Post-Ebola Gesundheitssystemstärkung und Epidemie-Prävention

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2174.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Liberia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das Überwachungs- und Reaktionssystem für Krankheiten, insbesondere solcher mit Epidemie-Potenzial, ist in den Partnerbezirken verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Health

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 729 678 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2019.2077.6

    Gesundheitssystemstärkung und Epidemie-Prävention

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    19.05.2016 - 02.02.2024
  • Aktuelles Projekt:01.05.2016 - 30.09.2020

Sonstige Beteiligte

  • ARGE Health Focus GmbH-evaplan

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    12220 Basisgesundheitsdienste

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Während des Ebola-Ausbruchs 2014/2015 wurden mehr als 10.600 Krankheits- und 4.800 Todesfälle in Liberia verzeichnet. Dies zeigt, dass das liberianische Gesundheitssystem nicht in der Lage gewesen ist, wirksam auf Krisen zu reagieren. Doch bereits vor dem Ausbruch stand es vor verschiedenen systemischen Herausforderungen, die die Ausbreitung des Virus erleichterten und Gegenmaßnahmen auf allen Ebenen behinderten. Dafür gab es verschiedene Gründe: Einerseits waren die Krankheitsüberwachung und Datenverarbeitung zur Identifizierung von Erstfällen nur unzureichend, ebenso die Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Zudem verfügten die Labore nur über schwache diagnostische Möglichkeiten und wenig Personal. Andererseits gab es eine mangelhafte Notfallvorsorge auf allen Ebenen des Systems und daraus resultierend einen Mangel an Koordination und Kommunikation. Darüber hinaus war die klinische Versorgung von Ebola-Patient*innen unzureichend. Das führte zu einer hohen Sterblichkeitsrate, Krankenhausinfektionen und einer hohen Infektionsrate von Gesundheitspersonal.
Vor diesem Hintergrund hat sich das liberianische Gesundheitsministerium unter Einbeziehung des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit Liberias (NPHIL) die ehrgeizigen Ziele gesetzt, die Gesundheitssicherheit zu verbessern. Epidemierisiken sollen verringert und der Zugang zu sicheren und qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten verbessert werden, um eine allgemeine Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

Ziel
Die allgemeine Widerstandsfähigkeit (Resilienz) des Systems ist aufgebaut und die spezifischen Aspekte der Notfallvorsorge und Krankheitsbekämpfung sind zunehmend gestärkt.

Vorgehensweise
Neben der Unterstützung des Gesundheitsministeriums und des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit Liberias liegt der Projektfokus auf fünf Bezirken im Südosten Liberias. Dieses Gebiet ist der am weitesten abgelegene und ärmste Teil des Landes. Das Projekt konzentriert sich maßgeblich auf Krankheitsprävention und -bekämpfung.
Es verbessert das dezentrale Personalressourcenmanagement im Gesundheitswesen, damit sichergestellt werden kann, dass das richtige Personal zur richtigen Zeit am richtigen Ort eingesetzt wird. Zudem unterstützt es die Leistungsfähigkeit des nationalen Laborsystems dabei, einen größeren Beitrag zur Krankheitsüberwachung sowie zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen zu leisten. Durch diese Maßnahme werden die Widerstandsfähigkeit und die Versorgungsqualität gestärkt.
Das Projekt trägt darüber hinaus zur besseren Krankheitsüberwachung und -reaktion in Bezirken, Distrikten und Gemeinden bei. Dadurch werden die Fähigkeit des Systems, Krankheitsausbrüche zu überwachen und darauf zu reagieren, sowie die Eigenverantwortlichkeit der Gemeinden gestärkt.
Eine zuverlässige Gesundheitssystemforschung trägt erheblich zur Stärkung des Systems bei. Hierfür arbeitet das Projekt sowohl mit dem Gesundheitsministerium in der Entwicklung einer Forschungsagenda zusammen als auch mit der Tubman University in Harper (Maryland).

