Stärkung der Kapazitäten für Dezentralisierung im Andenraum
Fortalecimiento de Capacidades para la Descentralización en los países andinos
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2149.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Amerika NA, Bolivien, Ecuador, Peru
Zusammenfassung
- Ziele:
Nationale Akteure aus Ecuador, Bolivien und Peru, die Fort- und Weiterbildungen von Gebietskörperschaften verantworten, nutzen den Süd-Süd-Austausch, um ein bedarfsorientiertes Angebot umzusetzen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Autoridad Nacional del Servicio Civil - SERVIR
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:1 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 14.08.2014 - 18.07.2017 - Aktuelles Projekt:14.08.2014 - 18.07.2017
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
In den vergangenen Jahren haben die Regierungen in Bolivien, Ecuador und Peru weitreichende Reformen zur Modernisierung des Staates eingeleitet. Die Dezentralisierung öffentlicher Dienstleistungen wurde fortgeführt und die Verwaltungen der Regionalregierungen und Gemeinden erhielten neue Aufgaben und Kompetenzen zur effizienten, bürgernahen Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen.
Sind die Verwaltungen leistungsfähig genug, um diese Aufgaben wahrzunehmen? Generell verfügen sie über ausreichende finanzielle Mittel, die Verwaltungsbediensteten sind jedoch teilweise schlecht aus- und fortgebildet. Die Personalfluktuation in der öffentlichen Verwaltung ist hoch. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen – in Ecuador, Bolivien; bis zur Einführung des neuen Laufbahngesetzes auch in Peru – bieten darüber hinaus wenig Anreiz für die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen.
Viel zu wenige Fort- und Weiterbildungsangebote werden außerhalb der Hauptstädte angeboten, landesweit ist auch die Qualität oft nicht zufriedenstellend. Die Angebote folgen keiner Strategie zum Aufbau von Kompetenzen in der öffentlichen Verwaltung. Sie werden vielfach aus der Perspektive zentralstaatlicher Akteure geplant und entsprechen nicht den lokalen Bedarfen. Das Personal der subnationalen Gebietskörperschaften benötigt Weiterbildungsformate, die ihm lösungsorientierte Handlungsstrategien für die Aufgaben vor Ort vermitteln.
Ziel
Dezentralisierungs- und Modernisierungsprozesse in der öffentlichen Verwaltung für die Gebietskörperschaften: Politische Träger und Fortbildungsanbieter setzen ein bedarfsorientiertes Fortbildungsangebot um und nutzen dabei regionales Erfahrungswissen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben konzentriert sich auf vier Handlungsfelder:
1.Im Süd-Süd-Austausch führen die politischen Träger und die Fortbildungsanbieter der drei Länder ihre Erfahrungen bei der Stärkung von Personalressourcen zusammen und lernen voneinander. Weitere Erfahrungen aus dem lateinamerikanischen Umfeld werden bei Bedarf hinzugezogen.
Die weiteren Handlungsfelder ergänzen den Fachaustausch zur Weiterbildung in Dezentralisierungsfragen durch die Stärkung der methodischen Fähigkeiten.
2.Die Akteure stärken ihre Netzwerkkompetenzen, um im nationalen Umfeld abgestimmt und aufeinander aufbauend Fortbildungspolitiken und -angebote zu entwickeln.
3.Die Fortbildungsanbieter erweitern ihre methodischen Kompetenzen, um die Qualität der Angebote sowie ein flächendeckendes Angebot mithilfe der Nutzung moderner Medien zu gewährleisten.
4.Die politischen Träger entwickeln Kompetenzen, um die Wirksamkeit ihrer Fortbildungspolitiken zu evaluieren.
Wirkungen
Die Kooperation zwischen den verschiedenen Regierungsebenen zur Stärkung der Personalressourcen hat sich in allen drei Ländern verbessert. Beispielsweise wurde in Bolivien ein Netzwerk nationaler und subnationaler Akteure gegründet, das bedarfsorientierte Weiterbildungsangebote entwickelt. Das Netzwerk hat sich inzwischen als wichtige Austauschplattform etabliert und setzt Standards.
