Ländliche Entwicklung durch integriertes Wald- und Wasserressourcen Management

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2503.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Albanien, Bosnien und Herzegovina, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die regionalen Kapazitäten für das nachhaltige Management der Wald- und Wasserressourcen im Rahmen der Entwicklung ländlicher Wirtschaftsräume sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Arbeits- und Sozialministerien der Region

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 906 124 Euro

Kombifinanzierung

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/engl. SDC): 406 124Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2080.2

    Förderung der wirtschaftlichen Diversifizierung in ländlichen Gebieten Südosteuropas (SEDRA)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    17.12.2014 - 31.12.2025
  • Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 31.12.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    43040 Ländliche Entwicklung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Die ländliche Bevölkerung in Südosteuropa ist von der Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen Boden, Wald, Wasser und Biodiversität stark abhängig. Degradierung durch nicht nachhaltige Bewirtschaftung und Klimawandel gefährden die Grundlagen für Einkommen, Beschäftigung und die Entwicklung ländlicher Räume, mit Auswirkungen auf Entwicklungschancen und Migration. Konflikte zwischen der Nutzung und dem Schutz von Boden, Wald, Wasser und Biodiversität erfordern eine integrierte Herangehensweise und Abstimmungsprozesse zwischen den zuständigen Sektoren und Institutionen.
Die Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU) ist erklärtes politisches Ziel aller Länder Südosteuropas. Sie müssen dazu ihre Strategien, Politiken und Gesetzgebungen mit denen der EU harmonisieren sowie Voraussetzungen für die Umsetzung schaffen. Das Management natürlicher Ressourcen ist ein grenzüberschreitendes Thema und der EU-Beitrittsprozess stellt den gemeinsamen Rahmen dazu. Neben der nationalen Herausforderung einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung stehen die Länder Südosteuropas vor der Aufgabe, auch grenzüberschreitend zu kooperieren und koordinieren.
Ziel
Die regionalen Kompetenzen, Ressourcen und die institutionelle Leistungsfähigkeit für das nachhaltige Management der Wald- und Wasserressourcen zur Entwicklung ländlicher Wirtschaftsräume sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben trägt dazu bei, die Fach- Methoden- und Umsetzungskompetenz für das Management von Wald- und Wasserressourcen und die Erschließung ihrer ökonomischen Potenziale für den ländlichen Raum zu verbessern. Es arbeitet dabei eng mit der Regionalorganisation Standing Working Group for Regional Rural Development in South Eastern Europe zusammen. Die SWG RRD ist in Südosteuropa das anerkannte und einzige politisch mandatierte Netzwerk zu den Themen Landwirtschaft und ländliche Entwicklung; sie trägt strukturell zu ländlicher Entwicklung, Agrarwirtschaftsförderung und nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen bei.
Das Vorhaben arbeitet in drei Handlungsfeldern:
1. Verbesserung der Abstimmungsprozesse zwischen den Sektoren Ländliche Entwicklung / Landwirtschaft, Umwelt, Wald und Wasser
Die SWG RRD bringt die mit ihren Mitgliedsinstitutionen, Arbeitsgruppen und Netzwerken erarbeiteten Positionen in den regionalen Dialog ein. Dazu gehören Abstimmungsprozesse zwischen den zuständigen Ministerien, Abteilungen und Behörden der südosteuropäischen Länder. Themen sind EU-Richtlinien und deren Umsetzung mit Blick auf die gemeinsamen Agrarpolitik der EU und den Schutz natürlicher Ressourcen. Ergebnisse und Lösungsansätze werden in die Mitgliedsinstitutionen zurückgetragen.
2. Integration von Umweltzielen in die Politiken zur ländlichen Entwicklung und die Agrarpolitiken
Ziel ist es, Beiträge für eine evidenzbasierte und EU-konforme Politikgestaltung zur Integration von Umweltzielen in die Agrar- und die ländliche Entwicklungspolitik zu entwickeln. Dazu werden Kompetenzen und Ressourcen der Netzwerke der SWG RRD arbeitsbegleitend verbessert, um anwendungsorientierte Politikempfehlungen zu erarbeiten. Ministerielle Fachkräfte aus unterschiedlichen Ressorts, Experten aus Wissenschaft und Praxis, der Privatsektor und Nichtregierungsorgansationen sind dabei beteiligt.
Die regionale Zusammensetzung ermöglicht fruchtbaren Austausch und Lernen, zumal sich die Länder in unterschiedlichen Phasen des EU-Beitrittsprozesses befinden. Politikempfehlungen werden durch die SWG RRD und ihre Mitglieder an die politischen Entscheidungsträger vermittelt.
3. Planung und Umsetzung von integriertem Wald- und Wassereinzugsgebietsmanagement in grenzübergreifenden Pilotregionen
In den Pilotregionen werden Maßnahmen zum integrierten Management von Wald- und Wasserressourcen durchgeführt, die Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen in Einklang bringen. Beispiele sind Managementpläne für Wassereinzugsgebiete, Forst oder Weiden, die zum Natur- und Hochwasserschutz beitragen sowie Einkommen schaffen, beispielsweise entlang sogenannter „grüner" Wertschöpfungsketten oder im ländlichen Tourismus. Dabei werden wirtschaftliche Aktivitäten von Frauen besonders berücksichtigt.
