Health Systems strengthening with a focus on reproductive health

Project details

  • Project number:2015.2160.8
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 1300 Südliches Afrika
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Malawi

Summary

  • Objectives:

    The health system with focus on reproductive health is strengthened in selected districts with regard to the quality of services.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Health

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:20 612 465 Euro

Cofinancing

  • Bill & Melinda Gates Foundation: 2 405 318Euro

 

Previous project

  • 2011.2090.6

    Stärkung des Gesundheitssystems mit Fokus auf reproduktive Gesundheit

Follow-on project

  • 2019.2090.9

    Stärkung des Gesundheitssystems mit Fokus auf reproduktive Gesundheit

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    21.07.2004 - 31.07.2027
  • Actual project implementation phase:01.02.2017 - 30.08.2020

other participants

  • EPOS Health Management GmbH

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Democratic and inclusive governance

    Significant (secondary) policy objective

  • Reproductive, Maternal, Newborn and Child Health

    Principal (primary) policy objective

CRS code

    13020 Reproductive health care

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und der Gesundheitssektor des Landes ist massiv unterfinanziert. Obwohl sowohl die Mütter- als auch die Kindersterblichkeitsrate seit 1990 um mehr als die Hälfte gesunken sind, sterben immer noch 439 Frauen pro 100.000 Lebendgeburten – doppelt so viele wie im weltweiten Durchschnitt. Von 1000 Säuglingen werden 27 nicht älter als einen Monat, dies sind 50 Prozent mehr als in anderen Teilen der Welt. In Deutschland lauten die entsprechenden Zahlen 6 (Müttersterblichkeit) und 3 (Kindersterblichkeit).

Die jüngsten Fortschritte in Malawi hängen damit zusammen, dass die Mütter in Gesundheitseinrichtungen gebracht werden. Heute erfolgen die meisten Entbindungen mit der Hilfe von qualifizierten Gesundheitsfachkräften. Die Herausforderung besteht jedoch nach wie vor darin, eine bessere Versorgung von Müttern und Neugeborenen zu gewährleisten, denn die Zahl der vermeidbaren Todesfälle unter Frauen und Säuglingen muss weiter reduziert werden.

Ziel
Das Gesundheitssystem Malawis ist gestärkt und die Qualität der Gesundheitsversorgung von Müttern und Neugeborenen, insbesondere in den Zielbezirken, ist verbessert.

Vorgehensweise
In Zusammenarbeit mit dem nationalen Gesundheits- und Bevölkerungsministerium und den Verwaltungen der vier Partnerbezirke Dedza, Lilongwe, Mchinji und Ntcheu wirkt das malawisch-deutsche Gesundheitsprogramm auf geeignete Bedingungen hin, unter denen die Ärzte, Pflegekräfte und Hebammen eine angemessene Gesundheitsversorgung für Mütter und Neugeborene sicherstellen können. Im Einklang mit der nationalen Gesundheitsstrategie und dem zweiten nationalen Strategieplan für den Gesundheitssektor werden die folgenden Teilziele verfolgt:
• Verbesserung des Ressourcenmanagements im Gesundheitswesen durch eine auf die Bedürfnisse abgestimmte Mittelbereitstellung sowie erweiterte Entscheidungsbefugnisse für lokale Akteure
• Optimierung des Qualitätsmanagements im Bereich der Gesundheitsversorgung und -planung für Mütter und Neugeborene durch eine Verbesserung des Datenzugangs und der Datennutzung
• Verbesserung der Verteilung und der Qualifizierung von medizinischen Fachkräften und Pflegepersonal im Bereich der Gesundheitsversorgung von Müttern und Neugeborenen
Die GIZ ist beim zuständigen nationalen Ministerium, bei den lokalen Verwaltungen und in den einzelnen Gesundheitseinrichtungen aktiv; sie leistet strategische Beratung, unterstützt die Organisationsentwicklung und fördert Schulungen. Das Programm wurde von der Bundesregierung in Auftrag gegeben und wird von der Bill & Melinda Gates Foundation kofinanziert. Bei der Umsetzung erhält die GIZ Unterstützung von den Beratungsfirmen EPOS und GFA.

Wirkungen
Seit dem Beginn des malawisch-deutschen Gesundheitsprogramms im Jahr 2017 konnten bereits bemerkenswerte Ergebnisse erzielt werden.
Im Oktober 2018 brachte das Gesundheits- und Bevölkerungsministerium die nationale Qualitätsmanagementstrategie auf den Weg, die mit intensiver Unterstützung durch die GIZ ausgearbeitet worden war. Die Strategie bildet die Grundlage für eine nationale Schulungsinitiative für Gesundheitsfachkräfte, mit der das Ministerium die Versorgungsqualität verbessern will. Mehrere Krankenhäuser wurden zur Teilnahme an einem Akkreditierungsprogramm ausgewählt. Dies ermöglicht den Verantwortlichen, die erzielten Qualitätsfortschritte an internationalen Standards zu messen. Des Weiteren wird das Partnerministerium dabei unterstützt, die Gesundheitsversorgung besser auf die Bedürfnisse von jungen Menschen, insbesondere von Mädchen und jungen Frauen zuzuschneiden.
Anhand der nationalen Gesundheitsindikatoren, die mithilfe der GIZ festgelegt wurden, kann das Gesundheits- und Bevölkerungsministerium die Fortschritte bei der Verwirklichung seiner strategischen Gesundheitsziele verfolgen und den erreichten Stand mit der Situation in den Nachbarländern vergleichen. In Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation JEMBI unterstützt die GIZ das Ministerium beim Testen eines auf Open-Source-Technologie basierenden elektronischen Patientenregisters, das den Ärzten und Pflegekräften die Verwaltung der Patienten erleichtern soll. Das Register soll zunächst im Rahmen der Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern eingesetzt werden und anschließend möglicherweise auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen.

