Reform der öffentlichen Finanzen

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2218.7
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Serbien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Transparenz, Effizienz, Kunden- und Bürgerorientierung in den öffentlichen Finanzen sind erhöht.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Finanzministerium der Republik Serbien

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:3 017 847 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    10.12.2014 - 27.07.2018
  • Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 27.07.2018

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

    nicht verfügbar

CRS-Schlüssel

    15111 Verwaltung der öffentlichen Finanzen

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Ziele des politischen und wirtschaftlichen Reformkurses Serbiens sind die weitere staatliche Stabilisierung und die EU-Annäherung im Rahmen einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Die Stärkung der Eigenfinanzierungsfähigkeit ist angesichts der prekären Haushaltslage zentraler Bestandteil der Reformagenda. Gleichzeitig hat die Regierung die Bedeutung der Prinzipien guter Regierungsführung auf dem Weg zu einem modernen und leistungsfähigen Staat erkannt. Das System der öffentlichen Finanzen soll deshalb hinsichtlich Transparenz, Leistungsfähigkeit, Bürgerorientierung und Rechenschaftspflicht reformiert werden, sodass es die Anforderungen an einen modernen Staat im Sinne der EU-Standards erfüllt.

Ziel

Im System der öffentlichen Finanzen herrschen mehr Transparenz und Effizienz sowie Kunden- und Bürgerorientierung.

Vorgehensweise

Gemäß dem Good-Financial-Governance-Ansatz verfolgt das Vorhaben eine umfassende Strategie der gleichzeitigen Stärkung von Einnahmen- und Ausgabensystemen. Es fördert die Prinzipien guter Regierungsführung – Transparenz, Rechtstaatlichkeit, Leistungsfähigkeit und Bürgerorientierung – im System der öffentlichen Finanzen. Die entwicklungsorientierte und armutsreduzierende Verwendung der öffentlichen Einnahmen soll verbessert werden, was der Bevölkerung zugutekommt und die Legitimation staatlichen Handelns erhöht.
Das Vorhaben unterstützt die serbische Reformagenda. Sie sieht, neben der Konsolidierung der Staatsfinanzen, die Verankerung der Prinzipien guter Regierungsführung im öffentlichen Finanzwesen vor. Die deutsche internationale Zusammenarbeit leistet dabei hinsichtlich der Kapitel 16 (Steuern), 32 (Finanzkontrolle) und 33 (Haushalt) des gemeinschaftlichen Besitzstands der EU (Acquis communautaire) auch einen Beitrag zur EU-Annäherung Serbiens.
Gleichzeitig ordnet sich das Vorhaben in das Reformprogramm des serbischen Finanzministeriums ein. Mit einem Good-Financial-Governance-Ansatz wird das Ministerium befähigt, die Umsetzung der geplanten Reformen zu steuern. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Steuerverwaltung und Haushaltsabteilung, die Einführung eines integrierten, an EU-Standards angenäherten internen Finanzkontrollwesens sowie die Stärkung der Rolle des Rechnungshofes als zentraler Behörde der externen Finanzkontrolle im gesamtgesellschaftlichen Rechenschaftspflichtprozess.
Die Leistungen des Vorhabens sind vor allem Beratungen, die in verschiedenen Formaten, zum Beispiel Trainings, Workshops und Studien, erbracht werden.

