Unterstützung der Gesundheitssektorstrategie

Equal access for healthe services for the population of selected districts and municipalities has improved

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2134.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Nepal

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Der gleichberechtigte Zugang zu Gesundheitsdiensten für die Bevölkerung ausgewählter Kommunen ist verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Health and Population

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:18 649 565 Euro

Kombifinanzierung

  • Korea International Cooperation Agency (alt): 1 142 500Euro

  • Save the Children International: 697 065Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2012.2202.5

    Programm zur Förderung des Gesundheitssektors

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2133.5

    Unterstützung der Gesundheitssektorstrategie

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    30.11.2000 - 30.09.2027
  • Aktuelles Projekt:01.01.2016 - 02.03.2022

Sonstige Beteiligte

  • Arge management4health-Options
  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    12110 Gesundheitspolitik und Verwaltung des Gesundheitswesen

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Entwicklung des Gesundheitssektors in Nepal seit 1994. In Bezug auf die Gesundheit der Bevölkerung konnten erhebliche Fortschritte erzielt werden; so ist es gelungen, die Mütter- und Neugeborenensterblichkeit substantiell zu senken. Allerdings bestehen nach wie vor systemische Defizite. Diese liegen in der fehlenden Effizienz und Effektivität der zentralisierten, aber fragmentierten Verwaltung, in der unzureichenden sozialen Sicherung bei Krankheit sowie in einem städtischen Gesundheitswesen, das mit dem rasanten urbanen Bevölkerungswachstum nicht Schritt hält. Die Qualität, die Verfügbarkeit und zum Teil auch die Akzeptanz grundlegender Gesundheitsdienstleistungen sind für weite Teile der Bevölkerung und insbesondere arme Bevölkerungsgruppen nach wie vor unzureichend.
Ziel

Der gleichberechtigte Zugang zu Gesundheitsleistungen ist für die Bevölkerung ausgewählter Distrikte und Kommunen verbessert.
Vorgehensweise

Das Projekt ist genau auf die nepalesische Gesundheitssektorstrategie (2015–2020) abgestimmt. Im Rahmen des Projekts werden die für die Steuerung des Sektors verantwortlichen nationalen staatlichen Akteure bei der Ausgestaltung von Reformen sowie bei deren Umsetzung in ausgewählten Distrikten und Kommunen in den Entwicklungsregionen im äußersten und mittleren Westen sowie im Zentrum des Landes unterstützt. Das Projekt konzentriert sich auf fünf Handlungsfelder:

Umsetzung eines sozialen Krankenversicherungssystems einschliesslich der Stärkung des Krankenhausmanagements
Verbesserung der Qualität von Gesundheitsleistungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit
Stärkung der Governance im Gesundheitssektor (insbesondere bezüglich städtischer Gesundheit)
Verbesserung und Vernetzung der vorhandenen Gesundheitsinformationsysteme im Hinblick auf eine geplante landesweite Gesundheitsinformationsplattform
Verbesserungen der medizinischen und psychosozialen Dienstleistungen für Drogenkonsumenten (bis Juni 2016)

Das Vorhaben kooperiert im Rahmen einer Kofinanzierung besonders eng mit Südkorea. Weitere wichtige Partner sind, neben der KfW Entwicklungsbank, Großbritannien, die USA, der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), die Weltbank und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria.

Die Cosultingfirmen GFA Consulting Group, mit dem technischen Partner Jhpiego, und m4health, mit den technischen Partnern Options UK und evaplan GbmbH, unterstützen die Umsetzung des Vorhabens.
Wirkung

Das Projekt baut auf dem deutsch-nepalesischem Programm zur Unterstützung des Gesundheitssektors auf (HSSP). In drei der fortgeführten Handlungsfeldern wurden die folgenden Wirkungen erzielt:

