Stabilisierung der Lebensgrundlagen von Rückkehrern, IDPs und ortsansässiger Bevölkerung in den Equatorias und der GPAA
SI Flüchtlinge
Projektdetails
- Projektnummer:2014.4068.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Südsudan
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Lebensgrundlagen der Rückkehrenden, Binnenvertriebenen und der ortsansässigen Bevölkerung in den Equatorias sind stabilisiert
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Agriculture and Food Security
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:13 759 877 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 10.11.2014 - 28.02.2019 - Aktuelles Projekt:01.11.2014 - 28.02.2019
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
73010 Kurzfristiger Wiederaufbau und Rehabilitierung unmittelbar nach Notsituationen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Anhaltende interne Konflikte haben im Südsudan zu einer Unterbrechung der ökonomischen Kreisläufe geführt. Landesweit sind Millionen Menschen aufgrund von Vertreibung, Flucht, Verlust ihrer Produktionsmittel oder unproduktiver landwirtschaftlicher Methoden von Nahrungsmittelmangel betroffen. Fast zwei Millionen Menschen gelten derzeit als Binnenvertriebene. ahrungsmittelmangel herrscht auch in der Projektregion, die neben den Equatorias, Central, Eastern und Western Equatoria, das Verwaltungsgebiet Greater Pibor Administrative Area umfasst. Die erneute Konflikteskalation hat die Ernährungssituation inzwischen weiter verschlechtert und in Teilen des Südsudans sogar zu einer Hungersnot geführt.
Ziel
Die Lebensgrundlagen der Rückkehrenden, Binnenvertriebenen und der ortsansässigen Bevölkerung in den Equatorias und in der Greater Pibor Administrative Area sind stabilisiert.
Vorgehensweise
In den Equatorias werden Kleinbauern dabei unterstützt, die Produktion der wichtigsten Grundnahrungsmittel und von Gemüse zu steigern. Die Bauern erlernen in Feldschulen innovative Anbaumethoden sowie Methoden zur Verringerung von Nachernteverlusten. Sie erhalten Saatgut sowie Kleinwerkzeuge und erlernen Techniken der lokalen Saatgutvermehrung. Sie werden auch dabei unterstützt, sich in Produktionsvereinigungen zu organisieren.
In der Greater Pibor Administrative Area spielt Viehwirtschaft für die Sicherung der Lebensgrundlagen eine herausragende Rolle. Es werden Impfkampagnen durchgeführt, Gemeindehelfer für Tiergesundheit geschult und Wasserstellen für die Rinder auf den Weidegründen wiederhergestellt. Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung wird durch Wiederherstellung und Bohren von (Tief-)Brunnen verbessert. Zudem soll die landwirtschaftliche Produktion gesteigert und ein vielfältiger Anbau von Gemüse und Grundnahrungsmitteln gefördert werden.
Das Projekt ist Teil der Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge reintegrieren". Das BMZ stellt darin seit 2014 Mittel bereit, um kurzfristig Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden zu unterstützen sowie langfristig strukturelle Fluchtursachen, wie Armut, Ungleichheit oder Ernährungsunsicherheit, zu beseitigen. Finanziert werden in erster Linie Projekte in Entwicklungsländern, die von Flüchtlingskrisen besonders stark betroffen sind.
Wirkungen
• In den Equatorias wurden die Feldschulen für Bauern reorganisiert und unter die Obhut sogenannter Lead Farmer gestellt. Diese „besten Bauern" eines Dorfes wurden wegen ihrer landwirtschaftlichen Kompetenz und Akzeptanz von den Kleinbauern gewählt. Die Eigenverantwortung der Kleinbauern für die Feldschulen hat sich dadurch deutlich verbessert und in den Gemeinden konnte ein nachhaltiges, unabhängiges System landwirtschaftlicher Beratung und Wissensvermittlung etabliert werden.
