Studien- und Beratungsfonds Bildung
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2161.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Malawi
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Kapazitäten des Bildungsministeriums zur Umsetzung des 2. Implementierungsplans für die nationale Bildungsstrategie sind gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:1 744 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 28.01.2016 - 28.02.2019 - Aktuelles Projekt:01.03.2016 - 28.02.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11110 Bildungspolitik und Verwaltung im Bildungswesen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Deutschland unterstützt seit Mitte der 1990er-Jahre den Bildungssektor in Malawi. Seit Einführung der kostenfreien Grundbildung 1994 werden fast alle schulpflichtigen Kinder eingeschult. Allerdings halten weder der Ausbau der Schulinfrastruktur noch die Ausbildungsqualität mit dieser Entwicklung Schritt. Klassen sind übervoll, es fehlen qualifizierte Lehrkräfte und Unterrichtsräume. Die Raten der Wiederholer und Schulabbrecher sind infolgedessen hoch und die Lernergebnisse auch im regionalen Vergleich niedrig.
Der National Education Sector Plan (2008-2017) sowie der darauf aufbauende Education Sector Implementation Plan (ESIP) definieren zentrale Handlungsfelder und Ansätze um den gleichberechtigten Zugang zu Bildung, Bildungsqualität und -management zu verbessern. Nationale Bildungsplanung und -management sind bislang jedoch häufig ineffizient. Fachkompetenz, Priorisierung, organisatorische Ressourcen und planerisches Know-how sind unzulänglich. Zur effektiveren Umsetzung der strategischen Schwerpunkte im Bildungssektor bedarf es ergänzender technischer Beratung.
Ziel
Das Bildungsministerium setzt den zweiten Implementierungsplan für die nationale Bildungsstrategie effektiver und effizienter um.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt das malawische Bildungsministerium bei der Einrichtung eines von der GIZ verwalteten Studien- und Beratungsfonds. Der Fonds konzentriert sich auf Fach-, Organisations- und Prozessentwicklung. Damit stärkt er die Umsetzungsfähigkeiten des Bildungsministeriums, um die Ziele des nationalen Bildungsplanes zu erreichen. Das gesamte Spektrum von Grund-, Sekundar- und Hochschulbildung wird dabei abgedeckt. Verantwortliche des Bildungsministeriums können über den Fonds Beratung und Ressourcen beantragen: für den Einsatz von Gutachtern, um Studien zu beauftragen und Aktivitäten in den genannten Entwicklungsprozessen durchzuführen.
Die Beratungen des Vorhabens umfassen technische Beratung und Prozessberatung sowie Unterstützung bei Management und Organisation von Gutachterverträgen und -einsätzen. Zum Vorhaben gehören drei Handlungsfelder:
1. Verbesserung der Steuerungs-und Entscheidungsstrukturen oder -prozesse im Bildungsministerium zur Abwicklung von Förderanträgen. Um die Umsetzung des Implementierungsplans für die nationale Bildungsstrategie (ESIP II) zu unterstützen, werden die fachlichen Arbeitsgruppen und Abteilungen bei der Identifikation von Förderbedarfen, bei Entscheidungen über förderwürdige Anträge und bei der Informationsvermittlung begleitet.
2. Stärkung der Verantwortlichen für Koordination und strategische Ausrichtung. Die Verantwortlichen des Bildungsministeriums, die die Schwerpunktthemen des ESIP II bearbeiten, werden in ihrer Koordinationsfunktion gestärkt. Ein Steuerungsgremium zur Stärkung der strategischen Ausrichtung der Sektorplanung wird ergänzend eingerichtet.
3. Förderung von Strategien zur Mädchenbildung und Inklusion. Die verantwortlichen Abteilungen im Bildungsministerium arbeiten bei der Beurteilung von Bewerbungen eng zusammen. Darüber hinaus sind 30 Prozent der Fördergelder für Projekte zur Unterstützung inklusiver Bildung und Bildung von Mädchen vorgesehen.
Zu Beginn des Vorhabens wurden Prozesse und Verantwortlichkeiten der Beteiligten gemeinsam mit dem malawischen Bildungsministerium definiert. Alle maßgeblichen Akteure wurde über den Studien- und Beratungsfonds Bildung informiert, mögliche Bereiche für Förderanträge wurden identifiziert. Zwei Bewerbungsrunden sind bereits abgeschlossen. Förderwürdige Projekte für Hochschul- und Sekundarbildung wurden vom Steuerungsgremium positiv beschieden.
Projektbeschreibung (EN)
Since free primary education was introduced in 1994, enrolment to primary schools has risen continuously, with almost equal numbers of girls and boys being enrolled. However, because of a lack of resources, inefficient educational management and poor educational quality, a large number of students, especially girls, have either had to repeat a year or have dropped out of school altogether. Less than half of all children enrolled in the first class of primary school actually complete their primary education, and only a quarter of children who have completed primary education come from the poorest population groups.
Malawi's national Education Sector Plan for 2008 to 2017 and its Education Sector Implementation Plan II, or ESIP II, delineate core areas for action in order to improve (i) equal access to education for all, (ii) educational quality and (iii) educational management. Implementation however is proceeding more slowly than planned. The reasons for this are that necessary information is often not available and additional expertise is required . Moreover, what information is available is not put to effective use. Furthermore, there is a lack of coordination within the Ministry of Education, Science and Technology (MoEST) when it comes to identifying, prioritising and initiating concrete implementation steps.
The aim of our project is to improve the MoEST's implementation of the ESIP II. The improvement is to be achieved by setting up a Study and Expert Fund, which is to be managed by the GIZ and from which the Ministry for Education, Science and Technology can apply for funding to cover short-term assignments of advisors. Such assignments might include delivering specialised expertise relevant for planning, implementing or monitoring ESIP II. Furthermore, the funding can be utilised to commission studies to support evidence based decision making as well as advanced external and on-the-job training courses in project management, communication, reporting, application writing and financial planning for MoEST.
The GIZ will provide the funds to cover such activities; other development partners may, if they are interested, also get involved (DFID and Norway are currently looking into the matter). The GIZ will take on the management of the fund and will be responsible for managing it effectively and transparently, both in terms of content and financially. It will seek close coordination with the EU, in particular, as that organisation has also pledged to support the MoEST with long-term and short-term expert advice from April 2016 onwards.
Applications for the support of short-term experts can be submitted by the technical task forces, departments, or gender equality officers of the MoEST. The applications for support are then assessed by an internal steering body within the Education Ministry. The "component managers", who will be responsible for dealing with the key areas of the Educational Sector Implementation Plan, ESIP, II, are to play a crucial role in the process, which is meant to strengthen their position. By enshrining equality and inclusion in education as key criteria for the approval of funding applications, it is hoped to ensure that these aspects are given systematic consideration in Malawi's educational policy generally.
The project will run for two years und six months (from 03/2016 to 08/2018), with Germany's technical cooperation contribution estimated to cost up to 2,000,000 EUR.