Programm für Nachhaltigkeitsgovernance in globalen Wertschöpfungsketten
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2029.5
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G510 Agrarsysteme und Agrarlieferketten
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Côte d'Ivoire, Indonesien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Nachhaltigkeitsgovernance von Wertschöpfungsketten wurde gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:10 677 153 Euro
Kombifinanzierung
Verein Forum nachhaltiger Kakao e.V.: 904 899Euro
Vorgänger-Projekt
2013.2228.8
Programm für Nachhaltigkeit und Standards in globalen Lieferketten
Nachfolger-Projekt
2016.2190.3
Programm Nachhaltige Agrarlieferketten und Standards
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 17.09.2012 - 31.08.2027 - Aktuelles Projekt:01.03.2015 - 16.05.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
31162 Anbau zur industriellen Weiterverarbeitung/ exportbestimmter Anbau
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Durch die starke Verflechtung internationaler Märkte für Güter, Dienstleistungen, Produktionsfaktoren und Finanzkapital mit jeweils zahlreichen unterschiedlichen Akteuren sind globale Lieferketten meist wenig transparent. Unternehmen in Industrieländern können so häufig nicht ausschließen, dass ihr Wirtschaften direkt oder indirekt negative Auswirkungen auf die soziale, ökologische oder ökonomische Situation in anderen Teilen der Erde haben und können entsprechend zu wenig auf deren Verbesserung direkt einwirken. Das Risiko für negative Auswirkungen ist besonders hoch bei Produktionsschritten in Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen häufig die nötigen gesetzlichen Regulierungen fehlen bzw. nicht umgesetzt werden. Zivilgesellschaft und Industrieländer fordern deshalb zunehmend den Nachweis, dass bestimmte Nachhaltigkeitskriterien bei der Produktion erfüllt wurden. Namhafte multinationale Unternehmen sind als Reaktion darauf signifikante Selbstverpflichtungen zum Einkauf von Rohmaterialien aus nachhaltigen Lieferketten eingegangen. Der Nachhaltigkeitsnachweis wird vielfach über die Einführung von Standards und unabhängige Konformitätsprüfungen (wie z.B. Zertifizierungen) erbracht. Jedoch stoßen bestehende Standardsysteme bei der breitflächigen Einführung in den Massenmarkt an ihre Grenzen. Für die breitflächige Umsetzung in globalen Lieferketten fehlt weiterhin ein Gesamtkonzept zur Harmonisierung bestehender und Förderung neuer Ansätze für ein glaubwürdiges, effizientes, integriertes Nachhaltigkeitsmanagagement.
Ziel
Das Ziel des Vorhabens liegt darin breitenwirksame Konzepte für Nachhaltigkeitsgovernance in ausgewählten Wertschöpfungsketten zu entwickeln und zu pilotieren bzw. erfolgreiche Ansätze umzusetzen.
Daraus ergibt sich folgendes Modulziel: Die Nachhaltigkeitsgovernance von Wertschöpfungsketten werden gestärkt.
Das SV konzentriert sich auf vier Handlungsfelder:
1. Beratung des BMZ zu Fragen der Nachhaltigkeit in Wertschöpfungsketten (WSK) und zur Positionierung im politischen Diskurs,
2. Steigerung der Effektivität von Nachhaltigkeitsgovernance,
3. Strategien zur Förderung von nachhaltigen WSK und
4. Integration von Standards in Regulierungen und Politiken.
Vorgehensweise
Das SV zielt darauf ab, die Nachhaltigkeitsgovernance von Wertschöpfungsketten zu stärken und damit einen Beitrag zur Erreichung der Ziele des BMZ im Bereich Umwelt- und Sozialstandards bzw. Nachhaltigkeitsstandards zu leisten.
Es baut dabei sowohl auf die Vorgängervorhaben in diesem Themenfeld als auch auf Kooperationen mit bestehenden Initiativen zu Nachhaltigkeitsstandards in diversen Sektoren, z.B. Agrarprodukte, Holzprodukte und Textilindustrie auf. Diese zielen insbesondere auf die Weiterentwicklung und Harmonisierung bestehender und neuer Nachhaltigkeitsmanagementansätze, in die vor allem der Privatsektor als Partner bereits stark engagiert ist.
Für die Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen, um Nachhaltigkeitsstandards in regulative Prozesse zu integrieren, wie z.B. in die europäische Holzhandelsverordnung, ist die Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern von zentraler Bedeutung.
Die Capacity Development Strategie des SV sieht vor, Fach- und Führungskräfte zu qualifizieren und die Kapazitätsentwicklungen ausgewählter Organisationen zu begleiten. Die Entwicklung von Trainingsmaßnahmen ist ein wichtiger Bestandteil des Vorhabens.
Wirkungen
Das Vorhaben arbeitet sowohl mit politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern in Industrieländern als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern zusammen. Dadurch wird einerseits die Nachfrageseite nach nachhaltig produzierten Produkten einbezogen, andererseits können förderliche politische Rahmenbedingungen in Konsumenten- und Produzentenländern gestärkt werden. Das Vorhaben fokussiert seine Wirkungen auf Schwellen- und Entwicklungsländer.
Projektbeschreibung (EN)
Background
Global supply chains usually lack transparency due to a strong global interlacing of international markets for goods, services, factors of production and financial capital with numerous various actors involved. In industrialized countries, companies often cannot exclude negative social, ecological or economic impacts of their economic activities in other parts of the world. Therefore, these companies are often unable to act upon improvement. The risk of negative impacts is especially high in production stages that take place in developing countries or emerging market countries where necessary governmental laws are missing or not implemented. Hence, industrialized countries and parts of the civil society more and more demand evidence of sustainability requirements during production processes. In response, numerous multinational companies have agreed to significant self-commitments concerning the purchase of raw materials with sustainable supply chains. At this, standards and independent conformity testing (such as certification systems) help to bring forward proofs of sustainability. Existing standard systems, however, are stretched to their limits when broadly introduced to the mass market. Apart from that, there is a lack of an overall concept for the harmonization of existing and new approaches in order to establish a both trustworthy and efficient and integrated sustainability management within global supply chains.
Objective
The sector project aims at effectively establishing and piloting concepts for sustainability governance in selected supply chains and their successful implementation.
Thereof, the following objective derives: The sustainability governance of supply chains is strengthened.
The following fields of action are concentrated on:
1. Advisory service to BMZ on questions of sustainability in supply chains and positioning within political discourses.
2. Increasing the efficiency of sustainability governance
3. Strategies on the promotion of supply chains
4. Integration of standards in regulations and policies
Approach
The sector project aims at strengthening sustainability governance in supply chains and thus contributes to achieve the BMZ’s objectives in the field of Social and Environmental Standards or sustainability standards. The sector project is based both on previous projects in this topic area and on cooperation with existing initiatives on sustainability standards in various sectors such as agricultural products, timber products and textiles. The latter mostly target the promotion and harmonization of existing and new approaches of sustainability management where especially partners in the private sector are already involved.
Cooperation with political decision makers is significant in order to establish a legal framework to integrate sustainability standards in regulatory processes like for example the European Timber Regulation (EUTR).
The Strategy of Capacity Developing is targeting professionals and decision makers to be trained and qualified accordingly. The development of training measures is an integral part of the project.
Impacts
The sector project cooperates with political and scientific decision makers in industrialized, emerging and developing countries. Therefore, the demand for sustainably produced products is increased and enabling a political framework is strengthened in consumer and producer countries. The effects of the sector project are focused on emerging and developing countries.