Programm zur Unterstützung des sambischen Dezentralisierungsprozesses
Projektdetails
- Projektnummer:2014.2074.4
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Sambia
Zusammenfassung
- Ziele:
Das Mehrebenensystem zur Erbringung devolvierter kommunaler Dienstleistungen ist verbessert
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Local Government
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 260 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2011.2154.0
Programm zur Unterstützung des sambischen Dezentralisierungsprozesses
Nachfolger-Projekt
2016.2214.1
Programm zur Unterstützung des sambischen Dezentralisierungsprozesses III
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 30.01.2012 - 31.03.2029 - Aktuelles Projekt:03.03.2015 - 31.10.2018
Sonstige Beteiligte
- Arge Particip / Eco
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
In Sambia ist das Einkommen bislang recht ungleich verteilt, so dass fast zwei Drittel der Bevölkerung arm und für ihr Überleben auf funktionierende kommunale Dienstleistungen angewiesen sind. Die Chancen, dass eine gelingende Dezentralisierung der staatlichen Dienstleistungen das Leben der Menschen in Sambia spürbar verbessert, stehen jedoch so gut wie nie. Sambia verfügt über ein konstantes Wirtschaftswachstum und seit dem Regierungswechsel 2011 über den stabilen politischen Willen, die Dezentralisierung des Landes voranzutreiben. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die GIZ bereits wichtige Vorarbeiten geleistet. Bis Ende 2014 hat die sambische Regierung umfangreiche administrative und rechtliche Vorbereitungen und konkrete Reformbeschlüsse zur weiteren Übertragung von Verantwortlichkeiten an Kommunen vorbereitet.
Ziel
Die kommunalen Verwaltungen sind besser in der Lage, Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger zu erbringen. Der Bevölkerung stehen bessere Partizipationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Vorgehensweise
Das Programm unterstützt die sambische Regierung bei der zügigen, gendersensiblen Umsetzung beschlossener Reformen zur Dezentralisierung des Landes.
Die Qualität kommunaler Dienstleistungen wird durch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Verwaltungsebenen und Ressorts bestimmt. Das Programm berät sechs Kommunalverwaltungen in der Südprovinz sowie zwei weitere Kommunen in der Nordwestprovinz und im Kupfergürtel bei der Wahrnehmung ihrer neuen Steuerungs- und Koordinationsfunktionen. Die nationalen und internationalen Beraterinnen und Berater des Programms einschließlich Entwicklungshelferinnen und -helfer arbeiten an strategischen Schaltstellen in Partnerorganisationen auf lokaler, Provinz- und nationaler Ebene. Sie beraten bei der Anwendung neuer Verfahren und bei der Klärung erwartungsgemäß auftretender praktischer Fragen im Dialog mit den relevanten sambischen Stellen.
Inhaltlich koordiniert das Programm seine Aktivitäten eng mit anderen von der GIZ in Sambia durchgeführten Vorhaben, insbesondere mit dem Wasserprogramm sowie den Programmen zur Förderung guter finanzieller Regierungsführung und politischer Teilhabe. Da es sich um ein Gemeinschaftsprogramm mit der KfW Entwicklungsbank handelt, werden die verschiedenen Maßnahmen durch die finanzielle Zusammenarbeit unterstützt.
Schwerpunktmäßig werden folgende Themen bearbeitet:
• Kommunales Finanzwesen und innerstaatliche Finanzbeziehungen
• Kommunale Raum- und Entwicklungsplanung
• Strategisches Dienstleistungsmanagement
• Rechenschaftsbeziehungen zwischen höheren und nachgeordneten Behörden
Die GFA Consulting Group unterstützt das Vorhaben im Handlungsfeld A - kommunales Finanzmanagement und Finanzgesetzgebung.
