Sustainable Drinking Water Supply and Sanitation in Mali
Approvisonnement en eau et assainissement durable
Project details
- Project number:2014.2018.1
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: Mali
Summary
- Objectives:
The performance of the responsible actors for water and sanitation services is strengthened to achieve national provision.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Ministère de l'Energie et de l'Eau
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:15 192 325 Euro
Cofinancing
not available
Previous project
not available
Follow-on project
2019.2083.4
Nachhaltige Wasser- und Sanitärversorgung
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 15.04.2015 - 31.12.2025 - Actual project implementation phase:15.04.2015 - 30.01.2020
other participants
- AMBERO Consulting Gesellschaft mbH
- Arge IGIP Ingenieur-IGIP
- GFA Consulting Group GmbH
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Climate Change: Adaptation
Significant (secondary) policy objective
- Reproductive, Maternal, Newborn and Child Health
Significant (secondary) policy objective
CRS code
14010 Water sector policy and administrative management
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Die Unterversorgung der Bevölkerung mit hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und der unzureichende Zugang zu Basissanitärversorgung sind zentrale Entwicklungshemmnisse für Mali. Lediglich 63 Prozent der ländlichen Bevölkerung haben Zugang zu hygienisch unbedenklichem Trinkwasser und 22 Prozent zu Basissanitärversorgung wie Latrinen. Eine flächendeckende Infrastrukturentwicklung, ein professioneller Betrieb der Infrastrukturen sowie eine transparente Regulierung sind nicht gesichert.
Seit 2002 sind die 703 Gemeinden des Landes für die Trinkwasser- und Sanitärversorgung verantwortlich, kommen ihrer Rolle aber nur eingeschränkt nach. Bedarfsgerechte, professionelle Unterstützung durch regionale und lokale Fachbehörden fehlt. Demokratische Rechenschaftslegung sowie Transparenz und Teilhabe der Zivilgesellschaft im Wassersektor sind schwach ausgebildet. Die verantwortlichen Akteure sind nicht in der Lage, eine landesweite nachhaltige Trinkwasser- und Basissanitärversorgung sicherzustellen.
Für einen signifikanten Ausbau der Versorgung fehlen effektive Mechanismen, um Investitionen zu mobilisieren und umzusetzen. Die Gemeinden agieren bei der Mobilisierung von Finanzmitteln isoliert. Interkommunale Verbände oder genossenschaftliche Strukturen, die diese Aufgabe übernehmen könnten, wurden bislang nicht gegründet.
Kontroll- und Regulierungsaufgaben nehmen derzeit akkreditierte, privatwirtschaftliche Auditoren wahr. Dieses System hat Funktionsschwächen. Im Sanitärsektor gibt es derzeit keine Datenbank, die als Grundlage für die Planung von Investitionen oder Berichterstattung dienen könnte. Die Trinkwasser-Datenbank ist veraltet und stellt keine aufgeschlüsselten Daten bereit.
Ziel
Die Leistungsfähigkeit der verantwortlichen Fachbehörden, Gebietskörperschaften und Betreiber für eine landesweite Wasser- und Sanitärversorgung ist gestärkt. Der Zugang der armen, ländlichen und kleinstädtischen Bevölkerung zu unbedenklichem Trinkwasser und angemessener Sanitärversorgung ist signifikant verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet mit den Ministerien für Wasser und Umwelt sowie den jeweiligen Fachbehörden national, regional und lokal zusammen. Wichtige Partner sind außerdem die Gebietskörperschaften, Betreiber, und akkreditierte Auditoren.
Die Verbesserung der Staat-Gesellschaft-Beziehungen, durch mehr Transparenz bei der öffentlichen Vergabe und Ressourcenzuweisung sowie eine bürgerorientierte Politik, trägt dazu bei, das Vertrauen der Bürger in die Kommunen als wichtigem Akteur der Friedenskonsolidierung zu stärken.
Das Vorhaben erprobt, einem Mehrebenen-Ansatz folgend, in drei Regionen Strategien und Umsetzungskonzepte. Es verbindet Strategieberatung und die Entwicklung von Plänen mit der Umsetzung von Pilotmaßnahmen in Gemeinden. Ergebnisse aus der Umsetzung werden auf nationaler Ebene verankert und als Standards für eine breitenwirksame Umsetzung formuliert.
