Deutsche BACKUP Initiative - Programm zur Unterstützung von Partnerländern im Umgang mit globaler Finanzierung im Gesundheitssektor
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2032.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G110 Gesundheit, Bildung, Soziales
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Angola, Burkina Faso, Kongo Dem. Rep., Côte d'Ivoire, Kamerun, Kolumbien, Äthiopien, Georgien, Ghana, Guinea, Kenia, Kirgistan, Kambodscha, Sri Lanka, Liberia, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Nepal, Peru, Papua-Neuguinea, Pakistan, Ruanda, Sierra Leone, Togo, Tadschikistan, Tansania, Ukraine, Uganda, Usbekistan, Kosovo, Südafrika, Sambia, Simbabwe
Zusammenfassung
- Ziele:
Ausgewählte Länder führen ihre GFATM-finanzierten Programme hinsichtlich Koordination im Gesundheitssektor, Gesundheitssystemstärkung und Management besser durch.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:30 233 122 Euro
Kombifinanzierung
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/engl. SDC): 2 000 000Euro
Vorgänger-Projekt
2012.2114.2
Deutsche BACKUP Initiative
Nachfolger-Projekt
2020.2155.8
BACKUP Gesundheit - Globalvorhaben Gesundheitssystemstärkung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 18.07.2006 - 30.06.2026 - Aktuelles Projekt:01.10.2015 - 19.04.2021
Sonstige Beteiligte
- Arge Health Focus GmbH-Technical
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
12110 Gesundheitspolitik und Verwaltung des Gesundheitswesen
Evaluierung
- Zentrale Projektevaluierung - Kurzfassung. GIZ BACKUP Gesundheit
- Central project evaluation - executive summary. GIZ BACKUP Health
- Zentrale Projektevaluierung - Auf einen Blick. GIZ BACKUP Gesundheit
- Central project evaluation. GIZ BACKUP Health, global. Evaluation Report
- Central project evaluation - at a glance. GIZ BACKUP Health
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
HIV, Tuberkulose und Malaria verursachen jährlich mehrere Millionen Todesfälle und eine hohe Krankheitslast in zahlreichen Ländern der Welt. 2002 gründete die Staatengemeinschaft den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria. Derzeit unterstützt der Fonds mehr als 100 Länder mit einem Budget von rund elf Milliarden US-Dollar (2017-2019). Neben der Vorbeugung und Behandlung der drei Krankheiten werden vor allem Gesundheitssysteme, Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit gestärkt.
Durch die Mittel des Globalen Fonds konnten Empfängerländer in den vergangenen Jahren ihre Gesundheitsdienste verbessern und ausweiten, was maßgeblich zur Bekämpfung der drei Krankheiten beitrug. Um die Mittel wirksam und wirtschaftlich zu nutzen, müssen die Länder förderungswürdige Projektanträge an den Globalen Fonds stellen können und den Ansprüchen guter Regierungsführung und geeigneten Risikomanagements entsprechen. Weitere Herausforderungen sind die Einbettung der unterstützten Programme in den Gesundheitssektor und der Zugang besonders betroffener Bevölkerungsgruppen zu grundlegenden Gesundheitsdienstleistungen.
Ziel
Die Fähigkeiten staatlicher und zivilgesellschaftlicher Organisatio-nen ausgewählter Länder, externe und nationale Finanzierungen ge-sundheitssystemstärkend einzuset-zen, sind verbessert.
Vorgehensweise
BACKUP Gesundheit unterstützt die bessere Durchführung der vom BACKUP unterstützt die bessere Durchführung der vom Globalen Fonds finanzierten Programme. Das Vorhaben trägt dazu bei, Finanzmittel effizient, zielgruppenorientiert und gesundheitssystemstärkend einzusetzen. Damit steigert es die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der finanzierten Maßnahmen. Der Zugang der Bevölkerung zu Prävention, Diagnose und Therapie von HIV, Tuberkulose und Malaria sowie zu weiteren Gesundheitsdienstleistungen wird indirekt ebenfalls verbessert.
Das Vorhaben unterstützt Kooperationspartner vor allem in drei Handlungsfeldern:
Governance nationaler Koordinierungsmechanismen für Programme des Globalen Fonds und deren Koordination im Gesundheitssektor
Nationale Koordinierungsmechanismen werden bei der Steuerung von Anträgen an den Globalen Fonds und von umzusetzenden Programmen gestärkt. BACKUP unterstützt außerdem die bessere Koordination mit anderen Gremien des nationalen Gesundheitssektors.
