Programm zu Modernisierung und Stärkung der Siedlungswasserwirtschaft - PROAGUA II
Programa de Modernización y Fortalecimiento del Sector Agua y Saneamiento - PROAGUA II
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2173.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Peru
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Wasserversorgungssicherheit für die städtische Bevölkerung ist verbessert
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerio de Vivienda, Construcción y Saneamiento
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:35 450 000 Euro
Kombifinanzierung
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): 15 950 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 26.09.2014 - 30.11.2023 - Aktuelles Projekt:01.01.2015 - 30.11.2023
Sonstige Beteiligte
- Arge Akut-Como
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Hauptziel
CRS-Schlüssel
14015 Erhaltung von Wasserressourcen (einschließlich Datenerhebung)
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Perus Bevölkerung und Ökosysteme sind für Klimarisiken sehr anfällig: Das Land weist sieben der neun Anfälligkeitsmerkmale auf, die die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) festgelegt hat. Neben dem periodisch auftretenden Wetterphänomen El Niño, welches sich unter anderem kennzeichnet durch starke Regenfälle in den Anden, ist mit einer Verschärfung von extremen Klimaereignissen in der Region zu rechnen. Darüber hinaus ist Wasser regional extrem ungleich verteilt.
Zusätzlich zu steigenden Risiken durch den Klimawandel hat Peru mit anhaltender Verstädterung, steigendem Wasserverbrauch und der zunehmenden Verschmutzung der natürlichen Wasserressourcen durch Abwasser zu kämpfen. Die Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit der städtischen Wasserversorgung ist dem nicht gewachsen. Die Wasserversorgungssicherheit ist zum einen gefährdet durch die mangelnde Koordination beim Wassermanagement zwischen Ministerien, Wasserversorgungsunternehmen, lokalen Wasserbehörden und Regionalregierungen. Zum anderen ist sie gefährdet durch den nicht nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser.
Für die peruanische Regierung haben die langfristige Sicherstellung und die Klimawandelresilienz der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung politische Priorität. Das Ministerium für Wohnungsbau, Bau- und Sanitärwesen (MVCS) hat die Federführung für Politiken, Strategien und die Entwicklung der gesetzlichen Regelwerke im Wasserbereich.
Ziel
Die Wasserversorgungssicherheit für die städtische Bevölkerung Perus ist verbessert.
Vorgehensweise:
Das Vorhaben baut auf den bisher erreichten Resultaten und Wirkungen auf, insbesondere die Umsetzung des Modernisierungsgesetzes, die Einführung des dualen Ausbildungssystems und die Kommerzialisierung des Abwassermanagements. Der Schwerpunkt des Vorhabens liegt seit 2019 darauf, die Anfälligkeit der städtischen Wasserversorgung gegenüber dem Klimawandel zu verringern.
Das Vorhaben berät das MVCS, die Behörde für die Verwaltung der Wasser- und Abwasserdienstleistungen (OTASS), die Nationale Wasserwirtschaftsbehörde (ANA), das Nationale Ausbildungsinstitut für die Bauwirtschaft (SENCICO), ausgewählte Flussgebietskommissionen, sowie ausgewählte städtische Wasserversorger in Lima, Trujillo und Piura und andere.
Aktivitäten finden in den vier folgenden Handlungsfeldern statt:
Resilienz gegen Extremwetterereignisse in den Städten Lima, Trujillo und Piura: Das Vorhaben verbessert die Informationsgrundlage, Analyse, Quantifizierung und Modellierung der Wasserversorgungsrisiken, unterstützt beim Aufbau von effizienten Abstimmungsmechanismen sowie Maßnahmenplanung, sodass das Finanzministerium Mittel schneller verteilen kann und Maßnahmen schneller umgesetzt werden.