Die Consultingfirma GFA unterstützt die Umsetzung des Vorhabens; sie schult die Betreiber.
Wirkungen
Zum Betrieb der Wasserinfrastruktur wurde, mit Unterstützung des Vorhabens, ein Standard-Leistungsvertrag entwickelt. Die Nationale Wasserdirektion will den Vertrag landesweit einführen.
Ein Konzept zu interkommunaler Kooperation wurde erarbeitet und in 15 Gemeindezweckverbänden umgesetzt, wodurch sich die Breitenwirksamkeit der Maßnahmen zur Wasser- und Sanitärversorgung erhöht. Die Zweckverbände haben 15 Techniker angestellt. Die Anzahl der Partnergemeinden erhöht sich von 12 auf 38.
Die Schulung von 20 Ausbildern in den Projektregionen erzielt Multiplikatoreneffekte. In 130 Betreiberkomitees finden Weiterbildungen statt, die von den Ausbildern dezentral begleitet werden. Diese Schulungen haben unter anderem dazu beigetragen, Wasserverluste zu reduzieren und die Serviceleistung für die Nutzer zu verbessern.
Professionelle Dienstleister für ein landesweites technisches und finanzielles Audit wurden im Auftrag der Ministerien geschult und mit einem IT-System ausgestattet. So werden lokale Management-Daten gesammelt, die ein nationales Performance-Monitoring ermöglichen. Für die Regulierung der ländlichen Trinkwasserversorgung besteht erstmalig eine Datengrundlage. 10 Key Performance Indikatoren wurden entwickelt, die Nachhaltigkeit und Qualität des Betriebs messen. Ein dynamisches Informationssystem für ein landesweites Benchmarking im Wassersektor besteht.
Zum Thema Wasserqualität wurden 50 Trinkwassersysteme mit Chloranlagen ausgestattet und eine Impact-Studie durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen positive Wirkungen auf die Wasserqualität und verbessern somit die Gesundheit der Nutzer. Des Weiteren wurde ein Ideenwettbewerb für Frauen durchgeführt, bei dem mobile Instrumente zur Wasserbehandlung zu gewinnen waren.
Im Bereich der Sanitärversorgung wurden 20 Partnergemeinden bei der Erarbeitung gender-sensibler Sanitärversorgungspläne unterstützt. Diese Pläne bilden die Grundlage für den Bau öffentlicher Latrinen auf Märkten, in Schulen und Gesundheitszentren. Des Weiteren wurden Maßnahmen zum Vertrieb von Privatlatrinen durchgeführt und Maurer geschult. Auf nationaler Ebene wurden Standards und Normen entwickelt, die die Sanitärbehörde landesweit einführen will. Die aus den Maßnahmen abgeleiteten Standards bereiten Investitionen der KfW Entwicklungsbank für den weiteren Ausbau der Versorgung vor. Um die Entwicklung des Sanitärsektors effizienter zu erfassen, wird die Sanitärbehörde bei der Einführung eines Informationssystems unterstützt.
Project description (EN)
Context
The insufficient supply of safe drinking water and inadequate access to basic sanitation services are key constraints to development in Mali. Just 63 per cent of the rural population has access to safe drinking water, while basic sanitation facilities such as latrines are available to a mere 22 per cent. The comprehensive development and professional operation of infrastructure, as well as transparent regulation are yet to be established.
The country’s 703 municipalities have been responsible for drinking water supply and sanitation since 2002, but do not yet perform these tasks satisfactorily. Local and regional specialist authorities are not providing the professional support required. Democratic accountability, transparency and civil society participation in the water sector are weak. The responsible actors are not in a position to guarantee sustainable drinking water supply and basic sanitation services throughout the country.
No effective mechanisms are in place to mobilise and carry out investments in the interests of a significant expansion of services. Municipalities and operators are considered creditworthy to only a restricted extent. Municipalities work in isolation to mobilise funds. Intermunicipal associations and cooperative structures that might assume this task have not been set up to date.