Die Akteure aus Politik und Verwaltung, Privatwirtschaft sowie Zivilgesellschaft werden durch Aus- und Weiterbildung sowie arbeitsbegleitende Beratung dafür qualifiziert, Maßnahmen umzusetzen, Fördermechanismen der EU zu nutzen und öffentlich-private Partnerschaftsmodelle (PPP) zu entwickeln.
Das Bewusstsein der Bevölkerung, ihrer Entscheidungsträger, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft für die Bedeutung von Wald, Wasser und Biodiversität für eine nachhaltige Entwicklung wird durch Medienarbeit, Veranstaltungen und Art-Science-Projekte vor Ort, in den Ländern und der Region gestärkt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The rural population of Southeast Europe is strongly dependent on the preservation and sustainable use of the natural resources soil, forests, water and biodiversity. Degradation due to unsustainable management practices and climate change is threatening the bases of income generation, employment and development in rural areas, which in turn affects development opportunities and migration. In light of the conflict between the use of soil, forests, water resources and biodiversity, and efforts to conserve them, there is a need for an integrated approach as well as coordination between the important sectors and institutions.
Accession to the European Union (EU) is a declared policy goal in all the countries of Southeast Europe. To achieve this they need to harmonise their strategies, policies and legislation with those of the EU, and to put in place necessary conditions for their implementation. Natural resources management is a cross-border issue and the process of EU accession provides a common framework for it. In addition to their own national challenges related to sustainable rural development, the countries of Southeast Europe are now also required to cooperate and coordinate their actions across national borders.
Objective
Regional competences and resources, and institutional capacities for the sustainable management of forest and water resources have been improved in order to support the development of rural economic areas.
Approach
The project contributes to the improvement of technical, methodological and implementation competencies for the management of forest and water resources, and for the use of their economic potential in rural areas. In doing so, it cooperates closely with the Regional Rural Development Standing Working Group (SWG) of South Eastern Europe. This is the only recognised network with a political mandate in the areas of agriculture and rural development in Southeast Europe. It contributes structurally to rural development, the promotion of agri-businesses and the sustainable use of natural resources.
The project operates in three areas:
1. Improving coordination between the environment, forestry, water and rural development/agriculture sectors
SWG introduces positions to the regional dialogue that have been developed by its member institutions, working groups and networks. This entails coordination of the competent ministries, departments and authorities in the Southeast European countries. The topics addressed include the EU directives and their implementation in the context of the EU Common Agricultural Policy and the protection of natural resources. Results and solutions are taken back to the member institutions.
2. Integrating environmental objectives in rural development and agricultural policies
Here, the aim is to develop inputs that support evidence-based and EU-compliant policymaking for the integration of environmental objectives in agricultural and rural development policies. To this end, the project uses on-the-job measures to improve the capacities of the SWG networks to develop practically applicable policy recommendations. This process involves expert staff from various ministries, as well as academics and practitioners; and it includes the private sector and non-governmental organisations.
The regional composition enables fruitful exchanges and learning, particularly since the countries find themselves at different stages of the EU accession process. Policy recommendations are communicated to policymakers by SWG and its members.
3. Planning and implementing the integrated management of forests and catchment areas in cross-border pilot regions
In the pilot regions, the project carries out measures for integrated forest and water resources management that reconcile the conservation and sustainable use of natural resources. Examples include developing management plans for catchment areas, forests or pastures that contribute to nature conservation and flood protection, while generating incomes through so-called green value chains, for example, or through rural tourism. These measures pay special attention to the economic activities of women.
Further education and training as well as on-the-job consulting are provided for policy and administrative actors, as well as the private sector and civil society. This equips them to implement measures, use EU support mechanisms and develop models for public-private partnerships.
By working with the media, holding events and organising art and science projects in the countries of the region, the project raises awareness among the general public, decision makers, the private sector and civil society regarding the importance of forests, water and biodiversity to sustainable development.