Grundbildung

Promotion de l'Education de Base

Projektdetails

  • Projektnummer:2013.2458.1
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Guinea

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Primarschüler-innen und Jugendliche im arbeitsfähigen Alter (gemäß guineischem Arbeitsgesetz) nutzen die verbesserten Leistungen des Bildungssystems und Angebote der Beschäftigungsförderung.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministère de l’Enseignement pré-universitaire et de l’Alphabétisation

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:18 346 895 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 1 246 895Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2016.2167.1

    Förderung der Grundbildung II

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    16.09.2014 - 31.12.2025
  • Aktuelles Projekt:16.09.2014 - 30.01.2020

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    11220 Grundschulbildung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Ein wesentliches Hemmnis für die Entwicklung Guineas liegt im äußerst niedrigen Bildungsniveau der Bevölkerung. Das Land hat weiterhin eine der weltweit niedrigsten Einschulungsraten. Durch die hohe Armutsrate werden viele Kinder, insbesondere Mädchen, aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur Schule geschickt. Hinzu kommen soziokulturelle Aspekte, die dazu führen, dass Mädchen die Schule vorzeitig abbrechen. Die dezentralen Verwaltungsstrukturen – Mitarbeitende der Schulbehörden, Schulberaterinnen und -berater sowie Leitungen – sind nicht ausreichend qualifiziert und können ihren Verwaltungs- und Managementaufgaben nicht nachkommen.
Vertreter der Zivilgesellschaft werden nur ansatzweise einbezogen, wenn es darum geht, wie das Schulsystem gestaltet werden soll. Dies wäre förderlich, um auf die geringe Einschulungsrate ebenso wie auf die hohe Anzahl der Jungen und vor allem Mädchen, die die Schule abbrechen, positiv einwirken zu können. Die pädagogisch-fachliche Qualifizierung der Lehrkräfte ist zudem nicht ausreichend; sie haben Schwierigkeiten den Unterricht zu gestalten. Nur acht Prozent der Lehrkräfte sind qualifiziert, ein Viertel ist völlig unzureichend ausgebildet und häufig selbst kaum alphabetisiert.

Ziel
Die Arbeits- und Lernbedingungen, vor allem für Mädchen, sind im ländlichen Raum verbessert. Mehr Jungen und Mädchen schließen erfolgreich die Grundschule ab.

Vorgehensweise
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) arbeitet die GIZ in drei Handlungsfeldern:
1. Verbesserung der Arbeits- und Lernbedingungen
Angestellte der Schulbehörde sollen zu Schulberatern und -leitungen fortgebildet werden. Damit sollen der pädagogischen Schulaufbau, die Verwaltung der Schulen sowie das Management und die Aufteilung der Lehrkräfte auf verschiedene Schulen optimiert werden. Ziel ist es, das Lernumfeld der ausgewählten Schulen in Mamou, Labé und Faranah zu verbessern. Dafür bedarf es nicht immer größerer Investitionen. Ein entsprechendes Schulmanagement, bei dem die Gemeinschaft eingebunden wird, sowie ein funktionierendes, gut gesteuertes Unterstützungssystem können bereits erhebliche Wirkungen zeigen.
2. Verbesserung der Lehreraus- und -fortbildung
Im Fokus steht die Unterstützung der schwächsten Lehrerenden, die selbst kaum lesen und schreiben können. Lehrerinnen und Lehrer sollen im Rahmen ihrer Aus- und Fortbildung vor allem in Methodik und Didaktik geschult werden, sodass sie ihren Unterricht aktiv gestalten können.
3. Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen im Bildungssektor
Die GIZ unterstützt das Bildungsministerium und das Koordinierungsbüro dabei, notwendige Studien und Analysen, die für den Zeitraum 2015 bis 2017 geplant sind, vorzubereiten. Dabei gilt es, die dezentralen Aktivitäten auf nationaler Ebene zu verzahnen und die relevanten Entscheidungsträger für die Aktivitäten auf dezentraler Ebene einzubeziehen.

