Kommunales Abfall- und Abwassermanagement

Upravljanje otpadom i otpadnim vodama u opštinama

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2220.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Serbien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das Dienstleistungsangebot in den ausgewälten Kommunen zum Aufbau von Kreislaufwirtschaftssysteme in den prioritären Sektoren Abfall- und Abwassermanagement hat sich verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Landwirtschaft und Umweltschutz der Republik Serbien

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:3 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2011.2183.9

    Kommunales Abfall- und Abwassermanagement

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    16.12.2011 - 01.08.2018
  • Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 01.08.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    14050 Abfallwirtschaft und -entsorgung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Serbiens Abfallmanagement ist vor allem in ländlichen Gebieten unzulänglich. Die Sammlung wird unzureichend organisiert, die Deponierung geschieht unkontrolliert. Im EU-Vergleich ist der organische Anteil am Restabfall hoch, die Recyclingrate sehr gering. Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung ist noch wenig ausgeprägt.
Lediglich 10 Prozent des Abwasservolumens werden behandelt. In den meisten Gemeinden fehlt eine Kanalisations- und Abwasserbehandlungsinfrastruktur. Hier besteht großer Investitionsbedarf.
Die Sammlung von Wertstoffen aus Haushaltsabfällen wird oftmals von informellen Müllsammlern, meist Roma, übernommen. Eine Effizienzsteigerung und angepasste Formalisierung dieser Tätigkeit ist für ein professionelles Recycling jedoch unerlässlich. Kommunen müssen ergänzend dafür Sorge tragen, dass beim Aufbau moderner Abfallmanagementsysteme benachteiligten Gruppen nicht ihre Erwerbsgrundlage entzogen wird.
Im Dezember 2015 verabschiedete die Europäische Kommission ein Kreislaufwirtschaftspaket. Es fördert die Wiederverwendung, Reparatur, Überholung, Wiederaufbereitung und Verwertung von Wertstoffen und Produkte. Alle Ressourcen sollen während ihrer gesamten Lebensdauer effizienter verwaltet werden. Dies führt zu Wirtschaftswachstum und neuer Beschäftigung.
Serbien strebt den EU-Beitritt an und gleicht zurzeit seine Gesetzgebung an die der EU an. Eine Modernisierung des Abfallmanagements im Sinne eines Einstiegs in die Kreislaufwirtschaft ist dabei erklärtes politisches Ziel.
Ziel
Die Voraussetzungen zur Einführung von Kreislaufwirtschaftssystemen in das Abfall- und Abwassermanagement sind national und kommunal verbessert.
Vorgehensweise
Das Projekt unterstützt das Ministerium für Landwirtschaft und Umweltschutz, das Wirtschaftsministerium, die serbische Industrie- und Handelskammer, das Landessekretariat für Stadtplanung, Bau und Umweltschutz sowie den serbischen Städtetag. Es kooperiert unter anderem mit dem serbischen Abfallverband SeSWA und der serbischen Agentur für Umweltschutz sowie mit Nichtregierungsorgansationen im informellen Sektor und mit privaten Recyclingfirmen.
Die fünf Pilotgemeinden Aleksandrovac, Bela Crkva, Krupanj, Kursumlija und Svilajnac sowie die Region Rasina werden dabei unterstützt, Planungs- und Verwaltungskompetenzen für integrierte Abfall- und Abwassermanagementleistungen auszubauen.
Das Projekt umfasst vier Handlungsfelder:
1. Aufbau einer effizienten interkommunalen Zusammenarbeit zwischen den Kommunen sowie verbesserte kommunale Daseinsvorsorge bei Abfall und Abwasser
2. Unterstützung von Gemeinden bei der Vorbereitung kleinerer und mittlerer Investitionen in Recyclingprojekte
3. Inklusion von Minderheiten und informellen Aktueren in die geordnete Abfallwirtschaft
4. Mehr Umweltbewusstsein schaffen sowie Fördermechanismen für eine Kreislaufwirtschaft einrichten
Wirkungen
Mit Unterstützung des Vorhabens arbeiten nationale Regierungen und lokale Behörden koordinierter und effizienter zusammen.
Bei lokalen Entscheidungsträgern in Gemeindeverwaltungen und kommunalen Betrieben sind die Managementkompetenzen insgesamt erhöht, ebenso abfallspezifische Planungs-, Umsetzungs- und Optimierungsfähigkeiten.
Die Abfallmengen und Zusammensetzungen sind in den Pilotgemeinden bekannt.
In der Region Rasina wurde eine interkommunale Arbeitsgruppe eingerichtet. Sie baut ein gemeinsames Abfallmanagementprogramm auf.
Die kommunalen Betriebe in den Pilotgemeinden verzeichnen vermehrte Abfallsammlungs- und Recyclinganteile sowie erhöhte Hebeeffizienz, also mehr beglichene Rechnungen der Nutzer. Außerdem sind Projekte zur getrennten Sammlung von Wertstoffen und Etablierung von Wertstoffhöfen in der Umsetzung. Mithilfe einer elektronischen Plattform wird der Transport gefährlicher Abfälle besser überwacht.