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden verbessert. In Peru wurde ein neues Laufbahngesetz verabschiedet, das systematische Weiterbildungen für die öffentliche Verwaltung vorsieht. Anreize für die Weiterbildung wurden geschaffen.
Die Partner profitierten vom regionalen Erfahrungsaustausch und der Systematisierung guter Praktiken, die wichtige Impulse für die Entwicklung von Methoden und Verfahren geliefert haben. Sie erleichtern den subnationalen Ebenen die bürgernahe Umsetzung ihrer Aufgaben. Beispiele hierfür liefert Bolivien mit neuen Methoden zur Ermittlung der Kosten für die Bereitstellung von Dienstleistungen oder weiteren Methoden zur Identifizierung von Defiziten bei der Geschlechtergleichstellung.
In Peru wurde ein Verfahren eingeführt, das die Fortbildungen an den strategischen Zielen der Institutionen ausrichtet und damit die Effizienz der Dienstleistungen steigert.
Die in den Ländern neu entwickelten Verfahren und Methoden fanden Eingang in das Fortbildungs- und Beratungsangebot der Partner und werden mithilfe moderner pädagogischer Konzepte vermittelt.
Projektbeschreibung (EN)
Context
In recent years, the governments of Bolivia, Ecuador and Peru have initiated extensive reforms with the aim of modernising their respective states. The decentralisation of public services has been continued, and regional and local administrations have been given new tasks and competences to enable them to provide efficient and citizen-friendly public services.
Do the administrations have the capability to fulfil these tasks? They generally have sufficient funds, although their staff are in some cases poorly qualified. Staff turnover is high in public administration. The legal framework in Ecuador, Bolivia and, until the introduction of the new career law, also in Peru does not provide many incentives for attending further training courses.
Not enough courses are being offered outside the capitals, and nationwide their quality is often not satisfactory. The training courses do not follow a strategy for building competences in public administration. They are often planned from the point of view of central government actors and do not meet local needs. The staff at regional authorities need training programmes that provide them with practical solutions for dealing with the tasks on site.
Objective
Decentralisation and modernisation processes in the public administration of regional authorities: lead executing agencies and educational service providers take account of the experience gained in the region and offer educational services geared to local needs.
Approach
The programme focuses on four fields of action.
1.In the South-South exchange, the lead executing agencies and educational service providers in the three countries pool the experience gained in human resources capacity building and learn from each other. Additional experience from the Latin American region is included as needed.
The other fields of action supplement the expert exchange on continuing education in decentralisation issues by strengthening methodological competences.
2.The stakeholders improve their networking skills in order to develop coordinated and mutually supportive training policies at national level.
3.The training providers expand their methodological competences in order to ensure the quality and wide geographical coverage of their services through the use of modern media.
4.The lead executing agencies develop competences to evaluate the effectiveness of their further training policies.
Results
In all three countries, cooperation between the various government levels on strengthening human resources has improved. In Bolivia, for example, a network of national and subnational stakeholders has been set up to develop needs-based training courses. The network has become an important exchange platform and sets standards.
Legal frameworks have been improved. In Peru, a new career law has been passed that provides for systematic further training for public administration staff. Training incentives have been introduced.
The partners have profited from the regional exchange of experience and the systematic dissemination of best practices, which have provided important input for developing methods and processes. These, in turn, help the subnational bodies provide citizen-friendly services. Bolivia, for example, has introduced new methods for determining the costs of service provision and for identifying deficits in gender equality.
Peru has introduced a process that aligns training with the strategic goals of the institutions, thus increasing the efficiency of the services.
The newly developed processes and methods in these countries have been included in the training and advisory services of the partners and are being disseminated using modern educational concepts.