Im Rahmen eines Consultingvertrags unterstützt die Euro Health Group ausgewählte Länder mit der technischen Beratung, um ihre Arbeit mit anderen Koordinationsgremien im Gesundheitssektor besser zu verzahnen.
Einsatz von Mitteln des Globalen Fonds zur Gesundheitssystemstärkung
Die Partner werden dabei unterstützt, die Stärkung der Gesundheitssysteme in Anträgen und Umsetzungsplänen des Globalen Fonds zu verankern. So steigt der Beitrag des Globalen Fonds zu starken, anpassungsfähigen und nachhaltigen Gesundheitssystemen und der Schutz vor Erkrankungen und Krankheitsausbrüchen wird verbessert.
Management von Mittelempfängern des Globalen Fonds
BACKUP stärkt die Systeme von Mittelempfängern für eine vertragskonforme Umsetzung von Programmen und minimiert so die Fehlverwendung von Mitteln. Vor allem die Bereiche Risiko- und Finanzmanagement, Monitoring und Berichterstattung sowie Management von Unterempfängern werden unterstützt.
Teilhabe der Zivilgesellschaft und besonders betroffener Bevölkerungsgruppen, Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit sind Querschnittsthemen in den drei Handlungsfeldern.
BACKUP arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Seit 2013 wird das Programm von der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) kofinanziert.
Wirkungen
Seit 2002 hat BACKUP mit über 600 Maßnahmen staatliche und zivilgesellschaftliche Partner in etwa 90 Ländern unterstützt, hauptsächlich in Subsahara-Afrika. BACKUP ging in allen Unterstützungsmaßnahmen gezielt auf die Bedarfe von Partnern und Zielgruppen ein. Die folgenden Beispiele illustrieren die Arbeit und Wirkungen von BACKUP.
Mithilfe der BACKUP-Unterstützung konnten Mitglieder nationaler Koordinierungsmechanismen in Guinea, Kirgisistan, Nepal, Peru und Liberia die Anforderungen des Globalen Fonds erfüllen. In Georgien, Ghana, Guinea und Kirgisistan unterstützte BACKUP die Gremien bei der Harmonisierung ihrer Arbeit mit anderen Prozessen im nationalen Gesundheitssektor.
Die Zusammenarbeit mit internationalen Nichtregierungsorganisationen, beispielsweise Aidspan und der International HIV/AIDS Alliance, trug zum verbesserten Risikomanagement bei Mittelempfängern und zur Prävention von Mittelfehlverwendungen bei. In einer Länderstudie untersuchte Aidspan Möglichkeiten, die nationalen Rechnungshöfe besser in die Überprüfung von Länderprogrammen des Globalen Fonds einzubeziehen und organisierte in einem Round-Table Forum den Wissensaustausch zwischen den obersten Rechnungskontrollbehörden. In Zusammenarbeit mit der International Planned Parenthood Federation wurden in Guinea, Kamerun, Malawi und Togo Situationsanalysen zur Integration von Mutter-Kind-Gesundheit, Jugendgesundheit und HIV durchgeführt mit dem Ziel, bedarfsgerechte Gesundheitsdienstleistungen zu fördern.
BACKUP trägt maßgeblich zur Beteiligung der Zivilgesellschaft und zur Förderung von Menschenrechten und Geschlechtergerechtigkeit bei. In Burkina Faso, Kamerun und Malawi förderte BACKUP die Teilhabe besonders betroffener Bevölkerungsgruppen, beispielsweise sexuellen Minderheiten oder Gefängnisinsassen, in Prozessen des Globalen Fonds auf Länderebene. In Kamerun wurden HIV-Maßnahmen definiert, um der Infizierung junger Frauen und Mädchen vorzubeugen.
Durch die von BACKUP unterstützten Aktivitäten wurde das Management von Mittelempfängern in sechs Ländern Subsahara-Afrikas (Ghana, Kenia, Liberia, Malawi, Sierra Leone und Togo) verbessert. Ein Steuerinstrument unterstützt die Mittelempfänger, indem es wichtige Informationen zum Projektfortschritt einfach aufbereitet darstellt. Das Vorhaben hilft auch, das Risikomanagement zu verbessern. In Burkina Faso und in Togo hat BACKUP Workshops durchgeführt, in denen die Mittelempfänger ihre Risiken identifiziert und Maßnahmen zur Minderung und Absicherung verbindlich vereinbart haben.