• Durch den verstärkten Einsatz von Pflügen konnten Brachflächen wieder landwirtschaftlich genutzt und die Qualität der Bodenbearbeitung deutlich verbessert werden.
• Durch die Vernetzung der kleinbäuerlichen Haushalte mit landwirtschaftlichen Dienstleistern, insbesondere Saatguthändlern, wird die landwirtschaftliche Produktion gestärkt. Durch die Verbindung mit lokalen Saatguthändlern haben die ländlichen Gemeinden vermehrt Zugang zu Qualitätssaatgut sowie zu fachkundiger Beratung durch die Händler.
• Im Rahmen eines Finanzierungsvertrags mit der Welthungerhilfe wurden bis zu 10.000 Gutscheine für landwirtschaftliche Dienstleistungen und Produkte verteilt. So wird die landwirtschaftliche Produktion nachhaltig gesteigert und die lokale Ökonomie durch zusätzliches Geld gefördert.
• Im Auftrag der GIZ konnten von der Welthungerhilfe mit Trainingsmaßnahmen im Gemüseanbau fast 1.400 kleinbäuerliche Haushalte erreicht werden.
• In Greater Pibor konnte die Trinkwasserversorgung durch 8 neu gebohrte und 42 instand gesetzte (Tief-)Brunnen verbessert werden. Rund 9.500 Haushalte mit etwa 66.000 Menschen nutzen die Brunnen. Die Maßnahme wurde von der polnischen Nichtregierungsorgansation Polska Akcja Humanitarna im Rahmen eines Finanzierungsvertrags umgesetzt.
• Tierärzte ohne Grenzen hat im Auftrag der GIZ rund 68.000 Tiere, Rinder, Ziegen und Schafe, geimpft und rund 93.000 Tiere veterinärmedizinisch behandelt. Diese Maßnahmen und die Ausbildung von mehr als 30 Gemeindehelfern für Tiergesundheit tragen zur Verbesserung der Tiergesundheit und damit zur Stabilisierung der Lebensgrundlagen bei.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Ongoing internal conflicts in South Sudan have taken their toll on the country’s economic cycles. 1.95 million people are currently classified as internally displaced and 2.5 million people depend on food aid. In total, as many as 6.4 million people are affected by food insecurity as a result of displacement, refugee movements, the loss of production resources or unproductive farming methods. This also applies to the project region, which includes the states of Central, Eastern and Western Equatoria – an area known as the Green Belt due to its agricultural potential – and the newly established Greater Pibor Administrative Area.
Objective
The livelihoods of returnees, internally displaced persons (IDPs) and the local population in the Green Belt and in Greater Pibor have improved.
Approach
In the Green Belt, the project supports the efforts of small-scale farmers to increase production of key staple foods and vegetables, including maize, millet and tomatoes. In Farmer Field Schools farmers learn about innovative cultivation methods as well as ways to reduce post-harvest losses and the associated health risks. To boost added value, they are assisted in improving the processing of harvests. Farmers receive seeds and small tools, and learn about techniques for local seed multiplication. The construction of warehouses enables them to store their harvests properly. The project also encourages the formation of producer associations. Employees from the state agricultural extension services receive training, which will enable them to advise small-scale farmers more effectively in future.
In Greater Pibor, animal husbandry plays a key role in securing livelihoods. It is therefore important to help replenish the decimated livestock. With this in mind, the project carries out vaccination campaigns, trains animal health workers and rehabilitates watering places for cattle on grazing grounds. It also plans to increase agricultural production in domestic gardens by encouraging people to grow a variety of vegetables and staple foods.
To meet the most pressing needs of the population in Greater Pibor, the project is improving the supply of safe drinking water by rehabilitating and drilling 50 wells. It is also carrying out hygiene awareness campaigns. A youth centre is planned for young women and men, where they will be able to acquire basic skills that open up new economic opportunities and learn about mechanisms for peaceful conflict resolution.