Biodiversitätserhalt und nachhaltige Waldbewirtschaftung

Conservation de la diversité et gestion des ressources forestières

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2229.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Kongo Dem. Rep.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die für das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen verantwortlichen staatlichen Institutionen auf nationaler wie auch auf Provinzebene erfüllen ihre politischen und operativen Aufgaben besser in Zusammenarbeit mit nicht-staatlichen Akteuren.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministère de l'Environnement Conservation de la Nature, Eaux et Forêts (MECNEF)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:24 600 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2068.5

    Biodiversitätserhalt und nachhaltige Waldbewirtschaftung

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    04.07.2016 - 31.05.2026
  • Aktuelles Projekt:01.09.2016 - 30.06.2020

Sonstige Beteiligte

  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    41010 Umweltpolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mit rund 145 Millionen Hektar beherbergt die Demokratische Republik Kongo etwa 10 Prozent der globalen tropischen Waldfläche. Die Wälder sind Teil des Kongobecken-Regenwalds, des zweitgrößten zusammenhängenden Regenwaldgebiets der Welt. Sie weisen eine einzigartige Vielfalt an Flora und Fauna auf, darunter auch gefährdete Tierarten wie Elefanten, Okapis, Gorillas und Bonobos. Gleichzeitig tragen die Wälder entscheidend zur Stabilisierung des Weltklimas bei und sind die Lebensgrundlage für einen großen Teil der rund 80 Millionen Einwohner des Landes.

Die Waldressourcen sind durch fortschreitende Zerstörung und Degradierung bedroht, auch innerhalb geschützter Flächen wie den Schutzgebieten Kahuzi-Biega und Lomami im Ostkongo. Gründe sind hohes Bevölkerungswachstum, Armut und fehlende Einkommensalternativen. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsschwelle. Verursacht wird die Entwaldung vor allem durch die Gewinnung von Brennholz und Ackerland, insbesondere im Umfeld stetig wachsender Städte. Wilderei und illegaler Holzeinschlag sowie der Abbau von Rohstoffen bedrohen den Wald und seine Artenvielfalt zusätzlich.
Die zuständigen nationalen Behörden sind bislang nicht in der Lage, illegale Aktivitäten in Schutzgebieten zu kontrollieren und ihren Schutz sicherzustellen. Waldressourcen werden bislang kaum nachhaltig genutzt. Die Anrainerbevölkerung von Nationalparks und kleinbäuerliche Waldbesitzer haben oft keine legalen, nachhaltigen Einkommensmöglichkeiten.

Ziel
Verbesserungen im nachhaltigen Management natürlicher Ressourcen und beim Erhalt der Biodiversität in und im Umfeld von Schutzgebieten bieten der Anrainerbevölkerung und privaten kleinbäuerlichen Waldbesitzern vermehrten Nutzen.

Vorgehensweise
Das Vorhaben stärkt Kompetenzen und Leistungsfähigkeit der Anrainerbevölkerung und privater kleinbäuerlicher Waldbesitzer sowie von Fach- und Führungskräften der zuständigen Ministerien, Dienstleistern und dezentralen staatlichen Strukturen. Es legt damit die Grundlage für den Erhalt der Biodiversität und ein legales, nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen. Die Beteiligung der Bevölkerung an einem ökologisch und wirtschaftlich nachhaltigen Ressourcenmanagement und die Entwicklung einer dialogfähigen, fachlich kompetenten und nachhaltig finanzierten Naturschutz- und Schutzgebietsverwaltung erhöhen die Akzeptanz von Schutzgebieten und verringern den Nutzungsdruck, der auf ihnen lastet. Gleichzeitig verbessern sich dadurch auch die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung.

Das Vorhaben baut auf Ergebnissen des Vorgängervorhabens auf. Dazu gehören vor allem die 2012 verabschiedete Nationale Strategie zum Erhalt der Biodiversität, das 2013 verabschiedete Nationale Programm für Umwelt, Wald, Wasser und Biodiversität sowie erste Wiederaufforstungsmaßnahmen in der Provinz Süd-Kivu.