Schutz der Wasserressourcen: Das Vorhaben verbessert das Abwassermanagement und hilft dabei, die Einleitung unzureichend behandelter Abwässer zu verringern. Dazu überarbeitet es die Normen für Planung und Betrieb von Kläranlagen sowie für deren Überwachung durch die Aufsichtsinstanzen und unterstützt bei der Verbesserung der Reinigungsleistung von über 40 bestehenden Kläranlagen. Zudem unterstützt es beim Aufbau eines Zertifizierungssystems für Kläranlagen, Überwachung der Abwassereinleitung aus Gewerbe- und Industriebetrieben in die öffentliche Kanalisation und bei der Wiederverwendung gereinigten Abwassers.
Berufliche Bildung im Wasserbereich: Das Vorhaben unterstützt dabei, ein Zertifizierungssystem für Kompetenzen und ein duales Ausbildungssystem einzuführen. Die bessere Fachkräftesituation hilft dabei, Maßnahmen zur Wasserversorgungssicherheit umzusetzen und den fachgerechten Betrieb von Kläranalagen zu gewährleisten.
SDG- und NDC-Monitoring: Unterstützung beim Aufbau eines effizienten Monitoringsystems und Aktualisierung des Plans zur transparenten Umsetzung der Agenda 2030 und des Pariser Klimaschutzabkommen.
Wirkungen
Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen und Akteuren der Wasserversorgung hat sich verbessert, insbesondere zwischen MVCS und Wasserversorgungsunternehmen einerseits und zwischen ANA und Einzugsgebietskommissionen andererseits.
Die Coronavirus-Pandemie hat das Bewusstsein für die Systemrelevanz der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung aufgezeigt. Gemeinsam mit dem MVCS wurden zusätzliche sowohl kurz- als auch langfristig wirksame Maßnahmen zur parallelen Stärkung der Pandemiefolgen- und Klimawandelresilienz entwickelt und teilweise bereits ausgeführt: Organisation von Erfahrungsaustauschen zwischen den Wasserversorgungsunternehmen in virtuellen Meetings, Erarbeitung von Pandemie-Krisenplänen, Vulnerabilitätsanalysen der Lieferketten, Unterstützung SENCICOs bei der Digitalisierung von theoretischen Lehrinhalten der technischen Ausbildung u.a.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Peru’s population and ecosystems are extremely susceptible to climate risks: the country displays seven of the nine characteristics that make regions particularly vulnerable according to the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC). As well as the periodic weather phenomenon known as El Niño, which, among other things, brings heavy rainfall in the Andes, an intensification of extreme climate events in the region can also be expected. What’s more, water resources are very unevenly distributed across the country.
In addition to the increasing risks posed by climate change, Peru faces the challenges of ongoing urbanisation, rising water consumption and increasing pollution of natural water sources through wastewater. The urban water supply is neither resilient nor adaptable enough to cope with this. Water security is threatened on the one hand by the lack of coordination on water management between ministries, water supply utilities, local water authorities and regional governments. On the other hand, the non-sustainable use of water resources also poses a risk.
Ensuring the sustainability and climate resilience of water supply and wastewater disposal is a high political priority for the Peruvian Government. The Ministry of Housing, Construction and Sanitation (MVCS) is responsible for the policies, strategies and development of legal regulations in the water sector.
Objective
Water security has been improved for Peru’s urban population.
Approach
The project builds on the results and impacts achieved to date, particularly the implementation of the modernisation law, the introduction of the dual education system and the commercialisation of wastewater management. Since 2019, the focus of the project has been on reducing the vulnerability of the urban water supply to climate change.
The project advises MVCS, the Technical Organization for the Administration of Sanitation Services (OTASS), the National Water Authority (ANA), the National Training Institute for the Construction Industry (SENCICO), selected river basin commissions, and selected urban water utilities in Lima, Trujillo and Piura, and other parties.
