Rohstoffe und Entwicklung GIZ - Modul

Projektdetails

  • Projektnummer:2015.2042.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G420 Governance, Menschenrechte
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Afrika NA

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit verfügt über neue, praxiserprobte und für den internationalen Politikdialog nutzbare Lösungsansätze im Politikfeld Gute Regierungsführung im Rohstoffsektor in Entwicklungs- und Schwellenländern mit Schwerpunkt Afrika.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:11 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2014.2520.6

    STORNO (s. 15.2042.8): KV-Programm Globale entwicklungspolitische Rohstoffinitiative (GeRI)

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2035.6

    Rohstoffe und Entwicklung II - GIZ-Modul

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    27.02.2015 - 31.08.2027
  • Aktuelles Projekt:11.05.2015 - 30.04.2020

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Handelsentwicklung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    32210 Bodenschätze / Bergbaupolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

In zahlreichen Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Rohstoffsektor, neben der Landwirtschaft, einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren und eine maßgebliche Einnahmequelle. Gleichzeitig ist er ein sozial- und umweltpolitisches Risiko für die einheimische Bevölkerung. Die negativen Begleiterscheinungen von Rohstoffreichtum, wie bewaffnete Konflikte oder hohe Korruption, bezeichnet man als „Ressourcenfluch".
Der Rohstoffsektor kann aber auch maßgeblich zur nachhaltigen Entwicklung eines Landes und damit zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen beitragen. Das entwicklungspolitische Strategiepapier „Extraktive Rohstoffe" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von 2010 unterstreicht die große Bedeutung guter Regierungsführung im Rohstoffsektor. Sie erstreckt sich über unterschiedliche Felder der Entwicklungszusammenarbeit, wie Menschenrechte, Gender, öffentliche Finanzen, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und viele mehr.

Ziel

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit verfügt über neue, praxiserprobte und für den internationalen Politikdialog nutzbare Lösungsansätze für gute Regierungsführung im Rohstoffsektor von Entwicklungs- und Schwellenländern, Schwerpunkt Afrika.

Vorgehensweise

Die Verbesserung der Rohstoffgovernance ist ein zentraler Punkt im entwicklungspolitischen Portfolio des BMZ. Das Programm arbeitet in zwei Bereichen.
1. Nationale und internationale Positionierung zum Thema Rohstoffe und Entwicklung
Das Programm unterstützt das BMZ dabei, national und international eigene entwicklungspolitische Schwerpunkte im Bereich Rohstoffe und Entwicklung zu setzen: etwa im Rahmen der Agenda 2030 oder gemeinsam mit anderen Akteuren bei internationalen Initiativen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(OECD), der Afrikanischen Union oder der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). Einer dieser Schwerpunkte ist das Thema Wirkungen. Inwieweit beispielsweise EITI zu mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht sowie zu leistungsfähigen Kontrollinstanzen in den Partnerländern beiträgt, hat das Programm in einer vom BMZ finanzierten Wirkungsstudie untersucht. Die Ergebnisse bringt das BMZ in die Debatten zur Weiterentwicklung von EITI auf internationaler Ebene ein. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Menschenrechtsansatz. Mit Hilfe des Sektorprogramms wurden beispielsweise in Mauretanien menschenrechtliche Risiken im Rohstoffsektor identifiziert und die Vorhaben vor Ort dabei unterstützt, mit diesen Risiken umzugehen. Damit gelingt es dem BMZ, eigene Schwerpunkte in den Aktivitäten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Rohstoffsektor zu verankern.
2. Entwicklungspolitische Strategien und Konzepte zu guter Rohstoffgovernance
Das Programm berät das BMZ dabei, Strategien und Konzepte zu erstellen. Es entwickelt neue Ansätze und Instrumente und erprobt sie in Partnerländern. Bewährte Ansätze stehen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit künftig umfassend zur Verfügung.
Das Programm unterstützt das African Minerals Development Center (AMDC) bei der Umsetzung einer ressourcenbasierten, sozial gerechten und nachhaltigen Industrialisierungs- und Entwicklungsstrategie für Afrika. In Zusammenarbeit mit der kanadischen Nichtregierungsorganisation Engineers Without Borders entstand ein neuer Berichtsstandard, der die lokale gegenüber der ausländischen Wertschöpfung fördert und sich damit positiv auf die lokale Wirtschaft in rohstoffreichen Ländern auswirkt.
Weiterhin unterstützt das Programm Multi-Akteurs-Partnerschaften zur Förderung von Umwelt- und Sozialstandards im Sektor.

