Empowerment of women in leading positions in government and civil society in the Middle East

Project details

  • Project number:2014.4114.6
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3A00 Naher und Mittlerer Osten 2
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Developping countries, Palestinian Territories

Summary

  • Objectives:

    The political and structured participation of women in selected communities in the Palestinian Territories, Jordan and Lebanon is strengthened.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ohne politischen Träger - Direkt mit Bevölkerung oder Nichtregierungsorganisationen

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:13 372 620 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • not available

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    27.11.2014 - 30.04.2022
  • Actual project implementation phase:01.01.2015 - 30.04.2022

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Principal (primary) policy objective

  • Democratic and inclusive governance

    Principal (primary) policy objective

CRS code

    15170 Women's rights organisations and movements, and government institutions

 

Project description (DE)

Stand 11/2020

Ausgangssituation
In der Rangliste zur politischen Beteiligung von Frauen belegen viele Länder des Nahen Osten die hinteren Plätze. Nach wie vor sind zu wenige Frauen Mitglieder in Gemeinderäten und ähnlichen Gremien. Hinzu kommt, dass engagierte Frauen häufig nicht über ausreichende Kenntnisse, Erfahrungen und Netzwerke verfügen, um sich bei allen relevanten Themen professionell einzubringen. Dazu gehören zum Beispiel Fragen im Zusammenhang mit der Aufstellung der kommunalen Haushalte – statt nur die Frauen häufig zugewiesenen Bereiche Bildung und Gesundheit. Insgesamt spielen Frauen im Nahen Osten nach wie vor eine zu geringe gestaltende Rolle in Entscheidungsprozessen.

Ziel
Die politische und gestaltende Teilhabe von Frauen in ausgewählten Gemeinden in den Palästinensischen Gebieten, in Jordanien und im Libanon ist gestärkt.

Vorgehensweise
Das Projekt ist in den folgenden Handlungsfeldern tätig:

1. Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik und -entwicklung
2. Förderung eines günstigen Umfelds für die politische Beteiligung von Frauen durch die Durchführung von Gender-Audits und -Assessments in den Gemeinden sowie die Umsetzung der daraus resultierenden Empfehlungen
3. Einrichtung von neuen und Stärkung von bereits bestehenden Gender-Plattformen und -Netzwerken, die Ziele und Maßnahmen der in diesen Netzwerken engagierten zivilgesellschaftlichen Organisationen koordinieren.

Die Maßnahmen sind auf die nationalen Strategien und Ziele sowie die Arbeit anderer nationaler und internationaler Akteure abgestimmt und werden flexibel an die Gegebenheiten in jedem Land angepasst.

Das Projekt richtet sich vor allem an Frauen, die als Akteure der Zivilgesellschaft die Kommunalentwicklung mitgestalten oder die in ausgewählten Städten, ländlichen Gemeinden und Dörfern kommunalpolitische Ämter oder fachliche Positionen in der Kommunalverwaltung innehaben. Eine stärkere Beteiligung von Frauen an der Gemeindeverwaltung und lokaler Politik erfordert auch die Unterstützung der Männer – insbesondere der meist männlichen Bürgermeister, Gemeinderatsmitglieder und Verwaltungsleiter. Aus diesem Grund werden Männer in die Maßnahmen des Projekts aktiv einbezogen.

Das Projekt ist Teil der Sonderinitiative zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika und Nahost des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Mit den im Rahmen der Sonderinitiative durchgeführten Projekten trägt das BMZ dazu bei, wirtschaftliche und soziale Perspektiven für die Menschen in der Region zu schaffen.

Wirkungen
Das Konzept der Gender-Audits, die darauf abzielen, das Gender-Mainstreaming in ausgewählten Gemeinden voranzubringen, wurde in Jordanien und im Libanon eingeführt. Durch die Umsetzung von Mentoring-Projekten für Politikerinnen und Aktivistinnen hat LEAD eine Plattform geschaffen, auf der sich weibliche Führungskräfte in der Region austauschen, voneinander lernen und miteinander vernetzen können.

In den Palästinensischen Gebieten wurden mehr als 2.000 Frauen zu unterschiedlichen Themen fortgebildet oder haben an Sensibilisierungsmaßnahmen teilgenommen. Zu den Zielgruppen gehören Ratsmitglieder, Beamt*innen derKommunalverwaltung, Mitarbeiterinnen des Ministry of Local Government (Ministeriums für Lokalverwaltung) sowie Aktivistinnen der Zivilgesellschaft. Darüber hinaus wurden mehr als 30 von weiblichen Ratsmitgliedern geleitete Gemeinschaftsprojekte umgesetzt.

