Berufliche Bildung für ökologisches Wirtschaften in Südafrika
Projektdetails
- Projektnummer:2015.2006.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Südafrika
Zusammenfassung
- Ziele:
Eine Pilotmaßnahme für ein dual strukturiertes Berufsbildungsprogramm zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte in Südafrika, in dem Unternehmen eine maßgebliche Rolle spielen, ist in den ausgewählten Provinzen Gauteng und Eastern Cape etabliert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Department of Higher Education and Training
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 918 599 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2016.2215.8
Berufliche Bildung für ökologisches Wirtschaften II
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 20.02.2015 - 31.08.2028 - Aktuelles Projekt:01.06.2015 - 31.03.2018
Sonstige Beteiligte
- Integration International
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11330 Berufliche Bildung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der Status Südafrikas als Schwellenland spiegelt nur unzureichend die strukturellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des Landes wider: Das Wirtschaftswachstum lag 2014 bei lediglich 1,4 Prozent. Hohe Lohnkosten, ein rigides Arbeitsrecht, zunehmend willkürliche Eingriffe des Staates, eine verfehlte Bildungspolitik und ein daraus resultierender Mangel an qualifizierten Arbeitskräften halten Unternehmen davon ab, im Land zu investieren.
Die strukturell bedingte Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei 25 Prozent, inoffiziell bei 40 Prozent. Die Arbeitslosigkeit für Jugendliche unter 25 Jahren liegt bei 52 Prozent. Besonders betroffen sind schwarze Jugendliche, Frauen und alle Menschen mit geringer Bildung oder fehlender Berufsausbildung.
Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit sind das geringe Wirtschaftswachstum und eine Schulbildung, die nicht auf das Arbeitsleben ausgerichtet ist. Unternehmen können trotz hoher Arbeitslosigkeit mangels qualifizierter Arbeitskräfte freie Stellen nicht besetzen. Auch das Ausbildungsniveau an öffentlichen Berufsbildungsinstitutionen ist niedrig, die Lehrkräfte sind schlecht ausgebildet. Es existieren keine praxis- und wirtschaftsorientierten Berufsbildungsprogramme zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte, bei denen Unternehmen eine maßgebliche Rolle einnehmen. Unternehmen konzentrieren sich überwiegend auf betriebliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für ihr eigenes Personal, arbeiten aber nicht mit den öffentlichen Colleges der technischen Berufsbildung (TVET-Colleges) zusammen. Weil qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, können freie Stellen häufig nicht besetzt werden.
Ziel
In den Provinzen Gauteng und Ost-Kap ist eine Pilotmaßnahme für ein praxis- und wirtschaftsorientiertes Berufsbildungsprogramm zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte in dem Unternehmen eine maßgebliche Rolle spielen, etabliert.
Vorgehensweise
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kooperiert die GIZ eng mit dem südafrikanischen Ministerium für Höhere Bildung und Qualifizierung (DHET), vier TVET-Colleges, Unternehmens- und Berufsverbänden sowie Einzelunternehmen. Dabei unterstützt das Vorhaben die Strategie der südafrikanischen Regierung für eine bedarfs- und wirtschaftsorientierte Ausbildung für qualifizierte Fachkräfte, die bestehende TVET-Colleges stärkt und praktische Ausbildungsphasen in Betrieben integriert.
Das Vorhaben konzentriert sich dazu in fünf Handlungsfeldern auf
1.Etablierung von Mechanismen und Prozessen für ein südafrikanisches dual strukturiertes Berufsbildungsprogramm
2.Stärkung der Managementfähigkeiten in TVET-Colleges und Unternehmen
3.Verbesserung der Ausbildungsqualität an den TVET-Colleges
4.Etablierung von Prüfungsverfahren unter Beteiligung von Unternehmen
5.Verbesserung des Dienstleistungsangebots der TVET-Colleges
Wirkungen
Neue Ausbildungsgänge für Elektriker und Gas-Wasser-Installateure sind offiziell anerkannt und registriert. Der Berufsverband der Wasser-/Abwasser-Installateure und der Unternehmensverband „Swiss South African Cooperation Initiative" sind beim „National Skills Fund" registriert: Als Hauptarbeitgeber werden sie eine Koordinierungsfunktion gegenüber beteiligten Unternehmen für bis zu 200 Lehrlinge übernehmen.
Die Vorbereitungen für den Ausbildungsbeginn von bis zu 175 Lehrlingen sind abgeschlossen: An vier Standorten können im Januar 2016 insgesamt bis zu 125 Lehrlinge ihre Ausbildung zum Elektriker beginnen. An zwei weiteren Standorten können im Januar und Juni 2016 weitere 50 Lehrlinge ihre Ausbildung zum Wasser-/Abwasser-Installateur beginnen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
South Africa’s emerging economy status does not sufficiently reflect the structural, economic and social challenges faced by the nation, which recorded economic growth of just 1.4 per cent in 2014. High wage costs, inflexible employment legislation, increasingly arbitrary state interference, a failed education policy and a resulting shortage of skilled workers are stopping enterprises from investing in the country.
Official statistics put structural unemployment at 25 per cent, while unofficial figures are closer to 40 per cent. Unemployment among the under-25s stands at 52 per cent, with young black people, women and those who have little education or no technical or vocational training particularly hard hit.
This high level of youth unemployment is caused by poor economic growth and a school education system that is not geared to the world of work. Despite many people being out of work, companies are unable to fill vacancies due to a lack of suitably qualified applicants. Educational levels at public technical and vocational education and training (TVET) Colleges are also low, with teaching staff poorly trained. There are no demand, workplace-based and work process oriented TVET programmes in which enterprises play a major role in training skilled workers. Enterprises are primarily focused on providing in-house training to their own staff and do not work with the public TVET colleges.
Objective
In Gauteng and the Eastern Cape Province a pilot measure has been established for a dual skills development programme for training qualified skilled labour. The measure is both practice-oriented and geared towards the needs of business and industry, and is one in which enterprises play a major role.
Approach
Commissioned by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ is working closely with the South African Department of Higher Education and Training (DHET), four TVET colleges, business and professional associations, and individual enterprises. The programme is supporting the South African Government’s strategy to introduce a demand and practice oriented training for skilled workers that strengthens existing TVET colleges and incorporates periods of workplace based and work process oriented training.
To this end, the initiative is focusing its activities on the following five areas:
1.Establishing mechanisms and processes to govern a dual skills development programme;
2.Strengthening management capacities at TVET colleges and in enterprises;
3.Improving the quality of training at TVET colleges;
4.Establishing assessment procedures with the involvement of enterprises;
5.Improving the service delivery capacities of TVET colleges.
Results
New occupational qualifications for electricians and plumbers have been officially recognised and registered. The professional association for plumbers and the business association Swiss-South African Cooperation Initiative have been registered with the National Skills Fund. As the main employers, they will assume a coordinating role for up to 200 apprentices of the dual skills development programme on behalf of the enterprises involved.
Preparations have been completed to enable training to commence for up to 175 apprentices: A total of up to 125 individuals in four locations will be able to start their electrician apprenticeships in January 2016, and a further 50 apprentices will be able to begin their training as plumbers in January and June 2016.