Accredited private sector auditors perform control and regulatory duties at present. This system has functional deficiencies and is neither sustainable nationwide nor attractive to the private sector The sanitation sector does not yet have a database that might serve as the basis for planning investments or reporting. The drinking water database is outdated and does not make disaggregated data available.
Objective
The capacity of the responsible sectoral authorities, regional bodies and operators to provide nationwide water and sanitation services has improved. Poor people living in rural areas and small towns have significantly better access to safe drinking water and appropriate sanitation.
Approach
The project works with the ministries responsible for water and the environment and respective sectoral authorities at local, regional and national level. Other key partners include regional bodies, operators and accredited auditors.
An improvement in relations between the state and society by making public procurement and resource allocation more transparent and making policy citizen-centred helps to strengthen the people’s trust in municipalities as key stakeholders in consolidating peace. Increased access to basic services will help to stabilise regions in the medium term.
The project pilots, following a multi-layer approach, strategies and implementation plans in three regions. It combines strategic advice with the implementation of pilot measures. The findings from implementation are used as a basis for reference at national level and formulated as standards for broad-based implementation.
The consulting firm GFA supports the implementation of the project and trains operators.
Results
With support from the project, a standard service agreement was developed for operating water infrastructure. The National Water Directorate intends to introduce this agreement throughout the country.
A strategy for cooperation between municipalities has been developed and implemented in 15 intermunicipal associations who recruited 15 technical agents. It increases the broad-based impact of water supply and sanitation measures and fosters economies of scale. The number of municipalities to receive support increased from 12 to 38.
Training 20 trainers in the project regions is achieving multiplier effects. In 130 operator committees training activities are taking place with the assistance of the trainers on the ground. The trainings show positive effects on non-revenue water and on fee collection.
Professional service providers for a nationwide technical and financial audit were trained on behalf of the ministries and equipped with an IT system. By gathering management data on the local level the system enables national performance monitoring. For the first time, a data basis exists for the regulation of the rural drinking water supply. Ten key performance indicators have been developed to measure the sustainability and quality of services. A dynamic information system exists for a nationwide benchmarking in the water sector.
Regarding water quality, 50 drinking water systems were equipped with chlorination modules and an impact study was carried out. The results show positive effects on the water quality and thus improve the health of the users. Furthermore, an ideas competition for women was held, in which mobile water treatment instruments were to be won.
In the area of sanitation, 20 partner municipalities were supported in developing gender-sensitive sanitation plans. These plans form the basis for the construction of public latrines in markets, schools and health centers. In addition, measures were taken to promote private latrines. At the national level, standards have been developed that the sanitary authority intends to introduce nationwide. The standards derived from the measures prepare investments by KfW Entwicklungsbank for the further expansion of sanitation supply. In order to better capture the development of the sanitary sector, the sanitary authority is supported in the introduction of an information system.
Project description (FR)
Situation initiale
L’accès insuffisant de la population à une eau potable hygiéniquement irréprochable ainsi qu’à un assainissement de base constitue une sérieuse entrave au développement du Mali. Seuls 63 % des populations rurales du Mali ont accès à de l’eau potable salubre, et 22 % seulement à un assainissement de base sous forme de latrines. Un développement des infrastructures sur l’ensemble du territoire, une exploitation professionnelle des infrastructures, ainsi qu’une régulation transparente ne sont pas assurés.
Bien que responsables pour les services d’eau potable et d’assainissement depuis 2002, les 703 communes du pays n’assument ce rôle que de façon limitée. Un appui professionnel et adapté aux besoins par des services techniques régionaux et locaux fait défaut. Les acteurs responsables en matière d’eau et d’assainissement ne sont pas en capacité d’assurer des services durables de base sur l’ensemble du territoire malien.
Pour un développement significatif des services d’eau et d’assainissement, le pays manque de mécanismes efficaces aptes à promouvoir la mobilisation et la réalisation des investissements nécessaires. Les communes agissent de manière isolée pour la mobilisation de ressources financières. Les associations intercommunales qui pourraient assumer cette tâche n’ont pas encore été créées.