Besonders aktuell sind neue Aktivitäten des Programms zum Thema Klima und Rohstoffe. Partnerländer sollen vor allem bei ihrer Transformation zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft unterstützt werden, damit sie ihre nationalen Klimaschutzziele einhalten können.

Wirkungen

In 14 Projekten, meist in afrikanischen Partnerländern, finanziert das BMZ gegenwärtig Maßnahmen. Zusammen mit den Bestrebungen der Partnerregierungen erhöhen sie die (Finanz-)Transparenz und unterstützen eine nachhaltige Rohstoffwirtschaft unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit trägt so dazu bei, Korruption und Konflikte um Rohstoffvorkommen zu reduzieren und nachhaltige Entwicklung in rohstoffreichen Partnerländern voranzutreiben. So wurden beispielsweise in Sierra Leone ausstehende Abgaben von Bergbauunternehmen in Höhe von über fünf Millionen US-Dollar allein dadurch aufgedeckt, dass die Verwaltung der Bergbaulizenzen von Papier auf ein IT-System umgestellt wurde. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Alongside agriculture, extractives constitute one of the most important economic sectors in a large number of developing countries and emerging economies and are a major source of income. At the same time, the sector poses a social and environmental risk to the local population. The negative side effects of resource wealth (such as armed conflicts and a high level of corruption) are branded the ‘resource curse’.
The extractives sector can nevertheless make a considerable contribution to a country’s sustainable development and thereby help to achieve the Sustainable Development Goals set out in the United Nations’ 2030 Agenda. In 2010 the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) published a strategy paper entitled Extractive Resources in German Development Cooperation, which emphasises the paramount importance of good governance in this sector. Governance affects many different areas of development cooperation including human rights, gender, public finances and sustainable economic development, to name but a few.

Our Objective

German development cooperation actors have new, tried and tested strategies and approaches that can be effectively used in international policy dialogue on good governance of the extractives sector in developing countries and emerging economies, especially in Africa.

Our Approach

Improving governance of extractives is central to BMZ’s development policy portfolio. The programme is working in two areas.
1. National and international positioning on extractives and development
The programme is helping BMZ to position itself on the issue of extractives and development at national and international level, for instance in connection with the 2030 Agenda or jointly with other actors working on international initiatives launched by the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), the African Union and the Extractive Industries Transparency Initiative (EITI). The programme conducted an impact study financed by BMZ to investigate the extent to which EITI contributes to greater transparency and accountability and enhances the effectiveness of supervisory bodies in partner countries. It is also assisting the Ministry in putting the German Federal Government’s human rights-based approach into practice in the extractives sector.
2. Development policy strategies and concepts for governance of extractives
The programme is advising BMZ on strategy and concept development. It is devising new approaches and instruments and piloting these in many partner countries to make them widely available for German development cooperation activities in future.
The programme is helping the African Minerals Development Centre (AMDC) to put in place a resource-based, socially equitable and sustainable industrialisation and development strategy for Africa. A new reporting standard has been developed in collaboration with the Canadian non-governmental organisation Engineers Without Borders. This standard increases the value added in-country compared with abroad, and thereby has a positive effect on the local economy in resource-rich countries.
The sector programme is supporting the establishment of multi-stakeholder partnerships designed to promote environmental and social standardsility in the sector.
Most recently, the programme has initiated activities addressing climate and extractives, with the particular aim of supporting partner countries in their transition to low-carbon economies so that they can achieve their national climate goals.

Results

BMZ is currently financing measures in 14 projects, mostly in African partner countries. Together with the efforts made by partner governments, these activities are increasing (financial) transparency and supporting sustainable resource management from a social and environmental perspective. German development cooperation work is thereby contributing towards a reduction in corruption and conflicts over mineral deposits.