Wirkungen
Mehrere Vorgängerprogramme leisteten wichtige Vorarbeit für die aktuellen Maßnahmen. So wurden Strategie- und Planungspapiere zur Dezentralisierung überarbeitet oder neu erstellt. Mitte 2013 wurde ein neuer Plan zur Umsetzung erarbeitet, der die notwendigen Schritte zur Erfüllung der Nationalen Dezentralisierungsstrategie darlegt.
Die kommunalen Haushalte waren traditionell auf ein Jahr ausgelegt und wurden entlang zu beschaffender Güter geplant. Ab 2009 wurde die mittelfristige Finanzplanung sowie eine auf Aktivitäten basierende Haushaltsplanung zunächst in 7 Kommunen eingeführt. 2012 und 2013 wurde dieses Verfahren der Haushaltsplanung erfolgreich auf 66 Kommunen und Ende 2014 schließlich auf alle übrigen der insgesamt 103 Kommunen ausgeweitet. Die Qualität der Haushalte der von der GIZ beratenen Kommunen wird seitdem von der Zentralregierung als überdurchschnittlich eingestuft.
Die Kommunen werden außerdem erfolgreich zu den Querschnittsthemen Gender, HIV/AIDS und Partizipation beraten. Über die Hälfte der beratenen Kommunen haben Aktionspläne zu Gender und HIV/AIDS entwickelt. Außerdem bestimmten sie das Budget 2015 erstmalig in partizipativen Planungs- und Budgetierungsprozessen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
With income distribution in Zambia remaining extremely inequitable, almost two thirds of the population live in poverty and are dependent for their survival on functioning municipal services. Nevertheless, the chance of noticeably improving people’s lives in Zambia through successful decentralisation of public services is better than ever before. Zambia enjoys steady economic growth and since the change of government in 2011 has demonstrated the firm political will to push ahead with devolution in the country. On behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ has already supported the Zambian partner institutions during the last years to lay the foundation for the current devolution processes. By late 2014, the Zambian Government had made substantial administrative and legal preparations and paved the way for adopting concrete reform decisions on the further transfer of responsibilities to local governments.
Objective
The municipal administrations (district and municipal councils) are better able to provide services for citizens. There are greater opportunities for participation by the population.
Approach
The programme is supporting the Zambian Government with the swift and gender-sensitive implementation of the reforms it has adopted in connection with the country’s decentralisation process.
The quality of municipal services is determined by a complex interplay of different levels of administration and departments. The programme is advising six councils in the Southern Province and two further councils in the Northwestern Province and the Copperbelt on performing their new steering and coordination functions. The programme’s national and international advisors and development workers are deployed at strategic control centres in partner organisations at local, provincial and national level. They advise on the application of new procedures and the clarification of anticipated practical issues in dialogue with the relevant Zambian agencies.
The programme closely coordinates its activities with other projects being implemented by GIZ in Zambia, in particular the water programme and the projects concerned with good financial governance and political participation. Since this is a joint programme with KfW Development Bank, the various measures are supported through financial cooperation.
The main issues addressed are:
• Municipal finance and domestic financial structures
• Municipal spatial and development planning
• Strategic service management
• Accountability between upstream and downstream authorities.
Results
Several predecessor programmes completed important preparatory work for the current measures. For example, strategy and planning papers geared to decentralisation were drawn up or revised. A new implementation plan was finalised in mid 2013, which set out the steps required to fulfil the National Decentralisation Policy.
Municipal budgets traditionally covered a period of one year and were planned around the procurement of goods needed. From 2009 onwards, medium-term fiscal planning and activity-based budgeting were introduced, starting with seven councils. In 2012 and 2013, this system was successfully rolled out across 66 councils. In late 2014, it was expanded to include the remainder of the 103 district councils. The quality of the budgets of the councils advised by GIZ has since been rated as above average by the central government.
The councils are also being successfully advised on the cross-cutting issues of gender, HIV/AIDS and civil society / citizens‘ participation. Over half of the councils receiving advisory services have developed action plans on gender and HIV/AIDS. Furthermore, they used participatory planning and budgeting processes for the first time in preparing the 2015 budget.