Le système de contrôle et de régulation, assumé par des auditeurs accrédités issus du secteur privé, ne fonctionne pas de façon optimale. Dans le secteur de l’assainissement, il n’existe pas actuellement de base de données susceptible d’être utilisée pour la planification d’investissements ou pour la production de rapports. La base de données concernant l’eau potable est obsolète et ne fournit pas de données détaillées.
Objectif
Le niveau de performance des autorités compétentes, des collectivités territoriales et des opérateurs pour la gestion d’un système national de distribution d’eau et d’assainissement est renforcé. L’accès des populations pauvres des zones rurales et semi-urbaines à de l’eau potable salubre et des services d’assainissement appropriés est amélioré de façon significative.
Approche
Le projet œuvre au niveau national, régional et local en liaison avec les ministères de l’eau et de l’environnement ainsi qu’avec les autorités sectorielles compétentes. D’autres partenaires importants sont les collectivités territoriales, les opérateurs et les auditeurs accrédités.
L’amélioration des relations entre l’État et la société contribue à une meilleure transparence dans l’attribution des marchés publics et l’allocation des ressources. Ceci permet de renforcer la confiance des populations dans les communes qui ont un rôle important à jouer pour la consolidation de la paix. Une amélioration de l’accès à des services de base contribuera à moyen terme à stabiliser les régions.
Le projet expérimente, suivant une approche pluri-échelle, des stratégies et concepts de mise en œuvre dans trois régions. Les résultats induits par la mise en œuvre sont ancrés au niveau national et formulés sous forme de standards pour une mise en œuvre à plus grande échelle.
La société d’études et de conseil GFA soutient la mise en œuvre du projet, et forme les opérateurs.
Résultats
Avec l’appui du projet, un contrat de services standard pour l’exploitation des infrastructures d’eau a été élaboré. La Direction nationale de l’eau prévoit d’introduire ce contrat à l’échelle du pays tout entier.
Un concept de coopération intercommunale a été élaboré et mis en œuvre. Ainsi, 15 syndicats intercommunaux ont été créés ayant recruté des techniciens avec leurs ressources propres. Cette stratégie renforce les économies d’échelle dans le secteur de l’eau et de l’assainissement. Le nombre des communes à soutenir passe de 12 à 38.
La formation de 20 formateurs dans les régions d’intervention du projet permet d’induire des effets multiplicateurs. Des formations continues, accompagnées par des formateurs locaux, ont lieu dans 130 comités de gestion de l’eau et ont eu des impacts positifs sur la réduction des pertes d’eau et sur le recouvrement.
Les prestataires professionnels pour un audit technique et financier à l'échelle nationale ont été formés pour le compte des ministères et dotés d'un système informatique. Cela permet de rassembler des données de gestion locales qui permettent une surveillance de la performance à l’échelle nationale. Pour la première fois, une base de données existe pour la régulation de l'approvisionnement en eau potable en milieu rural. Dix indicateurs de performance clés ont été développés pour mesurer la durabilité et la qualité du service. Un système d’information dynamique existe pour une analyse comparative dans le secteur de l’eau.
En ce qui concerne la qualité de l'eau, 50 systèmes d'eau potable ont été équipés d'installations de chloration et une étude d'impact a été réalisée. Les résultats montrent des effets positifs sur la qualité de l'eau et améliorent ainsi la santé des utilisateurs. En outre, un concours d'idées à l'intention des femmes a été organisé, dans lequel des instruments mobiles de traitement de l'eau devaient être gagnés.
Dans le domaine de l’assainissement, 20 communes partenaires ont été soutenues dans l’élaboration de plans d’assainissement tenant compte des besoins spécifiques des femmes. Ces plans constituent la base de la construction de latrines publiques dans les marchés, les écoles et les centres de santé. En outre, des mesures ont été prises pour promouvoir des latrines privées et des maçons formés. Au niveau national, des normes et des standards ont été élaborés que les autorités sanitaires ont l'intention d'introduire à l'échelle nationale. Les normes découlant des mesures préparent les investissements de la KfW Entwicklungsbank en vue d’une expansion de l’offre. Afin de mieux prendre en compte le développement du secteur sanitaire, l'autorité sanitaire est appuyée dans la mise en place d'un système d'information.