Activities are implemented in four areas of action:
Resilience to extreme weather events in the cities of Lima, Trujillo and Piura: the project is improving the information base, analysis, quantification and modelling of water supply risks and providing support in the establishment of efficient coordination mechanisms and in the planning of measures to allow the Ministry of Finance to speed up fund disbursement, meaning measures can be implemented faster.
Protection of water resources: the project is improving wastewater management and helping to reduce the discharge of inadequately treated wastewater. To this end, it is revising the standards for the planning and operation of wastewater treatment plants as well as for their monitoring by supervisory authorities and providing support for improving operational capacities at more than 40 existing wastewater treatment plants. It is also providing support in establishing a certification system for wastewater treatment plants, monitoring wastewater discharge from commercial and industrial enterprises into the public sewerage system, and reusing treated wastewater.
Vocational education in the water sector: the project is providing support in the introduction of a skills certification system and a dual education system. A greater number of professionals will help the country implement measures for water supply security and ensure the proper operation of wastewater treatment plants.
SDG and NDC monitoring: the project is providing support in the establishment of an efficient monitoring system and in updating the plan for transparent implementation of the 2030 Agenda and the Paris Climate Agreement.
The project is also supporting measures to strengthen the resilience of the water supply to the consequences of pandemics. The project is cofinanced by the Swiss State Secretariat for Economic Affairs (SECO). The consortium Akut Partner – AHT Group AG is commissioned with support services.
Results
Cooperation between the various institutions and stakeholders in the water supply sector has improved, particularly between MVCS and water utilities on the one hand and between ANA and river basin commissions on the other.
The coronavirus pandemic has created awareness of the systemic importance of water supply and wastewater disposal. Together with MVCS, the project has developed, and partly also implemented, additional short-term and long-term measures for the parallel strengthening of resilience to the consequences of pandemics and of climate change. This includes arranging for water supply utilities to exchange experiences in virtual meetings, developing pandemic crisis plans, analysing the vulnerability of the supply chains and supporting SENCICO in digitalising theoretical learning content for technical training.
Projektbeschreibung (ES)
Situación de partida
La población y los ecosistemas del Perú presentan una elevada vulnerabilidad a los riesgos climáticos: el país presenta siete de las nueve características reconocidas por la Convención Marco de las Naciones Unidas sobre el Cambio Climático (CMNUCC) para definir a un país como particularmente vulnerable. Aparte de la aparición periódica del fenómeno meteorológico El Niño, que se caracteriza, entre otras cosas, por lluvias intensas en los Andes, cabe esperar que se intensifiquen los fenómenos climáticos extremos en la región. Asimismo, los recursos hídricos están repartidos de forma extremadamente desigual a escala regional.
Además de los riesgos crecientes derivados del cambio climático, el Perú afronta un proceso constante de urbanización, un incremento en el consumo de agua y un aumento de la contaminación de los recursos hídricos naturales por las aguas residuales. Los sistemas urbanos de abastecimiento de agua no tienen ni la resiliencia ni la capacidad de adaptación necesarias para hacer frente a los desafíos. La seguridad de suministro de agua se ve amenazada, por un lado, por la deficiente coordinación en materia de gestión de recursos hídricos entre ministerios, empresas prestadoras de servicios de agua y saneamiento, autoridades administrativas del agua locales y gobiernos regionales. Por otro lado, por el uso no sostenible del recurso agua.
El aseguramiento del abastecimiento de agua y la eliminación de aguas residuales a largo plazo, así como la resiliencia de los mismos frente al cambio climático, constituyen prioridades políticas para el Gobierno peruano. El Ministerio de Vivienda, Construcción y Saneamiento (MVCS) del Perú es la instancia competente para elaborar políticas y estrategias y desarrollar el marco normativo legal en el sector agua y saneamiento.
Objetivo
La seguridad de abastecimiento de agua para la población urbana del Perú ha mejorado.
