Struktur- und ordnungspolitischer Beratungsfonds

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2518.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Ukraine

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Veränderungsbereite Kräfte der ukrainischen Regierung und Verwaltung leisten Reformbeiträge zu Dezentralisierung, Wirtschaftlicher Eintwicklung und öffentlichen Finanzen

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Wirtschaft

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 770 225 Euro

Kombifinanzierung

  • UK Prosperity Fund - Foreign and Commonwealth Office: 770 225Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2017.2085.3

    Struktur- und Ordnungspolitischer Beratungsfonds (SOBF II)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    24.02.2015 - 30.04.2024
  • Aktuelles Projekt:24.02.2015 - 16.05.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitehttp://gogov.org.ua

 

Entwicklungspolitische Kennungen

    nicht verfügbar

CRS-Schlüssel

    15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Mitte September 2014 haben das ukrainische und das Europäische Parlament das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Ukraine ratifiziert. Dieses Abkommen sieht eine engere Zusammenarbeit sowie die wirtschaftliche Integration der Ukraine in den europäischen Binnenmarkt vor. Kern des Assoziierungsabkommens ist die Vereinbarung zur vertieften und umfassenden Freihandelszone (Deep and Comprehensive Free Trade Agreement). Das Abkommen regelt nicht nur den zollfreien Zugang zum EU-Binnenmarkt und zum ukrainischen Markt, sondern auch die Übernahme rechtlicher und wirtschaftlicher EU-Standards. Es soll zudem die Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Wirtschaft fördern.
Die Ukraine geht damit umfassende völkerrechtliche Verpflichtungen ein, die innerhalb klar festgelegter Fristen umgesetzt werden müssen. Davon sind viele Politikbereiche betroffen. Die detaillierten Verpflichtungen und Fristen werden in den nächsten Jahren einen umfassenden Transformationsprozess sowie Strukturreformen in Gang setzen. Daraus ergibt sich für die ukrainische Regierung eine Reformagenda mit klaren Prioritäten.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat im Herbst 2014 die Strategie der nachhaltigen Entwicklung „Ukraine 2020" " veröffentlicht, in der die prioritären Reformvorhaben zusammengefasst werden. Weiterhin hat die ukrainische Regierung im Spätherbst 2014 einen Aktionsplan veröffentlicht, der konkrete Schritte zur Umsetzung notwendiger Reformen darlegt. Diese nationale Reformagenda hängt eng mit den internationalen Verpflichtungen zusammen, die gegenüber der Europäischen Union, dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank eingegangen wurden.

Ziel
Die Wirtschaftspolitik und das System der öffentlichen Finanzen werden reformiert, der Dezentralisierungsprozess wird weitergeführt. Die federführenden Ministerien sowie das Parlament nähern sich EU-Standards an und verbessern Transparenz, Effizienz und Rechenschaftspflicht.

Vorgehensweise
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) berät das Vorhaben vor allem die Ministerien für Finanzen, Wirtschaft und regionale Entwicklung. Sie sollen Reformmaßnahmen für öffentliche Finanzen, Dezentralisierung und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung umsetzen, um die mit den internationalen Partnern vereinbarten Ziele zu erreichen. Die Ministerien werden von nationalen und internationalen Experten unterstützt. Durch den Austausch von Erfahrungen aus der öffentlichen Verwaltung in Deutschland und in anderen Ländern werden Kompetenzen und Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung kontinuierlich aufgebaut.

Wirkungen
Seit September 2015 unterstützt das Vorhaben die Reform „ProZorro" (Transparenz) für öffentliche Vergabe. Dank eines neuen elektronischen Ausschreibungsverfahrens konnten bereits im ersten Jahr Ausschreibungen unterhalb des Schwellenwerts im Gesamtwert von 15 Milliarden UAH, das entspricht etwa 520 Milionen Euro, durchgeführt werden. Geschätzt 1 Milliarde UAH wurden dabei, dank des transparenten Wettbewerbs, für den Staatshaushalt eingespart. Das Erfolgsrezept ist die Zusammenarbeit von öffentlicher Verwaltung, Zivilgesellschaft und Unternehmen. Im Mai 2016 hat „ProZorro" den ersten Preis bei den „World Procurement Awards 2016" in London gewonnen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
In mid-September 2014, Ukraine and the European Parliament ratified the Association Agreement between the European Union (EU) and Ukraine. This agreement provides for closer cooperation with the EU and the economic integration of Ukraine into the EU Internal Market. The key element of the Association Agreement is the Deep and Comprehensive Free Trade Agreement (DCFTA), which serves to regulate not only customs-free access to both the EU Internal Market and the Ukrainian market, but also the adoption of EU legal and economic standards. The DCFTA is moreover designed to boost the competitiveness of the Ukrainian economy.
This sees Ukraine entering into comprehensive obligations under international law which must be implemented within a clearly defined time frame and affect many policy areas. The detailed obligations and deadlines will set in motion a comprehensive transformation process as well as structural reforms in the next few years. For the Ukrainian Government, this will form the basis for a reform agenda with clear priorities.
In late 2014, President Petro Poroshenko published the Ukraine 2020 sustainable development strategy, which summarises the priority reform projects. The Ukrainian Government also published an action plan later that year detailing the specific steps for implementing the necessary reforms. This national reform agenda is closely linked to Ukraine's international obligations to the European Union, the International Monetary Fund and the World Bank.

Objective
The economic policy and public finance system are reformed, the process of decentralisation is continued. The leading ministries and parliament come closer to meeting EU standards and improve transparency, efficiency and accountability.

Approach
Commissioned by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the project advises above all the finance, economic development and regional development ministries. They are tasked with carrying out reforms in the fields of public finance, decentralisation and sustainable economic development in order to comply with the targets agreed with international partners. The ministries are supported by national and international experts. The public administration’s skills and delivery capabilities are continuously built up through an exchange of experiences with public administration in Germany and other countries.

Results
Since September 2015, the project has been supporting the ProZorro reform (transparency) for public invitations to tender. Using a new electronic tendering procedure, it was possible already in the first year to carry out invitations to tender below the threshold of a total of UAH 15 billion (approximately EUR 520 million). Savings for the government budget thanks to the transparent tendering procedure are estimated at UAH 1 billion. The recipe for success is the cooperation between public administration, civil society and businesses. In May 2016, ProZorro won first prize in the World Procurement Awards 2016 in London.