Förderung von Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechten

Programme 'Promotion de l'égalité entre les sexes et des droits des femmes'

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2092.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G420 Governance, Menschenrechte
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Lesotho, Tunesien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Entwicklungspolitisches Handeln von deutschen und internationalen Akteuren der internationalen Entwicklungszusammenarbeit ist deutlicher auf die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter und Stärkung von Frauenrechten ausgerichtet.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:6 429 208 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2012.2509.3

    Förderung von Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechten

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2003.4

    Förderung von Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechten

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    17.10.2006 - 28.02.2027
  • Aktuelles Projekt:13.07.2015 - 31.10.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15170 Frauenrechtsorganisationen und -bewegungen sowie staatliche Institutionen

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Menschenrecht und eine international vereinbarte Zielvorgabe der Entwicklungspolitik. Geschlechtsspezifische Benachteiligungen und Gewalt gegen Frauen, zum Beispiel durch schädliche traditionelle Praktiken wie weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und Kinderheirat, sollen überwunden werden. Die Umsetzung nationaler und internationaler Konzepte und Verpflichtungen sowie die Mittelallokation, Planung und Durchführung entsprechender Maßnahmen hat für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) deshalb große Bedeutung.
Dies ist auch im übersektoralen Konzept zur Gleichberechtigung der Geschlechter in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) festgelegt. Es betont, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter sowohl ein entwicklungspolitisches Ziel, als auch ein durchgängiges Gestaltungsprinzip und Qualitätsmerkmal der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist. Ergänzend hat das BMZ 2015 ein Strategiepapier zu FGM verabschiedet. Es schreibt die Notwendigkeit fest, Maßnahmen gegen FGM systematisch in die Technische und Finanzielle Zusammenarbeit zu integrieren und beschreibt praktische Handlungsmöglichkeiten.
Ziel
Die Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechte sind in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gestärkt.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt das BMZ bei der Positionierung des Themas Gleichberechtigung der Geschlechter in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und im internationalen Kontext. Ein zentraler Prozess ist die Umsetzung und das Monitoring des BMZ Gender Aktionsplans 2016–2020 und der begleitenden jährlichen Road Maps. Weitere Beispiele sind die gendersensible Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (VN) sowie die gemeinsame Pilotierung innovativer Ansätze mit TZ-Vorhaben, etwa in Asien und Afrika, zur Überwindung schädlicher traditioneller Praktiken. Auch Monitoring und Umsetzung der Resolution 1325 und der Folgeresolutionen des VN-Sicherheitsrates gehört zu den Themenschwerpunkten des Programms.
Das Programm arbeitet in vier Handlungsfeldern:
1. Kompetenzstärkung der BMZ Regional- und Sektorreferate
Um die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechte im Rahmen der deutschen Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit zu stärken, werden die Regional- und Sektorreferate des Ministeriums qualifiziert, das Thema in Ländern und Sektoren systematisch einzubringen – unter Berücksichtigung des dreigleisigen Ansatzes: Empowerment, Gender Mainstreaming und Politikdialog. Durch Fortbildungen und fachliche Impulse werden die Mitarbeiter des BMZ dabei unterstützt, entwicklungspolitische Konzepte und Strategien gendersensibel zu gestalten und so zur Umsetzung internationaler Verpflichtungen zur Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechte erfolgreich beizutragen.
2. Stärkung des Portfolios zur Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechte
Um das entwicklungspolitische Engagement im Bereich Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechte auszubauen, arbeitet das Programm Erfahrungen und erprobte Ansätze auf und unterstützt das BMZ bei der Initiierung neuer Vorhaben, die Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenförderung als Ziele verfolgen. Darüber hinaus werden innovative, zukunftsweisende Maßnahmen entwickelt, etwa die Förderung von Frauenrechten mit digitalen Technologien oder spezifische Ansätze für Frauen und Mädchen in Konflikt- und Fluchtkontexten.
3. Ausbau der Genderfachlichkeit in den deutschen Durchführungsinstitutionen
Die Durchführungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden dabei beraten, Gender Mainstreaming und das Empowerment von Frauen in ihren Organisationen zu stärken und in ihre Prozesse zu integrieren. Das Fachwissen der Mitarbeiter wird erweitert, um die Umsetzung im jeweiligen Arbeitskontext zu unterstützen. Bei der Planung, Umsetzung, Monitoring und in der Berichterstattung der Programme werden diese Themen so besser berücksichtigt. Gute Beispiele, Informationen und Handreichungen werden auf der Gender-Wissensplattform gender-in-german-development.net bereitgestellt.
4. Zusammenarbeit mit lokalen, regionalen und internationalen Akteuren
Um Wirkungen zu verstärken, arbeitet die deutsche EZ mit lokalen, regionalen und internationalen Akteuren zusammen. Das Programm will Kooperationen intensivieren und ausbauen. Mit Dialogforen und gemeinsamen Veranstaltungen wird der Erfahrungsaustausch gefördert; gemeinsam mit Umsetzungspartnern werden außerdem entwicklungspolitische Maßnahmen durchgeführt. Ein Beispiel ist die Kooperation mit dem gemeinsamen Programm des Bevölkerungsfonds und des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, UNFPA und UNICEF, in dem erprobte Ansätze der deutschen EZ zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung umgesetzt werden.
Wirkungen (kann bei gerade begonnenen Projekten zunächst entfallen)
