Unterstützung der städtischen Landreform

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2214.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Namibia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Landbesitzrechte der städtischen Haushalte sind in ausgewählten Pilotgebieten gesichert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Agriculture, Water and Land Reform

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 844 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    18.11.2016 - 30.05.2021
  • Aktuelles Projekt:01.07.2017 - 30.05.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Wie viele andere Länder erlebt Namibia derzeit einen rasanten Urbanisierungsprozess. So ist der Anteil der Stadtbevölkerung an der Gesamtbevölkerung zwischen 2001 und 2011 von 32 auf 43 Prozent gestiegen. Trotz der geringen Bevölkerungsdichte von 2,9 Personen pro Quadratkilometer ist Wohnraum knapp. Schätzungen zufolge gibt es mehr als 230 informelle Siedlungen, in denen landesweit rund 600.000 Menschen leben. Dies entspricht 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung. Die Lebensbedingungen in den Siedlungen sind prekär, denn die Einwohner sind entweder Geringverdiener oder arbeitslos. Zwar arbeitet die Regierung am Aufbau einer grundlegenden Infrastruktur, doch wachsen die informellen Siedlungen ungehindert weiter. Eines der zentralen Probleme dabei ist, dass die Bewohner*innen der Siedlungen an dem von ihnen genutzten Grund und Boden keine Rechte haben. In Städten und ländlichen Gebieten haben landlose Haushalte – insbesondere Frauen und Jugendliche – keinen ausreichend gesicherten Zugang zu Grund und Boden.

Ziel
Die namibische Regierung sichert landlosen Haushalten und insbesondere Frauen und Jugendlichen einen fairen Zugang zu Grund und Boden.

Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt das namibische Ministerium für die Bodenreform, die Kommunen sowie weitere relevante Akteure dabei, landlosen Haushalten in städtischen und ländlichen Gebieten einen Zugang zu Grund und Boden zu verschaffen. Zu den Hauptbegünstigten der Maßnahmen gehören Frauen, Jugendliche und junge Erwachsene. Das Ziel besteht darin, das Grundbesitzrecht mithilfe des Flexible Land Tenure System (FLTS) zu regeln.

Zur Sicherung des Zugangs zu Grund und Boden ist das Projekt in drei Handlungsfeldern tätig:

• Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Bodenreform. Zu diesem Zweck berät das Projekt das Ministerium für die Bodenreform in strategischen Fragen und fördert den politischen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern. Darüber hinaus führt das Projekt Schulungen für Mitarbeiter*innen des öffentlichen Dienstes durch.

• Einführung des so genannten Flexible Land Tenure System (FLTS), mit dem die Regierung informellen oder armen landlosen städtischen Haushalten Zugang zu Grund und Boden verschaffen will. Die Unterstützung umfasst prozessbegleitende Beratungsleistungen, die darauf abzielen, die Kapazitäten der informellen Siedlungsgemeinschaften, Kommunen und Mitarbeiter*innen des Ministeriums für die Bodenreform sowie des Ministeriums für städtische und ländliche Entwicklung zu stärken.

• Unterstützung der Regionalräte beim Aufbau von Kapazitäten für die Planung und Umsetzung von integrierten regionalen Landnutzungsplänen. Das Projekt berät die Regionalräte bei der Analyse der komplexen Anforderungen an Landnutzungspläne und versetzt sie so in die Lage, diese Pläne in konkrete Handlungsanweisungen umzusetzen, denen sie folgen können.

Wirkung

Mit der Verabschiedung des Flexible Land Tenure Act im Jahr 2012 wurden die grundlegenden rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einführung von alternativen Landbesitzrechten geschaffen. Seitdem wurden eine entsprechende Durchführungsverordnung entwickelt, ein Umsetzungsplan vereinbart und erste Kapazitäten für die Registrierung von Flächennutzungsrechten im Ministerium für die Bodenreform sowie in den Pilotgemeinden geschaffen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Like many other countries, Namibia is urbanising at a rapid pace. Between 2001 and 2011, the urban population increased from 32 to 43 per cent. In spite of its low population density of 2.9 persons per square kilometre, the country has a housing shortage. It is estimated that there are more than 230 informal settlements nationwide housing some 600,000 people. That is 30 per cent of the population. Living conditions in the settlements are precarious. The inhabitants are amongst the country’s lowest income earners and often unemployed. Although the government is working to install basic infrastructure, these informal settlements are continuing to grow unchecked. Their dwellers do not have any secure land rights. In cities and rural areas, landless households – women and young people especially – do not have sufficient access to land.

Objective

The Namibian Government secures fair access to land for landless households – especially for women and young people.

Approach

The project assists the Namibian Ministry of Land Reform, local municipalities and other relevant actors in securing access to land for landless households in urban and rural areas. The focus is on women and young people in particular. The aim is to regulate land ownership by means of the Flexible Land Tenure System (FLTS).

To secure access to land, the project operates in three areas of activity:

• Improving the framework conditions for implementing land reform. To this end, the project advises the Ministry of Land Reform on strategic issues and fosters policy dialogue with stakeholders. It also provides training for public service employees.

• Introducing the Flexible Land Tenure System (FLTS) which is to secure land rights for informal or poor landless urban households. The support involves in-process consultancy that aims to strengthen the capacities of informal settlement communities, local municipalities and employees of the Land Reform and Urban and Rural Development Ministries.

• Assisting regional councils in building their capacity for planning and implementing integrated regional land use plans. The project advises regional councils on how to analyse the complex requirements of land use plans and enables them to translate these plans into actual instructions for action they can follow.

Results

The adoption of the Flexible Land Tenure Act in 2012 created the basic legal framework for the introduction of alternative land tenure options. Since then, a corresponding implementing regulation has been developed, an implementation plan agreed, and initial capacity for the registration process generated in the Ministry of Land Reform and pilot municipalities.