Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralasien
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2142.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Zentralasien NA, Kirgistan, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan
Zusammenfassung
- Ziele:
Die rechtsstaatlichen Rahmenbedingungen, die Wirtschaftsakteure und Unternehmen für ihr marktwirtschaftliches Handeln nutzen, sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Justizministerien der Länder in Zentralasien
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:17 644 364 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 9 969 321Euro
Vorgänger-Projekt
2011.2133.4
Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralasien
Nachfolger-Projekt
2017.2111.7
Förderung der Rechtsstaatlichkeit
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 08.10.2002 - 30.04.2025 - Aktuelles Projekt:01.10.2014 - 30.06.2018
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
nicht verfügbar
CRS-Schlüssel
15130 Entwicklung von Recht und Gerichtswesen
Evaluierung
- Zentralasien (Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan): Förderung der Rechtsstaatlichkeit in Zentralasien. Projektevaluierung: Kurzbericht
- Central Asia (Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Kazakhstan and Turkmenistan): Promotion of the Rule of Law in Central Asia. Project evaluation: Executive summary
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Länder Zentralasiens – Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Turkmenistan – entfernen sich in ihrer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr voneinander. Die weitverbreitete Korruption macht viele Aufbauchancen der staatlichen Verwaltung zunichte und behindert wirtschaftliche Entwicklung. Aufgrund der Korruption in der Justiz genießt die Zivil- und Wirtschaftsgerichtsbarkeit bei der Wirtschaft nur geringe Akzeptanz. Zudem werden Wirtschaftsvertreter von Behörden und Gerichten nicht als Akteure behandelt, die ihre Rechte und Interessen geltend machen können. Grundproblem der schwachen Wirtschaftsentwicklung sind die ungenügend ausgeprägten rechtsstaatlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die mangelnde Transparenz, die Wirtschaftsakteure und Unternehmen für ihr wirtschaftliches Handeln nutzen.
Ziel
Die rechtsstaatlichen Rahmenbedingungen, die Wirtschaftsakteure und Unternehmen für ihr marktwirtschaftliches Handeln nutzen, inklusive der Transparenz rechtsstaatlichen Handelns, sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben berät Parlamente und Justizministerien bei der Reform des Verwaltungsprozessrechts. In Kirgisistan werden darüber hinaus die Rechts- und Justizreformen im Bereich des Zivil- und Wirtschaftsrechts sowie die Institutionen, die staatliches Handeln überwachen, darunter Parlamentsausschüsse, Ombudsbehörden und Wirtschaftsprüferkammern, unterstützt. Damit wird die Rechtsstellung der Wirtschaft gegenüber der staatlichen Bürokratie vor den Verwaltungsgerichten gestärkt. In Kirgisistan sollen zudem die Rahmenbedingungen im Zivil- und Wirtschaftsrecht verbessert werden. Die Maßnahmen verbessern das Investitions- und Wirtschaftsklima in den Ländern.
Das Vorhaben unterstützt eine Vereinheitlichung der Rechtsprechung. In Kasachstan wird das Oberste Gericht dabei gefördert, seine Rechtsprechung unteren Gerichtsinstanzen bekannt und verständlich zu machen. In Kirgisistan führt das Vorhaben Beratungs- und Fortbildungsmaßnahmen durch, damit Zivil- und Wirtschaftsgesetze besser angewendet werden können. Vor allem für Gerichte in den Wirtschaftszentren Kirgisistans ist dies von besonderem Interesse.
In Tadschikistan werden Verwaltung und Gerichtsbarkeit dabei gefördert, das bereits bestehende moderne Verwaltungsverfahrensgesetz umzusetzen. Die länderbezogenen Erfahrungen werden in zentralasiatischen Fachforen thematisiert und vergemeinschaftet. Damit sollen die Reformerfahrungen allen zentralasiatischen Nachbarländern zugänglich gemacht werden. Das Vorhaben fördert so die regionale Zusammenarbeit im Justizsektor.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The Central Asian countries of Kazakhstan, Uzbekistan, Tajikistan, Kyrgyzstan and Turkmenistan are diverging more and more in terms of their political, social and economic development. Widespread corruption is destroying many opportunities to build up the state administration and hampering economic development. As a result of corruption in the justice system, there is little acceptance within the private sector of the jurisdiction of the courts in civil and commercial matters. Furthermore, the authorities and courts do not treat business representatives as actors who can assert their rights and interests. The fundamental problem at the root of the weak economic development is the insufficiently developed constitutional frameworks, in particular the lack of transparency, which economic actors and companies use in their business activities.
Objective
The constitutional frameworks – including transparency in the rule of law – which economic actors and companies use in their market-economy activities are improved.
Approach
The project advises parliaments and justice ministries on reforming administrative procedural law. In Kyrgyzstan it also supports legal and judicial reforms in the area of civil and commercial law and provides assistance to the institutions monitoring government activities, including parliamentary committees, ombudspersons’ offices and chambers of auditors. This strengthens the legal situation of private enterprise vis-à-vis the state bureaucracy before the administrative courts. In Kyrgyzstan the frameworks within civil and commercial law are also being improved. The measures improve the investment and business climate in the participating countries.
The project supports harmonisation of the judicial system. In Kazakhstan the Supreme Court receives assistance in ensuring that lower-level courts are aware of and understand its rulings. In Kyrgyzstan the project carries out consulting and training measures to improve the application of civil and commercial legislation. This is of the greatest interest to courts in Kyrgyzstan’s business centres.
In Tajikistan the project assists both the administration and the judiciary in implementing the existing modern administrative procedures act. Experience in the individual countries is shared and discussed in specialist Central Asian forums. The aim is to ensure that experience of carrying out reforms is available to all neighbouring Central Asian countries. In this way, the project promotes regional cooperation in the justice sector.