Wirkungen
Die Labore von fünf Bezirkskrankenhäusern, die für 500.000 Einwohner*innen verantwortlich sind, wurden erweitert und ausgerüstet. Außerdem fanden Schulungen für das Personal statt, um die Qualität von Diagnosen zu verbessern.
Ein neues regionales Referenzlabor wurde gegründet, um die Überwachung von Epidemien und die Basisgesundheitsversorgung in Südostliberia auszubauen.
In den fünf südöstlichen Bezirken wurden Werkstätten für Medizintechniker*innen eingerichtet, so dass erstmals in der Geschichte Liberias einfache Reparaturen an Laborgeräten vor Ort durchgeführt und somit Ausfallzeiten von Diagnosegeräten verringert werden können. Dies wird durch den Aufbau eines regionalen Schulungs- und Betriebszentrums begleitet.
Zur Verbesserung der Managementkompetenzen nahmen 92 Bezirksgesundheitsteams in den fünf südöstlichen Bezirken an einem Programm zur Führungskräfteentwicklung teil.
Das Vorhaben leistete technische Unterstützung des Gesundheitsministeriums bei der Einführung eines integrierten Personalinformationssystems (IHRIS). Dadurch wurde die Verwaltung des Gesundheitspersonals erleichtert.
Die verbesserten Meldesysteme erhöhen den Schutz vor Krankheitsausbrüchen für 260.000 Menschen in drei Bezirken.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Situation
During the Ebola outbreak of 2014-2015, more than 10,600 cases of illness and 4,800 deaths were recorded in Liberia. This shows that the Liberian health system was unable to respond effectively to crises. Even before the outbreak, however, it faced various systemic challenges that facilitated the spread of the virus and impeded countermeasures at all levels. There were various reasons for this. On the one hand, the disease surveillance and data processing for identifying initial cases were inadequate, as was contact tracing, and the laboratories had only poor diagnostic options and a limited number of staff. Furthermore, emergency care was poor at all levels of the system, resulting in a lack of coordination and communication. The clinical treatment of Ebola patients was also insufficient. This resulted in a high mortality rate, hospital infections and a high rate of infection among health care staff.
Against this background, the Ministry of Health of the Republic of Liberia, working together with the National Public Health Institute of Liberia (NPHIL), has set itself ambitious targets for improving health security. It aims to reduce the risk of epidemics and improve access to secure and high-quality health services to ensure general health care.

Objective
The general resilience of the system has been enhanced and the specific aspects of emergency care and disease control have been increasingly strengthened.

Approach
As well as supporting the Ministry of Health and the National Public Health Institute of Liberia, the project focus is on five counties in the south-east of the country. This region is the most remote and poorest area of Liberia. The project concentrates primarily on disease prevention and control.
It improves the decentralised management of human resources in health care to ensure that the right staff are deployed in the right location at the right time. It also supports the national laboratory system’s capability to make a greater contribution to disease surveillance and to the diagnosis and treatment of diseases. This measure strengthens both resilience and the quality of care.
The project also helps to improve disease surveillance and response in counties, districts and municipalities. This enhances the system’s capacity to monitor and respond to outbreaks of disease and strengthens the municipalities’ level of ownership.
Reliable health systems research contributes greatly to strengthening the system. To this end, the project is working with both the Ministry of Health to develop a research agenda and the Tubman University in Harper (Maryland).

Results
The laboratories at five county hospitals, which are responsible for 500,000 residents, were expanded and equipped. Training courses were also held for staff in order to improve the quality of diagnoses.
A new regional reference laboratory was founded to expand the monitoring of epidemics and the provision of basic health care in south-eastern Liberia.
Workshops for medical technicians were set up in the five south-eastern counties, with the result that for the first time in Liberia’s history, simple repairs to laboratory devices can be performed locally, thus reducing downtimes of diagnostic devices. To accompany this, a regional training and operations centre is being established.
Ninety-two county health teams from the five south-eastern counties participated in a management development programme to improve their managerial skills.
The project provided technical support to the Ministry of Health for the introduction of an integrated Human Resources Information System (iHRIS). This has made the administration of health care staff easier.
The improved reporting systems are increasing the protection against disease outbreaks for 260,000 people in three counties.