Interesse und Bewusstsein aller Akteure, einschließlich der Bevölkerung, für eine Beteiligung an den Maßnahmen für ein besseres Abfall- und Abwassermanagement in den Kommunen haben zugenommen.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Serbia has committed to bringing its environmental legislation into line with European Union rules as part of its efforts to join the union. 90 per cent of environmental laws are implemented at local level. However, Serbia's local authorities do not have the expertise that they need for environmental management to be geared towards the circular economy.
At present, not a single local authority has adopted this approach in its waste and wastewater management. As a result, almost all waste is landfilled improperly or recycled very inefficiently. Local authorities thus squander potential revenues from using waste resources. The country does not have a national wastewater strategy, has hardly any wastewater treatment plants and its sewage sludge treatment is unsatisfactory. Most wastewater runs straight into local waters untreated or seeps into the ground. This invariably causes long-term pollution of soil, groundwater and local and transboundary waters, to the detriment of people and the environment.
Objective
National and local institutions (local authorities) put in place the conditions needed to introduce waste and wastewater management that is geared towards the circular economy and is environmentally sustainable, socially balanced and cost-efficient.
Approach
The project is encouraging the use of resources from waste and wastewater, especially from sewage sludge, in selected pilot municipalities. Local authorities receive significant support in introducing a circular economy. The aim is to demonstrate that an adapted environmental policy can become a valuable economic factor. The project supports partnerships between local authorities through regional solutions. It also helps local authorities to develop investment projects that are ready for bank financing or are designed to attract private investment. It encourages the development of circular economy strategies in combination with municipal environmental communication and public participation activities. This step aims to make people more interested in environmental protection in local authorities. Municipal services with broad popular approval are also to be put in place. Activities in the pilot areas are to send a strong message, including to other local authorities and regions in Serbia.
At national level, the project advises national institutions, including the Ministry of Agriculture and Environmental Protection, the Ministry of Economy, the Serbian Environmental Protection Agency, the Standing Conference of Towns and Municipalities, representatives of minorities and the recycling association, on issues such as circular economy planning, adapting EU laws to the Serbian context, including vulnerable minorities, financing plants and involving the public in environmental planning.
Results
In five pilot municipalities, the project strengthened the management skills of local authorities and public utilities, enabling them to plan, implement and introduce new waste and wastewater systems. The project was the first in Serbia to systematically support the use of material flow analysis (MFA) at local authority level to develop adapted scenarios for new waste and wastewater management systems.
Other Serbian local authorities are now using this planning tool. With public involvement, local authorities choose one of the scenarios, which is then used to develop a new material flow management system. The project aims to promote the different, interconnected areas of municipal infrastructure, such as waste, wastewater and energy supply. After a feasibility study is conducted, the selected option is turned into a detailed bankable plan that is ready for financing. Local authorities receive support in building plants and putting them into operation.
Further information
• Ministry of Agriculture and Environmental Protection of the Republic of Serbia
http://www.mpzzs.gov.rs/
• Ministry of Economy of the Republic of Serbia
http://www.privreda.gov.rs/
• Provincial Secretariat for Urban Planning, Construction and Environmental Protection
http://www.ekourb.vojvodina.gov.rs/
• Serbian Standing Conference of Towns and Municipalities (SCTM)
http://www.skgo.org/
• Green Serbia Chamber of Commerce
http://www.pkzs.rs/
• Videos on environmental protection
http://www.youtube.com/user/gizserbiaimpact