Förderung der EU-Annäherung
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2056.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo
Zusammenfassung
- Ziele:
Regionales Lernen der zuständigen Stellen in Bezug auf die nationale Steuerung des EU-Annäherungsprozesses in Südosteuropa ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Sekretariat des Regionalen Kooperationsrats
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 600 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2012.2261.1
Förderung der EU-Annäherung
Nachfolger-Projekt
2020.2238.2
Förderung der EU Annäherung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 23.08.2012 - 30.11.2027 - Aktuelles Projekt:01.01.2016 - 30.01.2021
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
nicht verfügbar
CRS-Schlüssel
15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Länder Südosteuropas haben die Mitgliedschaft in der Europäischen Union zu ihrer höchsten politischen Priorität erklärt. Im Beitrittsprozess sind die Länder der Region unterschiedlich weit fortgeschritten. Sie stehen jedoch vor vielen gemeinsamen Herausforderungen, vor allem in Bezug auf wirtschaftliche und politische Reformen sowie der Reform der öffentlichen Verwaltung. Die Europäische Kommission erklärte die regionale Kooperation in Südosteuropa zur Schlüsselbedingung eines EU-Beitritts.
Die vertiefte regionale Zusammenarbeit in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, der Infrastruktur, Energie, des Rechtswesens, der Medien und der Sicherheitskooperation hat bereits zahlreiche Fortschritte erzielt. Dennoch gibt es nach wie vor Möglichkeiten, das Wissen und die Fähigkeiten der Behörden zu verbessern, sowohl im Abstimmen und Steuern des EU-Beitrittsprozesses durch regionales Lernen, als auch im Anwenden von bewährten Verfahren in den jeweiligen Ländern.
Ziel
Das Vorhaben stärkt die Fähigkeiten der zuständigen Behörden in Südosteuropa, die nationalen EU-Annäherungsprozesse besser zu steuern.
Vorgehensweise
Das Vorhaben koordiniert, berät und unterstützt insgesamt drei regionale Netzwerke – das Netzwerk der Außenministerien, der Kooperationsplattform der EU-Integrationsbehörden und der IPA (Instrument for Pre-Accession Assistance)-Strukturen. Die Netzwerke bringen Fachkolleg*innen aus ähnlichen nationalen Institutionen zusammen. Diese diskutieren und entscheiden über wichtige Interventionsbereiche im Rahmen des Vorhabens.
Darüber hinaus fördert das Vorhaben die Sichtbarkeit der Bemühungen des Berlin Prozesses, einer multilateralen Initiative der deutschen Bundesregierung zur Förderung der EU-Beitrittsreformen durch regionale Zusammenarbeit. Dabei wird unter anderem das Regional Youth Cooperation Office (RYCO) als eines der wesentlichen Ergebnisse des Berlin Prozesses unterstützt.
Das Vorhaben unterstützt die Beitrittsländer in der Region zum Beispiel darin, wie die Vereinbarungen umgesetzt werden können, die im Rahmen des Berlin Prozesses getroffen wurden. Es fördert die gemeinsame Bewältigung von Herausforderungen, die sich bei der Übersetzung des Gemeinschaftsrechts der Europäischen Union und bei der Vorgehensweise im Zuge der EU-Berichterstattung ergeben.
Die Zusammenarbeit besteht in der gemeinsamen Organisation von Fortbildungen und Seminaren zu Themen der EU-Integration, Studienreisen sowie dem Einsatz von Berater*innen zu spezifischen Themen.
Wirkungen
Durch die enge Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der Partnerorganisationen hat dieses Vorhaben Plattformen für regionales Lernen und den regionalen Dialog geschaffen, die die Bedürfnisse der Außenministerien, EU-Integrationsbehörden und der IPA-Strukturen widerspiegeln. Die Formate des Erfahrungsaustauschs und die Arbeit in den regionalen Netzwerken tragen dazu bei, dass sich die Länder gegenseitig unterstützen, Synergien schaffen und somit den Beitrittsprozess beschleunigen. Die Etablierung von vertrauensvollen Beziehungen und eines verstärkten gegenseitigen Verständnisses der Herausforderungen tragen zur Stabilität und Aussöhnung in der Region bei.
Die erhöhte Sichtbarkeit der Bemühungen des Berlin Prozesses führt zu mehr Transparenz politischer Geschehnisse, der Berlin Prozess wird leichter verständlich und für eine breite Öffentlichkeit leichter zu verfolgen. Zur Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung der Westbalkanländer wurden Empfehlungen zu Reformanstrengungen entwickelt, deren Schwerpunkt auf Berufsbildung in Bezug auf Digitalisierungsprozesse liegt. Der intensive Austausch zwischen Zivilgesellschaft, lokalen Institutionen sowie nationalen und regionalen Expert*innen und Partnern im Zuge des Berlin Prozesses hat eine Auseinandersetzung mit regionalen Entwicklungen auf allen Ebenen ermöglicht.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The countries of South-East Europe have declared membership in the European Union to be their top political priority. The region’s countries have progressed in the accession process to differing degrees. However, they face numerous common challenges, above all with regard to economic and political reforms and reform in public administration. The European Commission has declared regional cooperation in South-East Europe to be a key condition for joining the EU.
In-depth regional cooperation in economic and social development, infrastructure, energy, the legal system, the media and security has already led to considerable progress. Nevertheless, there are still opportunities to improve the knowledge and abilities of the authorities, both with regard to coordinating and controlling the EU accession process through regional learning and with regard to the application of tried and tested procedures in the respective countries.
Objective
The project is putting the relevant authorities in South-East Europe in a better position to steer national processes of EU accession.
Approach
The project is coordinating, advising and supporting a total of three regional networks – the Network of Ministries of Foreign Affairs, the Cooperation platform of EU integration authorities and the Network of IPA (Instrument for Pre-Accession Assistance) structures. These networks bring together specialised colleagues from similar national institutions who discuss and decide on important areas of intervention within the scope of the project.
In addition to this, the project is promoting the visibility of the efforts of the Berlin Process, a multilateral initiative of the German Federal Government to promote the EU accession reforms through regional cooperation. This includes supporting the Regional Youth Cooperation Office (RYCO) as one of the key results of the Berlin Process.
The project is supporting the region’s accession countries, for example with regard to implementing the agreements reached in the context of the Berlin Process. It is encouraging them to work together to tackle challenges that arise in terms of translating EU Community Law and the procedure involved in EU reporting.
The cooperation entails the joint organisation of training and seminars on issues relating to EU integration, study trips and the deployment of advisors on specific issues.
Results
As a result of the close cooperation with representatives from partner organisations, this project has created platforms for regional learning and regional dialogue that reflect the requirements of the ministries of foreign affairs, EU integration authorities and the IPA structures. Thanks to the formats for sharing experience and the work in the regional networks, the countries are able to provide mutual support, establish synergies and thus accelerate the accession process. The establishment of trustful relationships and an increased mutual understanding of the challenges contribute towards stability and reconciliation in the region.
The increased visibility of the efforts of the Berlin Process helps to make political events more transparent, while making the Berlin Process easier to understand and easier for the general public to follow. With a view to supporting economic development in the Western Balkans, the project has developed recommendations for reform efforts that place an emphasis on vocational training relating to digitalisation processes. The intensive exchange between civil society, local institutions and national and regional experts and partners in conjunction with the Berlin Process has made it possible to address regional developments at all levels.