Programm für die Reform des Wassersektors

Projektdetails

  • Projektnummer:2014.2076.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Sambia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Institutionelle und organisatorische Reformen in der Trinkwasser- und Sanitärversorgung und im klimasensiblen Wasserressourcenmanagement werden wirkungsvoll umgesetzt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Water Development, Sanitation, and Environmental Protection

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:11 103 649 Euro

Kombifinanzierung

  • Dep. of Foreign Affairs and Trade (DFAT) - ehemals AusAID: 134 355Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2011.2113.6

    Programm für die Reform des Wassersektors

Nachfolger-Projekt

  • 2018.2097.6

    Programm für die Reform des Wassersektors in Sambia II

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    31.10.2003 - 30.06.2027
  • Aktuelles Projekt:15.06.2015 - 31.08.2019

Sonstige Beteiligte

  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Das dünn besiedelte Sambia ist reich an Bodenschätzen und verfügt über die größten Wasserressourcen aller Länder des südlichen Afrikas. Trotz dieses Reichtums ist das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung für große Teile der Bevölkerung nicht gesichert. Ein Fünftel der städtischen und zwei Fünftel der ländlichen Bevölkerung haben keinen Zugang zu Trinkwasser. Drei Fünftel der ländlichen und annähernd die Hälfte der städtischen Bevölkerung sind von angemessenen Sanitärdienstleistungen ausgeschlossen. Prekäre halbstädtische Wohngebiete, in denen 60 Prozent der Einwohner der großen Städte leben, sind von dieser Mangelsituation besonders betroffen.
Die Wasserressourcen werden nicht fachgerecht bewirtschaftet, um Trinkwasserbereitstellung, Bewässerung, Energiegewinnung sowie die Bewahrung der Ökosysteme zu gewährleisten. Negative Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit werden bisher kaum berücksichtigt. Die finanzielle und personelle Ausstattung aller Institutionen des Wassersektors entspricht nicht den Anforderungen. Institutionelle und organisatorische Reformen konnten bislang nicht wirkungsvoll umgesetzt werden.
Ziel
Die sambische Verwaltung setzt institutionelle und organisatorische Reformen im Wassersektor wirkungsvoll um.
Vorgehensweise
Seit vielen Jahren begleitet die GIZ den Reformprozess des Wassersektors. Das aktuelle Vorhaben berät die Regierung, wie nationale Programme zur städtischen sowie ländlichen Wasser- und Sanitärversorgung umgesetzt und ein klimagerechtes Wasserressourcenmanagement aufgebaut werden können.
Im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung arbeitet das Vorhaben mit dem Ministerium für Kommunalverwaltung und Wohnungsbau zusammen. Durchführungspartner sind die kommerziellen Wasser- und Abwasserunternehmen in den drei Schwerpunktprovinzen des Vorhabens.
Im Bereich Wasserressourcenmanagement arbeitet das Vorhaben mit dem Ministerium für Energie und Wasserressourcen zusammen. Durchführungspartner ist hier die WARMA, eine dem Ministerium zugeordnete Behörde für Wasserressourcenmanagement, die auch Regulierungsfunktionen hat. Weitere Durchführungsorganisationen innerhalb des Ministeriums sind die Regulierungsbehörde NWASCO und die Abteilung für Wasserressourcen, die für Politikformulierung, Koordination sowie Monitoring und Evaluierung für Wasserressourcen und internationale Gewässer verantwortlich ist. Partner auf regionaler Ebene sind die für die jeweiligen Wassereinzugsgebiete verantwortlichen Organisationen, deren Aufbau das Vorhaben unterstützt.
Wirkungen
Mit Unterstützung des Programms hat das Ministerium für Kommunalverwaltung und Wohnungsbau zwei wegweisende nationale Strategien zur Weiterentwicklung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie zur urbanen Sanitärversorgung erarbeitet und im Dezember 2015 offiziell verabschiedet. Damit wurden die Grundlagen für eine effizientere und einheitlichere Erbringung von Dienstleistungen geschaffen.
Mit Unterstützung durch das Vorhaben saniert die WARMA zurzeit das landesweite hydrologische Messnetzwerk und setzt das Gesetz zum Wasserressourcenmanagement von 2011 um. Dazu gehören der Aufbau von dezentralen Strukturen und Wassernutzergruppen, die Festlegung einer neuen Preisstrategie für die kommerzielle Wassernutzung und der Aufbau eines funktionierenden Verwaltungssystems für Wasserrechte. Durch die Reformen wird die Wassersicherheit in Sambia erhöht und somit eine wichtige Grundlage für weiteres sozioökonomisches Wachstum geschaffen.
Mit Unterstützung durch das Vorhaben erarbeiten die Regulierungsbehörde NWASCO und die Wasserversorger Kommunikationsmaßnahmen und Arbeitsplatzprogramme zu den Themen HIV/AIDS und Gendergerechtigkeit. Zusammen mit dem verbesserten Zugang zu Wasser- und Sanitärversorgung sollen die Programme zur Verhaltensänderung in den Bereichen Gesundheit und Hygiene dafür sorgen, dass sich HIV langsamer verbreitet und die Zahl der AIDS-Toten sinkt.