Procedimiento
El proyecto parte de los logros y resultados conseguidos hasta la fecha, especialmente de la aplicación de la Ley de Modernización de los Servicios de Saneamiento, la introducción del sistema de formación profesional dual y la privatización de la gestión de aguas residuales. Desde 2019, el proyecto se centra en reducir la vulnerabilidad del suministro de agua urbano al cambio climático.
El proyecto asesora al MVCS, al Organismo Técnico de la Administración de los Servicios de Saneamiento (OTASS), a la Autoridad Nacional del Agua (ANA), al Servicio Nacional de Capacitación para la Industria de la Construcción (SENCICO), a una serie de Consejos de Recursos Hídricos de Cuenca (CRHC) y a varias empresas prestadoras de servicios de agua y saneamiento de Lima, Trujillo y Piura, entre otros.
Se realizan actividades en los cuatro ámbitos de actividad siguientes:
Resiliencia frente a fenómenos meteorológicos extremos en las ciudades de Lima, Trujillo y Piura: el proyecto mejora las condiciones de resiliencia con base en información, el análisis, la cuantificación y la modelización de los riesgos para el abastecimiento de agua, asiste en la creación de mecanismos eficientes de concertación y en la planificación de medidas, de forma que el Ministerio de Economía y Finanzas pueda distribuir fondos más rápidamente y las medidas puedan aplicarse con mayor celeridad.
Protección de los recursos hídricos: el proyecto mejora la gestión de las aguas residuales y ayuda a reducir el vertido de aguas residuales insuficientemente tratadas. Para ello revisa las normas de planificación y operación de plantas de tratamiento de aguas residuales, así como las normas para la vigilancia de dichas plantas por parte de los organismos de supervisión, y ayuda a mejorar el rendimiento del tratamiento en más de 40 plantas ya existentes. Asimismo, asiste en la creación de un sistema de certificación para plantas de tratamiento de aguas residuales, en la vigilancia del vertido de aguas residuales procedentes del comercio y de la industria y en la reutilización de aguas residuales tratadas.
Formación profesional en el sector agua y saneamiento: el proyecto asiste en la introducción de un sistema de certificación de competencias y un sistema de formación profesional dual. La mayor disponibilidad de personal cualificado facilita la aplicación de medidas para el aseguramiento del suministro de agua y la operación correcta de las plantas de tratamiento de aguas residuales.
Seguimiento de los Objetivos de Desarrollo Sostenible (ODS) y las contribuciones determinadas a nivel nacional (NDC, por sus siglas en inglés): apoyo a la creación de un sistema de seguimiento eficiente y actualización del plan para la implementación transparente de la Agenda 2030 y del Acuerdo de París sobre el cambio climático.
Además, el proyecto respalda la adopción de medidas para reforzar la resiliencia del abastecimiento de agua frente a las consecuencias de la pandemia. El proyecto está cofinanciado por la Secretaría de Estado para Asuntos Económicos de Suiza (SECO). Para los servicios de apoyo se ha contratado al consorcio Akut Partner - AHT Group AG.
Resultados
Ha mejorado la cooperación entre las distintas instituciones y los distintos actores que intervienen en el suministro de agua, especialmente entre el MVCS y las empresas prestadoras de servicios de agua y saneamiento, por un lado, y entre la ANA y los Consejos de Recursos Hídricos de Cuenca, por el otro.
La pandemia del coronavirus ha evidenciado la concientización que existe respecto a la relevancia sistémica del abastecimiento de agua y la eliminación de aguas residuales. Junto con el MVCS, se han desarrollado y aplicado medidas adicionales eficaces tanto a corto como a largo plazo para reforzar en paralelo la resiliencia frente a las consecuencias de la pandemia y frente al cambio climático: por ejemplo, organización de intercambios de experiencias entre las empresas prestadoras de servicios de agua y saneamiento en reuniones virtuales; elaboración de planes de crisis para la pandemia; realización de análisis de vulnerabilidad de las cadenas de suministro; y apoyo del SENCICO en digitalizar contenidos didácticos teóricos para la formación técnica.