Wirkung

Das Finanzministerium wurde bei der Entwicklung und Durchführung des Ende 2015 verabschiedeten Programms zur Reform des öffentlichen Finanzmanagements (2016-2020) unterstützt.
Für die EU-Beitrittsverhandlungen Serbiens wurde das Finanzministerium auf die erfolgreiche Verhandlung von Kapitel 16 (Steuern), 32 (Finanzkontrolle) und 33 (Haushaltsfragen) des Acquis communautaire vorbereitet.
Zur besseren Kontrolle der Verwendung von Haushaltsmitteln wurde das Finanzministerium beim Aufbau eines integrierten Finanzkontrollwesens, Schwerpunkt Haushaltsinspektion, unterstützt. Durch die Haushaltsinspektion aufgedeckte und nachverfolgte Informationen über Mittelfehlverwendungen werden regelmäßig auf der Webseite des Finanzministeriums veröffentlicht.
Ein von der Regierung verabschiedetes umfassendes Transformationsprogramm der serbischen Steuerverwaltung (2015-2019) wurde mithilfe des Vorhabens entwickelt.
Um die Leistungsfähigkeit der Steuerverwaltung zu erhöhen, wurden 400 Beamte zu den Themen Verrechnungspreise/internationale Besteuerung sowie internationale Rechnungslegungsstandards IAS/IFRS ausgebildet. Mehr als 100 Steuerprüfer und Steuerfahnder haben an Fortbildungen – Training-of-Trainers – zur internationalen Praxis der Steuerprüfung und zu Ermittlungstechniken bei der Aufdeckung von Steuerstraftaten teilgenommen.
Zur weiteren Professionalisierung und praxisnahen Ausbildung von Steuerbeamten wurde die Steuerverwaltung beim Aufbau einer Steuerakademie nach dem dualen Ausbildungsmodell beraten und unterstützt.
Für Kommunikation und Aufklärung der Steuerzahler werden innovative Instrumente eingesetzt. Die Steuerverwaltung nutzt ihre Facebook-Seite, ihren YouTube-Kanal sowie die mit dem Vorhaben produzierten TV-Sendungen, um ihre Kampagne im Kampf gegen die Schattenwirtschaft intensiv zu unterstützen.
Die Bürger- und Kundenorientierung der Steuerverwaltung ist verbessert. Die Ergebnisse der Ende 2016 unabhängig durchgeführten 5. repräsentativen Steuerumfrage unter kleinen und mittleren Unternehmen zeigen einen gestiegenen Anteil an Steuerzahlern, die Dienstleistungen der Steuerverwaltung als zufriedenstellend bewerten: 54 Prozent gegenüber 42 Prozent im Vorjahr.
Gemeinsam mit dem Rechnungshof wurde ein Konzept für eine umfassende, auf kontinuierliche Fortbildung, individuelles Leistungsmonitoring und berufliche Laufbahnentwicklung ausgerichtete Personalmanagementstrategie entwickelt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Serbia is currently undertaking political and economic reforms, the goals of which are to increase the stability of the state and promote the approximation of European Union (EU) laws, in a market economy-based system. Given the precarious budgetary situation, strengthening the capacity for self-financing is a key element of Serbia’s development strategy. At the same time, the Serbian Government has recognised the importance of good governance, not only with a view to possible EU accession, but also as a step towards becoming a modern and effective state. Efforts are therefore being made to reform Serbia’s public finance system in order to meet the requirements of a modern state in terms of transparency, effectiveness, citizen orientation and accountability in line with EU standards.

Objective

Transparency, effectiveness and citizen orientation have improved in the public finance system.

Approach

Based on an approach which promotes good financial governance, the project pursues a comprehensive strategy which aims to simultaneously strengthen the state systems for income and expenditure. It supports principles of good governance – such as transparency, the rule of law, effectiveness and citizen orientation – in the Serbian public finance system. The efforts to improve the use of public income in a manner which encourages development and reduces poverty have a positive impact on the lives of Serbian people and enhance the legitimacy of state actions.
The project supports the Serbian reform agenda which provides not only for the consolidation of state finances, but also for the anchoring of the principles of good governance in the public finance system. As part of its international cooperation activities, Germany is also supporting Serbia’s efforts to meet the requirements of chapters 16 (Taxation), 32 (Financial control) and 33 (Financial and budgetary provisions) of the body of European laws known as the Community acquis in a bid to move closer to the EU. At the same time, the project is also part of the Serbian Ministry of Finance’s planned reform action plan. Following a comprehensive and systematic approach to good financial governance enables the Ministry to manage the implementation of the planned reforms. Here, particular emphasis is placed on improving the performance of the Ministry’s tax administration and budgetary controlling section and on introducing an integrated internal financial control system in line with EU standards.
The support offered by the project includes international and national short-term and long-term advisory services as well as basic office equipment.

Results

In the previous project of the same name, which ran from 2012 to 2014, the following results were achieved:
The performance of the Serbian tax administration in exercising its core functions and in managing reform processes improved. A modernisation plan was developed and a department set up to manage reforms and coordinate internal and external projects.
The preconditions were met for establishing a management information system to underpin the effective and efficient management of the tax administration. A glossary was created that contains more than 220 everyday terms from the field of tax administration. This will provide the basis for the reporting system and the development of performance indicators.
The taxpayers’ knowledge and their awareness about their rights and duties was enhanced (taxpayer education). An informative weekly television broadcast provides information on tax issues. Since 2012, a regular tax forum has been held involving taxpayers and representatives of the administration. This demonstrates the administration’s increased citizen orientation.
The Ministry of Finance’s budget inspection department is involved in the entire process of public finance management. An overarching strategy was developed to strengthen the department, as was a method to ensure a consistent approach is taken. Reform activities for the next three years were set out in an operational plan.