Projektbeschreibung (ES)
Situación de partida
En los últimos años, los Gobiernos de Bolivia, Ecuador y Perú han puesto en marcha reformas de amplio alcance para la modernización del Estado. Se ha continuado con la descentralización de los servicios públicos, con lo cual los Gobiernos regionales y municipales adquirieron nuevas funciones y competencias para la prestación de servicios públicos eficientes y orientados a la ciudadanía.
¿Cuentan estos Gobiernos subnacionales con la suficiente capacidad para asumir estas funciones? En general, disponen de recursos financieros adecuados, pero en parte la formación y capacitación de los funcionarios administrativos es deficiente. La rotación de personal en la administración pública es alta. Aparte de ello, las condiciones marco jurídicas en Ecuador, en Bolivia –y también en Perú hasta la implementación de la nueva Ley del Servicio Civil– ofrecen pocos incentivos para la participación en eventos de capacitación.
Fuera de las capitales, es muy escasa la cantidad de ofertas de formación y capacitación, y a nivel nacional la calidad a menudo deja también que desear. Las ofertas no siguen ninguna estrategia para el desarrollo de competencias en la administración pública. Con frecuencia, se planifican desde la perspectiva de los actores del Estado central, por lo cual no se adaptan a las necesidades locales. El personal de las entidades territoriales subnacionales requiere formatos de capacitación que ofrezcan estrategias de acción orientadas a soluciones apropiadas para las tareas in situ.
Objetivo
Procesos de descentralización y modernización en la administración pública a nivel subnacional: los organismos responsables a nivel político y los proveedores de servicios de capacitación implementan una oferta de capacitación orientada a las necesidades y aprovechan para ello los conocimientos regionales.
Procedimiento
El proyecto se concentra en cuatro campos de acción:
1.En el intercambio Sur-Sur, los organismos responsables a nivel político y los proveedores de servicios de capacitación de los tres países comparten sus experiencias en el fortalecimiento de los recursos humanos y aprenden unos de otros. De ser de interés, se toman en consideración otras experiencias del entorno latinoamericano.
Los demás campos de acción complementan el intercambio técnico sobre la capacitación en temas de descentralización mediante el fortalecimiento de las competencias metodológicas.
2.Los actores fortalecen sus competencias de interacción en redes, a fin de desarrollar políticas y ofertas de capacitación a nivel nacional de manera coordinada y con una estructura integral.
3.Los proveedores de servicios de capacitación amplían sus competencias metodológicas, a fin de garantizar la calidad y el amplio alcance de las ofertas educativas a través del uso de medios modernos.
4.Los organismos responsables a nivel político desarrollan competencias para evaluar la eficacia de sus políticas de capacitación.
Resultados
Se percibe una mejora en la cooperación entre los distintos niveles de gobierno para el fortalecimiento de los recursos humanos en los tres países. Por ejemplo, en Bolivia se creó una red de actores nacionales y subnacionales que desarrolla ofertas de capacitación basadas en los requerimientos existentes. La red se ha establecido mientras tanto como una plataforma importante de intercambio y además define los estándares.
Las condiciones marco jurídicas han mejorado. En Perú se promulgó la nueva Ley del Servicio Civil que determina las líneas de carrera de funcionarios públicos y prevé capacitaciones sistemáticas para los mismos. Se han creado incentivos para la capacitación.
Las contrapartes se benefician con el intercambio de experiencias a nivel regional y la sistematización de las buenas prácticas, que han brindado importantes impulsos para el desarrollo de métodos y procedimientos. Facilitan el ejercicio de las funciones en los niveles subnacionales con orientación a la ciudadanía. Por ejemplo, en Bolivia se introdujeron nuevos métodos para el costeo de las competencias y otros para identificar insuficiencias en la igualdad de género.
En Perú se introdujo un procedimiento que encamina las capacitaciones hacia los objetivos estratégicos de las instituciones y mejora así la eficiencia de los servicios.
Los nuevos procedimientos y métodos desarrollados en los países se han incorporado a la oferta de capacitación y asesoramiento de las contrapartes y se transmiten con la ayuda de enfoques pedagógicos modernos.