Weiterhin hat das Programm zur Ausarbeitung eines neuen Strategieplans für die Personalversorgung im Gesundheitswesen beigetragen. Damit liegt nun ein Fahrplan zur Behebung des herrschenden Arbeitskräftemangels vor. Ein vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) entsandtes Team aus integrierten Fachkräften hilft der medizinischen Fakultät der Universität von Malawi (dem College of Medicine) bei der Umsetzung dieses Plans, der die Ausbildung von Fach- und Amtsärzten, insbesondere in den Bereichen Gynäkologie, Geburtshilfe, Kinderheilkunde und Anästhesie vorsieht. Zur Verbesserung der Fähigkeiten von praktizierenden Pflegekräften und Hebammen unterstützt die GIZ die malawische Pflege- und Hebammenkammer (Nurses and Midwives Council of Malawi) bei der Entwicklung von neuen Impulsen für das Programm zur kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung. Außerdem werden qualifizierte Pflegekräfte und Hebammen zu Mentoren für geringer qualifizierte Kollegen ausgebildet.

Eine weitere Maßnahme betrifft die Stärkung der Kompetenzen, die die Projektpartner für die Planung und Steuerung der Gesundheitsdienste benötigen. Die malawische Regierung hat 2018 entschieden, dass die Krankenhäuser der tertiären Versorgungsebene in öffentliche Stiftungen umgewandelt werden sollen. Es wird erwartet, dass die Übertragung zusätzlicher Entscheidungsbefugnisse auf die Geschäftsführung der Krankenhäuser sowie die Einrichtung von Aufsichtsräten zu einer besseren Rechenschaftslegung gegenüber den umliegenden Gemeinden und zu einer höheren Effizienz der Leistungserbringung führen werden. Und schließlich werden die Gesundheitsverwaltungen in den Zielbezirken dabei unterstützt, die von der Regierung und den vielen Partnern und Spendern bereitgestellten Ressourcen zu koordinieren, damit alle Einwohner Malawis, insbesondere Mütter und Neugeborene, die gleiche Chance auf hochwertige Gesundheitsleistungen haben.


 

 

Project description (EN)

Context
Malawi is one of the poorest countries in the world and its health sector is heavily underfunded. Even though maternal and neonatal mortality have fallen by more than half since 1990, 439 women still die for every 100,000 live births; twice the global average. 27 out of every 1,000 infants die within the first month; fifty per cent more than in the rest of the world. In Germany, the numbers are six and three.

Current progress has been achieved by bringing mothers into health facilities. Now most deliveries are assisted by trained health workers. The challenge that remains is to improve the quality of maternal and newborn care to further reduce avoidable deaths of women and babies.

Objective
The Malawi health system is strengthened to deliver higher quality maternal and newborn health services, especially in the target districts.

Approach
The Malawi German Health Programme works with the national Ministry of Health and Population, the local governments of the four partner districts Dedza, Lilongwe, Mchinji and Ntcheu to create the conditions in which doctors, nurses and midwives can provide good maternal and newborn care. In line with the National Health Policy and the National Health Sector Strategic Plan II this includes:
• A better management of resources by matching funding to health care needs and passing more decision-making power to local actors
• Improved quality management in maternal and newborn health care and planning through better access to and use of data
• A better distribution and qualification of clinical and nursing staff in maternal and newborn health care
GIZ advises on policy, supports organisational development and supports trainings at the national Ministry, the local government and health facilities. GIZ implements on behalf of the German Government and with additional funding from the Bill and Melinda Gates Foundation, and is assisted in its implementation by the consulting firms EPOS and GFA.

Results
Since beginning its operation in 2017, the Malawi German Health Programme has assisted its Malawian partners to achieve remarkable results.
In October 2018, the Ministry of Health and Population launched the National Quality Management Policy that it had developed with intensive support from GIZ, preparing the ground for a national training initiative for health workers aimed at improving the quality of care. Several hospitals have been selected for an accreditation programme, which allows tracking quality improvements against international standards. The programme also supports its partner ministry to tailor health services better to meet the needs of young people, particularly girls and young women.

The new National Health Indicators, defined with GIZ’s support enable the Ministry of Health and Population to track progress on its strategic health objectives and to benchmark Malawi against neighbouring countries. GIZ in cooperation with the non-governmental organisation JEMBI supports the Ministry with the testing of a new, open-source electronic patient registry that will help doctors and nurses with the management of patients, starting in maternal and newborn health, and with a potential to expand to other health services.

The Malawi German Health Programme also supported the development of a new Human Resources for Health Strategic Plan, which provides a blueprint for closing the staffing gaps of the sector. A team of Integrated Experts deployed through the Centre for International Migration (CIM) assists the College of Medicine to implement the Plan and train specialist doctors and medical officers, especially in gynaecology, obstetrics, paediatrics and anaesthesia. To improve the skills of practicing nurses and midwives, the programme supports the Nurses and Midwives Council of Malawi in revitalising the continuous professional development programme, and trains skilled nurses and midwives to mentor less advanced colleagues.

The Programme also works with its partners on strengthening the capacities for planning and managing health services. The Malawi Cabinet in 2018 approved turning the tertiary care hospitals into public trusts. By increasing the power of the hospital management to make decisions and establishing hospital boards, it is expected that the accountability towards the surrounding communities and the efficiency of service provision will increase. In the target districts, the health management teams are supported in coordinating the resources of Government and the many partners and donors in the health sector so that all Malawi residents have the same change of accessing high quality services, particularly mothers and newborns.