Unterstützung der ländlichen Bevölkerung nach Ausbruch des Vulkans Sinabung
Projektdetails
- Projektnummer:2014.1845.8
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G220 Frieden und Sicherheit
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Indonesien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Ernährungssicherheit der vom Vulkanausbruch betroffenen Bevölkerungsgruppen ist erhöht
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Landwirtschaftsministerium
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:49 529 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 28.11.2014 - 05.08.2015 - Aktuelles Projekt:28.11.2014 - 05.08.2015
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
72010 Materielle Nothilfe
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der 2.460 Meter hohe Vulkan Sinabung liegt im Norden auf der Insel Sumatra und hat über 400 Jahre geruht. Seit August 2010 ereignete sich eine in unregelmäßigen Abständen auftretende Serie von Eruptionen in zunehmend kürzeren Intervallen und mit starker Lavaströmung. Die Anwohner flüchteten aufgrund wiederholter Eruptionen im Oktober 2014 aus den betroffenen Gebieten. Die landwirtschaftlichen Flächen ließen sich durch die Ascheablagerungen nicht mehr bestellen; es kam zu Versorgungsengpässen mit Lebensmitteln. Laut Landwirtschaftsministeriums betrifft dies etwa 7.846 Hektar Produktions- und Ackerfläche. Der gesamte Produktionsverlust beträgt insgesamt 8,1 Milliarden Euro.
Durch den Vulkanausbruch und seine Folgen sind die Lebensgrundlagen von über 30.000 Men-schen bedroht. Die Flüchtlinge halten sich in Flüchtlingslagern oder bei Verwandten auf und sind auf die Unterstützung der Regierung oder der Familie angewiesen. Teilweise leben bis zu vier Familien in kleinen Behelfs¬unterkünften mit unzureichenden Sanitäreinrichtungen. Die überwiegende Mehrzahl der Flüchtlinge sind Subsistenzlandwirte, die ihre Einkommensquelle verloren haben. Laut lokalen Behörden war bereits vor der letzten Flüchtlingswelle ein zunehmender Nährstoff¬mangel bei der betroffenen Bevölkerung und Mangelernährung zu beobachten. Die Ernährungssicherheit der geflohenen Bevölkerung ist akut gefährdet.
Ziel
Die Ernährungssicherheit der vom Vulkanausbruch betroffenen Bevölkerungsgruppe ist durch den Zugang zu ausreichenden Nahrungsmitteln erhöht. Die Familien verfügen über das Know-how, ihre landwirtschaftlichen Erträge zu erhöhen.
Vorgehensweise
Während der Projektlaufzeit erhalten die Flüchtlinge zweimal pro Woche nährstoffangereicherte Lebensmittel als kurzfristige Nahrungsmittelhilfe. Gleichzeitig erhalten die kleinbäuerlichen Familien in zwei Gebieten, in denen sie sich neu angesiedelt haben, landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel. In landwirtschaftlichen Schulungen und Beratungen lernen die Kleinbauern und Bäuerinnen, wie sie ihre Ackerflächen nachhaltig bewirtschaften können und dabei hohe Erträge erzielen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The 2,460-metre-high volcano Sinabung is located on the north of the island of Sumatra, and had been dormant for over 400 years. Since August 2010, there has been an irregular series of eruptions occurring at shorter and shorter intervals and producing a strong lava flow. In October 2014 residents fled the affected areas following repeated eruptions. Due to the ash deposits it was no longer possible to cultivate the agricultural land and food shortages developed. According to the Ministry of Agriculture, this has affected about 7,850 hectares of productive and arable land. The total value of lost production amounts to EUR 8.1 billion.
The volcanic eruption and its aftermath have put at risk the livelihoods of more than 30,000 people. The displaced people are now living in refugee camps or with family members, and they are dependent on the support of the government or their relatives. As many four families sometimes live together in small temporary shelters with inadequate sanitation. The great majority of these people are subsistence farmers who have lost their source of income. According to local authorities, incidences of nutrient deficiency and malnutrition had been increasing among the affected population, even before the recent wave of refugees. The food security of the displaced people is now acutely vulnerable.
Objective
With access to adequate food supplies, the people affected by the volcanic eruption now have greater food security. The families possess the appropriate know-how for increasing their agricultural yields.
Approach
For the duration of the project, the refugees receive nutritionally supplemented foodstuffs twice a week, by way of a short-term food-aid. At the same time, in two districts where they have resettled, smallholder farming families are supplied with agricultural inputs including seed, fertiliser and crop protection products. In agricultural training courses and consultations, these farmers learn ways of cultivating their land sustainably while achieving high yields.