New perspectives through academic education and training for young Syrians and Jordanians

Project details

  • Project number:2014.4063.5
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Jordan

Summary

  • Objectives:

    New Perspectives through academic Education and Training for young Syrians and Jordanians in host communities

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Planning

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:11 583 968 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • not available

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    03.12.2014 - 30.01.2021
  • Actual project implementation phase:01.01.2015 - 30.01.2021

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

 

Project description (DE)

Generation ohne Aussichten
Seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien im Jahr 2011 flohen rund 4,8 Millionen Menschen vor Gewalt und Zerstörung ins Ausland. In Jordanien wurden nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) bis Mitte 2017 mehr als 654.000 Syrer offiziell registriert. Viele von ihnen sind junge Erwachsene, die sich eine bessere Zukunft erhofften. Doch ohne Perspektive und nach häufig traumatischen Erlebnissen empfinden viele Flüchtlinge ihre Lage als aussichtlos.
Auch für die jordanische Bevölkerung stellt die Zuwanderung der Flüchtlinge eine große Herausforderung dar. Insbesondere der ärmeren Bevölkerung fällt es schwer, die Flüchtlinge in ihren Gemeinden zu akzeptieren – die Menschen konkurrieren um knapper werdende Ressourcen wie Schulplätze, Wasser und Arbeitsplätze. Ebenso wie den jungen Syrern, mangelt es auch der jungen jordanischen Generation an Perspektiven. Die jordanischen Hochschulen können jungen Menschen durch die Weiterführung ihres Studiums Hoffnung und eine Zukunft geben. Das Vorhaben unterstützt die Hochschulen dabei, akademische Angebote im Bereich der sozialen Arbeit mit Flüchtlingen zu entwickeln und die geflüchteten Studierenden langfristig in die Strukturen zu integrieren.
Akademische Ausbildung führt zu Integration und sozialer Kohäsion
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vergibt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Stipendien für Masterstudien an jordanischen Universitäten. Diese Möglichkeit der Bildung gibt sowohl syrischen Flüchtlingen als auch sozial benachteiligten Jordaniern eine Perspektive. Von den Förderungen profitieren Männer und Frauen gleichermaßen. Dieses Angebot für alle stärkt ein gewaltfreies Zusammenleben von jordanischen und syrischen Bevölkerungsgruppen in den aufnehmenden Gemeinden. Die syrischen Stipendienträger erhalten neben der finanziellen Unterstützung zudem psychosoziale Betreuung.
Das Vorhaben trägt durch Kooperationen mit jordanischen Universitäten auch dazu bei, die Aufnahme von Flüchtlingen an jordanischen Universitäten strukturell zu verankern. Eine Handreichung für „Universitäten als humanitäre Akteure" soll die Integrationsfähigkeiten jordanischer Hochschulen voranbringen und Flüchtlingen den Zugang zu Universitäten erleichtern. Langfristig erbringen die Institutionen diese Integrationsleistung eigenständig und nachhaltig.
Von den gut ausgebildeten Studierenden profitieren beide Heimatländern: Die jordanischen Absolventen können einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung Jordaniens leisten. Die Syrerinnen und Syrer werden aller Voraussicht nach zu der Generation gehören, die ihr Land nach dem Ende des Krieges wieder aufbauen.
Unsere Wirkungen: Stipendien und Kooperationen zahlen sich aus
Seit 2015 erhielten insgesamt 80 junge Menschen eine Förderung für ihr Masterstudium in unterschiedlichen Fachrichtungen an vier Universitäten. Ende August 2017 schlossen die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten ihr Studium erfolgreich ab.
Neben ihrem Studium engagieren sich rund 60 Prozent der Stipendiaten der ersten Kohorte in sozialen Projekten lokaler und internationaler Organisationen. Sie geben Computerkurse für Studenten, Nachhilfeunterricht für Schulkinder und erstellen sogar Lehrbücher für Grundschulkinder.
Gemeinsam mit dem deutschen Start-up Kiron Open Higher Education führte das Vorhaben 2017 eine Summer School durch. Dort konnten die Stipendienträger des Projektes unter anderem Kenntnisse in der Programmierung erwerben und Module zu Entrepreneurship besuchen. Durch diese und weitere Aktivitäten zum Erwerb berufsqualifizierender Kompetenzen unterstüzt das Vorhaben die Integration der Stipendiatinnen und Stipendiaten in den jordanischen Arbeitsmarkt.
Zudem wurde das Lehr- und Wörterbuch „Fachenglisch für die soziale Arbeit" in englisch-arabischer Fassung übersetzt und den Universitäten als E-Book kostenlos zur Verfügung gestellt. Neben den Studierenden, die das Buch als Lehrmaterial nutzen können, wird die Verbreitung des Buches indirekt auch Bewohner der Flüchtlinge aufnehmenden Gemeinden positiv betreffen, da die Studenten die Inhalte später in ihren Gemeinden anwenden können.
Spirale der Hoffnung
Im Anschluss an das Studium werden jordanische und syrische Stipendiatinnen und Stipendiaten bei ihrer Eingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt. Ihnen wird dadurch eine Perspektive eröffnet, die sie zu schätzen wissen.
 

 

Project description (EN)

The challenge

The Syrian civil war continues into its 5th year. 3.928.005 Syrian refugees registered by UNHCR fled their country. Of these, 630.000 Syrian refugees have found shelter in Jordan - adding 10% to the existing population of the country. An enormous influx of people in a very short time is putting severe pressures on already stressed coping mechanisms of host communities & their environment: insufficient employment opportunities, scarce water resources, overcrowded schools operating in double shifts, limited access to health providers and housing, insufficient municipality services such as waste management, limited access to higher education due to high study fees, all along with decreasing salaries, and an increasing costs of living. Host community members are facing a growing frustration. Meanwhile, Syria risks losing the potential of an entire young generation needed to rebuild the country and to face a future.

Our approach

"New perspectives through academic education and training for young Syrians and Jordanians" is part of the special initiative "Refugees" of the German Federal Ministry of Economic Cooperation and Development (BMZ).
Young Syrian refugees and dis-advantaged Jordanians receive scholarships for individual Master studies at a Jordanian university of their choice. 50% of the scholarship holders are women. In selected host communities young academics benefit from human capacity development activities in the field of conflict management and prevention of violence. Together with local partners the program assists Jordanian and Syrian high school students in obtaining an education level qualifying for future academic studies and supports community based initiatives allowing young academics to make use of their academic skills.
Furthermore, the program supports the set-up of an exchange platform for international donors, NGOs and university experts allowing the sharing of knowledge and experiences related to aspects of "studying as a refugee" and advocating for the facilitation of improved access to an academic education for young Syrian refugees and dis-advantaged Jordanians.

The benefits

Young Syrians gain academic knowledge needed to rebuild their country. Disadvantaged Jordanians gain access to an academic education. Young Jordanians and Syrians develop coping strategies to meaningfully use their academic skills for the benefit of hosting communities and to build their self –esteem despite the refugee crisis and its multiple impacts on the hosting communities and refugees’ lives.

Success factors

A number of Syrian refugees and disadvantaged young Jordanians pursue a Master study course and graduate from university. Young academics in Jordanian host communities of Syrian refugees strengthen their skills in conflict management and use their academic skills for the benefit of their respective host communities. Knowledge of aspects of "studying as a refugee" is accumulated, shared and further developed.