In Jordanien hat das Projekt Fortbildungen durchgeführt und dabei 600 weiblichen Ratsmitgliedern und Aktivistinnen Führungs-, Management- und fachliche Kompetenzen vermittelt. Darüber hinaus wurden etwa 1.000 Männer und Frauen mit Sensibilisierungsmaßnahmen und Diskussionsveranstaltungen über geschlechtersensible Dezentralisierungsprozesse erreicht. Rund 300 junge Menschen haben an Seminaren zur politischen Bildung und kommunalem Engagement teilgenommen und sind nun in der Lage, kommunale Initiativen und Sensibilisierungskampagnen umzusetzen. Darüber hinaus arbeitet das Projekt an der Konsolidierung eines nationalen Gender-Netzwerks und hat weibliche Führungskräfte bei der Umsetzung von Gemeinschaftsprojekten unterstützt, die rund 38.000 Bürger*innen zugute kamen.

Im Libanon haben mehr als 780 Frauen und 70 Männer an Capacity-Building-Maßnahmen in den verschiedenen Regionen teilgenommen. In verschiedenen Gemeinden haben weibliche Ratsmitglieder und Aktivistinnen 33 Gemeinschaftsprojekte durchgeführt, mit denen lokale Themen bearbeitet und Dienstleistungen für mehr als 250.000 Bürger*innen verbessert werden konnten. In Baalbak-Hermel wurde die Gründung der „Women's Platform to Lead" unterstützt, der 320 Frauen angehören. Darüber hinaus haben sechs Städte nach der Durchführung von Gender-Assessments Aktionspläne zur Förderung der Gleichberechtigung verabschiedet.
 

 

Project description (EN)

Latest Update 11/2020

Context
Many Middle Eastern countries rank low in terms of the political involvement of women. There are still not enough women involved in local councils and similar bodies. What is more, those who are active often have insufficient knowledge, experience and networks to contribute at a professional level in the relevant areas. These include setting up municipal budgets, rather than just in the fields stereotypically assigned to them, such as education and health care. In general, the meaningful participation of women in decision-making processes in the Middle East remains insufficient.

Objective
Women’s meaningful political participation in decision-making has been strengthened in selected communities of the Palestinian Territories, Jordan and Lebanon.

Approach
The programme is active in three areas:

1. Promoting women in local government and development
2. Fostering an enabling environment for women’s political participation by implementing gender audits and assessments in municipalities, and putting the resulting recommendations into practice
3. Establishing gender platforms and networks, and reinforcing existing ones that coordinate the objectives and activities of the affiliated civil society organisations.

The measures are aligned with national strategies and objectives as well as the existing activities of other national and international actors. They are flexibly adapted to each country.

The programme focuses on women who play a role in community development as civil society actors or who hold a municipal office or a technical position in the local government of selected cities, rural communities and villages. Greater involvement of women in local government and local politics in general also requires support from men, especially the mayors, local council members and heads of administration who are usually male. This is why the programme actively involves men.

The project is part of a special initiative designed to stabilise and promote development in North Africa and the Middle East run by Germany’s Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ). By implementing the projects that make up this special initiative, BMZ is helping to open up economic and social prospects for people in the region.

Results
The concept of gender audits, which aim to facilitate gender mainstreaming in selected municipalities, was introduced in Jordan and Lebanon. By implementing mentoring projects for female politicians and activists, LEAD has provided a platform for exchange, peer learning and network building among female leaders in the region.

In the Palestinian Territories, more than 2,000 women have received specialised training in different fields or have been involved in awareness-raising activities. Target groups include council members, civil servants in Local Government Units, staff in the Ministry of Local Government, and civil society activists. Additionally, more than 30 community projects led by female council members have been implemented.

In Jordan, 600 female council members and women activists have received training in leadership, managerial and technical skills. In addition, approximately 1,000 men and women have participated in awareness sessions and debates on gender-sensitive decentralisation processes. Around 300 young people have attended seminars on civic education and community activism, enabling them to implement community initiatives and awareness campaigns. Furthermore, a national gender network is being consolidated, and the project has supported women leaders in implementing community projects that have served around 38,000 citizens.

In Lebanon, more than 780 women and 70 men have participated in capacity-building activities in the different regions. 33 community projects by women council members or activists have been implemented in different communities, responding to local needs and improving services for more than 250,000 citizens. In Baalbak-Hermel, support was given to the formation of "Women’s Platform to Lead", which comprised of 320 women. In addition, six towns adopted gender-responsive action plans after conducting gender assessments.