Verbesserung der Mutter- und Kindgesundheit

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2470.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Tansania

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Der Zugang zu und die Qualität der medizinischen Versorgung für Neugeborene sind in den Regionen Lindi und Mtwara verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Health

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    03.12.2014 - 31.12.2017
  • Aktuelles Projekt:01.04.2015 - 31.12.2017

Sonstige Beteiligte

  • EPOS Health Management GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    13020 Förderung reproduktiver Gesundheit

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Tansania hat bedeutende Fortschritte bei der Verbesserung der Kindergesundheit und, in geringem Maß, auch bei der Müttergesundheit erzielt. Neugeborenen- und Müttersterblichkeit bleiben im internationalen Vergleich allerdings außerordentlich hoch. Das liegt vor allem an den gravierenden Missständen in der geburtshilflichen Versorgung. Zahlreiche Stellen sind unbesetzt und das vorhandene Personal ist schlecht ausgebildet. Mangelnde Fachkenntnisse und Managementkompetenzen im Gesundheitssektor, ineffiziente Haushaltsplanung und fehlende Beteiligung der Zivilbevölkerung, vor allem von Frauen, tragen zu der unzureichenden geburtshiflichen Versorgung bei. Vor allem arme, benachteiligte Frauen nutzen die geburtshilflichen Gesundheitsdienstleistungen kaum.

Ziel
Vor allem arme, benachteiligte Frauen und Mädchen nutzen verstärkt die verbesserten geburtshilflichen Gesundheitsdienstleistungen in den Regionen Lindi und Mtwara.

Vorgehensweise
Schwerpunkt des Vorhabens ist die Verbesserung der geburtshilflichen Dienstleistungen in 208 ausgewählten Gesundheitseinrichtungen in den Regionen Mtwara und Lindi. In enger Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank und Beiträgen anderer Kooperationspartner, wie Voluntary Service Overseas (VSO) und Elisabeth Glaser Pediatrict and AIDS Foundation (EGPAF) werden personelle Ressourcen und institutionelle Leistungsfähigkeit gestärkt:
1. Verbesserung der personellen Ressourcen und der institutionellen Leistungsfähigkeit für die geburtshilfliche Versorgung von Müttern und Neugeborenen
2. Verbesserung der Verfügbarkeit von einsatzbereiten medizinischen Geräten für geburtshilfliche Dienstleistungen
Zur besseren Verfügbarkeit von einsatzbereiten medizinischen Geräten berät EPOS Consulting.
Die jährlich rund 55.000 Schwangeren in den Regionen Mtwara und Lindi. gehören mehrheitlich zur armen Bevölkerung Tansanias. Sie sind hinsichtlich ihrer politischen Teilhabe, ihres soziokulturellen Status und ihrer persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten im nationalen Vergleich besonders benachteiligt. Verbesserte Qualität bei der Mütter- und Neugeborenengesundheit ist entscheidend, um Frauen davon zu überzeugen, in Gesundheitseinrichtungen zu entbinden, wo sie bei Problemen von der Notfallversorgung profitieren. Das Programm zur Unterstützung des Gesundheitssektors hat Qualitätsteams in den Mütter- und Neugeborenenstationen eingerichtet, die die Behandlung und Pflege regelmäßig mit evidenzbasierten Qualitätsmanagementinstrumenten überprüfen.

Wirkungen
Das Personal der 208 ausgewählten Gesundheitseinrichtungen wurde weitergebildet: Managementtrainings und Fortbildungen wurden durchgeführt, beispielweise zu spezieller Neugeborenenbehandlung, geburtshilflicher Narkose, zum Management von Blutprodukten und zum Qualitätsmanagement von Neugeborenenstationen und Kreissälen sowie zur Auswertung von Todesfällen. Monatliche Mentoringbesuche fanden in den 6 Krankenhäusern mit einer speziellen Neugeborenenstation statt. Das Personal wurde dabei durch praktische Übungen und Besprechungen von Fallbeispielen fortgebildet. Der Anteil der Gesundheitseinrichtungen, der ausgebildetes Personal für die geburtshilfliche Grund- und Notfallversorgung entsprechend nationaler Standards vorhält, ist durch die bisherigen Maßnahmen bereits deutlich gestiegen.
Eine Basisdatenerhebung in allen 208 Gesundheitseinrichtungen hatte ergeben, dass nur 18 Prozent der Einrichtungen die für die geburtshilfliche Grund- und Notfallversorgung notwendigen medizinischen Geräte einsatzbereit vorhalten. Aufgrund der Daten wurde ein Beschaffungsplan erstellt, der durch die Partner, die KfW Entwicklungsbank und in geringem Umfang durch das Vorhaben finanziert wird.