Sektorvorhaben Berufliche Bildung

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2247.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G110 Gesundheit, Bildung, Soziales
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die weiterentwickelten Strategien und Ansätze des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in der Berufsbildung werden auf allen Ebenen der deutschen und internationalen Entwicklungspolitik befördert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 779 414 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2011.2218.3

    Sektorvorhaben Berufliche Bildung

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2001.8

    Sektorvorhaben Berufliche Bildung

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    01.12.1994 - 30.04.2026
  • Aktuelles Projekt:18.03.2015 - 18.10.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    11330 Berufliche Bildung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)


Ausgangssituation
Berufliche Bildung umfasst sowohl berufliche Erstausbildung als auch berufliche Weiterbildung. Eine arbeitsmarktorientierte Aus- und Weiterbildung erhöht die Beschäftigungsfähigkeit und fördert politische und gesellschaftliche Teilhabe. Die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte ist eine wichtige Voraussetzung für die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung eines Landes.
Die Berufsbildungssysteme vieler Kooperationsländer der GIZ sind bisher kaum an den Bedarfen des Arbeitsmarktes ausgerichtet; Berufsausbildungen sind oft wenig praxisorientiert. Qualifiziertes Bildungspersonal und Infrastruktur fehlen. Zudem ist berufliche Bildung in vielen Partnerländern gesellschaftlich wenig angesehen.
Aus dieser Situation erwächst steigender Bedarf der Partnerländer nach Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Berufsbildungssysteme. Deutschland hat langjährige, umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet, besonders hinsichtlich intensiver Kooperation und Beteiligung der Wirtschaft und engem Arbeitsmarktbezug. Deutsche Fachkenntnisse und Kompetenzen in der beruflichen Bildung sind in den Partnerländern stark gefragt.
Ziel
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verfügt über weiterentwickelte Strategien und Ansätze zur Berufsbildung für die deutsche und internationale Entwicklungspolitik.

