem kann daher nur mithilfe von sektor- und regionenübergreifenden Ansätzen wirksam bekämpft werden. Im Rahmen des politischen Aktionsplans der Vereinten Nationen (2009), der Nationalen Strategie Drogen und Sucht der Bundesregierung (2012) sowie der EU-Drogenstrategie und des EU-Drogenaktionsplans (2013) hat sich die Bundesregierung verpflichtet, betroffene Staaten in ihrem Kampf gegen die illegale Drogenökonomie zu unterstützen. Im April 2016 wurden auf einer Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN) zur Weltdrogenproblematik (UNGASS 2016) Reformoptionen und aktuelle Herausforderungen der globalen Drogenpolitik diskutiert.
UNGASS 2016 zeigte, dass die internationale Drogenpolitik sich derzeit im Umbruch befindet. Sie bewegt sich weg vom Krieg gegen die Drogen und orientiert sich zunehmend an entwicklungsorientierten (Konzept der alternativen Entwicklung) und gesundheitsorientierten Ansätzen (Konzept der Schadensbegrenzung oder Harm Reduction). Interessierten Regierungen fehlen jedoch hinreichend entwickelte, evidenzbasierte sowie entwicklungs- und gesundheitsorientierte Ansätze ihrer Drogenpolitik.

Ziel:
Interessierte Regierungen haben evidenzbasierte sowie entwicklungs- und gesundheitsorientierte Ansätze ihrer Drogenpolitik weiterentwickelt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben „Globale Partnerschaft für Drogenpolitik und Entwicklung" (GPDE) arbeitet global und sektorübergreifend. Unter der politischen Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung trägt es dazu bei, innovative Ansätze der Drogenpolitik international zu positionieren und pilothaft umzusetzen. Das Vorhaben ist in der Entwicklungszusammenarbeit das erste ressortübergreifende Vorhaben der Drogenpolitik. Es basiert auf einer engen Kooperation zwischen dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung im Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

Der Fokus liegt auf drei Handlungsfeldern:

1.Das Vorhaben bildet ein internationales Dialogforum zu entwicklungs- und gesundheitsorientierten Ansätzen der Drogenpolitik, um gemeinsame Positionen interessierter Regierungen auf VN-Ebene zu verankern.

2.Das Vorhaben fördert auf bilateraler Ebene die Anpassung der drogenpolitischen Instrumente interessierter Regierungen in Asien, Afrika und Lateinamerika.

3.Das Vorhaben trägt zu einer Erweiterung der wissenschaftlichen Grundlagen für eine evidenzbasierte Drogenpolitik bei.

In allen drei Handlungsfeldern kooperiert das Vorhaben eng mit seinen internationalen Umsetzungspartnern: dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), der thailändischen Stiftung Mae Fah Luang Foundation Under Royal Patronage sowie den Nichtregierungsorganisationen Transnational Institute (Amsterdam) und International Drug Policy Consortium (London). Zudem arbeitet GPDE bei der Erweiterung wissenschaftlicher Grundlagen mit renommierten Forschungseinrichtungen wie der London School of Economics (LSE) zusammen.

Wirkungen:
Im Auftrag des BMZ nahm das Vorhaben 2016 an der Tagung der VN-Suchtstoffkommission (CND) sowie an der Sondersitzung der VN-Generalversammlung zum Weltdrogenproblem (UNGASS) teil. Das Vorhaben begleitete die Konferenzen mit zahlreichen Nebenveranstaltungen und brachte, gemeinsam mit Thailand und Peru, eine Resolution zur alternativen Entwicklung ein. Das Vorhaben verhandelte im Auftrag des BMZ erfolgreich das entwicklungspolitische Kapitel des UNGASS-Abschlussdokuments. Damit wurden entwicklungs- und gesundheitspolitische Ansätze der Drogenpolitik der Bundesregierung bei den Vereinten Nationen verankert.
In Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hat das Vorhaben das Sonderkapitel zu den Zielen nachhaltiger Entwicklung des VN-Weltdrogenberichts 2016 gestaltet. Ansätze der Drogenpolitik der Bundesregierung konnten so erneut in den internationalen Diskurs eingebracht werden.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context:

Illicit drug crop cultivation, trafficking and consumption are problems of global scope. The large-scale cultivation of coca, poppy and cannabis as well as the ensuing production of cocaine, crack, heroin and hashish are largely carried out in developing countries. The illicit drug trade affects in particular those developing countries which are least able to counter it owing to weak governance and sometimes even fragile statehood. Organised crime, violence and corruption are closely related to the expansion of illicit drug economies and further hinder the successful development of affected regions. It is a rather recent phenomenon that illegal drugs are no longer predominantly consumed in industrialised countries, but also increasingly in developing countries and emerging economies.

The global drug problem can therefore only be combated effectively through cross-sectoral and supraregional approaches. Within the framework of the United Nations Political Declaration and Plan of Action (2009), the German Government’s National Strategy on Drug and Addiction Policy (2012), the EU Drugs Strategy and EU Action Plan on Drugs (2013), the German Government is committed to supporting affected countries in their fight against the global illicit drug economy. In April 2016, at the Special Session of the United Nations General Assembly on the World Drug Problem (UNGASS 2016), discussions focused on innovative policies and the most pressing challenges addressing the global drug problem.
UNGASS 2016 demonstrated that international drug policy is currently in a state of transition. It is gradually shifting away from a war on drug paradigm and is moving increasingly towards approaches that are development-oriented and health-based. However, many governments pursuing a change in their domestic drug policies still lack access to advise on innovative drug policies and resources to implement them.

Objective:

Interested governments have enhanced evidence-based development- and health-oriented approaches on drug policy.

Approach:

The Global Partnership on Drug Policies and Development (GPDPD) is a global and cross-sectoral project funded by the Federal Ministry of Economic Cooperation and Development (BMZ). Under the political patronage of the German Government’s Federal Drug Commissioner, it contributes to the international positioning and implementation on a pilot basis of innovative approaches to drug policy. This is the first cross-ministerial drug policy project in German development cooperation. It is based on close cooperation between BMZ and the German Government’s Federal Drug Commissioner at the Federal Ministry of Health.
The project focuses on three fields of action:

1. Fostering international dialogue on development and health-oriented drug policies with a view to mainstreaming joint positions on the international level.
2. Promoting the adaptation of domestic drug policies through pilot-level advise to interested governments in Asia, Africa and Latin America.
3. Enhancing the evidence- basis for development and health-oriented drug policies.

In all three fields of action, the project cooperates closely with its international implementing partners: the United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC), the Mae Fah Luang Foundation under Royal Patronage, the non-governmental organisations Transnational Institute (Amsterdam) and the International Drug Policy Consortium (London). In addition, the project collaborates with research institutions such as the UNODC Research Branch and the London School of Economics (LSE) in order to enhance the scientific and academic basis of work in this field.

Results:

On behalf of BMZ, the project took part in the 2016 session of the UN Commission on Narcotic Drugs (CND) and the Special Session of the United Nations General Assembly on the World Drug Problem (UNGASS). The project has supported the UNGASS process with a range of preparatory conferences and side events, and tabled on behalf of BMZ together with Thailand and Peru a resolution on alternative development. On behalf of BMZ, the project successfully negotiated the chapter on development policy for the UNGASS outcome document. By this, development and health-oriented approaches in international drug policy have been enhanced.
In cooperation with the research branch of UNODC, the project contributed to the special chapter pertaining to the Sustainable Development Goals for the UN’s 2016 World Drug Report. This provided a further opportunity to integrate the German Government’s approaches to drugs policy into the international debate.