Sektorvorhaben Nachhaltige Entwicklung von Metropolregionen
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2048.5
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G430 Cities
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.
Zusammenfassung
- Ziele:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit integrieren umsetzungsorientierte Strategien und Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung von Metropolregionen in ihr entwicklungspolitisches Handeln.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 673 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2012.2122.5
Nachhaltige Entwicklung von Metropolregionen
Nachfolger-Projekt
2018.2047.1
Integrierte Umsetzung der Agenda 2030 in Städten und Stadtregionen
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 21.09.2012 - 01.09.2021 - Aktuelles Projekt:01.08.2015 - 31.10.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
43030 Stadtentwicklung und -verwaltung
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die anhaltende Urbanisierung wird die ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Prozesse und Agenden in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich prägen. Städtisches Wachstum findet vorwiegend in Entwicklungs- uns Schwellenländern statt. Die regionalen Auswirkungen – zum Beispiel Verdichtung von Siedlungsstrukturen, steigender Ressourcenverbrauch und zunehmende Pendlerströme – führen zu einer steigenden Verflechtung zwischen ländlichen und städtischen Regionen, aber auch zwischen benachbarten Städten. Urbane Ballungsgebiete breiten sich über administrative Grenzen hinweg aus.
Die demografische Entwicklung, unzureichende öffentliche Dienstleistungen und unsichere wirtschaftliche Betätigungsmöglichkeiten begünstigen die Herausbildung sozioökonomisch segregierter Standorte. Darüber hinaus führen ineffiziente Produktions- und Konsummuster, wenig nachhaltiger Ressourceneinsatz und mangelndes stadtweites Flächenmanagement zu einer Überbeanspruchung der regionalen Ökosysteme, wachsendem Flächenverbrauch, ineffizienten Infrastrukturen und sinkender Resilienz. Administrativen und politischen Institutionen fehlen häufig klare Mandate sowie Kompetenzen, Ressourcen und Leistungsfähigkeit, um diesen Herausforderungen adäquat zu begegnen und nachhaltige Lösungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.
Wechselwirkungen zwischen Städten sowie zwischen städtischen und ländlichen Räumen können durch interkommunale Kooperationen und integrierte Governancesysteme in den Metropolregionen aufgegriffen oder in Sektoren und Kommunen erzeugt werden: zum Beispiel bei Ressourcenkreisläufen, regionalen Wertschöpfungsketten oder Migrationsbewegungen. Defizite gibt es dabei noch in der Entwicklung von kontextspezifischen Governancesystemen, um die Potenziale von Metropolregionen für Armutsreduzierung, Ernährungssicherheit, Ressourceneffizienz, wirtschaftliches Wachstum und Innovation zu nutzen, sowohl für die lokale als auch für die nationale Entwicklung. Die bewusste, systematische Gestaltung metropolregionaler Räume ist Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.
Ziel
Das BMZ und die deutschen Durchführungsorganisationen haben umsetzungsorientierte Strategien und Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung von Metropolregionen in ihr entwicklungspolitisches Handeln integriert.
Vorgehensweise
Um das Ziel zu verwirklichen, konzentriert sich das Sektorvorhaben auf vier Handlungsfelder:
1. Steigerung der Bedeutung des Themas durch Agenda Setting
2. Entwicklung von bedarfsorientierten Beratungsangeboten sowie Maßnahmen zur Entwicklung von Kompetenzen, Ressourcen und Leistungsfähigkeit
3. Umsetzung der Beratungsangebote in Pilotmaßnahmen
4. Förderung und Aufbau strategischer Partnerschaften
Themen des Vorhabens sind Metropolitan Governance, städtische Ressourceneffizienz, etwa durch integrierte Ansätze wie Urban Nexus, innovative Wirtschaftsregionen, Smart Cities, inklusive Arbeits- und Wohnstandorte, Stadt-Land-Verflechtungen, integrierte territoriale Entwicklung, städtische Ernährungssicherung sowie Klima- und Resilienzstrategien in Städten und Metropolregionen.
