Programm Unterstützung der Dezentralisierung und gute Regierungsführung
Programme d'Appui à la décentralisation et à la bonne gouvernance
Projektdetails
- Projektnummer:2013.2467.2
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Niger
Zusammenfassung
- Ziele:
Es wird auf Erfolgen bezüglich allgemeiner Kommunalverwaltung, der Verbesserung des rechtlichen Rahmens und der Kapazitätsbildung der Kommunen und der lokalen Zivilgesellschaft für eine erhöhte politische Teilhabe der Bevölkerung aufgebaut.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministère du Plan, de l'Amenagement du Territoire et du Développement Communautaire
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:9 532 751 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 2 069 659Euro
Vorgänger-Projekt
2011.2099.7
Dezentralisierung und gute Regierungsführung
Nachfolger-Projekt
2017.2078.8
Programm Unterstützung der Dezentralisierung und guten Regierungsführung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 23.02.2012 - 31.12.2025 - Aktuelles Projekt:10.12.2014 - 31.12.2018
Sonstige Beteiligte
- Arge GFA / AHT
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Bereits seit 2004 werden in Niger die Voraussetzungen zur Dezentralisierung des Landes und zum Aufbau lokaler Verwaltungen geschaffen. Mit den Wahlen 2011 hat der Dezentralisierungsprozess an politischer Dynamik gewonnen. Die Dezentralisierung ist sowohl Bestandteil der nationalen Armutsminderungsstrategie als auch Teil der mittel- und langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungspläne. Konkretisiert wurde diese politisch-strategische Ausrichtung durch die Verabschiedung eines nationalen Strategiepapiers sowie eines umsetzungsorientierten, prioritären Aktionsplans für die Jahre 2013 bis 2015.
Trotz positiver Entwicklungen sind die Gebietskörperschaften jedoch derzeit noch nicht in der Lage, effiziente öffentliche Dienstleistungen und eine bürgernahe Verwaltung bereitzustellen. An kommunalen Entscheidungen und Entwicklungsprozessen im Rahmen der Dezentralisierungsreform wird die Bevölkerung nicht im erforderlichen Ausmaß beteiligt.
Ziel
Die Beteiligung der Bevölkerung an kommunalen Entscheidungen und Entwicklungsprozessen sowie die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen und effizienter, bürgernaher Verwaltung durch die Gebietskörperschaften sind verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben leistet Fach-, Organisations- und Prozessberatung durch internationale, regionale und lokale Lang- und Kurzzeitfachkräfte sowie Entwicklungshelfer. Hinzu kommen Sachleistungen in geringem Umfang sowie örtliche Zuschüsse, insbesondere für Entwicklungsmaßnahmen in den Partnerkommunen.
Zur Unterstützung der nationalen Dezentralisierungspolitik berät das Vorhaben auf Ministeriumsebene politisch, administrativ und organisatorisch. Bei der Stärkung der lokalen Gebietskörperschaften stehen die dezentralen Akteure im Mittelpunkt, die für ihre neuen Funktionen durch Trainingsmaßnahmen und Coaching qualifiziert werden. Zur Förderung guter lokaler Regierungsführung und Bürgerbeteiligung steht darüber hinaus die demokratische Werteorientierung des Dezentralisierungsprozesses, insbesondere auf lokaler Ebene, im Fokus der Aktivitäten.
Wirkung – Was bisher erreicht wurde
Seit Beginn des Vorhabens hat sich der Anteil der beteiligten Kommunen von 69 Prozent auf 80 Prozent erhöht.
Die Kooperation zwischen Kommunen und staatlichen Diensten hat sich verbessert. Diese Angabe machten 75 Prozent der Bürgermeister der vom Projekt betreuten Gemeinden und 75 Prozent der Vertreter der dezentralisierten staatlichen Dienste in einer qualitativen Befragung.
In 44 von 51 Gemeinden der drei Interventionsregionen bestehen Abstimmungsforen, in denen unterschiedliche kommunale Belange zwischen den beteiligten sozialen Gruppen diskutiert werden. 51 Gemeinden verfügen über ein Forum zur Erarbeitung des kommunalen Investitionsplans und 27 Gemeinden über eine eigene Kommunikationsstrategie, welche die Transparenz und partizipative Entscheidungsfindung auf Gemeindeebene erleichtert. 9 Pilotkommunen haben bereits Erfahrungen mit der partizipativen Budgeterstellung gesammelt, 15 Gemeinden haben einen konsultativen Fachausschuss zur Regelung kommunaler Belange eingerichtet und 2 Kommunen verfügen über ein Kommunalforum, das sich allen gemeindebezogenen Teilaufgaben widmet.
Kommunale Planungsprozesse und Dienstleistungen sind insgesamt stärker bürgerorientiert.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Since 2004, work has been under way in Niger to create an enabling environment for the decentralisation of the country and the establishment of local authorities. The decentralisation process gained political momentum as a result of the elections in 2011. It is both an integral part of the country’s poverty reduction strategy and part of its medium and long-term economic and social development plans. This strategic policy direction was formalised by the adoption of a national strategy paper and a practice-oriented priority action plan for the years 2013 to 2015.
Despite a number of positive developments, regional and local authorities are still unable to provide efficient public services and offer genuinely citizen-centric administration. Local people are not involved to an adequate extent in the municipal decision-making and development processes taking place within the context of the decentralisation reforms.
Objective
The participation of local people in municipal decision-making and development processes and the provision of public services and efficient citizen-centric administration by regional and local authorities have improved.
Approach
The project provides technical, organisational and process-related advice via international, regional and local long-term and short-term experts and development advisors. It also provides limited contributions in kind and local subsidies, particularly for development measures in partner municipalities.
To support the country’s decentralisation policy, the project provides political, administrative and organisational advice at ministry level. Activities to strengthen regional and local authorities focus on actors operating at decentralised level, who are given training and coaching for their new roles. To promote good local governance and civic participation, activities also focus on aligning the decentralisation process with democratic values, particularly at local level.
Results achieved so far
Since the project began, the percentage of participating municipalities has increased from 69 to 80%.
According to a qualitative survey, 75% of mayors in municipalities supported by the project and 75% of representatives of the decentralised public services believe that cooperation between the municipalities and public services has improved.
In 44 of the 51 communities in the three intervention areas, coordination forums provide a platform that the relevant social groups can use to discuss various municipal issues. 51 communities have a forum for the development of municipal investment plans and 27 communities have their own communication strategy, which facilities transparency and participatory decision-making at municipal level. 9 pilot municipalities have already gained experience in participatory budgeting, 15 communities have set up an advisory expert committee to address municipal issues and 2 municipalities have a municipal forum dedicated to all community-related subtasks.
Overall, municipal planning processes and services are more citizen-oriented.
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FURTHER INFORMATION
Website of the Niger governmentPromotion of Good Governance in German Development Policy (BMZ 2009) Publications for download
Contact
Ulrich Berdelmann
ulrich.berdelmann1@giz.de