Wirkungen (kann bei Neuvorhaben entfallen)
Die Vorläufervorhaben „Förderung der Bildung Guinea" und „Grundbildung für sozial benachteiligte Mädchen" haben die Steuerungs- und Koordinierungskompetenzen der Regionalen Bildungsinspektionen, der Präfektoralen Bildungsdirektionen und der Grundschuldirektionen der Subpräfekturen verbessert. In allen Programmregionen werden jährliche Finanz- und Aktivitätenpläne erarbeitet und umgesetzt. Die Leistungsfähigkeit der dezentralen Strukturen ist gestiegen. Positiv zu bewerten ist auch ein Beitrag zur Steuerung des Bildungssektors durch die Beratung zur nationalen Bildungsstrategie und die verstärkte Abstimmung mit den wichtigsten internationalen Gebern im Bildungssektor. Mehr als 15.000 Mädchen haben in den letzten zwölf Jahren Förderunterricht besucht. Sie wurden nach dem Ansatz „Filles éduquées réussissent" (FIERE) unterrichtet. Rund 850 Lehrerinnen wurden in den Fächern Mathematik, Französisch und Gesundheitskunde sowie in Didaktik im Sinne einer aktiven Pädagogik fortgebildet.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
A significant barrier to Guinea’s development is the extremely low level of education among its population. The country still has one of the lowest school enrolment rates in the world. The high poverty rate means that many children, particularly girls, are not sent to school for economic reasons. There are also a number of socio-cultural aspects that cause girls to drop out of school early. The local administrative actors, consisting of educational authority employees, school advisors and headteachers, are not sufficiently qualified to fulfil their administrative and management tasks.

Representatives of civil society are only included to a very limited extent in matters regarding the design of the educational system. However, their involvement would have a positive effect on the low school enrolment rate and help reduce the high numbers of boys and above all girls who drop out of school. Another issue is that there is not enough specialist training for teachers, who struggle to plan their lessons. Only eight per cent of teachers are qualified; a quarter are completely inadequately trained, and are often barely literate themselves.

Objective
The working and educational conditions in rural areas have been improved, especially for girls. More boys and girls are successfully completing their primary school education.

Approach
On behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ is working in three fields of activity:

1. Improving working and educational conditions
Educational authority employees are to be trained to become school advisors and headteachers. This is intended to improve the pedagogical structures in schools, streamline school administration and management, and optimise the allocation of teachers to different schools. The objective is to improve the learning environment in selected schools in Mamou, Labé and Faranah. This does not always require large investments. Significant results can be achieved simply with appropriate school management that involves the local community, in combination with a functioning, well-managed support system.

2. Improving teacher training and professional development
The focus here is on supporting the weakest teachers who can barely read and write themselves. As part of their initial and further training, teachers are to learn principles of methodology and didactics to enable them to actively design and plan their lessons.

3. Improving the political framework in the education sector
GIZ is supporting the Ministry of Education and the Coordination Office in preparing the required studies and analyses, which are due to be carried out between 2015 and 2017. The main aim is to link up local activities at national level and to involve the relevant national decision-makers in the activities at local level.

Results
The predecessor projects Promotion of Education in Guinea and Basic Education for Socially Disadvantaged Girls developed the steering and coordination capacities of the regional school inspectors, prefectural educational authorities and primary school authorities in the sub-prefectures. Annual financial and activity plans are now drawn up and implemented in all of the programme’s regions. Local structures have greater capacity to perform their tasks. Another positive result is the contribution made to managing the education sector by providing advice on the national education strategy and through greater coordination with key international donors in the education sector. Over the last twelve years, over 15,000 girls have attended remedial classes; they were taught using the ‘Filles éduquées réussissent’ (FIERE) approach. Around 850 female teachers have been trained in mathematics, French and health education, as well as didactics, with a view to enabling them to actively plan their own lessons in the future.