Projektbeschreibung (EN)
Context
HIV, tuberculosis and malaria cause several million deaths each year and are responsible for a high burden of disease in many countries around the world. In 2002, the international community founded the Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria. The Global Fund currently supports over 100 countries with a budget of around eleven billion US dollars (2017-2019). In addition to preventing and treating the three diseases, the main focus is on strengthening health systems, human rights and gender equality.
Thanks to grants from the Global Fund, recipient countries have been able to improve and expand their health services in recent years. This has made a crucial contribution to the fight against the three diseases. In order to use the grants effectively and efficiently, the countries must be able to submit project applications to the Global Fund that meet the criteria for support, and comply with requirements in terms of good governance and appropriate risk management. Additional challenges include mainstreaming the supported programmes in the health sector and providing access to basic health services for key and vulnerable populations.
Objective
The capacity of state and civil society organisations in selected countries to utilise external and national financing arrangements to strengthen health systems has increased.
Approach
BACKUP supports better implementation of the programmes financed by the Global Fund. The project helps to ensure that grants are used in an efficient manner that focuses on the target groups and strengthens the health system. In this way, it boosts the effectiveness and sustainability of the funded measures. Indirectly, people’s access to prevention, diagnosis and treatment measures for HIV, tuberculosis and malaria, as well as to other health services, is also improved.
The project supports cooperation partners primarily in three intervention areas:
Governance of Country Coordinating Mechanisms for Global Fund programmes and their coordination in the health sector
Country Coordinating Mechanisms are strengthened in terms of managing applications submitted to the Global Fund and the programmes to be implemented. BACKUP also helps to improve coordination with other bodies in national health sectors.
Within the framework of a consulting contract, Euro Health Group provides technical advice to support selected countries so that the work of the Country Coordinating Mechanisms is better harmonised with other coordinating bodies in the health sector.
Use of Global Fund grants to strengthen health systems
The partners are supported in mainstreaming health systems strengthening in the funding applications and implementation plans for the Global Fund. This increases the contribution of the Global Fund to achieving strong, adaptable and sustainable health systems and also offers greater protection against diseases and outbreaks of illnesses.
Management capacities of Global Fund grant recipients
BACKUP strengthens the systems of grant recipients to ensure that programmes are implemented in line with agreements and to minimise the misuse of grants. In particular, the areas of risk and financial management, monitoring and reporting are supported, as is the management of sub-recipients.
Participation by civil society and key and vulnerable populations, human rights and gender equality are cross-cutting issues in the three intervention areas.
BACKUP works on behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ). Since 2013, this programme has been co-financed by the Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC).
Results
Since 2002, BACKUP has supported public and civil society partners with over 600 measures in around 90 countries, primarily in Sub-Saharan Africa. In all of its support measures, BACKUP’s focus has been to examine the needs of partners and target groups. The following examples illustrate the work of BACKUP and the results it has achieved.
Thanks to BACKUP support, members of Country Coordinating Mechanisms in Guinea, Kyrgyzstan, Liberia, Nepal and Peru have been able to meet the requirements of the Global Fund. In Georgia, Ghana, Guinea and Kyrgyzstan, BACKUP helped the bodies to coordinate their work with other processes in the national health sector.
Cooperation with international non-governmental organisations, such as Aidspan and the International HIV/AIDS Alliance, helped to improve the capacity of grant recipients to manage risk and prevent the misuse of funds. A country study by Aidspan investigated the opportunities for better integrating national audit institutions into the evaluation of Global Fund country programmes and organised a round-table forum in which supreme audit institutions were able to share their knowledge. Analyses of the situation regarding the integration of mother-and-child health, adolescent health and HIV have been carried out in Cameroon, Guinea, Malawi and Togo in cooperation with the International Planned Parenthood Federation, with the aim of promoting needs-based health services.
BACKUP is contributing significantly to participation by civil society and to the promotion of human rights and gender equality. In Burkina Faso, Cameroon and Malawi, BACKUP has been promoting the participation of key and vulnerable groups – such as sexual minorities and prisoners – in Global Fund processes at country level. HIV measures have been defined to prevent the infection of young women and girls in Cameroon.
The management capacities of grant recipients have been improved in six countries in Sub-Saharan Africa (Ghana, Kenya, Liberia, Malawi, Sierra Leone and Togo) as a result of activities supported by BACKUP. A dashboard helps recipients by presenting important information on project progress in a simple manner. The project also contributes to the improvement of risk management. BACKUP has carried out workshops in Burkina Faso and Togo where grant recipients have identified the risks they face and made binding agreements on mitigation and protection measures.