Es arbeitet in drei Handlungsfeldern:
1. Verbesserung der Rahmenbedingungen für nachhaltiges Ressourcenmanagement
Der politische, rechtliche, finanzielle und institutionelle Rahmen im Wald- und Naturschutzsektor sowie die erforderlichen Fachkompetenzen zum Schutz globaler Güter werden verbessert. Das Vorhaben berät das kongolesische Umweltministerium unter anderem bei der Überarbeitung des gesetzlichen Regelwerks für Waldbewirtschaftung und Schutzgebietsmanagement. Zudem wird die Verankerung universitärer Ausbildungsgänge zur Qualifizierung von Nachwuchsfachkräften unterstützt. Das Vorhaben wird außerdem den Aufbau eines nationalen Naturschutzfonds zur nachhaltigen Finanzierung von Schutzgebieten begleiten.

2. Einführung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung
Aufforstungsmaßnahmen werden gefördert und Mechanismen zur örtlichen Nutzung der Waldressourcen und einer gerechten Verteilung von Einkünften aus nachhaltiger Waldwirtschaft eingeführt. Eine Arbeitsgemeinschaft der Consultingfirmen Deutsche Forstservice GmbH (DFS) und GFA Consulting Group GmbH wurde mit der Durchführung beauftragt.

3. Verbessertes Randzonenmanagement
Die nachhaltige Bewirtschaftung der Randzonen der Schutzgebiete wird auf der Basis lokaler Entwicklungs- und Landnutzungsplanung verbessert.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Covering an area of some 145 million hectares, around 10 per cent of the planet's tropical rainforest is to be found in the Democratic Republic of the Congo. The forests form part of the Congo Basin rainforest, the second largest contiguous expanse of rainforest in the world. They boast an unparalleled variety of flora and fauna, including endangered species such as elephants, okapis, gorillas and bonobos. The forests also play a key role in stabilising the global climate and provide a livelihood for a significant proportion of the country's 80 million inhabitants.

The forest resources are under threat from progressive destruction and degradation, even in protected areas such as the Kahuzi-Biega and Lomami National Parks in eastern Congo. High population growth, poverty, and a lack of alternative sources of income are at the root of this trend. Half of the population lives below the poverty line. Deforestation is being driven in particular by felling for fuelwood and clearance for farmland, especially around the constantly expanding urban areas. Other threats to the forest and its biodiversity include poaching, illegal logging and the extraction of raw materials.
The relevant national authorities have so far been unable to curb illegal activities in protected areas and ensure that those areas are properly protected. For the most part, forest resources continue to be used in an unsustainable manner. The people living in the vicinity of national parks and owners of forest smallholdings often lack any legal and sustainable means of generating income.

Objective
Improvements in the sustainable management of natural resources and in the conservation of biodiversity in and around protected areas have brought increased value for the local population and private owners of forest smallholdings.

Approach
The project is strengthening the skills and capacities of the local population and the private owners of forest smallholdings, as well as those of the specialists and managers of the relevant ministries, service providers and decentralised state structures. In so doing, it is laying the foundation for the conservation of biodiversity and a legal, sustainable approach to managing natural resources. The project sets out to involve the people in environmentally sound, economically sustainable resource management, and to help develop a technically competent and sustainably financed administration which is equipped for and open to dialogue. This serves to boost acceptance of protected areas and reduce the pressures placed on them. The livelihoods of the local population are also improved as a result.

The project builds on the results of the predecessor project including, not least, the National Strategy for Biodiversity Conservation adopted in 2012, the National Programme for the Environment and Forest, Water and Biodiversity adopted in 2013, and initial reforestation measures undertaken in South Kivu province.

The project works in three areas:
1. Improving the framework for sustainable management of resources
The political, legal, financial and institutional frameworks in place in the forest and nature conservation sector are being improved, and the technical expertise required to protect global goods is being honed. The project is advising the country's Ministry of the Environment, for instance in its overhaul of legislation on forest management and the management of protected areas. In addition, it is helping to establish university training courses designed to equip future specialists with the requisite qualifications. The project will also advise on the development of a national conservation fund to provide sustainable funding for protected areas.
2. Introducing sustainable forest management
Reforestation measures are being promoted and mechanisms relating to the local use of forest resources and equitable distribution of revenue from sustainable forest management are being introduced. A consortium consisting of the consulting firms Deutsche Forstservice GmbH (DFS) and GFA Consulting Group has been tasked with implementation.
3. Improving management of buffer zones
Sustainable management of buffer zones is being improved on the basis of local development and land-use planning.