Vorgehensweise
Das Sektorvorhaben „Berufliche Bildung" unterstützt das BMZ dabei, Strategien und Ansätze zur Berufsbildung für die deutsche und internationale Entwicklungspolitik weiterzuentwickeln. Eine zentrale Aufgabe ist die umfassende Beratung des Ministeriums zu Themen der beruflichen Bildung. Methoden und Aktivitäten des Vorhabens sind auf die Weiterentwicklung vorhandener Strategien und Ansätze des BMZ in der Berufsbildung und deren verstärkte Positionierung in der deutschen und internationalen Entwicklungspolitik ausgerichtet.
Der Beratungsansatz des Sektorvorhabens baut auf Erkenntnissen und Erfahrungen aus der nationalen und internationalen Diskussion zur beruflichen Bildung sowie aus abgeschlossenen und laufenden Vorhaben zur Berufsbildung auf. Auf dieser Grundlage und in konzeptionellen Prozessen werden strategische Empfehlungen und innovative Themen entwickelt.
Das Sektorvorhaben berät in drei Handlungsfeldern:
1. Erhöhte Sichtbarkeit der beruflichen Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit
2. Entwicklung von zentralen, innovativen Themen zur beruflichen Bildung
3. Mainstreaming der Themen in Berufsbildungsvorhaben
Seit 2010 hat die berufliche Bildung in der deutschen Entwicklungspolitik stetig an Bedeutung gewonnen. Dies spiegelt sich auch in den seitdem mehr als verdoppelten Zusagen des Ministeriums an die GIZ zu diesem Thema wider.
Deutschland ist derzeit weltweit der mit Abstand wichtigste bilaterale Geber zur Förderung der beruflichen Bildung. Die Mittel der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit für Berufsbildung überstiegen in den vergangenen Jahren sogar die entsprechenden Beiträge der EU-Kommission und der Weltbank.
Wirkungen
Das BMZ konnte sich mit Unterstützung des Sektorvohabens national und international zu innovativen Themen und Trends der beruflichen Bildung positionieren.
National erfolgte dies vor allem in der Ressortkooperation im Kontext der Strategie der Bundesregierung zur internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. Die deutsche Position wurde darüber hinaus in multilateralen und internationalen Prozessen gestärkt, zum Beispiel im Rahmen der Diskurse um die Formulierung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs), der Jahrestagung der Asiatischen Entwicklungsbank im Mai 2016 und der Personalentsendung zu UNESCO-UNEVOC und zur Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET).
Das Vorhaben hat zu aktuellen Themen der beruflichen Bildung anwendungsorientierte Konzepte entwickelt, beispielsweise das Toolkit „Lernen und Arbeiten in der informellen Wirtschaft – Zugang, Qualifizierung und Übergang". Die fachliche Unterstützung von BMZ-Länderreferaten, Referenten für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Nichtregierungsorganisationen, Durchführungsorganisationen und Mitarbeitern internationaler Organisationen konnte mithilfe des Toolkits verbessert werden.
Schwerpunkte des Engagements des BMZ in der beruflichen Bildung sind vor allem die Themen Informations- und Kommunikationstechnologien, Flucht und Migration, Qualifizierung in der informellen Wirtschaft, berufliche Bildung im ländlichen Raum sowie im Zusammenhang mit fragiler Staatlichkeit, sowie Gleichberechtigung der Geschlechter.
Projektwebseite:
https://www.giz.de/de/weltweit/39101.html
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
The requirements of Technical and Vocational Education and Training (TVET) and the environments in which it is carried out are subject to constant change worldwide, and are becoming more and more complex. In the context of political change, globalisation and its effects, and technological developments, there is a need to constantly re-examine TVET. TVET is also incorporated in various economic and/or sociopolitical strategies. In addition, new tasks are emerging in this sphere as a result of international agreements signed by the German Government, and due to dialogue with other donors. The Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) therefore considers it important to position TVET more strongly as a key component of German development policy in international cooperation.
Objective
BMZ’s strategies and approaches in the field of technical and vocational education and training (TVET) have been developed further and are being promoted at all levels of German and international development policy.
Approach
One of the programme’s core tasks is to provide advisory services on all TVET-related topics to the Education and the Digital World Division at BMZ. The sector programme’s methodology and activities are directed towards the further development of BMZ’s TVET strategies and approaches, and their improved positioning within German and international development policy.
The programme builds on the knowledge and experience gained from the national and international dialogue on TVET, and draws on lessons learned from previous and ongoing projects in this area. Existing TVET networks are being used to facilitate this work. The findings are collated and developed into relevant strategic recommendations and innovative sectoral themes. Current sectoral themes include TVET as a component of integrated education approaches, TVET and rural development, and TVET in fragile contexts. These themes are flanked by strategies to improve the image of TVET and train actors in the informal economy. Other topics include training TVET professionals and making TVET more inclusive. The basic strategies, approaches and sectoral themes developed are then introduced into TVET projects in the partner countries, for example through advice during the appraisal and preparatory processes for new projects.
Results
Promoting TVET has been a high priority of German bilateral development cooperation for the last fifty years. Work in this field has increased steadily over recent years in particular. BMZ has strengthened its position with regard to TVET at both national and international level. This has been achieved on a national level through complementary action between the different ministries, within the scope of the German Government’s strategy for international TVET cooperation. Through the TVET team, cooperative relationships with the German implementing organisations, the business community and churches, foundations and non-governmental organisations have been established and consolidated. On an international level, Germany’s position has been strengthened within a number of multilateral and international processes. Examples of these are the post-MDG discussions as well as harmonisation and donor coordination with the Agence Française de Développement, LuxDev and the Belgian Development Agency, among others.
The sector programme has developed various application-based concepts for addressing current topics in TVET. One example is the toolkit ‘Learning and working in the informal economy’, which has been used to support the work of BMZ, non-governmental organisations, implementing organisations and employees at international organisations. These approaches are also being integrated into TVET projects, thereby improving their design and implementation.