Soziale Krankenversicherung einschließlich Krankenhausmanagement
Das Vorhaben hat einen entscheidenden Beitrag zur politischen Debatte über Gesundheitsfinanzierung und soziale Absicherung im Krankheitsfall geleistet. 2014 verabschiedete das nepalesische Kabinett eine politische Grundlagenentscheidung zur Einführung einer nationalen Krankenversicherung. Das Gesundheitsministerium hat Handreichungen für die Umsetzung erarbeitet. Die Versicherung wird im ganzen Land, ausgehend von den Distrikten Kailali, Ilam und Baglung, eingeführt.
Sexuelle und reproduktive Gesundheit
Das Projekt unterstützt die Umsetzung verschiedener Komponenten der nepalesischen Strategie für den Gesundheitssektor, beispielsweise durch die Ausgestaltung und organisatorische Umsetzung von Aufklärungsangeboten oder mit punktuellen finanziellen Beiträgen. Ferner wurde eine mobiltelefongestützte Informationskampagne mit regelmäßigen Kurznachrichten zu Themen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit erfolgreich gestaltet und durchgeführt. Bis jetzt wurden 2,4 Mio. SMS empfangen, und 133.000 Mal wurden interaktive Elemente genutzt.
In Geburtshilfeeinrichtungen wurden Coaching und Mentoring als innovative Methoden zur Fortbildung am Arbeitsplatz eingeführt. Dieses Instrument wird mit der Entwicklung der Kompetenzen und der Leistungsfähigkeit des medizinischen und Management-Personals verknüpft.
Das Vorhaben hat die politische Debatte über die Einführung des Berufsstands der Hebamme zur Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit erheblich vorangebracht.
Medizinische und psychosoziale Dienstleistungen für Drogenkonsumenten
Diese Leistungen wurden ursprünglich nur von öffentlichen Gesundheitseinrichtungen angeboten. Das Projekt hat die Erweiterung dieser Dienste auf Nichtregierungsorganisationen (NRO) unterstützt. Inzwischen werden in acht Krankenhäusern und vier NRO-geführten Substitutionseinrichtungen Opioid-Substitutionstherapien durchgeführt. Ende 2015 behandelten diese Gesundheitsdienstleister mehr als 1.000 Patienten pro Tag.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) has been supporting the development of the Nepalese health sector since 1994. Significant progress has been made with respect to the health status of the Nepalese population including a substantial reduction in maternal and infant mortality. However, some systemic deficits persist. These relate to the lack of efficiency and effectiveness in the centralised, yet fragmented administration, insufficient social protection in case of illness and an urban health system unable to keep pace with the rapid rate of urbanisation. The quality, availability and, in part, also the acceptance of essential health services is still inadequate among large segments of the population, especially among the poor.
Objective

Equitable access to health services for the population in selected districts and municipalities is improved.
Approach

The project is closely aligned with the Nepal Health Sector Strategy (2015–2020). It advises the national authorities responsible for steering the sector on designing reforms and supports implementation in selected districts and municipalities in the Far Western, Mid Western and Central development regions. The project concentrates on five fields of activity:

Implementing a social health insurance system including strengthening hospital management
Raising the quality of health care services in sexual and reproductive health
Strengthening governance in health (including urban health)
Upgrading and networking existing health information systems to prepare for a future national health information platform
Improving the delivery of medical and psycho-social services for drug users (up to June 2016)

The project cooperates closely with South Korea, in particular, through a cofinancing arrangement. Other important partners are the German KfW Development Bank, United Kingdom, USA, United Nations Population Fund (UNFPA), World Bank, World Health Organization (WHO), and Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria.

The consulting firms GFA Consulting Group, with Jhpiego as a technical partner, and m4health, with Options UK and evaplan GmbH as technical partners, support the implementation of the project.
Results

The project follows up on the Nepali-German Health Sector Support Programme (HSSP). The following results have been achieved in three of the areas in which activities are being continued:

Social health insurance including hospital management
The project has made a key contribution to the political debate on health financing and social protection in case of illness. In 2014, the Nepalese Cabinet adopted a policy decision to introduce a national health insurance scheme. The Ministry of Health has prepared guidelines for the implementation of this scheme, which will be rolled out throughout the country, starting in the districts of Kailali, Ilam and Baglung.
Sexual and reproductive health
The project supports the implementation of components of the Nepal Health Sector Strategy, for example by designing and organising the establishment of information services and providing local financial contributions. A mobile telephone-supported information campaign with regular short messages on topics of sexual and reproductive health was successfully created and launched. To date, around 2.4 million text messages have been received and interactive elements have been used 133,000 times.
In birthing centres, coaching and mentoring have been introduced as an innovative approach to on-the-job training. This instrument is being used to dovetail the development of skills and performance of both medical personnel and managers.
The project has significantly enhanced the political debate on the official introduction of midwifery as a new profession and its contribution to improving maternal and child health.
Medical and psychosocial services for drug users
These services were initially offered only by public health facilities. The project has supported the expansion of these services to include non-governmental organisations (NGOs). Opioid substitution therapy is now available in eight hospitals and four NGO-run substitution centres. At the end of 2015, these service providers were treating more than 1,000 patients a day.