In den vergangenen Jahren wurden im Bereich Gleichberechtigung der Geschlechter Fortschritte auf verschiedenen Ebenen erzielt: International wurden mit Unterstützung des Programms beispielsweise entwicklungspolitische Aspekte in die Dokumente der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen eingebracht. Ebenso hat sich Deutschland erfolgreich für ein eigenständiges Genderziel (SDG 5) und ein umfassendes Gender Mainstreaming in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung eingesetzt.
In der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hat das Programm das BMZ unter anderem bei der Überarbeitung des neuen Konzepts zur Gleichberechtigung der Geschlechter in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (2014) beraten und bei der Erarbeitung des BMZ Gender Aktionsplans 2016–2020 (BMZ GAP II) sowie der begleitenden Road Map (2016) unterstützt.
Das Programm hat erfolgreich dazu beigetragen, die Gleichberechtigung der Geschlechter stärker in die Standardprozesse der Durchführungsorganisationen zu integrieren, etwa durch die erfolgreiche Verankerung des Themas in die Vorgaben für wirkungsorientiertes Monitoring sowie die Verpflichtung zur Durchführung einer Genderanalyse bei der Projektvorbereitung.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Gender equality is a human right and an internationally agreed goal of development policy. Gender-specific discrimination and violence against women caused by, for example, harmful traditional practices such as female genital mutilation (FGM) and child marriage must be brought to an end. Implementing national and international strategies and obligations, allocating funds, and planning and carrying out corresponding measures are therefore of paramount importance for German development cooperation.
This is set out in the cross-sectoral strategy on Gender Equality in German Development Policy of the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ). The strategy emphasises that gender equality is both a development goal and a guiding principle and quality benchmark for all German development cooperation activities. BMZ also adopted a strategy paper on FGM in 2015. It prescribes the systematic integration of measures to combat FGM into technical and financial cooperation and presents practical courses of action.
Objective
Gender equality and women’s rights are strengthened in German development cooperation.
Approach
The programme supports BMZ’s positioning of the issue of gender equality in German development cooperation and in an international context. A key process is the implementation and monitoring of BMZ’s Gender Action Plan 2016-2020 and the accompanying annual road maps. Further examples include the gender-sensitive realisation of the United Nations’ 2030 Agenda for Sustainable Development and the joint piloting of innovative approaches with TC projects to end harmful traditional practices, for instance in Asia and Africa. The programme also focuses on monitoring and implementing the UN Security Council’s resolution 1325 as well as the follow-up resolutions.
The programme works in four areas:
1. Capacity development in BMZ’s regional and sectoral divisions.
To strengthen the promotion of gender equality and women’s rights in German development policy and cooperation, BMZ’s regional and sectoral divisions are trained to systematically incorporate the topic into countries and sectors. In doing so, they pursue a three-pronged approach consisting of empowerment, gender mainstreaming and policy dialogue. Through training and technical input, the programme enables BMZ’s staff to design development concepts and strategies in a gender-sensitive manner and thus successfully contribute to fulfilling international obligations for the promotion of gender quality and women’s rights.
2. Strengthening the portfolio for gender equality and women’s rights
To increase development engagement in this field, the programme draws on lessons learned and tried-and-tested approaches and supports BMZ in initiating new projects that set out to promote gender equality and women’s rights. It also develops innovative, forward-looking measures such as the promotion of women’s rights through digital technologies and specific approaches for women and girls in the context of conflict and migration.
3. Enhancing gender expertise in German implementing organisations
The programme advises German implementing organisations on how to strengthen gender mainstreaming and women’s empowerment in their organisations and how to integrate these topics into their processes. It enhances staff expertise with a view to supporting implementation in the respective working context. As a result, these issues are given greater consideration in programme planning, implementation, monitoring and reporting. Information, guidelines and good practices and examples are made available on the gender knowledge platform gender-in-german-development.net.
4. Working with local, regional and international actors
To enhance impact, German development cooperation works with local, regional and international actors. The programme aims to step up and expand such partnerships. It promotes the exchange of experience through dialogue forums and joint events, and organises development activities in collaboration with implementing partners. One example in this regard is the collaboration with the joint programme of the United Nations Population Fund (UNFPA) and the United Nations Children’s Fund (UNICEF), in which tried-and-tested approaches developed by German development cooperation for ending female genital mutilation are put into practice.
Results
In recent years, progress has been made in gender equality at various levels: At the international level, for example, programme support has led to the inclusion of development aspects in documents compiled by the UN Commission on the Status of Women. Germany also successfully lobbied for gender equality to be recognised as a Sustainable Development Goal in its own right (SDG 5) and for comprehensive gender mainstreaming in the 2030 Agenda for Sustainable Development.
In Germany, the programme has advised BMZ in a number of areas, including the revision of its new strategy on Gender Equality in German Development Policy (2014). It also assisted in the elaboration of the BMZ Gender Action Plan 2016-2020 (BMZ GAP II) and the accompanying road maps (2016).
The programme has successfully contributed to integrating gender equality to a greater extent in the standard processes of implementing organisations – for instance, through the incorporation of the issue in the guidelines for results-based monitoring and the requirement to conduct a gender analysis as part of project preparation.