Wirkungen
Die Neuartigkeit des Themas Metropolregionen erforderte es, zunächst konzeptionelle und methodische Grundlagen für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu entwickeln. Das Sektorvorhaben hat dazu Studien und Fallbeispiele erstellt, Pilotprojekte durchgeführt, etwa in Nasik, Indien oder Daressalam, Tansania, sowie Urban-Nexus-Trainingsmaßnahmen. Außerdem hat es Instrumente entwickelt, wie die Metropolitan Capacity Assessment Methodology, und den fachlichen Austausch mit Partnern initiiert, beispielsweise in Expertenworkshops.
Sowohl in der internationalen Debatte als auch in einzelnen Partnerländern werden die Konsequenzen der raschen Urbanisierung und die wachsende Bedeutung von Metropoloregionen erkannt und von der lokalen und nationalen Politik diskutiert; Beratung und Unterstützung werden vermehrt nachgefragt. Im Habitat-III-Prozess der Vereinten Nationen wurde darauf hingewirkt, die Themen Metropolregionen, Stadt-Land-Verflechtungen und integrierte Ansätze in der New Urban Agenda zu verankern.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Continuing urbanisation will have a major impact in determining the processes and agendas for ecological, social, economic and political change in the coming decades. Most urban growth is taking place in developing countries and emerging economies. The regional effects – such as the increasing density of settlement structures, greater consumption of resources and growing flows of commuters – intensify the links between rural and urban areas, and also between neighbouring towns and cities. Urban agglomerations are spreading beyond their administrative boundaries.
Demographic developments, insufficient public services and insecure types of economic activity provoke the formation of socio-economically segregated areas. Furthermore, inefficient production and consumption patterns, unsustainable use of resources, and the absence of city-wide land management put a strain on regional ecosystems, increasing land use, inefficient infrastructures and reduced resilience. Administrative and political institutions often lack clear mandates or the skills, resources and capacities needed to tackle these challenges appropriately and to plan and implement sustainable solutions.
City-to-city and urban-rural interactions can be taken up by cooperative inter-municipal schemes and integrated governance systems within the metropolitan regions. Alternatively, they can be created in cross-sectoral cooperation, for example in the case of resource cycles, regional value chains and migration. Deficits still exist in the development of context-specific governance systems aimed at using the potentials of metropolitan regions in order to reduce poverty and enhance food security, resource efficiency, economic growth and innovation – for both local and national development. The conscious, systematic planning and design of metropolitan regions is a prerequisite for sustainable development.
Objective
The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) and the German implementing organisations have integrated implementation strategies and concepts for the sustainable development of metropolitan regions into their development activities.
Approach
The sector project concentrates on four fields of action in order to achieve its objective:
1. Raising the importance of the topic through agenda-setting
2. Developing demand-based advisory services and measures for developing skills, resources and capabilities
3. Implementing advisory services and pilot measures
4. Promoting and establishing strategic partnerships.
The topics covered by the project are metropolitan governance, urban resource efficiency (for example through integrating approaches such as Urban Nexus), innovative business regions, smart cities, mixed working and residential areas, urban-rural linkages, integrated territorial development, urban food security, and strategies for action on climate and resilience in cities and metropolitan regions.
Results
Due to the innovative nature of the topic of metropolitan regions, German development cooperation activities require corresponding concepts and methods to be devised. To this end, the sector project has prepared analyses and case studies, and carried out pilot projects – for instance in Nashik, India, and Dar es Salaam, Tanzania. Furthermore, it has also implemented Urban Nexus training programmes. In addition, it has developed instruments such as the Metropolitan Capacity Assessment Methodology, and initiated technical exchange with partners, for example in experts’ workshops during the Habitat III process.
In international and national agendas, the consequences of rapid urbanisation and the increasing importance of metropolitan regions are recognised and discussed by local and national policy-makers; the demand for advice and support is growing. The topics of metropolitan regions, city-rural links and integrated approaches have been anchored.in the United Nations’ Habitat III New Urban Agenda